Das Imponiergehabe

 

Karin Bern (Freitag, 01. Oktober 2021 14:38)

 

Imponiergehabe

Konkret bekamen die Probanden Paare qualitativ vergleichbarer Produkte von jeweils unterschiedlichen Marken gezeigt, zum Beispiel eine Jeans von Levis neben einer Jeans von Calvin Klein. Die eine Marke galt in der gesellschaftlichen Wahrnehmung dabei als potenziell stärkeres Statussymbol als die andere. Welche Marke würden die Teilnehmer bevorzugt kaufen?

Es offenbarte sich: Egal ob Kaffeemaschine, Füller oder Auto – die Teilnehmer mit erhöhtem Testosteronspiegel zeigten eine stärkere Präferenz für die vermeintlichen Luxusmarken. Dies galt besonders dann, wenn das Produkt in einem beigefügten Werbetext auch noch als Statussymbol hervorgehoben wurde. Mit dem Attribut „das international anerkannte Symbol unter den Einflussreichen“ versehen, wurde ein Stift von diesen Männern demnach häufiger gewählt, als wenn derselbe Stift als langlebig und von guter Qualität angepriesen war.

 

 

Eckbert Heinenberg (Montag, 27. September 2021 15:00)

 

Imponiergehabe

Begegnen sich zwei Hunde, so neigen sie dazu, sich gegenseitig beeindrucken zu wollen. Sie beginnen das so genannte Imponiergehabe.

Das Imponieren kann dem Versuch dienen, einen anderen Hund auf sich aufmerksam zu machen, so etwa wenn ein Rüde einer Hündin gefallen möchte. Es kann aber auch Auseinandersetzungen zur Rangordnung einleiten. Das ist meist zwischen zwei Rüden der Fall.

Das Imponierverhalten kann man sowohl an den Bewegungen als auch an der Körperhaltung des Hundes schon von fern erkennen. Er macht sich groß, er geht steifbeinig. Zum Sich-Groß-Machen gehört natürlich auch eine aufgerichtete Rute, die meist ein bisschen in Bewegung ist. Seltsamerweise blicken sich die Hunde dabei oft nicht direkt an, sondern halten die Blickrichtung leicht abgewendet. Aber die Ohren stehen aufrecht und nach vorn, was man schlappohrigen Hunden natürlich nicht unbedingt deutlich erkennen können muss. Manchmal kann man auch Markierungsharnen beobachten. Ganz typisch sind auch gespannt wirkende Kratzbewegungen, bei denen Gras und Erde in Fetzen nach hinten fliegen können. Ab und an kann man einen Hund auch während des Imponierens schon knurren hören.

Was aus der Sache dann weiter wird entscheiden die beiden Beteiligten nach einer mehr oder weniger langen Phase dieses Imponierens. Es kann sein, dass sie zu dem Schluss kommen, sich einfach sympathisch zu finden. Aber er wird eine Klärung der Rangfolge bevorstehen. Diese muss nicht dramatisch ausfallen. Es kann nämlich leicht sein, dass einer der beiden sich unterwirft, wenn er den anderen für stärker hält. Aber es kann natürlich auch sein, dass beide den anderen für gleich stark oder schwächer halten und der Meinung sind, dass das gegenseitige Verhältnis nur handgreiflich, besser gesagt maulgreiflich zu klären ist.

Will ein Rüde einer Hündin imponieren, so würde nicht knurren sondern einen für diese Situation ganz typischen winselnden Ton hören lassen, bei dem man den Eindruck hat, dass er direkt in der Nase erzeugt werden könnte. Das ist der typische Laut des Rüden, der um eine Hündin wirbt. Wie diese Sache ausgeht, hängt ganz davon ab, zu welchem Ergebnis die Hündin bei der Betrachtung des Bewerbers kommt.

 

 

Dipl.-Kfm. Michael Calinski (Samstag, 25. September 2021 20:59)

 

Weibliche Reize und männliches Imponiergehabe: Die Steinzeit wirkt noch immer nach.

Ob Mann und Frau miteinander zurechtkommen, wird nicht zuletzt auch durch die Körpersprache und das Erscheinungsbild bestimmt. Dem liegen steinzeitliche Verhaltensmuster zugrunde, die der Mensch auch in tausenden Jahren der Evolution nicht abstreifen konnte.

So demonstrieren Männer beim ersten Date noch immer mehr oder weniger unbewusst Potenz und Manneskraft, in dem er breitbeinig sitzend möglichst viel Raum einnimmt und auch den Tisch in Beschlag nimmt. Frauen dagegen wollen eher Vitalität und Fruchtbarkeit demonstrieren und setzen ihre weiblichen Reize mit Dekolletee, gepflegten gesunden Haaren und perfekten Zähnen ein.

Nicht nur beim Date kommt die unterschiedliche Körpersprache zum Ausdruck, sondern beispielsweise auch bei Gehaltsverhandlungen mit dem Chef: Der Mann gibt sich auch hier breitbeinig und dominant und wirkt auf den Chef wie ein ebenbürtiger Gegner, den es zu respektieren gilt. Frauen dagegen wirken weicher und harmloser - und werden von männlichen Chefs nicht als ebenbürtig betrachtet. Dass sie zudem häufiger lächeln als Männer, wird ebenfalls unter "harmlos" verbucht.

Auch in Gruppen tritt der Mann meistens dominanter und forscher auf als Frauen, die weniger selbstsicher wirken. Das klassische männliche Imponiergehabe rund um die größten Autos und teuersten Uhren ist ihnen fremd - und lässt sie auf eine durchweg männliche Runde entsprechend harmlos und unbedeutend wirken. Immerhin: In einer gemischten Runde wirken lächelnde Frauen meistens sympathischer und können so genauso gut Kontakte knüpfen.

 

 

Frank Optendrenk (Samstag, 25. September 2021 20:59)

 

Wer das Imponiergehabe übertreibt, hat bei den Frauen weniger gute Chancen. Das gilt offenbar nicht nur für menschliche Casanovas, sondern auch für männliche Seidenlaubenvögel. Wie ein US-Forscherteam im Fachmagazin "Nature" berichtet, achten die gefiederten Machos sehr genau auf die Reaktion ihrer Angebeteten und ändern ihre Werbung, wenn sie zu abschreckend wirkt.

Die Wissenschaftler um Gail Patricelli von der University of Maryland konstruierten ein Roboter-Weibchen, um das Balzverhalten des australischen Vogels zu studieren. Die Ergebnisse deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass vor allem solche Verführer Erfolg haben, die ihre Werbung dosiert auf die Partnerin abstimmen und sich zur Not auch mal sensibel geben können.

 

 

Dr. Prof. Rudolf Augstein (Samstag, 25. September 2021 20:59)

 

Imponiergehabe und die Größe des Penis

Nicht so beim namibischen Büffelweber. Der starenähnliche Vogel besitzt, wie Tim Birkhead bereits 1999 herausgefunden hat, einen knapp zwei Zentimeter langen, unter dem schwarzen Federkleid versteckten Pseudopenis.

Knapp vor der gemeinsamen Öffnung von Darm und Geschlechtsorganen, der so genannten Kloake, sitzt das kleine Glied, reibt während des bis zu 20 Minuten dauernden Geschlechtsakt am Weibchen und löst letztlich sogar eine Art Orgasmus beim Männchen aus - der Erste im Vogelreich. Eine Penetration findet nicht statt, auch zur Erektion ist der kleine Anhang nicht fähig. Worin dessen Sinn besteht, war Biologen bis dato weitgehend unklar.

Jetzt hat Birkhead noch einmal nachgelegt. Der Forscher von der University of Sheffield in Großbritannien ist den liebeswütigen Büffelwebern nicht nur in freier Natur gefolgt, er konnte auch einen Zusammenhang zwischen Penisgröße und Erfolg bei den Weibchen feststellen können.

Wie Birkhead gegenüber "Nature Science Update" berichtet, hat er zusammen mit seinen Kollegen mehrere Jahre die Wüsten Namibias durchstreift, immer auf der Suche nach kopulierenden Büffelweber. Doch die scheuen Vögel ließen die Forscher lange warten. "In drei Jahren sahen wir nur achtmal einen Liebesakt", so Birkhead. Und auch diese äußerst seltenen Vorstellungen waren alles andere als erhellend: Unter der tierischen Gürtellinie war, so Birkhead, nichts zu sehen.

Doch ein echter Feldforscher gibt nicht so schnell auf. Und so mussten sich die männlichen Büffelweber eines Tages mit einem Kartonstreifen an ihrem besten Stück abfinden. Das reichlich unerotische Anhängsel hielt die Vögel allerdings nicht davon ab, ihr Sperma weiterzugeben. Birkhead schließt daraus, so "Nature Science Update", dass der Pseudopenis nicht direkt zur Fortpflanzung beiträgt, aber eine effektive Waffe im Kampf gegen konkurrierende Männchen ist.

Je länger die Büffelwebern fähig sind, sich an ihrer Partnerin reiben, desto eher geht das Weibchen von einer hohen Spermaqualität aus, so die Theorie. Es lässt das Männchen zum Zug kommen und stößt andere, nicht so gut bestückte Männchen von der Nestkante. Birkhead: "Er überzeugt sie auf diese Weise von seinen Qualitäten."

Noch eine weitere Beobachtung spricht für diese These. Wie das Forscherteam in der Fachzeitschrift "Behavioural Ecology and Sociobiology" schreibt, hatten Büffelweber mit einem eigenen Nest einen deutlich längeren Pseudopenis als herumziehende Artgenossen. Bei Vogel-männchen, die gleich mit einem ganzen Harem zusammenleben, ist das beste Stück sogar noch länger.

Offensichtlich, so die Schlussfolgerung der Biologen, verhält es sich mit dem Büffelweber-Penis wie mit den Hoden bei anderen Tierarten: Ist die Sperma-Konkurrenz - wie beispielsweise beim Kabeljau - hoch, sind die Hoden extrem groß. Bei Seepferdchen dagegen, bei denen die Männchen ein Ei tragen und exklusiv befruchten dürfen, sind die Hoden nur unter der Lupe zu erkennen.

Womit die Frage nach dem Sinn der orgasmusähnlichen Zuckungen beim männlichen Büffelweber noch immer nicht geklärt ist. Birkhead und Kollegen gingen bei ihren Untersuchungen sogar soweit, den Pseudopenis der Vögel manuell zu stimulieren. Ohne abschließendes Ergebnis. Birkhead: "Es ist und bleibt ein Rätsel."

 

 

Jens Ottenhöfen (Samstag, 25. September 2021 15:41)

 

Imponiergehabe

ist der zoologische Fachausdruck für ein typisches männliches vordergründiges Werbe- und Überlegenheitsverhalten vor allem gegenüber Mädchen und Frauen. Das Imponiergehabe muß als Erbe unserer tierischen Vergangenheit angesehen werden, als es von Bedeutung war, daß nur die stärksten Männchen ihr Erbmaterial an die Weibchen weitergaben, um die jeweilige Art möglichst vorteilhaft zu erhalten. Allerdings wurde die Zurschaustellung der Stärke bisweilen so übertrieben, daß es dadurch schon eher zu einer Behinderung kam. Berühmtes Beispiel aus der Tierwelt hierfür sind die Geweihe mancher Hirscharten, die in der Praxis im Grunde zu gar nichts mehr gut sind und sogar die Tiere sogar noch in ihrem Alltag benachteiligen. Sie dienen fast nur noch zum Kampf gegen die »Mitbewerber« um die Weibchen (wohl nie mit ernsthaften Verletzungen verbunden) und um die Weibchen durch möglichst »kampftüchtiges« Aussehen zu beeindrucken. Das soll dann ihnen anzeigen, daß sie eben gerade von den Männchen »mit den größten Geweihen« am besten verteidigt werden können, daß sie also hier auch für sich selbst und ihre notwendige Brutpflege den besten Schutz genießen, was ja dann auch wiederum im Interesse der Arterhaltung ist. Da die Weibchen nun stets die Hirsche mit den größten Geweihen bevorzugen, fördern sie sozusagen die Bildung größerer Geweihe, züchten also geradezu Hirsche mit größerem Imponiergehabe heran. Diese weibliche Beein-flussung wird heute mit dem englischen Begriff Female Choice (weibliche Wahl) bezeichnet.

 

 

Detlev Lengsfeld (Samstag, 25. September 2021 15:37)

 

Blenderei als evolutionäres Imponiergehabe?

Rein evolutionär ist Blenderei durchaus menschlich und kann als sozial sinnvoll betrachtet werden. Herr Steinzeitmensch kommt von seiner tagelangen Jagd zurück und wird von seiner Sippe wie ein Held empfangen, denn endlich gibt es wieder reichlich Nahrung für alle. Die fette Beute (heute würde man das Resultat oder Ergebnis nennen) wurde gemeinsam gefeiert, der erfolgreiche Jäger bekam seinen Applaus, die Sippe einen vollen Bauch und alle waren letzlich zufrieden.

Soweit die Theorie. Doch was, wenn der Jäger nicht mit fetter Beute, sondern mit einem mickrigen Karnickel nach Hause kam? Das mickrig, kleine Karnickel schmeckte sicherlich ein klein wenig besser, wenn der nicht sehr erfolgreiche Jäger zumindest ein entsprechendes Abenteuer zu erzählen wusste.

Und das war sicherlich vonnöten, denn es ist zu vermuten, dass Steinzeitfrauen sich sicherlich eher zu Säbelzahntiger-Jäger hingezogen fühlten, als zu jenen die mit mickrigen, fleischarmen Karnickeln zur Sippe zurückkehrten. Blenderei und sich blenden zu lassen waren wohl insbesondere in der Not sinvolle Strategien, um den sozialen Frieden zu wahren. Alle redeten sich das Ergebnis (die fette Beute) schön, indem sie nicht darauf achteten, sondern auf die Heldengeschichten des Jägers. Menschen blendeten und ließen sich blenden, um die Beziehungsebene nicht zu gefährden und den armen erfolglosen Jäger nicht zu entmutigen.

Klingt doch zumindest einleuchtend. Und die wahren Helden, der Säbelzahntiger Jäger oder das Mammutjäger Team? Sie bekamen natürlich erst recht die besten Frauen ab, wenn sie auch noch spannende Heldengeschichten mitbrachten.

Und Frauen? Blendeten sie nicht? Und ob sie das tun, jedoch anders, als Männer. Sie punkten vermutlich nicht mit Heldentaten, sondern mit Anmut und mit Ergebnissen und Resultaten, die dem sozialen Zusammenhalt und der Zukunft der Sippe dienten. Ist sie schön? Kann sie Kinder bekommen? Ist sie in der Lage, diese aufzuziehen und die Höhle sauber zu halten? Ist sie in der Lage alles zu managen, während der Held auf Jagd ist?

Das mögen eventuell Kriterien gewesen sein, die Frauen in der Gunst der Männer steigen ließen. Vielleicht versuchten Frauen den Männern dadurch zu imponieren, dass Sie sich besonders herausputzten oder das Säbelzahntiger-Mahl aufwerteten, indem sie ihre gesammelten Früchte und Wurzeln auftischte. Wer weiß. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass sich Männer an „Sichtbares“ hielten und Fakten mehr zählten, als Inszenierungen.

 

 

Jürgen von Tingen (Samstag, 25. September 2021 15:34)

 

Imponiergehabe ist besonders anzutreffen, wenn Gegner (oder das andere Geschlecht) beeindruckt werden sollen. Das geht von militärischen Manövern bis zum gockelhaften Aufplustern der Boxer vor dem Kampf, Machtposen der Bodybuilder oder der Ballbalance des Bundestrainers. Ferner zählt dazu das Protzen mit sportlichen Leistungen bis zu kostspieligen Ausrüstungsgegenständen. Kann man weder mit seinem Körper noch mit entsprechenden Anschaffungen (Geltungskonsum) oder „Heldentaten“ punkten, verbleibt noch, den Geist sprühen zu lassen, so man hat. Bei der Brunft ist Protzen Programm. Die Hirsche unterscheiden sich dabei von manchen Männern, dass sie das auf einige Wochen im Herbst beschränken.

 

 

Iris Berger (Freitag, 24. September 2021 16:48)

 

Imponiergehabe von Männern

Männer gebaren sich ganz ähnlich wie ihre Geschlechtsgenossen im Tierreich, wenn es ums Flirten geht. Gefällt Ihnen eine andere Person, zeigen auch sie eine Art Balzverhalten und Imponiergehabe. Sie machen sich in einer solchen Situation größer und breiter, indem sie ihre Körperhaltung straffen und sich aufrichten. Die Hände werden beispielsweise in die Hosentaschen gesteckt und die Arme dabei vom Körper abgewinkelt, sodass eine imposante Silhouette entstehen soll. Teilweise werden sogar die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Zeigt sich ein Mann Ihnen gegenüber auf diese Weise, können Sie ziemlich stark davon ausgehen, dass sein Verhalten sein reges Interesse widerspiegelt.

 

 

Dr. Elisabeth Jäckle (Dienstag, 21. September 2021 23:04)

 

Imponiergehabe von Hausmäusen

Als olfaktorische Kommunikation bei Hausmäusen bezeichnet man in der Biologie den Informationsaustausch und die Kommunikation über Gerüche bei Hausmäusen (Mus musculus), also mit Hilfe der olfaktorischen Wahrnehmung.

Hausmäuse leben in der Regel in Gruppen, die bis zu 50 Individuen umfassen können, und weisen ein komplexes Sozialverhalten auf, weswegen sich bei ihnen im Verlauf der Stammesgeschichte auch ein komplexes Kommunikationsverhalten entwickelt hat. Hierbei läuft die Kommunikation zum Großteil über Gerüche, welche hauptsächlich dem Urin entspringen, aber auch den Schweißdrüsen unterseits der Füße und an den Seiten des Rumpfes. Die Gerüche geben unter anderem Auskunft über körperlichen Zustand wie Tragzeit, „Besitzrechte“ (speziell in Bezug auf das Revier), derzeitiges Sozialverhalten und Position innerhalb der Rangordnung sowie andere Sachverhalte. Vergleichsweise unbedeutend für die Kommunikation mit Artgenossen ist die visuelle Wahrnehmung, während die auditive Wahrnehmung zumindest in der Mutter-Nestling-Kommunikation und bei Rangordnungskämpfen eine wichtige Rolle spielt.

Wegen ihrer häufigen Haltung als Labortiere ist das Verhalten der Hausmäuse und der Ratten besonders gut erforscht.
Zusammensetzung des Urins

Der Urin von Hausmäusen bildet die Basis der olfaktorischen Kommunikation von Hausmäusen. Neben dem gewöhnlichen Harnstoff und sonstigen Abfallprodukten enthält der Urin spezielle Chemikalien: flüchtige Duftstoffe von geringer molarer Masse sowie nicht flüchtige Proteine von höherer molarer Masse. Durch die genetische Diversität der Hausmäuse bedingt hat jedes Tier einen eigenen Geruch, dazu tragen speziell die extrem variablen (und somit polymorphen) Gene des Haupthistokompatibilitätskomplexes (kurz MHC) bei. Weiters enthält der Urin große Mengen von „Major Urinary Proteins“ (kurz MUP) aus kleinen Lipocalin-Proteinen. Diese Proteine werden in der Leber produziert und in der Niere in den Urin gefiltert. Der Urin adulter Männchen enthält 30 Milligramm MUP pro Milliliter Urin, der Urin adulter Weibchen enthält 40 Prozent mehr. Diese Proteine binden die Duftstoffe in einen zentralen Hohlraum, aus dem sie langsam entweichen. Dieses mit Proteinen geformten Gebilde für die Markierung bezeichnet man als „Retard-Kapseln“. Der Geruch wird in Variationen vererbt, somit können Hausmäuse selbst lange nicht präsente Verwandte schnell wiedererkennen[1].

 

 

Prof. Ernst Wallraf (Dienstag, 21. September 2021 23:02)

 

Als Imponierverhalten (engl.: overawing) wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes spezielles Drohverhalten und Lockverhalten bezeichnet, das bei rivalisierenden Geschlechtsgenossen eine einschüchternde, und auf das andere Geschlecht anziehende Wirkung ausüben soll. Imponierverhalten beruht grundsätzlich auf zur Schau gestellter Potenz oder Vitalität, die für die sich dabei siegreich behauptenden, meist männlichen Rivalen mindestens in der Kopulation mit den so 'eroberten' Weibchen gipfelt. Bei manchen Arten erfolgt anschließend die Bildung von Brutpaaren, welche also der Sicherung der Vermehrung dienen; das männliche Imponierverhalten hingegen dient der Herausbildung einer hierarchischen Ordnung, durch die sich das Natürliche Zuchtwahlgesetz erfüllt (Auslese der zur jeweiligen Umwelt optimal passenden Gene bzw. Lebewesen/ s. Darwin), die vitale Konstanz oder auch Evolution der Arten gewährleistend. Angriffe gegen rivalisierende Geschlechtsgenossen erfolgen niemals ohne vorheriges Imponieren, da sein Zweck die gegenseitige Abschätzung der Potenz ist. So sieht der stark unterlegene Kontrahent sein So-Sein in der Regel gefühlsmäßig/intuitiv sofort ein und wendet sich der Suche eines anderen Balzplatzes zu. Erst nahezu ebenbürtige Imponiergegner, die sich wechselseitig nicht einzuschüchtern vermögen, messen im konkreten Zusammenstoß ihre Kräfte, bis einer die Flucht ergreift.

 

 

Felix Cesar (Dienstag, 14. September 2021 15:24)

 

Imponiergehabe der Katzen

Hauskatzen sind in der Regel keine Einzelgänger und haben gelernt soziale Bindungen mit den Menschen einzugehen. Ist die menschliche Zuwendung nicht ausreichend genug, so werden die Katzen sich Artgenossen suchen, die diese Zuwendung übernehmen. Wie stark der Drang der Katzen nach sozialen Kontakten ist, hängt unter anderem vom sozialen Umfeld ab.

Eine schwarze Katze miaut. Kümmern Sie sich also von Anfang an um ihre Katzen und vernachlässigen Sie sie nicht. Katzen, die eine enge Bindung zum Menschen aufbauen dürfen, sind viel zutraulicher, was sich auch im erwachsenen Katzenalter bemerkbar macht. Katzen, die keine enge Bindung zum Menschen aufbauen dürfen, reagieren ängstlich und scheu. Die Tiere können ihr Sozialverhalten nur voll ausleben, wenn Menschen ihnen gutes Futter, regelmäßige Streicheleinheiten geben und das Beuteverhalten akzeptieren.

Die Rangordnung
Das Verhalten der Katzen wird jedoch meistens von der Rangordnung bestimmt, die in der Gruppe ausgetragen wird. Die Rangordnung erhalten Katzen aufrecht, indem sie Drohgebärden machen und miteinander kämpfen.

Erkennen können Sie die Rangordnung daran, wenn die Katzen sich einen anderen Schlafplatz suchen und in einer völlig anderen Reihenfolge ihr Futter vertilgen. Die Rangordnung kann sich jedoch immer wieder ändern. Neue Katzen, die der Gruppe noch nicht angehören, müssen sich die Mitgliedschaft erst einmal verdienen und dafür kämpfen. Bereits junge Katzen lernen, wie man sich richtig gegen erwachsene Katzen durchsetzt. Werden die Katzen beispielsweise kastriert, haben sie keine Gelegenheit, in einen höheren Rang zu rutschen.

Imponierverhalten
Das Imponierverhalten von Katzen wird oftmals durch Körpersprache ausgedrückt, so können Katzen eine Meinungsverschiedenheit ohne Kampf lösen. Wenn die Tiere ihre Gegner fixieren und beobachten ist dies für sie ein ganz normales Spiel. Die Konfrontation ist beigelegt, wenn eine der Katzen den Blick abwendet. Zum Schluß wird die Katze noch einmal ordentlich fauchen, um dem gegnerischen Tier zu zeigen, dass sie sich über sie geärgert hat.

Wie wird eigentlich ein Katerkampf ausgetragen?
Zuerst umkreisen sich die Katzen, dann drohen sie und schätzen sich gegenseitig ein. Anschließend wird der Kampf mit dem Einsatz von Zähnen und Klauen ausgefochten. Wenn der Sieg entschieden ist, markiert die überlegene Katze ihr Revier, indem sie ihre Duftmarke verspritzt.

Verhalten der Katzen gegenüber dem Menschen
Beim Menschen verhalten sich die Katzen ein wenig anders, als bei Artgenossen. Sie suchen den Kontakt zum Menschen und wenn die Menschen dies zulassen, sind die Katzen anschmiegsam und schmusig. Um Katzen zu erziehen, braucht man jedoch ein gutes Einfühlungsvermögen.

 

 

Olaf Geiger (Sonntag, 12. September 2021 15:24)

 

Imponierverhalten

Es gibt unterschiedliches Verhalten bei Katzen, und selbstverständlich geschieht dies nicht nur aus reiner Angeberei, denn Imponieren gehört dazu, wenn man sich selbst behaupten und seine Stellung behalten will. So schärft sich eine Katze, die eine feindliche Artgenossin fast besiegt hat, die Krallen, so als wollte sie sagen: „Augenblick, gleich packe ich zu, muss erst noch die Krallen wetzen!“.

 

 

Renate Renner (Donnerstag, 05. August 2021 21:59)

 

Imponiergehabe bei Löwen

Löwen leben in Rudeln mit zum Teil 30 und mehr Mitgliedern. Die durchschnittliche Rudelgröße besteht jedoch aus 10 bis 20 Tieren. Ein Rudel besteht aus einem dominanten Männchen, mehreren rangniedrigeren Männchen sowie mehreren Weibchen und deren Nachwuchs, die ein unterschiedliches Alter haben können. Nicht selten leben in einem Rudel aber auch mehrere Männchen. Dabei handelt es sich dann zumeist um Brüder. Männchen und Weibchen leben aber meist in getrennten Gruppen, da die Männchen an den Reviergrenzen patroullieren und die Weibchen mit den Jungen im Kern des Reviers leben. Männchen ohne festes Rudel leben einzelgängerisch und warten auf die Chance ein Rudel zu übernehmen. Kommt es unter rivalisierenden Männchen zu einem Kampf, so enden diese nicht selten für den unterlegenen Löwen tödlich.

Löwen bewohnen feste Reviere, die im Schnitt eine Größe von 100 bis 200, selten auch bis 400 Quadratkilometer haben. Das Revier wird von den Männchen gegenüber Feinden und Artgenossen verteidigt und mit Urin markiert. Weibchen beschränken sich auf die Aufzucht des Nachwuchses und die Jagd. Die meiste Zeit vom Tag dösen und schlafen die Löwen im Schatten. Das kann bis zu 20 Stunden am Tag so sein.

Mit Erreichen der Geschlechtsreife verlassen männliche Löwen das Rudel und ziehen einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen umher, die meist aus Brüdern bestehen. Sind sie stark genug, so versuchen sie ein Rudel zu übernehmen. Dies kann durch einen einzelnen Löwen bestehen oder durch eine Koalition mehrerer Männchen. Für die Nahrungsbeschaffung innerhalb eines Rudeln sind die Weibchen zuständig. Bei der Nahrungsaufnahme haben allerdings dann die Männchen den Vortritt, dann erst die Weibchen und zuletzt die Jungtiere, die nicht mehr auf Milch angewiesen sind. Die Welpen werden von der eigenen Mutter oder in deren Abwesenheit von weiblichen Verwandten der Mutter gesäugt.

Die Kommunikation untereinander ist vielschichtig. Zum einen verständigen sie sich durch die Sichtkommunikation. Löwen erkennen sich untereinander. Zum anderen dienen Lautäußerungen der Kommunikation. Das Brüllen der Männchen ist dabei deutlich lauter und tiefer. Sie beginnen bereits Anfang des zweiten Lebensjahres mit dem Brüllen. Weibchen folgen im Laufe des zweiten Lebensjahres. Das Brüllen dient der Kommunikation untereinander, der Reviermarkierung und dem Imponiergehabe gegenüber fremden Löwen.

 

 

Wolfgang Heim (Donnerstag, 05. August 2021 21:58)

 

Als Imponierverhalten (engl.: overawing) wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes spezielles Drohverhalten und Lockverhalten bezeichnet, das bei rivalisierenden Geschlechtsgenossen eine einschüchternde, und auf das andere Geschlecht anziehende Wirkung ausüben soll. Imponierverhalten beruht grundsätzlich auf zur Schau gestellter Potenz oder Vitalität, die für die sich dabei siegreich behauptenden, meist männlichen Rivalen mindestens in der Kopulation mit den so 'eroberten' Weibchen gipfelt. Bei manchen Arten erfolgt anschließend die Bildung von Brutpaaren, welche also der Sicherung der Vermehrung dienen; das männliche Imponierverhalten hingegen dient der Herausbildung einer hierarchischen Ordnung, durch die sich das Natürliche Zuchtwahlgesetz erfüllt (Auslese der zur jeweiligen Umwelt optimal passenden Gene bzw. Lebewesen/ s. Darwin), die vitale Konstanz oder auch Evolution der Arten gewährleistend. Angriffe gegen rivalisierende Geschlechtsgenossen erfolgen niemals ohne vorheriges Imponieren, da sein Zweck die gegenseitige Abschätzung der Potenz ist. So sieht der stark unterlegene Kontrahent sein So-Sein in der Regel gefühlsmäßig/intuitiv sofort ein und wendet sich der Suche eines anderen Balzplatzes zu. Erst nahezu ebenbürtige Imponiergegner, die sich wechselseitig nicht einzuschüchtern vermögen, messen im konkreten Zusammenstoß ihre Kräfte, bis einer die Flucht ergreift.

Der aus der Biologie stammende Begriff wird teils auch im soziologischen Kontext auf den Menschen angewandt.
Imponierverhalten in der Verhaltensbiologie

Der Begriff Imponierverhalten wurde von Oskar Heinroth zunächst als Imponiergehabe in die Verhaltensforschung eingeführt.

Im Verlauf der Stammesgeschichte hat sich das Imponierverhalten wohl deshalb entwickelt, weil es - gewissermaßen durch Ritualisierung - einen offenen Kampf zwischen den Rivalen zu vermeiden hilft, indem der schwächere dem drohenden Konflikt ausweichen kann und so für beide Tiere das Verletzungsrisiko herabgesetzt wird. Gleichwohl werden häufig beim Imponieren die der Verteidigung gegen Artfeinde oder zur Jagd einsetzbaren Körperteile besonders zur Schau gestellt: Raubtiere, Flusspferde und Affen entblößen zum Beispiel ihr Gebiss. Häufig unterstützen Lautäußerungen die Drohwirkung beim Imponieren oder bilden in unübersichtlichem Gelände sogar das einzige Signal; ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Röhren der Hirsche, aber auch das Betrommeln der eigenen Brust bei Gorilla-Männchen ist Bestandteil ihres Imponierverhaltens. Ähnlich deuten Ornithologen die Reviergesänge der Vögel während der Paarungszeit. Imponierverhalten nutzt dabei häufig sexuell selektierte Ornamente, d.h. auffällige Körpermerkmale oder akustische Signale, die nach dem Handicap-Prinzip auf die körperliche Fitness des Trägers oder Senders schließen lässt.

Ein bekanntes Beispiel für Imponierverhalten kann bei Katzen beobachtet werden, die ihre Körper dem äußeren Anschein nach vergrößern, wenn sie sich langbeinig und mit gesträubtem Fell sowie mit Buckel vor einem Rivalen oder vor dem umworbenen Weibchen präsentieren.

Das Imponierverhalten von Hunden ist gleichfalls durch eine arttypische Körperhaltung gekennzeichnet: Die Beine werden durchgedrückt, so dass eine maximale Körperhöhe erzielt wird; so vorhanden wird möglicherweise auch das Fell gesträubt; Kopf und Schwanz sind erhoben und auch die Ohren sind aufgestellt; das Tier knurrt, starrt den Gegner aber nicht direkt an, sondern hat den Blick leicht zur Seite gewendet. Imponierverhalten eines Hundes gegenüber einem Menschen deutet darauf hin, dass das Tier die betreffende Person in der Rangordnung nicht als über ihm stehend einschätzt und kann daher - wenn die Halter nicht gegen dieses Fehlverhalten angehen - eines Tages in offene Aggressivität umschlagen.

 

 

Bernd Schweigert (Montag, 26. Juli 2021 00:55)

 

Imponiergehabe

Beste Kumpels halten zusammen: Die in Afrika lebenden Guinea-Paviane sind uns Menschen ähnlicher als gedacht, denn bei ihnen sind Männerfreundschaften Trumpf. Ähnlich wie bei uns hängen die „besten Kumpel“ miteinander ab und unternehmen Vieles gemeinsam – von der sonst bei vielen Affen und anderen Säugetieren üblichen Rivalität und Aggression keine Spur. Diese Paviane sind daher ein gutes Modell, um auch unsere soziale Evolution zu verstehen, so die Forscher im Fachmagazin “ Proceedings of the National Academy of Sciences

 

 

Dr. Daniel Lingenhöhl (Montag, 26. Juli 2021 00:43)

 

Imponiergehabe oder die biologische Wurzeln im Sexualverhalten des Menschen

Bei allem Variationsreichtum des sozialen und speziell des sexuellen Verhaltens hat der Mensch keine absolute Sonderstellung gegenüber dem Tierreich. Es finden sich vielfältige Erscheinungen, die typisch primatenhaft, z.T. sogar typisch für Säugetiere sind. Erkenntnisse vor allem der Primatologie und der Humanethologie, aber auch der Vergleich mit anderen Völkern und der Blick in die Kultur- und Sittengeschichte (auch ins Alte und Neue Testament) zeigen so viele Übereinstimmungen auch zwischen den Menschen, dass eine sinnvolle Erklärung nur die Gemeinsamkeit durch die Evolution ist, denn eine Parallelentwicklung in so vielen Details ist höchst unwahrscheinlich. Für Biologen ist außerdem unzweifelhaft, dass auch das Verhalten einer Art einschließlich dem, was gelernt werden kann, eine genetische Grundlage hat. Ebenso sicher ist, dass auch unsere Verwandten, die Tier-Primaten (vor allem die Großen Menschenaffen), nicht mehr starr instinktgebunden, sondern recht flexibel in ihrem Verhalten sind.

 

 

Ingeborg Geiger (Montag, 26. Juli 2021 00:12)

 

Als Imponierverhalten wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes spezielles Drohverhalten und Lockverhalten bezeichnet, das bei rivalisierenden Geschlechtsgenossen eine einschüchternde, und auf das andere Geschlecht anziehende Wirkung ausüben soll. Imponierverhalten beruht grundsätzlich auf zur Schau gestellter Potenz oder Vitalität, die für die sich dabei siegreich behauptenden, meist männlichen Rivalen mindestens in der Kopulation mit den so 'eroberten' Weibchen gipfelt. Bei manchen Arten erfolgt anschließend die Bildung von Brutpaaren, welche also der Sicherung der Vermehrung dienen; das männliche Imponierverhalten hingegen dient der Herausbildung einer hierarchischen Ordnung, durch die sich das Natürliche Zuchtwahlgesetz erfüllt (Auslese der zur jeweiligen Umwelt optimal passenden Gene bzw. Lebewesen/ s. Darwin), die vitale Konstanz oder auch Evolution der Arten gewährleistend. Angriffe gegen rivalisierende Geschlechtsgenossen erfolgen niemals ohne vorheriges Imponieren, da sein Zweck die gegenseitige Abschätzung der Potenz ist. So sieht der stark unterlegene Kontrahent sein So-Sein in der Regel gefühlsmäßig/intuitiv sofort ein und wendet sich der Suche eines anderen Balzplatzes zu. Erst nahezu ebenbürtige Imponiergegner, die sich wechselseitig nicht einzuschüchtern vermögen, messen im konkreten Zusammenstoß ihre Kräfte, bis einer die Flucht ergreift.

 

 

Rudolf Augstein (Sonntag, 25. Juli 2021 22:26)

 

Ritualisiertem Imponiergehabe

Besonders häufig beobachteten die Forscher ausgewachsene Affenmännchen. Sie warfen die Steine im Rahmen von ritualisiertem Imponier-gehabe auf die Bäume. Vereinzelt warfen aber auch Weibchen und Jungtiere Steine gegen Bäume.

Ähnlichkeit mit rituellen Stätten

Warum die Affen zu den Steinen greifen, wissen die Forscher allerdings nicht. Im Gegensatz zu anderer Werkzeugnutzung hänge das Verhalten nicht mit der Nahrungssuche zusammen. Denkbar sei, dass es eine Abwandlung des von allen Schimpansen-Populationen bekannten Trommelns mit Händen und Füßen gegen Baumwurzeln sei, sagt Wissenschaftler Hjalmar Kühl.

Das Trommeln diene der Kommunikation und sei zudem ein typisches Verhalten erwachsener männlicher Schimpansen - sie wollten damit zeigen, wer sie sind.

 

 

Bianca Schmidt (Sonntag, 25. Juli 2021 22:26)

 

Imponiergehabe

Menschen im Büro verhalten sich im Prinzip genau so wie Affen im Gehege. ... nur aus Rangeleien um die Hackordnung, Imponiergehabe und Wadenbeißereien.

 

 

Eric Feigouno (Sonntag, 25. Juli 2021 15:43)

 

Imponiergehabe ist ein bestimmtes Verhalten, mit dem man anderen imponieren will. In der Biologie spricht man von Imponiergehabe von Tieren. Z.B. gehört zum Imponiergehabe eines Affen, dass er sich auf die Brust schlägt und sein Fell sträubt. Auch Brüllen, Bellen, Springen, Tänzeln kann zum Imponiergehabe von Menschen gehören. Imponiergehabe dient bei Tieren dazu, den gleichgeschlechtlichen Rivalen einzuschüchtern, dagegen das andere Geschlecht anzuziehen. Auf den Menschen bezogen, wird der Ausdruck Imponiergehabe abwertend gebraucht: Wenn man einem Menschen Imponiergehabe vorwirft, drückt man aus, dass da viel Show und wenig Substanz ist. Frauen können sich über das Imponiergehabe von Männern auf Partys und Feiern amüsieren, sich darüber lustig machen. Man kann auch einfach sagen: Das ist doch nur Imponiergehabe.

 

 

Hanna Gierling (Sonntag, 25. Juli 2021 15:42)

 

Es gibt Menschen, die haben ein Imponiergehabe, die wollen zeigen, wie groß sie sind, sie tragen besondere Kleidung, eine besondere Körperhaltung und sie zeigen irgendwo, ich bin besonders wichtig.

Wenn du das siehst, ist das Klügste: Lächle! Du kannst manchmal sehen, ja, auch Affen haben Imponiergehabe, und der Mensch gehört letztlich vermutlich auch zur Gattung der Menschenaffen. Gut, wir sind Menschen, als Menschen haben wir bestimmte Affenarten und dazu gehört auch Imponiergehabe. Vielleicht hast du das ja auch, ohne dass du es weißt.

Man kann also darüber lächeln. Man sollte niemanden auslachen aber man kann das Imponiergehabe humorvoll zu Kenntnis nehmen und es dann nicht mehr übermäßig beachten.

 

 

Bianca Stahl (Dienstag, 05. Oktober 2021 15:41)

 

Imponiergehabe von Pferden

Die obige Darstellung der Rangordnung innerhalb einer Pferdeherde ist ein sehr vereinfachtes Modell, zeigt aber besser verständlich ihr Prinzip auf.
In der Realität sind die Hierarchiestrukturen in der Herde komplexer. Sie orientieren sich nicht nur am Grad der Aggressivität und Stärke eines Individuums, sondern auch an seinen besonderen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften. Die "gewählten" Anführer wissen beispielsweise, wie sie relativ energiesparend mit dem Alphatier fertig werden, so daß auch die anderen Herdenmitglieder ans Futter oder ans Wasser kommen. Die übrige Zeit zeigen sie vielleicht ein wenig dominantes Verhalten.
Einem ansonsten kaum dominanten Pferd folgen alle anderen wiederspruchslos und ganz selbstverständlich, wenn es darum geht, eine neue Wasserstelle zu finden, weil sie wissen, daß dieses Pferd ein besonderes Gespür dafür hat. Für diese konkrete Rolle hat dieses Pferd plötzlich allen anderen Herdenmitgliedern gegenüber den höchsten Rang.
Oder ein rangniedriges Pferd kommt auf die Idee, das trockene Heu vor dem Fressen im Wasser der Tränke einzuweichen. Die anderen Pferde haben trotz des niedrigen Ranges dieses Pferdes überhaupt kein Problem damit, diese Idee zu kopieren. Bald "matschen" alle Pferde im Stall mit ihrem Futter in den Tränken herum, die dann viel öfter gereinigt werden müssen als früher...

Das in manchen Dokumentarfilmen oder Büchern bemühte Prinzip des Leithengstes stimmt so nicht. Nur, weil sich Hengste so kamerawirksam in Szene setzen können, heißt das noch lange nicht, daß ihre Aggressivität und Stärke ausreichen, daß die übrigen Herdenmitglieder ihnen vertrauensvoll folgen. Die Rolle des Gefahrenwarners innerhalb der Herde kann aufgrund seiner Kompetenz und Ausgeglichenheit ein ganz anderes Pferd innehaben. Die Erziehung und Disziplinierung von Jungpferden übernimmt oft eine erfahrene Leitstute. Damit hat der Hengst meist gar nichts zu tun. Aus diesen Gründen können auch vom Menschen zusammengestellte Herden funktionieren, die ohne Hengste auskommen müssen.

Ein Pferd kann z. B. aufgrund fortgeschrittenen Alters oder Krankheit seinen bisherigen Rang vollständig verlieren. Solche Pferde sind dann plötzlich manchmal sehr empfänglich für besondere Zuwendung durch den Menschen. Abgesehen von solchen Ausnahmen bleibt die Rangordnung innerhalb einer Herde ziemlich stabil, solange das betreffende Pferd die von ihm erwartete Kompetenz oder seine Kraft und Aggressivität unter Beweis stellen kann.

 

 

Dipl.-Kfm. Michael Calinski(Samstag, 25. September 2021 20:59)

 

Weibliche Reize und männliches Imponiergehabe: Die Steinzeit wirkt noch immer nach.

Ob Mann und Frau miteinander zurechtkommen, wird nicht zuletzt auch durch die Körpersprache und das Erscheinungsbild bestimmt. Dem liegen steinzeitliche Verhaltensmuster zugrunde, die der Mensch auch in tausenden Jahren der Evolution nicht abstreifen konnte.

So demonstrieren Männer beim ersten Date noch immer mehr oder weniger unbewusst Potenz und Manneskraft, in dem er breitbeinig sitzend möglichst viel Raum einnimmt und auch den Tisch in Beschlag nimmt. Frauen dagegen wollen eher Vitalität und Fruchtbarkeit demonstrieren und setzen ihre weiblichen Reize mit Dekolletee, gepflegten gesunden Haaren und perfekten Zähnen ein.

Nicht nur beim Date kommt die unterschiedliche Körpersprache zum Ausdruck, sondern beispielsweise auch bei Gehaltsverhandlungen mit dem Chef: Der Mann gibt sich auch hier breitbeinig und dominant und wirkt auf den Chef wie ein ebenbürtiger Gegner, den es zu respektieren gilt. Frauen dagegen wirken weicher und harmloser - und werden von männlichen Chefs nicht als ebenbürtig betrachtet. Dass sie zudem häufiger lächeln als Männer, wird ebenfalls unter "harmlos" verbucht.

Auch in Gruppen tritt der Mann meistens dominanter und forscher auf als Frauen, die weniger selbstsicher wirken. Das klassische männliche Imponiergehabe rund um die größten Autos und teuersten Uhren ist ihnen fremd - und lässt sie auf eine durchweg männliche Runde entsprechend harmlos und unbedeutend wirken. Immerhin: In einer gemischten Runde wirken lächelnde Frauen meistens sympathischer und können so genauso gut Kontakte knüpfen.

 

 

Frank Optendrenk(Samstag, 25. September 2021 20:59)

 

Wer das Imponiergehabe übertreibt, hat bei den Frauen weniger gute Chancen. Das gilt offenbar nicht nur für menschliche Casanovas, sondern auch für männliche Seidenlaubenvögel. Wie ein US-Forscherteam im Fachmagazin "Nature" berichtet, achten die gefiederten Machos sehr genau auf die Reaktion ihrer Angebeteten und ändern ihre Werbung, wenn sie zu abschreckend wirkt.

Die Wissenschaftler um Gail Patricelli von der University of Maryland konstruierten ein Roboter-Weibchen, um das Balzverhalten des australischen Vogels zu studieren. Die Ergebnisse deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass vor allem solche Verführer Erfolg haben, die ihre Werbung dosiert auf die Partnerin abstimmen und sich zur Not auch mal sensibel geben können.

 

 

 

Dr. Prof. Rudolf Augstein (Samstag, 25. September 2021 20:59)

 

Imponiergehabe und die Größe des Penis

Nicht so beim namibischen Büffelweber. Der starenähnliche Vogel besitzt, wie Tim Birkhead bereits 1999 herausgefunden hat, einen knapp zwei Zentimeter langen, unter dem schwarzen Federkleid versteckten Pseudopenis.

Knapp vor der gemeinsamen Öffnung von Darm und Geschlechtsorganen, der so genannten Kloake, sitzt das kleine Glied, reibt während des bis zu 20 Minuten dauernden Geschlechtsakt am Weibchen und löst letztlich sogar eine Art Orgasmus beim Männchen aus - der Erste im Vogelreich. Eine Penetration findet nicht statt, auch zur Erektion ist der kleine Anhang nicht fähig. Worin dessen Sinn besteht, war Biologen bis dato weitgehend unklar.

Jetzt hat Birkhead noch einmal nachgelegt. Der Forscher von der University of Sheffield in Großbritannien ist den liebeswütigen Büffelwebern nicht nur in freier Natur gefolgt, er konnte auch einen Zusammenhang zwischen Penisgröße und Erfolg bei den Weibchen feststellen können.

Wie Birkhead gegenüber "Nature Science Update" berichtet, hat er zusammen mit seinen Kollegen mehrere Jahre die Wüsten Namibias durchstreift, immer auf der Suche nach kopulierenden Büffelweber. Doch die scheuen Vögel ließen die Forscher lange warten. "In drei Jahren sahen wir nur achtmal einen Liebesakt", so Birkhead. Und auch diese äußerst seltenen Vorstellungen waren alles andere als erhellend: Unter der tierischen Gürtellinie war, so Birkhead, nichts zu sehen.

Doch ein echter Feldforscher gibt nicht so schnell auf. Und so mussten sich die männlichen Büffelweber eines Tages mit einem Kartonstreifen an ihrem besten Stück abfinden. Das reichlich unerotische Anhängsel hielt die Vögel allerdings nicht davon ab, ihr Sperma weiterzugeben. Birkhead schließt daraus, so "Nature Science Update", dass der Pseudopenis nicht direkt zur Fortpflanzung beiträgt, aber eine effektive Waffe im Kampf gegen konkurrierende Männchen ist.

Je länger die Büffelwebern fähig sind, sich an ihrer Partnerin reiben, desto eher geht das Weibchen von einer hohen Spermaqualität aus, so die Theorie. Es lässt das Männchen zum Zug kommen und stößt andere, nicht so gut bestückte Männchen von der Nestkante. Birkhead: "Er überzeugt sie auf diese Weise von seinen Qualitäten."

Noch eine weitere Beobachtung spricht für diese These. Wie das Forscherteam in der Fachzeitschrift "Behavioural Ecology and Sociobiology" schreibt, hatten Büffelweber mit einem eigenen Nest einen deutlich längeren Pseudopenis als herumziehende Artgenossen. Bei Vogelmännchen, die gleich mit einem ganzen Harem zusammenleben, ist das beste Stück sogar noch länger.

Offensichtlich, so die Schlussfolgerung der Biologen, verhält es sich mit dem Büffelweber-Penis wie mit den Hoden bei anderen Tierarten: Ist die Sperma-Konkurrenz - wie beispielsweise beim Kabeljau - hoch, sind die Hoden extrem groß. Bei Seepferdchen dagegen, bei denen die Männchen ein Ei tragen und exklusiv befruchten dürfen, sind die Hoden nur unter der Lupe zu erkennen.

Womit die Frage nach dem Sinn der orgasmusähnlichen Zuckungen beim männlichen Büffelweber noch immer nicht geklärt ist. Birkhead und Kollegen gingen bei ihren Untersuchungen sogar soweit, den Pseudopenis der Vögel manuell zu stimulieren. Ohne abschließendes Ergebnis. Birkhead: "Es ist und bleibt ein Rätsel."

 

 

 

Jens Ottenhöfen (Samstag, 25. September 2021 15:41)

 

Imponiergehabe

ist der zoologische Fachausdruck für ein typisches männliches vordergründiges Werbe- und Überlegenheitsverhalten vor allem gegenüber Mädchen und Frauen. Das Imponiergehabe muß als Erbe unserer tierischen Vergangenheit angesehen werden, als es von Bedeutung war, daß nur die stärksten Männchen ihr Erbmaterial an die Weibchen weitergaben, um die jeweilige Art möglichst vorteilhaft zu erhalten. Allerdings wurde die Zurschaustellung der Stärke bisweilen so übertrieben, daß es dadurch schon eher zu einer Behinderung kam. Berühmtes Beispiel aus der Tierwelt hierfür sind die Geweihe mancher Hirscharten, die in der Praxis im Grunde zu gar nichts mehr gut sind und sogar die Tiere sogar noch in ihrem Alltag benachteiligen. Sie dienen fast nur noch zum Kampf gegen die »Mitbewerber« um die Weibchen (wohl nie mit ernsthaften Verletzungen verbunden) und um die Weibchen durch möglichst »kampftüchtiges« Aussehen zu beeindrucken. Das soll dann ihnen anzeigen, daß sie eben gerade von den Männchen »mit den größten Geweihen« am besten verteidigt werden können, daß sie also hier auch für sich selbst und ihre notwendige Brutpflege den besten Schutz genießen, was ja dann auch wiederum im Interesse der Arterhaltung ist. Da die Weibchen nun stets die Hirsche mit den größten Geweihen bevorzugen, fördern sie sozusagen die Bildung größerer Geweihe, züchten also geradezu Hirsche mit größerem Imponiergehabe heran. Diese weibliche Beeinflussung wird heute mit dem englischen Begriff Female Choice (weibliche Wahl) bezeichnet.

 

 

 

Detlev Lengsfeld (Samstag, 25. September 2021 15:37)

 

Blenderei als evolutionäres Imponiergehabe?

Rein evolutionär ist Blenderei durchaus menschlich und kann als sozial sinnvoll betrachtet werden. Herr Steinzeitmensch kommt von seiner tagelangen Jagd zurück und wird von seiner Sippe wie ein Held empfangen, denn endlich gibt es wieder reichlich Nahrung für alle. Die fette Beute (heute würde man das Resultat oder Ergebnis nennen) wurde gemeinsam gefeiert, der erfolgreiche Jäger bekam seinen Applaus, die Sippe einen vollen Bauch und alle waren letzlich zufrieden.

Soweit die Theorie. Doch was, wenn der Jäger nicht mit fetter Beute, sondern mit einem mickrigen Karnickel nach Hause kam? Das mickrig, kleine Karnickel schmeckte sicherlich ein klein wenig besser, wenn der nicht sehr erfolgreiche Jäger zumindest ein entsprechendes Abenteuer zu erzählen wusste.

Und das war sicherlich vonnöten, denn es ist zu vermuten, dass Steinzeitfrauen sich sicherlich eher zu Säbelzahntiger-Jäger hingezogen fühlten, als zu jenen die mit mickrigen, fleischarmen Karnickeln zur Sippe zurückkehrten. Blenderei und sich blenden zu lassen waren wohl insbesondere in der Not sinvolle Strategien, um den sozialen Frieden zu wahren. Alle redeten sich das Ergebnis (die fette Beute) schön, indem sie nicht darauf achteten, sondern auf die Heldengeschichten des Jägers. Menschen blendeten und ließen sich blenden, um die Beziehungsebene nicht zu gefährden und den armen erfolglosen Jäger nicht zu entmutigen.

Klingt doch zumindest einleuchtend. Und die wahren Helden, der Säbelzahntiger Jäger oder das Mammutjäger Team? Sie bekamen natürlich erst recht die besten Frauen ab, wenn sie auch noch spannende Heldengeschichten mitbrachten.

Und Frauen? Blendeten sie nicht? Und ob sie das tun, jedoch anders, als Männer. Sie punkten vermutlich nicht mit Heldentaten, sondern mit Anmut und mit Ergebnissen und Resultaten, die dem sozialen Zusammenhalt und der Zukunft der Sippe dienten. Ist sie schön? Kann sie Kinder bekommen? Ist sie in der Lage, diese aufzuziehen und die Höhle sauber zu halten? Ist sie in der Lage alles zu managen, während der Held auf Jagd ist?

Das mögen eventuell Kriterien gewesen sein, die Frauen in der Gunst der Männer steigen ließen. Vielleicht versuchten Frauen den Männern dadurch zu imponieren, dass Sie sich besonders herausputzten oder das Säbelzahntiger-Mahl aufwerteten, indem sie ihre gesammelten Früchte und Wurzeln auftischte. Wer weiß. Jedenfalls bin ich davon überzeugt, dass sich Männer an „Sichtbares“ hielten und Fakten mehr zählten, als Inszenierungen.

 

 

 

Jürgen von Tingen (Samstag, 25. September 2021 15:34)

 

Imponiergehabe ist besonders anzutreffen, wenn Gegner (oder das andere Geschlecht) beeindruckt werden sollen. Das geht von militärischen Manövern bis zum gockelhaften Aufplustern der Boxer vor dem Kampf, Machtposen der Bodybuilder oder der Ballbalance des Bundestrainers. Ferner zählt dazu das Protzen mit sportlichen Leistungen bis zu kostspieligen Ausrüstungsgegenständen. Kann man weder mit seinem Körper noch mit entsprechenden Anschaffungen (Geltungskonsum) oder „Heldentaten“ punkten, verbleibt noch, den Geist sprühen zu lassen, so man hat. Bei der Brunft ist Protzen Programm. Die Hirsche unterscheiden sich dabei von manchen Männern, dass sie das auf einige Wochen im Herbst beschränken.

 

 

 

Iris Berger( Freitag, 24. September 2021 16:48)

 

Imponiergehabe von Männern

Männer gebaren sich ganz ähnlich wie ihre Geschlechtsgenossen im Tierreich, wenn es ums Flirten geht. Gefällt Ihnen eine andere Person, zeigen auch sie eine Art Balzverhalten und Imponiergehabe. Sie machen sich in einer solchen Situation größer und breiter, indem sie ihre Körperhaltung straffen und sich aufrichten. Die Hände werden beispielsweise in die Hosentaschen gesteckt und die Arme dabei vom Körper abgewinkelt, sodass eine imposante Silhouette entstehen soll. Teilweise werden sogar die Arme hinter dem Kopf verschränkt. Zeigt sich ein Mann Ihnen gegenüber auf diese Weise, können Sie ziemlich stark davon ausgehen, dass sein Verhalten sein reges Interesse widerspiegelt.

 

 

 

Dr. Elisabeth Jäckle (Dienstag, 21. September 2021 23:04)

 

Imponiergehabe von Hausmäusen

Als olfaktorische Kommunikation bei Hausmäusen bezeichnet man in der Biologie den Informationsaustausch und die Kommunikation über Gerüche bei Hausmäusen (Mus musculus), also mit Hilfe der olfaktorischen Wahrnehmung.

Hausmäuse leben in der Regel in Gruppen, die bis zu 50 Individuen umfassen können, und weisen ein komplexes Sozialverhalten auf, weswegen sich bei ihnen im Verlauf der Stammesgeschichte auch ein komplexes Kommunikationsverhalten entwickelt hat. Hierbei läuft die Kommunikation zum Großteil über Gerüche, welche hauptsächlich dem Urin entspringen, aber auch den Schweißdrüsen unterseits der Füße und an den Seiten des Rumpfes. Die Gerüche geben unter anderem Auskunft über körperlichen Zustand wie Tragzeit, „Besitzrechte“ (speziell in Bezug auf das Revier), derzeitiges Sozialverhalten und Position innerhalb der Rangordnung sowie andere Sachverhalte. Vergleichsweise unbedeutend für die Kommunikation mit Artgenossen ist die visuelle Wahrnehmung, während die auditive Wahrnehmung zumindest in der Mutter-Nestling-Kommunikation und bei Rangordnungskämpfen eine wichtige Rolle spielt.

Wegen ihrer häufigen Haltung als Labortiere ist das Verhalten der Hausmäuse und der Ratten besonders gut erforscht.


Zusammensetzung des Urins

Der Urin von Hausmäusen bildet die Basis der olfaktorischen Kommunikation von Hausmäusen. Neben dem gewöhnlichen Harnstoff und sonstigen Abfallprodukten enthält der Urin spezielle Chemikalien: flüchtige Duftstoffe von geringer molarer Masse sowie nicht flüchtige Proteine von höherer molarer Masse. Durch die genetische Diversität der Hausmäuse bedingt hat jedes Tier einen eigenen Geruch, dazu tragen speziell die extrem variablen (und somit polymorphen) Gene des Haupthistokompatibilitätskomplexes (kurz MHC) bei. Weiters enthält der Urin große Mengen von „Major Urinary Proteins“ (kurz MUP) aus kleinen Lipocalin-Proteinen. Diese Proteine werden in der Leber produziert und in der Niere in den Urin gefiltert. Der Urin adulter Männchen enthält 30 Milligramm MUP pro Milliliter Urin, der Urin adulter Weibchen enthält 40 Prozent mehr. Diese Proteine binden die Duftstoffe in einen zentralen Hohlraum, aus dem sie langsam entweichen. Dieses mit Proteinen geformten Gebilde für die Markierung bezeichnet man als „Retard-Kapseln“. Der Geruch wird in Variationen vererbt, somit können Hausmäuse selbst lange nicht präsente Verwandte schnell wiedererkennen.

 

 

 

Prof. Ernst Wallraf (Dienstag, 21. September 2021 23:02)

 

Als Imponierverhalten (engl.: overawing) wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes spezielles Drohverhalten und Lockverhalten bezeichnet, das bei rivalisierenden Geschlechtsgenossen eine einschüchternde, und auf das andere Geschlecht anziehende Wirkung ausüben soll. Imponierverhalten beruht grundsätzlich auf zur Schau gestellter Potenz oder Vitalität, die für die sich dabei siegreich behauptenden, meist männlichen Rivalen mindestens in der Kopulation mit den so 'eroberten' Weibchen gipfelt. Bei manchen Arten erfolgt anschließend die Bildung von Brutpaaren, welche also der Sicherung der Vermehrung dienen; das männliche Imponierverhalten hingegen dient der Herausbildung einer hierarchischen Ordnung, durch die sich das Natürliche Zuchtwahlgesetz erfüllt (Auslese der zur jeweiligen Umwelt optimal passenden Gene bzw. Lebewesen/ s. Darwin), die vitale Konstanz oder auch Evolution der Arten gewährleistend. Angriffe gegen rivalisierende Geschlechtsgenossen erfolgen niemals ohne vorheriges Imponieren, da sein Zweck die gegenseitige Abschätzung der Potenz ist. So sieht der stark unterlegene Kontrahent sein So-Sein in der Regel gefühlsmäßig/intuitiv sofort ein und wendet sich der Suche eines anderen Balzplatzes zu. Erst nahezu ebenbürtige Imponiergegner, die sich wechselseitig nicht einzuschüchtern vermögen, messen im konkreten Zusammenstoß ihre Kräfte, bis einer die Flucht ergreift.

 

 

 

Jona Teichmann (Mittwoch, 11. August 2021 14:16)

 

Imponiergehabe

Am auffälligsten treiben es wohl die Bonobos, Zwergschimpansen aus dem Kongo:

„Hier beschäftigen sich Weibchen mit Weibchen und Männchen mit Männchen, aber auch Männchen mit Weibchen und Weibchen mit Männchen, und nicht nur zum Zwecke der Fortpflanzung, sondern hier geht es auch um die Vermeidung von Konfliktsituationen, also speziell, wenn Futter gereicht wird, dann sieht man sexuelle Verhaltensweisen vermehrt, und das hat für die Tiere einen Sinn.“

 

 

 

Renate Renner(Donnerstag, 05. August 2021 21:59)

 

Imponiergehabe bei Löwen

Löwen leben in Rudeln mit zum Teil 30 und mehr Mitgliedern. Die durchschnittliche Rudelgröße besteht jedoch aus 10 bis 20 Tieren. Ein Rudel besteht aus einem dominanten Männchen, mehreren rangniedrigeren Männchen sowie mehreren Weibchen und deren Nachwuchs, die ein unterschiedliches Alter haben können. Nicht selten leben in einem Rudel aber auch mehrere Männchen. Dabei handelt es sich dann zumeist um Brüder. Männchen und Weibchen leben aber meist in getrennten Gruppen, da die Männchen an den Reviergrenzen patroullieren und die Weibchen mit den Jungen im Kern des Reviers leben. Männchen ohne festes Rudel leben einzelgängerisch und warten auf die Chance ein Rudel zu übernehmen. Kommt es unter rivalisierenden Männchen zu einem Kampf, so enden diese nicht selten für den unterlegenen Löwen tödlich.

Löwen bewohnen feste Reviere, die im Schnitt eine Größe von 100 bis 200, selten auch bis 400 Quadratkilometer haben. Das Revier wird von den Männchen gegenüber Feinden und Artgenossen verteidigt und mit Urin markiert. Weibchen beschränken sich auf die Aufzucht des Nachwuchses und die Jagd. Die meiste Zeit vom Tag dösen und schlafen die Löwen im Schatten. Das kann bis zu 20 Stunden am Tag so sein.

Mit Erreichen der Geschlechtsreife verlassen männliche Löwen das Rudel und ziehen einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen umher, die meist aus Brüdern bestehen. Sind sie stark genug, so versuchen sie ein Rudel zu übernehmen. Dies kann durch einen einzelnen Löwen bestehen oder durch eine Koalition mehrerer Männchen. Für die Nahrungsbeschaffung innerhalb eines Rudeln sind die Weibchen zuständig. Bei der Nahrungsaufnahme haben allerdings dann die Männchen den Vortritt, dann erst die Weibchen und zuletzt die Jungtiere, die nicht mehr auf Milch angewiesen sind. Die Welpen werden von der eigenen Mutter oder in deren Abwesenheit von weiblichen Verwandten der Mutter gesäugt.

Die Kommunikation untereinander ist vielschichtig. Zum einen verständigen sie sich durch die Sichtkommunikation. Löwen erkennen sich untereinander. Zum anderen dienen Lautäußerungen der Kommunikation. Das Brüllen der Männchen ist dabei deutlich lauter und tiefer. Sie beginnen bereits Anfang des zweiten Lebensjahres mit dem Brüllen. Weibchen folgen im Laufe des zweiten Lebensjahres. Das Brüllen dient der Kommunikation untereinander, der Reviermarkierung und dem Imponiergehabe gegenüber fremden Löwen.

 

 

Wolfgang Heim(Donnerstag, 05. August 2021 21:58)

 

Als Imponierverhalten (engl.: overawing) wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes spezielles Drohverhalten und Lockverhalten bezeichnet, das bei rivalisierenden Geschlechtsgenossen eine einschüchternde, und auf das andere Geschlecht anziehende Wirkung ausüben soll. Imponierverhalten beruht grundsätzlich auf zur Schau gestellter Potenz oder Vitalität, die für die sich dabei siegreich behauptenden, meist männlichen Rivalen mindestens in der Kopulation mit den so 'eroberten' Weibchen gipfelt. Bei manchen Arten erfolgt anschließend die Bildung von Brutpaaren, welche also der Sicherung der Vermehrung dienen; das männliche Imponierverhalten hingegen dient der Herausbildung einer hierarchischen Ordnung, durch die sich das Natürliche Zuchtwahlgesetz erfüllt (Auslese der zur jeweiligen Umwelt optimal passenden Gene bzw. Lebewesen/ s. Darwin), die vitale Konstanz oder auch Evolution der Arten gewährleistend. Angriffe gegen rivalisierende Geschlechtsgenossen erfolgen niemals ohne vorheriges Imponieren, da sein Zweck die gegenseitige Abschätzung der Potenz ist. So sieht der stark unterlegene Kontrahent sein So-Sein in der Regel gefühlsmäßig/intuitiv sofort ein und wendet sich der Suche eines anderen Balzplatzes zu. Erst nahezu ebenbürtige Imponiergegner, die sich wechselseitig nicht einzuschüchtern vermögen, messen im konkreten Zusammenstoß ihre Kräfte, bis einer die Flucht ergreift.

Der aus der Biologie stammende Begriff wird teils auch im soziologischen Kontext auf den Menschen angewandt.
Imponierverhalten in der Verhaltensbiologie

Der Begriff Imponierverhalten wurde von Oskar Heinroth zunächst als Imponiergehabe in die Verhaltensforschung eingeführt.

Im Verlauf der Stammesgeschichte hat sich das Imponierverhalten wohl deshalb entwickelt, weil es - gewissermaßen durch Ritualisierung - einen offenen Kampf zwischen den Rivalen zu vermeiden hilft, indem der schwächere dem drohenden Konflikt ausweichen kann und so für beide Tiere das Verletzungsrisiko herabgesetzt wird. Gleichwohl werden häufig beim Imponieren die der Verteidigung gegen Artfeinde oder zur Jagd einsetzbaren Körperteile besonders zur Schau gestellt: Raubtiere, Flusspferde und Affen entblößen zum Beispiel ihr Gebiss. Häufig unterstützen Lautäußerungen die Drohwirkung beim Imponieren oder bilden in unübersichtlichem Gelände sogar das einzige Signal; ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Röhren der Hirsche, aber auch das Betrommeln der eigenen Brust bei Gorilla-Männchen ist Bestandteil ihres Imponierverhaltens. Ähnlich deuten Ornithologen die Reviergesänge der Vögel während der Paarungszeit. Imponierverhalten nutzt dabei häufig sexuell selektierte Ornamente, d.h. auffällige Körpermerkmale oder akustische Signale, die nach dem Handicap-Prinzip auf die körperliche Fitness des Trägers oder Senders schließen lässt.

Ein bekanntes Beispiel für Imponierverhalten kann bei Katzen beobachtet werden, die ihre Körper dem äußeren Anschein nach vergrößern, wenn sie sich langbeinig und mit gesträubtem Fell sowie mit Buckel vor einem Rivalen oder vor dem umworbenen Weibchen präsentieren.

Das Imponierverhalten von Hunden ist gleichfalls durch eine arttypische Körperhaltung gekennzeichnet: Die Beine werden durchgedrückt, so dass eine maximale Körperhöhe erzielt wird; so vorhanden wird möglicherweise auch das Fell gesträubt; Kopf und Schwanz sind erhoben und auch die Ohren sind aufgestellt; das Tier knurrt, starrt den Gegner aber nicht direkt an, sondern hat den Blick leicht zur Seite gewendet. Imponierverhalten eines Hundes gegenüber einem Menschen deutet darauf hin, dass das Tier die betreffende Person in der Rangordnung nicht als über ihm stehend einschätzt und kann daher - wenn die Halter nicht gegen dieses Fehlverhalten angehen - eines Tages in offene Aggressivität umschlagen.

 

 

Bernd Schweigert (Montag, 26. Juli 2021 00:55)

 

Imponiergehabe

Beste Kumpels halten zusammen: Die in Afrika lebenden Guinea-Paviane sind uns Menschen ähnlicher als gedacht, denn bei ihnen sind Männerfreundschaften Trumpf. Ähnlich wie bei uns hängen die „besten Kumpel“ miteinander ab und unternehmen Vieles gemeinsam – von der sonst bei vielen Affen und anderen Säugetieren üblichen Rivalität und Aggression keine Spur. Diese Paviane sind daher ein gutes Modell, um auch unsere soziale Evolution zu verstehen, so die Forscher im Fachmagazin “ Proceedings of the National Academy of Sciences“.

 

 

Dr. Daniel Lingenhöhl (Montag, 26. Juli 2021 00:43)

 

Imponiergehabe oder die biologische Wurzeln im Sexualverhalten des Menschen

Bei allem Variationsreichtum des sozialen und speziell des sexuellen Verhaltens hat der Mensch keine absolute Sonderstellung gegenüber dem Tierreich. Es finden sich vielfältige Erscheinungen, die typisch primatenhaft, z.T. sogar typisch für Säugetiere sind. Erkenntnisse vor allem der Primatologie und der Humanethologie, aber auch der Vergleich mit anderen Völkern und der Blick in die Kultur- und Sittenge-schichte (auch ins Alte und Neue Testament) zeigen so viele Übereinstimmungen auch zwischen den Menschen, dass eine sinnvolle Erklärung nur die Gemeinsamkeit durch die Evolution ist, denn eine Parallelentwicklung in so vielen Details ist höchst unwahrscheinlich. Für Biologen ist außerdem unzweifelhaft, dass auch das Verhalten einer Art einschließlich dem, was gelernt werden kann, eine genetische Grundlage hat. Ebenso sicher ist, dass auch unsere Verwandten, die Tier-Primaten (vor allem die Großen Menschenaffen), nicht mehr starr instinktgebunden, sondern recht flexibel in ihrem Verhalten sind.

 

 

Ingeborg Geiger (Montag, 26. Juli 2021 00:12)

 

Als Imponierverhalten wird in der Verhaltensbiologie ein angeborenes spezielles Drohverhalten und Lockverhalten bezeichnet, das bei rivalisierenden Geschlechtsgenossen eine einschüchternde, und auf das andere Geschlecht anziehende Wirkung ausüben soll. Imponierverhalten beruht grundsätzlich auf zur Schau gestellter Potenz oder Vitalität, die für die sich dabei siegreich behauptenden, meist männlichen Rivalen mindestens in der Kopulation mit den so 'eroberten' Weibchen gipfelt. Bei manchen Arten erfolgt anschließend die Bildung von Brutpaaren, welche also der Sicherung der Vermehrung dienen; das männliche Imponierverhalten hingegen dient der Herausbildung einer hierarchischen Ordnung, durch die sich das Natürliche Zuchtwahlgesetz erfüllt (Auslese der zur jeweiligen Umwelt optimal passenden Gene bzw. Lebewesen/ s. Darwin), die vitale Konstanz oder auch Evolution der Arten gewährleistend. Angriffe gegen rivalisierende Geschlechtsgenossen erfolgen niemals ohne vorheriges Imponieren, da sein Zweck die gegenseitige Abschätzung der Potenz ist. So sieht der stark unterlegene Kontrahent sein So-Sein in der Regel gefühlsmäßig/intuitiv sofort ein und wendet sich der Suche eines anderen Balzplatzes zu. Erst nahezu ebenbürtige Imponiergegner, die sich wechselseitig nicht einzuschüchtern vermögen, messen im konkreten Zusammenstoß ihre Kräfte, bis einer die Flucht ergreift.

 

 

Rudolf Augstein (Sonntag, 25. Juli 2021 22:26)

 

Ritualisiertes Imponiergehabe

Besonders häufig beobachteten die Forscher ausgewachsene Affenmännchen. Sie warfen die Steine im Rahmen von ritualisiertem Imponiergehabe auf die Bäume. Vereinzelt warfen aber auch Weibchen und Jungtiere Steine gegen Bäume.

Ähnlichkeit mit rituellen Stätten

Warum die Affen zu den Steinen greifen, wissen die Forscher allerdings nicht. Im Gegensatz zu anderer Werkzeugnutzung hänge das Verhalten nicht mit der Nahrungssuche zusammen. Denkbar sei, dass es eine Abwandlung des von allen Schimpansen-Populationen bekannten Trommelns mit Händen und Füßen gegen Baumwurzeln sei, sagt Wissenschaftler Hjalmar Kühl.

Das Trommeln diene der Kommunikation und sei zudem ein typisches Verhalten erwachsener männlicher Schimpansen - sie wollten damit zeigen, wer sie sind.

 

 

Bianca Schmidt (Sonntag, 25. Juli 2021 22:26)

 

Imponiergehabe

Menschen im Büro verhalten sich im Prinzip genau so wie Affen im Gehege. ... nur aus Rangeleien um die Hackordnung, Imponiergehabe und Wadenbeißereien.

 

 

Gisa Vallogoglou (Sonntag, 25. Juli 2021 15:44)

 

Begegnen sich zwei Hunde, so neigen sie dazu, sich gegenseitig beeindrucken zu wollen. Sie beginnen das so genannte Imponiergehabe. Das Imponieren kann dem Versuch dienen, einen anderen Hund auf sich aufmerksam zu machen, so etwa wenn ein Rüde einer Hündin gefallen möchte.

 

 

Eric Feigouno (Sonntag, 25. Juli 2021 15:43)

 

Imponiergehabe ist ein bestimmtes Verhalten, mit dem man anderen imponieren will. In der Biologie spricht man von Imponiergehabe von Tieren. Z.B. gehört zum Imponiergehabe eines Affen, dass er sich auf die Brust schlägt und sein Fell sträubt. Auch Brüllen, Bellen, Springen, Tänzeln kann zum Imponiergehabe von Menschen gehören. Imponiergehabe dient bei Tieren dazu, den gleichgeschlechtlichen Rivalen einzuschüchtern, dagegen das andere Geschlecht anzuziehen. Auf den Menschen bezogen, wird der Ausdruck Imponiergehabe abwertend gebraucht: Wenn man einem Menschen Imponiergehabe vorwirft, drückt man aus, dass da viel Show und wenig Substanz ist. Frauen können sich über das Imponiergehabe von Männern auf Partys und Feiern amüsieren, sich darüber lustig machen. Man kann auch einfach sagen: Das ist doch nur Imponiergehabe.

 

 

Hanna Gierling (Sonntag, 25. Juli 2021 15:42)

 

Es gibt Menschen, die haben ein Imponiergehabe, die wollen zeigen, wie groß sie sind, sie tragen besondere Kleidung, eine besondere Körperhaltung und sie zeigen irgendwo, ich bin besonders wichtig.

Wenn du das siehst, ist das Klügste: Lächle! Du kannst manchmal sehen, ja, auch Affen haben Imponiergehabe, und der Mensch gehört letztlich vermutlich auch zur Gattung der Menschenaffen. Gut, wir sind Menschen, als Menschen haben wir bestimmte Affenarten und dazu gehört auch Imponiergehabe. Vielleicht hast du das ja auch, ohne dass du es weißt.

Man kann also darüber lächeln. Man sollte niemanden auslachen aber man kann das Imponiergehabe humorvoll zu Kenntnis nehmen und es dann nicht mehr übermäßig beachten.