Temperamententest

 

 

Ein Temperamententest bei der Vorlage nur von Kopfposen (nicht alle sind Posen) ist sicherlich ein heikles Unterfangen, zu dem viel Erfahrung in der Materie eine Voraussetzung ist. Die Kleinformate, welche ich in einem SPIEGEL Spezial USA bereits etwas ramponiert fand, haben aber den Vorzug, dass sie gemeinfrei sind; ich müsste die Veröffentlichung ansonsten unterlassen. Ganzkörper- oder Oberkörperposen sind einfacher zu beurteilen (siehe Posen). Was die Angelegenheit erleichtert: Es handelt sich bei allen um Schriftsteller aus den USA. Literaten befassen sich mit ihrer Welt der Nachtgedanken, in denen sie autonom bei sich sind. Ein Imponiergehabe in Richtung Öffentlichkeit ist rein zeitlich eine eher seltene Ausnahme, welche sich daher weniger in die Gesichtszüge einprägt. Schauspielerische Begabung ist bei ihnen kaum zu vermuten. Das vereinfacht etwas die Bestimmung des Temperaments.

Wer seine Einschätzung mit meiner vergleichen möchte, sollte es nicht auf die Schnelle tun. Dazu gehört viel Einfühlungsver-mögen. Ich habe über eine Woche lang mir die Bilderserien immer wieder vorgenommen, und habe bei einigen schwierigen Gesichtern mein vorschnelles Urteil revidieren müssen. Ich kann auch keineswegs meine Unfehlbarkeit behaupten. Heraus-kommen kann deshalb nur das Ausmaß der Übereinstimmung.

Zur Bezeichnung der Temperamente verwende ich bei meinen Testeinschätzungen (auf anderer Seite) wie auch im Traktat die Nomenklatur von R. A. Wilson, welche bei Kopfposen das Wesendliche am besten wiedergibt:

 

                           freundliche Stärke + +            feindliche Stärke + –-

                           freundliche Schwäche -- --     feindliche Schwäche -– +

 

                    Die + und -- Zeichen bezeichnen die sexuelle Polarität, wie im Traktat erläutert.

 

Bei der Beurteilung der Kopfposen sollten Sie, wie auch ich es tat, sich über mehrere Tage sehr viel Zeit lassen.

 

 

                                     Serie 1

 

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                                 Serie 3

 

                                  Serie 4

 

 

Zur Schulung der intuitiven Betrachtungsweise empfehle ich Fotografie/ Sehen was man sehen will.