Katzenpost I.

 

Hier habe ich die Einträge zum Themenbereich Erlebnisse, Begebenheiten, Erzählungen, Märchen, Sprüche und Lyrik in Freud und Leid auf meinem Gästebuch aus den Jahren 2020 und 2021 in der Reihenfolge des Eingangs zusammengestellt. Dabei habe ich im Sinne der besseren Lesbarkeit, wo nötig redigierend und umformatierend eingegriffen. Die originalen Beiträge sind in meinem Gästebuch noch vorhanden.

Die email-Adressen der Einträge kann ich hier aus Gründen des Datenschutzes nicht angeben. Falls Sie Kontakt zu den Absendern aufnehmen wollen, schicken Sie eine mail an juergenkarg@web.de mit dem Betreff Gästebuch. Ich leite diese dann weiter. Bitte vergessen Sie dann nicht, Tag und Uhrzeit des Eintrags anzugeben, damit ich den Adressaten finden kann. Die Menge der Einträge ist gewaltig.

 

Thomas Hinz (Freitag, 31. Dezember 2021 14:44)

 

Kleine Katzen

Kleine Katzen sind so drollig
und so wollig und so mollig,
daß man sie am liebsten küßt.
Aber auch die kleinen Katzen
haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Daß ihr’s wißt!

Kleine Katzen wollen tollen
und wie Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
bei dem Tollen und dem Rollen
fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich
und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
hilft, daß aus dem süßen Kätzchen
mal ein Raubtier werden kann.

 

 

Detlef von Liliencron (Freitag, 31. Dezember 2021 14:43)

 

Die süßen Kätzchen

Wie der Vetter in den Dschungeln,
Schleicht der Kater in den Ähren;
Doch der Tiger frißt gern Menschen,
Mäuse möchte Hinz verzehren.

Menschen, Mäuse. Mäuse, Menschen.
Hinter beiden pirscht der Tod.

 

 

Marion Vail (Donnerstag, 30. Dezember 2021 20:35)

 

Die schnurrende Krankenschwester
Ich lag neulich 5 Tage im Krankenhaus, weil mein Meniskus entfernt werden musste. Als ich nach Hause kam, dachte ich, Mumpfi wäre böse auf mich, weil ich sie solange allein gelassen habe.
Aber nichts dergleichen. Nach einer ausgiebigen Begrüssung mit einer �Beschnupperorgie� und vielen Streicheleinheiten war eigentlich alles beim Alten. Nur konnte ich nicht mehr so viel mit ihr spielen wie vor dem Eingriff. Alles musste ich auf Stöcken machen.
Das größte Problem war Mumpfi. Ständig wuselte sie um mich herum. Egal wo ich hinstakte, sie war dabei. Als ob sie merken würde, dass da etwas nicht stimmte. Da ich ihr nicht wehtun wollte, bewegte ich mich vor allem nachts "wie auf Eiern". So eine Krücke auf dem Katzenschwanz oder auf der Pfote, das muss ja nicht sein.
Da ich nicht viel herum laufen sollte, lag ich halt die meiste Zeit im Bett und las. Mumpfi war immer da. Aber sie lag nicht nur im Bett oder auf der Couch, sondern immer auf dem frisch operierten Knie. Sie liess sich immer mit äusserster Vorsicht nieder und schnupperte am Verband bzw. an der Hose. Da das alles für sie aber langweilig war, besorgte mir meine Frau für sie einen Laserpointer (eine Art Taschenlampe, die einen roten Lichtpunkt abstrahlt) . Mit dem spielten wir "Laserpunkt fangen". Ich habe selten eine so engagierte Fängerin bzw. Jägerin gesehen. Aber immer nur für kurze Zeit. Als ob ihr einfiel, dass sie eine Aufgabe zu erfüllen hätte, kam sie bald wieder zurück ins Bett und hütete mein Knie. Ich weiss zuwenig über Esoterik oder übersinnliche Fähigkeiten, aber mein Arzt sagte mir, dass mein Knie aussergewöhnlich gute Fortschritte macht. Was normalerweise drei bis vier Wochen dauert, kam bei mir schon nach zehn Tagen wieder in Gang. Die Schwellung ging sehr schell zurück. Auch die Bewegungsfähigkeit war schneller als normal wieder da. Auch jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, liegt sie auf meinem Schoss und schnurrt die Schmerzen weg.
Irgendwie unheimlich. Aber auf eine positive Art.

 

 

Horst Rehmann (Donnerstag, 30. Dezember 2021 14:47)

 

Geliebtes Schätzchen

Früh morgens wenn der Tag angeht,
strahlst du mich an wie Sonnenlicht,
auch wenn mein Haar zu Berge steht,
zeigst du ein freundliches Gesicht.

Gerührt sitz ich am Frühstückstisch,
es glänzt hell auf mein Augenpaar,
wenn du bewegst verführerisch,
den Körper wie ein Superstar.

Geh ich zum Dienst so um halb Acht,
stehst du ganz traurig vor der Tür,
vom Nachbarn wirst du angelacht,
doch er hält Abstand mit Gebühr.

Am Abend komm ich spät nach Haus,
küsse dich, sag zärtlich Schätzchen,
du bist für mich ein Augenschmaus,
mein allerliebstes - Siamkätzchen.

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Tina Kramer (Donnerstag, 30. Dezember 2021 14:24)

 

Amsel und Katze

Ich traute meinen Augen nicht:
vorsichtig um die Ecke schielte mein Kätzchen.
Sie ängstete sich vor einem kleinen Wicht.
Hatte sie nun plötzlich Mätzchen?

Herausfordernd blickte eine Amsel in die Welt.
"Was kostet sie, ich will sie kaufen!"
Saß dort auf dem Geländer, als wär sie bestellt
und hätte Lust, ein wenig zu raufen.

"Ihr glaubt doch nicht, daß dies Katzentier
mich in die Flucht schlagen kann?
Hier ist gut sein, mir gefällt es hier,
Die Katze dort, ist ein Hampelmann."

Und meinen kleinen Katzentiger,
der auch mal gerne kratzt und zwickt,
zwang eine kleine, schwarze Amsel nieder.
Mit Frechheit ist es ihr geglückt.

 

 

Ingo Baumgartner (Donnerstag, 30. Dezember 2021 13:40)

 

Kahle Katzen

Der Katze stiehlt die blaue Meise
in wohldurchdachter, kluger Weise
ein Härchen da, ein Härchen dort
und trägt die Beute heimlich fort.

Der Katzenpelz verliert an Dichte.
Im Höhlennest der alten Fichte
verstärkt nun Minkis Außenhaut
das Eierlager - frech geklaut.

Nicht jeder Katze Räudeflecken
sind Meisenwerk. Dahinter stecken
oft Gründe andrer Kondition.
Ich sag es, denn wer weiß das schon?

 

 

Jana Binsle (Donnerstag, 30. Dezember 2021 13:39)

 

Maxi die Katze

Ich habe eine gute Freundin, mit der ich gerne zusammen bin. Sie hat ne Katze namens Maxi, die ist schneller als ein Taxi.
Mal hängt sie in den Gardinen, oder wirft runter, was steht auf den Vitrinen. Wenn man mit ihr schimpft, sie Ihr putzig Näschen rümpft. Aber sie ist so ein süßes Knuddeltier, keiner kann böse sein mit ihr.
Maxi spielt oft die Herrin im Haus, jagt manche ungebetene Maus. Aber fressen tut sie sie nicht, bekommt von Frauchen ja besseres Gericht.
Doch legt sie die Maus vor Freundins Füße, damit beweißt sie Ihre Liebe.
Wie schön,dass es die Maxi gibt, sie wird von allen sehr geliebt.

 

 

Isabell Ginger (Mittwoch, 29. Dezember 2021 23:18)

 

Hallo Jürgen,
Mischa war unsere erste alte Katze, die ich aus einem TH geholt habe, 20 Jahre alt und im Begriff sich dort aufzugeben.
Es war ein recht spontaner Entschluss, man wußte nichts über sie und ich auch nicht wie meine Katzen reagieren würden, nur die Hoffnung das sie so sanft sein würden wie immer.
Das waren sie auch, sie haben Mischa sehr lieb und vorsichtig aufgenommen, aber wie ich erst später erfuhr war Mischa ihr Leben lang Einzelkatze gewesen.
Die ersten Wochen lebte sie im Arbeitszimmer mit einer Netztür von den anderen getrennt, denn durch die lange Krankheit der Vorbesitzerin hatte sie viel Zeit in Fremdpflege verbracht, war daher auch sehr scheu Menschen gegenüber.
Fast zwei Monate hat es gedauert sie endlich streicheln zu dürfen, zu merken das sie sich wieder in einem sicheren Zuhause fühlte, das sie auch langsam in Besitz nahm.
Der Kontakt zu den anderen Katzen dauerte länger, aber da war mein Fuchur eine grosse Hilfe, der ständig versucht hat Mischa aufs niedlichste anzubaggern und er war dann auch der Erste der neben ihr liegen durfte.
Leider hatten wir nicht viel Zeit miteinander, die Leberkrankheit an der Mischa litt war nicht mehr regenerierbar, aber 9 Monate durften wir sie verwöhnen, und sie hat einen Platz hinterlassen, den immer eine sehr alte Katze haben wird.

 

 

Andrea Jätisch (Mittwoch, 29. Dezember 2021 23:16)

 

Hallöchen Jürgen!

Meine Minnosch ist auch aus dem Tierheim. Ich habe sie 2005 kurz vor Weihnachten abgeholt.
Zu Hause konnte ich sie ca. 4 Monate nicht anfassen, sie wollte nichts von mir wissen, hat mich ignoriert. Also habe ich sie auch ignoriert und mir gedacht "sie wird dann schon kommen". Nach langen 4 Monaten (wer will seine neue Katze nicht mal "kontaktieren"?) kam sie dann endlich auf mich zu und ist seither anhänglich wie nochmal was.

Allerdings hatte sie immer Angst vor großen langen Gegenständen (Besenstiel, Papprollen vom Geschenkpapier), zog ihren Schwanz ein und war verschwunden. Manchmal ist das heute noch so, wenn man zu hektisch mit einem solchen Gegenstand rumfuchtelt. Genauso hatte sie und hat sie immer noch teils große Angst vor Männern. Mittlerweile geht es besser und sie weiss denke ich dass ihr hier nichts passiert. Meinen Freund mag sie mittlerweile, aber anfangs hatte sie Angst vor ihm, dann akzeptierte sie ihn, aber wenn er sie anfasste und sie wollte nicht, hat sie ihn gebissen (nicht fest). Sowas hat sie bei mir oder anderen weiblichen Personen nie gemacht. Heute liegt sie auf ihm rum wenn er auf der Couch liegt.

Ich weiss nicht was ihr passiert ist, aber ich vermute dass sie in irgendeiner Form etwas negatives von einem Mann erfahren hat. Ihre Reaktionen gehen eigentlich klar in diese Richtung.

Achja: Abgabegrund war Unsauberkeit - hier war sie niemals unsauber, außer wenn ein Stücken Kot am Popo hängt, dann kriegt sie Panik und schmiert (wie Hunde die verstopfte Analdrüsen haben) den Batzen in der ganzen Wohnung am Boden rum, indem sie sich auf den Po setzt und durch die Bude rutscht. Nicht schön, aber keine wirkliche Unsauberkeit. Zudem das vielleicht 2 bis 3 Mal im Jahr vorkommt.

Liebe Grüße

Andrea

 

 

Anna Bititch (Mittwoch, 29. Dezember 2021 23:15)

 

Erfahrungen mit Tierheimkatzen!

Hallo Jürgen!
Ich wollte hier mal die Gelegenheit nutzen und über meinen Kater zu schreiben, den ich bereits 2003 aus dem Tierheim geholt habe!!
Mein früherer Kater war ein halbes Jahr zuvor "einfach verschwunden" - ich vermute Katzenfänger oder noch schlimmeres (er wurde ein Jahr zuvor angeschossen)! Damit meine Katze nicht den ganzen Tag alleine ist, hatte ich beschlossen einen Freund zu holen.
Er war schwer zu vermitteln, da er total scheu war und ausserdem ein Dauer-Tränen-Auge hatte.
Das erste was ich machte war ihm einen neuen Namen zu geben: aus "JAR-JAR Bings" (klingt irdendwie schwul wenn ich abends rufe:lol:) wurde Francis!
Die ersten Wochen und Monate waren schwer...zwar verstand er sich einigermaßen mit meiner Katze aber sonst ließ er niemanden an sich heran. Er hatte, und hat es heute auch noch, panische Angst vor Plastiktüten - da kommen einem die wildesten Gedanken was ihm passiert ist! Er war ein Fundkater, niemand wußte mehr!! Nach Monaten konnte ich sein Vertrauen gewinnen und heute ist er der verschmuste Kater überhaupt. Er schläft in meinem Bett, kommt auf die Couch, sitzt vor der Dusche/Badewanne und wartet bis ich fertig bin, er nimmt sogar ohne zu meckern Tabletten wie Wurmkuren als Leckerli aus meiner Hand!! Er ist ein toller Kater und was ich gar nicht schlecht finde: er hat bis heute respekt und teilweise Angst vor andern Menschen. Leute die bei mir zu Besuch sind müssen eine Weile warten bis er rauskommt und sich blicken lässt. Und draussen lässt er sich nur von mir anfassen!!! Ich bin mir bei ihm sehr sicher, dass ihn keine Katzenfänger so einfach mitnehmen können.
Das tränende Auge war nach einiger Zeit auch verschwunden...der TA meint, es war was psychisches.
Das alles hat mir mal wieder gezeigt das sich Geduld auszahlt und ich gerade Tieren, die vermeindlich schwer zu vermitteln sind, immer wieder eine Chance geben würde!!

 

 

Andreas Koeppen (Mittwoch, 29. Dezember 2021 17:27)

 

Die Truckerkatze

Da ich meinen Job als Dozent für Computerneulinge verloren hatte, wechselte ich wieder in meinen Beruf als Fernfahrer. Abends trifft man sich auf den Rastplätzen Europas und erzählt, was so am Tag gelaufen ist. Auf einem Rastplatz in der Schweiz traf ich einen Trucker aus Bremen namens Bernd. Wir kamen ins Gespräch und bald hatte ich erfahren, dass er auch Katzenfan ist wie ich.
Ich wollte gerade zu meinem Fahrzeug zurückgehen, da bemerkte ich unter seinem Truck eine Tigerkatze. Erstaunt lockte ich sie. Aber sie war schüchtern und kam nicht. Bernd lachte und rief: "Keine Chance! Die gehört zu mir. Komm Charlie!" Erstaunt sah ich zu, wie diese Katzenschönheit in den Truck sprang, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt für ein Katze, im Truck zu fahren.
Ich fragte ihn, wie es dazu kam. Er erzählte, dass er die Katze eigentlich für seine Frau besorgt hatte, da er immer so lange fort war. Das war vor fünf Jahren. Die Katze hatte sich aber an ihn gehängt. Immer wenn er für eine Woche auf Tour ging, gab es ein Spektakel. Eines Abends, er wollte gerade losfahren, war Charlie verschwunden. "Die schmollt bestimmt" dachte er, und fuhr los.
Unterwegs hörte er aus seiner Reisetasche ein zartes "MIAU". Erstaunt hielt er an. Charlie hatte in seiner Wäsche geschlafen und war mitgenommen worden.
Seitdem reist sie mit ihm durch Europa. Vom Nordkap bis nach Sizilien und von Schottland bis nach Moskau ist sie schon mitgefahren. Sie geht nie weiter als zehn Meter vom Truck weg und wenn er sie ruft, kommt sie sofort. "Versuche mal einzusteigen!" forderte er mich auf. Ich ging auf die Leiter und griff ins Führerhaus. Weiter kam ich nicht, denn auf einmal sah ich, wie aus dem kleinen Tigerkätzchen eine reißende Tigerkatze wurde. Mit Fauchen und einem dicken Schwanz stand sie da auf dem Fahrersitz. "Noch nie ist mir was geklaut worden" erzählte Bernd, "auch wenn ich das Auto offen lasse."

Wenn ich daran denke, was Mumpfi für einen Terror macht, wenn es ans Autofahren geht, kann ich mir kaum vorstellen dass eine Katze freiwillig Auto fährt. Und dann noch in einer Truckkabine, die sowieso schaukelt wie ein Schiff bei hohem Seegang. Aber die Liebe zu ihrem DOSI macht das wohl möglich. Ich wünsche den beiden jedenfalls allzeit eine schrottfreie Fahrt.

 

 

Heike Ziegeler (Mittwoch, 29. Dezember 2021 17:26)

 

Mein Kater frißt vornehm


Ja, ist denn das noch normal, ...
...wenn eine Frau mit zwei Katzen im Kinderwagen spazieren geht und im Restaurant einkehrt? Ein Gast am Nebentisch sagte: "ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll".
Ich habe nur noch darauf gewartet, dass die Katzen mit Messer und Gabel aßen - sie waren ja ach soo vornehm.
Mit Verlaub - das Ganze sah wirklich sehr merkwürdig aus und ein Kopfschütteln machte die Runde.
Mahlzeit!

Mein Kater frißt vornehm


Also, am Tisch essen wäre für unseren Kater kein Problem.
Wenn er Zeit und Ruhe hat, setzt er sich aufrecht vor seinen Napf, streckt aus einer Vorderpfote eine einzelne Kralle heraus, spießt ein kleines Häppchen auf die Kralle und beäugt es erstmal ausgiebig. Dann wird endlos daran geschnuppert und zum Schluß der Bissen graziös ins Maul gesteckt. Pfote und Maul bleiben sauber. Dann lässiger Blick durch die Küche und vorsichtig das nächste Häppchen in Angriff genommen.

Seine Schwester frißt dagegen wahllos drauflos. Der fehlt schon ein Reißzahn. Das liegt sicher daran, daß sie auch in Schrankknöpfe, Transportkisten oder die Zange zum Bratwurstwenden beißt, ohne vorher groß zu überlegen bzw. dran zu schnuppern.

Die beiden sind aus dem Tierheim. Wir vermuten, die haben vorher in einer Kreuzberger WG gelebt. Die Katze ist der Typ, der den Kühlschrank leerfuttert und dann mosert, wenn keiner einkaufen geht.
Der Kater ist eher der mit einer vornehmen Erziehung und kann nicht verstehen, daß jemand sein Zimmer nicht dreimal täglich aufräumt. :-)
Gruß von Heike

 

 

Valentina Sommer (Mittwoch, 29. Dezember 2021 17:25)

 

Eine kleine türkische Katze ...
hat mein Herz für alle Katzen geöffnet. Nach einer Rundreise durch die Türkei machten wir noch 10 Tage Urlaub in der Nähe von Alanya. Wir hatten für uns ein kleines Appartement gebucht und wollten unsere Ruhe haben. Als wir unser Urlaubsdomizil erreichten, saß auf den Stufen zur Eingangstür eine junge, noch sehr kleine Katze und mauzte leise.

In meinem bisherigen Leben gab es nie Katzen, sodaß ich zu diesen kleinen, leisen Tieren überhaupt keine Beziehung hatte. Darum bat ich meinen Mann, die Tür zu schließen und die Katze auf gar keinen Fall ins Haus zu lassen. Ich wollte nichts mit ihr zu tun haben. Aber das Gemaunze war auch im Haus zu hören. Und weil ich es nicht mehr mit anhören konnte, bat ich doch erst einmal Katzenfutter zu kaufen. Die Koffer haben wir später ausgepackt. Wir machten uns also auf den Weg und fanden tatsächlich einen Minimarkt, der unter anderem auch Tierfutter verkaufte. Ich erwarb die letzten beiden Dosen Welpenfutter.

Wir lockten das kleine Katzentier auf die Terrasse und gaben ihr erst einmal die Hälfte von dem köstlichen Doseninhalt. So ein Quatsch, die hätte drei Dosen geschafft, also bekam sie den Rest auch noch. Von nun an war sie jeden Tag bei uns auf der Terrasse und wir konnten zusehen, wie sie wuchs. Trotzdem haben wir ihr aber immer nur so viel gegeben, daß sie sich noch Mäuse suchen musste. Allerdings wussten wir nicht, ob sie von der Mutter Mäuse fangen gelernt hatte, und ob es dort überhaupt Mäuse gab. Wir hatten jeden Tag unseren Spaß, wenn sie mit dem kleinen Busch neben der Terrasse spielte. Die beiden waren wohl gleich alt, jedenfalls kippte der Busch immer wieder um und sie lag oben drauf. Irgendwann hatte sie aber den Bogen raus und spielte und boxte nur mit den Blättern.

Eines Nachmittags war ich auf meinem Liegestuhl eingeschlafen, Urlaub macht müde. Plötzlich lief etwas ganz vorsichtig auf meinem linken Bein herauf, über den Bauch, nun war ich wach und harrte der Dinge die da kommen mussten. Die kleine Katze kam weiter nach oben und legte sich auf meinem Hals, auf die Halsschlagader nieder und begann zu schnurren.
So etwas war mir noch nie passiert, es war wunderschön. Seit dem liebe ich Katzen.

Wir haben die jungen Burschen im kleinen Restaurant nebenan gebeten, doch immer auch etwas für die Katze hinzuwerfen, wenn wir nicht mehr da sind. Sie haben es versprochen.

 

 

Agnes Drehling (Mittwoch, 29. Dezember 2021 14:52)

 

Nachdem die Libelle ihren Geist aufgegeben hatte, verspeiste Moritz sie mit sichtlichem Appetit. Anschließend setzte er sich mitten in den Hof, putzte sich ausgiebig und machte alles in allem einen sehr zufriedenen Eindruck. Gemeinsam marschierten wir dann nach oben in die Wohnung. Jetzt hatte er großen Appetit und putzte die ganze Schüssel leer. Damit war der erste Ausflug beendet und ohne Komplikationen über die Bühne gegangen. Gott sei Dank, man weiß ja nie … Gefahren lauern überall. Deshalb würde ich meine Leisetreter auch am liebsten in der Wohnung halten. Aber das wäre Freiheitsberaubung, und wer einmal gesehen hat, mit welcher Wonne Katzen durchs Gelände flitzen, bringt es nichts übers Herz, sie einzusperren. Vorausgesetzt, man wohnt in einer ruhigen Gegend, ohne viel und schnellen Verkehr.

 

 

Patrick Kelly (Mittwoch, 29. Dezember 2021 14:51)

 

Ungefähr eine Stunde später stand erst Lili auf der Terrassenbrüstung, kurz danach Felix. Beide starrten wie gebannt in Richtung Katzenleiter. Aha, Moritz ist im Anmarsch – hoffte ich. Die Hoffnung wurde erfüllt, munter stolzierte der kleine Racker übers Dach, warf einen Blick durch die Birke und stand kurz darauf in der Küche, wo er zur Belohnung was zu Futtern bekam. Allerdings nahm er nur ein Anstandshäppchen, sprang dann sofort wieder aufs Dach, lief flink in Richtung Dachrinne, und weg war er wieder, der kleine Schwarzbär. Seine neue Freundin, die Freiheit, rief nach ihm und er folgte ihr. Nach einer halben Stunde ging ich wieder nach unten – begleitet von Lili, der treuen Seele – und pfiff nach ihm. (Ja, ich weiß, überbesorgte Katzenmutter.) Prompt tauchte er auch unter einer Buchsbaumhecke auf, tänzelte im Zickzack über den Hof und nahm Kurs in Richtung Nachbargrundstück, wo er zielstrebig auf die Hausecke zu lief und hinter ihr verschwand. Ich beauftragte Lili, ihm zu folgen. Aber wie das so ist mit Katzen, man kann sich den Mund fusselig reden, sie gehorchen einfach nicht. Anstatt auf den kleinen Kerl aufzupassen, zog sie es vor, in die Wohnung zurückzugehen, um sich dort auf ihrem Lieblingsplatz, dem warmen Faxgerät niederzulassen. Wahrscheinlich war sie froh, dass der ungebetene Gast sich aushäusig amüsierte und sie nun endlich ihre Ruhe hatte.

 

 

Tanja Lehmann (Mittwoch, 29. Dezember 2021 14:48)

 

Normale Katzen spielen mit Mäusen, Bällchen oder Papierknäueln – unser Kater Blacky dagegen bevorzugt technische Geräte. Wir hatten ja schon Katzen, die Lichtschalter und Toilettenspülungen betätigten, aber Blacky schlägt sie alle. Vorzugsweise nachts schleicht er sich ins Büro und bedient das Telefon.

Als Blacky noch klein war, hat er sich damit begnügt, den Hörer zur Seite zu schubsen oder vollständig von der Gabel zu schmeißen. Wir waren dann ganze Tage lang telefonisch nicht erreichbar, ohne es zu bemerken. Das war noch in der prä-Handy-Ära. Eingeweihte griffen dann zum Fax und schickten uns über unsere Zweitleitung die Nachricht „Legt mal euren *x@°&%!!!* Telefonhörer auf!“ Dieser Sache sind wir jedoch relativ schnell Herr geworden, indem wir den Hörer mit Hilfe eines Gummibands am Telefon befestigt haben. Das Abheben wurde nun zwar zu einer etwas fummeligen Angelegenheit, aber wir hatten ja noch die Mobileinheit unserer Telefonanlage, an die der Kater nicht herankam. Das Telefonieren war fürs erste gesichert.
Und dann hat Blacky die Funktion der Tasten entdeckt. Durch Betreten einer bestimmten Tastenkombination – wir wissen bis heute nicht, welche das ist –, löst er ein rhythmisches Tuten aus, das eine geschlagene Minute lang andauert. Sehr nervig, vor allem, wenn man nachts um drei davon geweckt wird! Wie oft hab ich schon mit mir gekämpft: Springe ich jetzt aus dem Bett und mache dem Getute ein Ende, oder ziehe ich mir die Decke über den Kopf und warte, dass es innerhalb von 60 Sekunden von selber wieder vergeht? Spätestens am nächsten Morgen muss ich mich dann aber um das Telefon kümmern. Denn legt man den Hörer nach Blackys tuut-tuut-Aktion nicht wieder neu auf, ist das Telefon so lange belegt, bis man selbst jemanden anruft. Das kann natürlich dauern, wenn wir nicht im Haus sind.
Die Tuterei ist ja schon ziemlich lästig. Richtig gemein wurde es jedoch, als Blacky kapierte, wie man die Programmwahltasten drückt und damit die Leute anruft, mit denen wir besonders häufig telefonieren. Das macht er leider auch vorzugsweise nachts zwischen zwei und drei Uhr. Manchmal hören wir es zum Glück noch rechtzeitig. Rrrrt – rrrrt – rrrt ... ach du Schreck, der Kater wählt schon wieder! Wenn wir es zu spät oder gar nicht hören, klingelt er durch. Und anderntags kommen dann die Beschwerden: „Du, hör mal, euer blöder Kater hat heut Nacht wieder bei uns angerufen!“ Zum Glück haben wir keine Überseenummern eingespeichert, sonst würde Blackys Hobby auch noch teuer. Oder wir müssten ihm beibringen, eine call-by-call-Nummer vorzuwählen …

 

 

Ivan Wegele (Mittwoch, 29. Dezember 2021 14:09)

 

Wärst du eventuell bereit, unseren Kater für ein paar Tage zu nehmen, wenn wir im September wegfahren?“, fragte mich mein Kollege. „Natürlich“, antwortete ich spontan, „gar kein Problem!“ Schließlich hatten wir Ivan, den weißen Britisch-Kurzhaar-Kater, im Frühjahr schon einmal für zwei Wochen beherbergt und damals den Eindruck gewonnen, dass sich der kleine Stadtfrack bei uns auf dem Land pudelwohl fühlte.

Neugierig und selbstbewusst war Ivan im Mai aus seinem Transportkennel gestiegen, hatte die Wohnung inspiziert und sich dann auf der obersten Plattform des Balkon-Kratzbaums niedergelassen. Er war aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Was gab es bei uns nicht alles zu sehen! Haushohe Birken und Fichten, Sträucher und Blumen, eine Wiese, viele Vögel, zwei- und vierbeinige Nachbarn. Und sogar Eichhörnchen!

Mit seinem Altersgenossen, unserem Maine-Coon-Kater Cooniebert hatte er sich damals bestens verstanden. Mit Kater Blacky weniger, aber man kann sich seine Gesellschaft eben nicht immer aussuchen.

Als mein Kollege seinen Kater im September wieder bei uns vorbeibrachte – mit eigenem Fressnapf und einer Tüte voller Verpflegung im Gepäck – erwarteten wir eigentlich, dass Ivan pfeilgerade auf den Balkon zusteuern und seine geliebte Kratzbaumplattform besetzen würde. Aber was war das? Mit finsterem Gesicht saß er in seinem Transportbehälter, knurrte bedrohlich und weigerte sich standhaft, seine Box zu verlassen.
Da die Box am nächsten Tag anderweitig benötigt wurde, war guter Rat teuer. Den Kater herauslocken? Ging nicht. Ihn aus der Transportbox herausziehen oder gar „herausschütten“? Ging auch nicht. Er krallte sich darin fest, als ob es um sein Leben ginge.
„Weißt du was?“, sagte ich zu meinem Kollegen, „du lässt mir die Box einfach da, und ich leihe dir eine von meinen. Wenn du Ivan abholst, tauschen wir wieder.“
So machten wir es. Mein Kollege verabschiedete sich. Ivan knurrte.

 

 

Petty Ernst (Mittwoch, 29. Dezember 2021 14:08)

 

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, Mozart spürte es in allen Knochen, es war irgend etwas los. Es wurde ja auch höchste Zeit, daß mal wieder was passierte. So sehr er es zuerst genossen hatte, nach der langen Wanderschaft endlich wieder zu Hause zu sein; bei den Kindern Timi und Sandra, bei Philip, und vor allem bei Lisa, der er sein ganzes wildes Katerherz geschenkt hatte, so sehr langweilte er sich nun schon seit einigen Tagen.

Unruhig blickte er umher und schlug mit seinem langen, schwarzen Schwanz rhythmisch auf den Boden. „Schrecklich ist das alles“, brummelte er. Mini, seiner kleinen Gefährtin, die ein ebenso schwarzes Fell wie Mozart besaß, hatte aber mit ihrem sanften, lieben Wesen sofort alle Herzen eroberte, war diese Langeweile und Ungeduld ihres Freundes unverständlich. „Ach Mozart“, seufzte sie, und machte es sich neben Mozart bequem. Niedergeschlagen und besorgt beobachtete sie ihn. Zuerst hatte sie es überhaupt nicht zur Kenntnis genommen, daß Mozart in der letzten Zeit so unzufrieden geworden war. Für sie war ihr neues Heim der Gipfel der Glückseligkeit, ein Paradies wie sie es nie zuvor kennengelernt hatte. Zu wissen, daß jeder Tag genau so wie der vorherige wurde. Sie begann genüßlich zu schnurren. Nie mehr hungern und frieren, und nie mehr von bösen Menschen gequält und verjagt zu werden, das war das, was sie sich immer gewünscht hatte, und es war für sie wunderbare Wirklichkeit geworden. Mini war rundherum glücklich und zufrieden, alle waren lieb zu ihr, und sie hatte auch die ganze Familie ganz doll lieb.

 

 

Jana Schnel l(Mittwoch, 29. Dezember 2021 14:07)

 

Eine Handvoll getigertes Etwas kam zum Vorschein. So kommt es mir heute noch vor, wenn ich mich daran erinnere, als unsere Buben ihn mit nach Hause brachten.
Klaus hatte ihn unter seinem Hemd auf dem Bauch verstaut. Der kleine Kerl sollte nicht frieren. Mit seinen großen schwarzen Augen schaute er uns neugierig an; wir ihn aber auch. Jeder wollte ihn streicheln und mit seinem Schnurren bekundete er sein Vergnügen.

Er, wir riefen ihn Peter, wuchs durch unsere Pflege zu einem stattlichen Kater heran. In seinem ersten Lebensjahr konnte er so richtig draußen herum tollen und alles durchstöbern, denn wir bewohnten ein Haus mit Garten in der Nähe des Sportplatzes. Er brachte uns seine nächtlichen Jagdtrophäen, sprich Mäuse, mit nach Hause. Erst nach gebührendem Lob von unserer Seite, verspeiste er sein Mahl genüsslich.
Für uns war das Ganze gewohnheitsbedürftig. Aber wir ließen ihn gewähren bis eine vor den Mahlzeiten ihm entwischte und in meiner Wohnung das typische Katz- und Mausspiel sich abspielte. Da war es mit meiner Geduld zu Ende und ich verfrachtete ihn in Zukunft mit seiner Beute vor die Tür. Er hatte schnell begriffen und sich damit abgefunden, seine Mäuse draußen zu verspeisen. Somit war dieses Kapitel für mich abgeschlossen.

Unsere Vermieter, zwei Damen von Beruf Hutmacherinnen, verständigten uns davon, dass sie das Haus verkaufen wollten und ob wir eventuell daran interessiert wären. Wir verneinten und machten uns auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung. Eine schöne und große Wohnung fanden wir in der Nähe des Bahnhofes. Insgesamt bewohnten sieben Mietparteien dieses Haus. Im Erdgeschoss war eine Arztpraxis auf der einen Seite, während die Andere von der Post genutzt wurde. Unsere Wohnung war im zweiten Stock und wir hatten nun Bedenken, ob unseren Peter mit den Häuslichkeiten zurecht käme. Aber wir sollten uns noch wundern.

Die erste Zeit ließ ich ihn in der Wohnung, was er mir mit zornigen Miauen quittierte. Das Fenster nach der Straßenseite lehnte ich nur an, so dass dies nun sein Ausguckplatz wurde. Das geschäftige Treiben unten vor der Poststelle war für ihn sehr aufregend. Auch wenn die Busse kamen und die vielen Leute, von der Stadt kommend, ausstiegen war er immer auf seinem Ausguckplatz anzutreffen. Ich behaupte sogar, dass er die Fahrzeiten des Linienbusses kannte. Zum Glück waren die Fensterbänke doppelt so breit als normal, so dass ich mir keine Sorgen zu machen brauchte, dass er herunterfallen könnte. Die Höhe schätzen wir auf acht Meter. Das muss man wissen, um mir das zu glauben, was ich jetzt erzähle. Wenn unten aus dem Bus unser Joachim - er kam vom Gymnasium - ausstieg, oder mein Mann vom Amtsgericht sich unserem Hause näherte, kam Peter miauend in den Gang oder zur Tür gerannt und ich wusste, dass ich die Tür öffnen kann.

 

 

Ottmar Paulus (Dienstag, 28. Dezember 2021 14:56)

 

Eine Katze hatte Bekanntschaft mit einer Maus gemacht und ihr soviel von grosser Liebe und Freundschaft vorgesagt, die sie zu ihr trüge, dass die Maus endlich einwilligte, mit ihr zusammen in einem Haus zu wohnen und gemeinschaftliche Wirtschaft zu führen. „Aber für den Winter müssen wir Vorsorge tragen, sonst leiden wir Hunger,“ sagte die Katze. „Du, Mäuschen, kannst dich nicht überallhin wagen und gerätst mir am Ende in eine Falle.“ Der gute Rat wurde also befolgt und ein Töpfchen mit Fett angekauft. Sie wussten aber nicht, wohin sie es stellen sollten. Endlich, nach langer Überlegung, sprach die Katze: „Ich weiss keinen Ort, wo es besser aufgehoben wäre, als die Kirche; da getraut sich niemand etwas wegzunehmen. Wir stellen es unter den Altar und rühren es nicht eher an, als bis wir es nötig haben.“ Das Töpfchen wurde also in Sicherheit gebracht. Aber es dauerte nicht lange, so trug die Katze Gelüste danach und sprach zur Maus: „Was ich dir sagen wollte, Mäuschen, ich bin von meiner Base zum Gevatter gebeten. Sie hat ein Söhnchen zur Welt gebracht, weiss mit braunen Flecken, das soll ich über die Taufe halten. Lass mich heute ausgehen und besorge du das Haus allein!“ – „Ja, ja,“ antwortete die Maus, „geh in Gottes Namen! Wenn du was Gutes isst, so denk an mich! Von dem süssen roten Festwein tränk ich auch gern ein Tröpfchen!“ Es war aber alles nicht wahr. Die Katze hatte keine Base und war nicht zum Gevatter gebeten. Sie ging geradewegs nach der Kirche, schlich zu dem Fettöpfchen und leckte die fette Haut ab. Dann machte sie einen Spaziergang auf den Dächern der Stadt, streckte sich hernach in der Sonne aus und wischte sich den Bart, sooft sie an das Fettöpfchen dachte. Erst als es Abend war, kam sie wieder nach Hause. „Nun, da bist du ja wieder!“ sagte die Maus. „Du hast gewiss einen lustigen Tag gehabt.“ – „Es ging an,“ antwortete die Katze. „Was hat denn das Kind für einen Namen bekommen?“ fragte die Maus. „Hautab,“ sagte die Katze ganz trocken. „Hautab,“ rief die Maus, „das ist ja ein seltsamer Name! Ist der in eurer Familie gebräuchlich?“ – „Was ist da weiter!“ sagte die Katze. „Er ist nicht schlechter als Bröseldieb, wie deine Paten heissen.“

Nicht lange danach überkam die Katze wieder ein Gelüste. Sie sprach zur Maus: „Du musst mir den Gefallen tun und nochmals das Hauswesen allein besorgen; ich bin zum zweitenmal zum Gevatter gebeten, und da das Kind einen weissen Ring um den Hals hat, so kann ich’s nicht abschlagen.“ Die gute Maus willigte ein, die Katze aber schlich hinter der Stadtmauer zu der Kirche und frass den Fettopf halb aus. „Es schmeckt nichts besser,“ sagte sie, „als was man selber isst,“ und war mit ihrem Tagewerk ganz zufrieden. Als sie heimkam, fragte die Maus: „Wie ist denn dieses Kind getauft worden?“ – „Halbaus,“ antwortete die Katze. „Halbaus! Was du sagst! Den Namen habe ich mein Lebtag noch nicht gehört. Ich wette, der steht nicht im Kalender.“

Der Katze wässerte das Maul bald wieder nach der Leckerei. „Aller guten Dinge sind drei,“ sprach sie zu der Maus. „Ich soll wieder Gevatter stehen. Das Kind ist ganz schwarz und hat bloss weisse Pfoten, sonst kein weisses Haar am ganzen Leib. Das trifft sich alle paar Jahre nur einmal. Du lässest mich doch ausgehen?“ – „Hautab, Halbaus,“ antwortete die Maus, „es sind seltsame Namen, die machen mich nachdenklich.“ – „Da sitzest du daheim in deinem dunkelgrauen Flausrock und deinem langen Haarzopf,“ sprach die Katze, „und fängst Grillen. Das kommt davon, wenn man bei Tag nicht ausgeht!“ Die Maus räumte während der Abwesenheit der Katze auf und brachte das Haus in Ordnung; die naschhafte Katze aber frass den Fettopf rein aus. „Wenn erst alles aufgezehrt ist, so hat man Ruhe,“ sagte sie zu sich selbst und kam satt und dick erst in der Nacht nach Hause. Die Maus fragte gleich nach dem Namen, den das dritte Kind bekommen habe. „Er wird dir wohl auch nicht gefallen,“ sagte die Katze; „er heisst Ganzaus.“ – „Ganzaus!“ rief die Maus. „das ist der allerbedenklichste Name, gedruckt ist er mir noch nicht vorgekommen. Ganzaus! Was soll das bedeuten?“ Sie schüttelte den Kopf, rollte sich zusammen und legte sich schlafen.

Von nun an wollte niemand mehr die Katze zum Gevatter bitten. Als aber der Winter herangekommen und draussen nichts mehr zu finden war, gedachte die Maus ihres Vorrats und sprach: „Komm, Katze, wir wollen zu unserm Fettopf gehen, den wir uns aufgespart haben! Der wird uns schmecken.“ – „Jawohl,“ erwiderte die Katze, „der wird dir schmecken, als wenn du deine feine Zunge zum Fenster hinausstreckst.“ Sie machten sich auf den Weg, und als sie anlangten, stand zwar der Fetttopf noch an seinem Platz, war aber leer. „Ach,“ sagte die Maus, „jetzt merke ich, was geschehen ist! jetzt kommt’s an den Tag. Du bist mir eine wahre Freundin! Aufgefressen hast du alles, während du behauptetest, Gevatter zu stehen: erst Haut ab, dann halb aus, dann…“ – „Willst du schweigen!“ rief die Katze. „Noch ein Wort, und ich fresse dich auf!“

„Ganz aus,“ hatte die arme Maus schon auf der Zunge. Kaum war es heraus, tat die Katze einen Satz nach ihr, packte sie und schlang sie hinunter. Siehst du, so geht’s in der Welt.

 

 

Karin Müller (Dienstag, 28. Dezember 2021 14:55)

 

Es war einmal...

... ein kleines hübsches Kätzchen,
das machte gerne seine Mätzchen.
War ganz niedlich und auch keck,
und manchmal unverschämt und frech.

Schon von klein auf sagten alle immer wieder zu ihm, dass es ein gar schönes und braves Kätzchen sei. Das Kätzchen war zuerst anderer Meinung. Doch, wenn alle das sagen, dann wird es sicher stimmen. So dachte es später und fühlte sich ein bisschen geschmeichelt.
Es ging sogar noch weiter und kokettierte damit, schlug die Augen auf und schaute extra ganz ganz süss drein. So erhielt es noch mehr Lob und noch mehr Aufmerksamkeit und Liebe.
Es hatte auch viele Freunde. Alle wollten mit ihm zusammen sein, weil es so hübsch und nett war.
So lebte das Kätzchen mit seiner Schönheit ganz glücklich und gut. Allmählich wurde es aber älter und eines Tages sogar ganz schwer krank. Die Haare fielen ihm aus und es hatte überall Stellen, die arg juckten. Das hübsche Kätzchen musste den ganzen Tag kratzen und war gar nicht mehr hübsch. Eher sah es aus wie ein hässliches Entelein.
Und so fühlte es sich auch.
Das hübsche Kätzchen zog sich zurück. Es ging nicht mehr aus und nicht mehr Mäuse jagen. Es hockte nur noch in einer Ecke und war ganz ganz traurig. Keiner kam es besuchen. Es fühlte sich schlecht und alleine gelassen und sehr sehr einsam.
Niemand kam mehr bei ihm vorbei. Niemand beachtete das Kätzchen mehr. Langsam wurde ihm klar, dass alle nur mit ihm zusammen sein wollten, weil es so hübsch war. Alle wollten nur angeben mit ihm. Als ihm das bewusst wurde, fing es zu weinen an und wurde noch trauriger und noch kränker.
Und so verging die Zeit und es wurde einfach nicht besser.
Eines Tages kam ein fremder Kater vorbei. Er war auf der Durchreise und wollte sich ein wenig ausruhen. Er sah das kleine Kätzchen in einer Scheune in der Ecke liegen und fragte: "Was hast du denn, du kleines süsses Kätzchen? Was fehlt dir?"
Das Kätzchen schaute hoch und sah den grossen Kater vor sich. Seine Stimme war ruhig, so dass sich das Kätzchen nicht fürchtete. Ganz im Gegenteil, seine Anwesenheit war ihm angenehm.
"Ich bin einsam und krank", sagte es leise. "Es juckt mich immer und ich muss so viel kratzen. Jetzt ist das Fell struppig und ich sehe hässlich aus. Keiner liebt mich mehr. Keiner besucht mich mehr. Alle meiden mich und gehen mir aus dem Weg."
Und so kam es, dass das Kätzchen dem Fremden seine ganze Geschichte erzählte.
Dieser hörte aufmerksam zu und sagte danach ganz liebevoll zu ihm: "Du bist ein ganz armes Kätzchen. Da hast du ja schlimme Zeiten hinter dir. Weisst du was, ich habe eine gute Idee. Jetzt gehst du mit mir ein bisschen spazieren. Die Sonne scheint und die wird dir gut tun."
"Schämst du dich denn nicht mit mir, ich bin doch hässlich?" sagte das Kätzchen zu ihm und schaute schüchtern zu Boden.
"Nein, nein, du bist überhaupt nicht hässlich. Du hast wunderschöne Augen. Ich kann mich nicht genug satt sehen an ihnen," sagte der fremde Kater lächelnd. "Und ich schäme mich überhaupt nicht".
Und so gingen die beiden spazieren. Sie wurden beobachtet von all den anderen Katzen, aber es war ihnen egal.
Das hübsche Kätzchen blühte etwas auf, und es fühlte sich ganz wohl und sicher in der Nähe des Katers. So still und bei sich liefen sie eine Weile nebeneinander her bis der Kater plötzlich stehen blieb und sagte: "weisst du, es ist nicht so wichtig, hübsch und schön zu sein. Viel viel wichtiger ist es, wenn man im Herzen "hübsch" und "schön" ist."
Das Kätzchen schaute ihn lange an:
"Was meinst du damit?" fragte es dann ganz neugierig.

 

 

Elke Salzer (Dienstag, 28. Dezember 2021 14:54)

 

Das kleine schwarze Kätzchen

Katzengeschichte – Fremd fühlt sich das kleine schwarze Kätzchen unter seinen weißen Katzengeschwistern.
Salome, die vornehme Katzendame hat Junge bekommen: vier weiße Katzenbabys, ein hellgrau-gestreiftes und ein pechschwarzes.
Sie ist stolz auf ihre Kinder, wenn sie es auch nicht begreifen kann, wie sie zu diesem kleinen schwarzen Sonderling kommt. Seltsam, denkt sie. Mein Gatte ist hellgrau, ich bin weiß – wieso ist dieses Katzenkind so pechschmutzigschwarz?
So recht kann sich Salome mit diesem Katerkind nicht anfreunden, und beim Füttern sorgt sie immer dafür, dass zuerst die anderen Kätzchen satt werden. Klar, auch die Katzenbabys sind bald nach ihrer Geburt nicht mehr blind. ”Du gehörst nicht zu uns”, sagen sie zu dem schwarzen Katerchen, und keines mag mit dem Außenseiter spielen oder schmusen oder raufen.
Das schwarze Katerkind versteht das alles nicht, aber um nicht aufzufallen, duckt es sich und macht sich klitzeklein. Vielleicht sehen sie mich und meine hässliche schwarze Farbe dann nicht, denkt es. Mich mag ja sowieso keiner leiden. Sehr traurig ist das kleine Katerkind.
Eines Tages kommen Leute. Papa, Mama und ein kleines Mädchen. Sie möchten sich ein Kätzchen aussuchen, das sie mit nach Hause nehmen und lieb haben können.
Mich hat bestimmt niemand lieb, denkt das schwarze Katerchen, das in seinem kurzen Leben noch nicht erfahren hat, was Liebhaben bedeutet. Noch tiefer duckt es sich in der hinteren Korbecke, damit die Fremden seinetwegen nicht erschreckten.
Drei Augenpaare schauen nun in den Katzenkorb.
”Oh, sind die süß!”, ruft das Mädchen und streichelt die weißen Katzenbabys. Doch was ist das? Plötzlich spürt das schwarze Katerchen auch ein Kribbeln auf seinem Fell. Hm! Wie schön dieses Streicheln doch ist! Das Katerchen schnurrt behaglich und vergisst, sich zu ducken und zu verstecken.
”Das will ich haben!”, ruft das Mädchen, und ehe sich das schwarze Katerkind versieht, sitzt es in den warmen Armen des Mädchens. ”Schon immer habe ich mir ein schwarzes Kätzchen gewünscht. Die schwarzen sind nämlich die schönsten.” Es drückt ein Küsschen auf des Katers Köpfchen und sagt: ”Ich werde dich Momo nennen. Dieser Name passt gut zu dir!”
Momo? Ja, das ist ein schöner Name. Das Katerchen freut sich.
Momo?, wundert sich Katzenmama Salome. Mir scheint, als wäre mir mit diesem Momokind etwas ganz Besonderes gelungen. Wo es den Menschen doch so sehr gefällt!? Stolz schaut sie ihr Söhnchen an. Auch die Katzengeschwister starren ihrem Brüderchen hinterher, und ehrlich, sie sind ein bisschen beleidigt. Weiß ist doch viel schöner als schwarz, denken sie. Oder doch nicht?

 

 

Michaela Sackse (Dienstag, 28. Dezember 2021 14:31)

 

Gin & Tonic

Heute möchten wir uns wirklich mal bei euch melden, hier sind Gin und Tonic, ehemals Flipper und John-Boy. Warum wir jetzt anders heißen?! Weil wir zusammen halten wie Gin und Tonic! Wie sind vor einiger Zeit bei Stephanie auf der kleinen Farm eingezogen.
Das war anfangs vielleicht aufregend, sowas haben wir noch nicht erlebt! Am Anfang hatten wir große Angst, die Stephie wollte und anfassen...ne ne ne...auf gar keinen Fall...! Besonders ich, Gin (Flipper), hatte große Angst. Aber wisst ihr was?! Die Stephie hat uns einfach in Ruhe gelassen...aber die hat immer Essen gebracht...mmmmmh...Essen mögen wir gerne... Und unsere Klos hat sie immer schön sauber gemacht, prima, man muss nur konsequent sein mit diesen Menschen! Auf die Klos sind wir von der ersten Minute ganz brav gegangen, wir sind ja nicht doof! Na ja, so hatte wir Zeit uns es an zu sehen...!
Hier gibt es ganz komische Katzen mit Schlappohren, und die riechen ganz komisch, gar nicht wie Katzen! Und die wedeln immer mit dem Schwanz...vollkommen verrückt! Aber die sind voll cool, Björn-Uwe (Labor Beagle) ist unser bester Freund. Stephie sagt immer Björn-Uwe hat jetzt Katzen, keine Ahnung was sie meint! Aber den finden wir toll...zu dem gehen wir immer ins Bett...fangen seinen komischen Schwanz...und schmusen auch mit ihm. Am Anfang hat der ganz schön doof geguckt...aber der will das auch, der kann das nur nicht so zeigen! Nur wenn wir unseren Kopf mit in seinen Napf stecken wird der böse...das will der irgendwie nicht...keine Ahnung warum! Liv ist die schwarz-weiße Katze mit Schlappohren, die ist auch voll cool...der macht das nichts wenn wir mit von ihrem Essen essen, aber das will Stephie dann nicht...man man man...voll uncool! Na ja, dann gibt es noch Felix...ein alter grummeliger, schneeweißer Kater mit Stehohren. Oh man, hat der sich angestellt...ey Alter, chill mal! Aber eigentlich findet der uns ganz cool, wir schlafen immer mit ihm Bett...in Stephies Bett hihi! Der Felix hat uns auch gezeigt dass es ein „Draußen“ gibt...a apropos...wie geil ist das denn?!
Seit einiger Zeit gehen wir mit in dieses Draußen...ihr müsst euch vorstellen, hier gibt es ein Loch in der Wand mit so einer Klappe, da kann man immer durch gehen! In diesem Draußen gibt es jede Menge zu entdecken! Gras, Fliegen, Schmetterlinge, Blätter und und und...! Und außerdem riiiiesen große Tiere, zwei mit Hörnern und drei noch viel größere die ganz komische Geräusche machen! Die haben ein eigenes Haus, das ist vielleicht toll. Da gibt es ganz große Ballen mit Heu und Stroh, und ein Riesen großes Katzenklo (Paddock), da machen wir aber nicht hin...nein nein, wir gehen immer rein auf unsere eigenen Klos! Na ja, wir erkunden hier alles.
Wir haben uns vollkommen unterschiedlich entwickelt, ich, Gin, bin ganz ganz lang, habe riesen Ohren, ganz lange Beine und nen ganz langen Schwanz. Stephie sagt immer entweder bin ich etwas verbaut oder werde noch riesen groß! Ich bin total verschulst, und laufe der Stephie auch immer hinterher. Mein Bruder Tonic (John-Boy) ist viel kleiner, der sieht schon aus wie eine richtige Katze, nur eben ganz klein. Hihi, der Zwerg. Der ist etwas eigenständiger und erforscht ganz viel...aber der schmust auch voll gerne. Nachts schlafen wir immer bei Stephie im Bett...wenn wir nicht die Wohnung auf den Kopf stellen...hihi!
Wir sind sehr froh dass wir hier wohnen und die Stephie hat uns voll lieb, die kuschelt uns auch immer...IIIIh...nicht vor den anderen Kindern! Es ist voll cool hier, aber wir wollten nochmal danke sagen dass ihr euch so toll um uns gekümmert habt als wir noch so klein waren!

Aber jetzt müssen wir los, wir müssen in dieses Draußen...juchuuuu!

 

 

Martina Grundmann (Dienstag, 28. Dezember 2021 14:26)

 

Unserer inzwischen großen Loki geht es super. Sie fühlt sich in unserem Frankfurter Garten pudelwohl und liebt ihren Freund Samy, mit dem sie bei uns aufgewachsen ist, über alles.
Die beiden sind bald ein Jahr alt. Loki wurde mit ihren Geschwistern und ihrer Mama ins Tierheim gebracht. Sie wurde wohl in einem Getränkehandel geboren. In den ersten Wochen ihres Lebens, muss sie Schlimmes erlebt haben.
Es hat viele Wochen gedauert, bis sie sich dann auf unsere Streicheleinheiten eingelassen und sich an unsere Nähe gewöhnt hat. Sie hat die ersten Wochen unter der Couch gewohnt, inzwischen ist ihr der Platz auf der Couch viel lieber!

 

 

Gabi Hüttel (Montag, 27. Dezember 2021 13:24)

 

Klopfer

In seinem ersten Leben
war Klopfer von Autos umgeben.
Er zog oft draussen umher,
und achtete nicht auf den Strassenverkehr.
Da hinten in einem weissen Haus,

sah Minka aus dem Fenster heraus.

Der Kater hatte das Katzenmädchen im Sinn,

und sah oft verträumt zu ihr hin.
Der Unfall geschah,

eher sich Klopfer versah.

Schwer verletzt wurde er zum Arzt gebracht

und im Tierheim ist er dann aus der Narkose erwacht.
Wo war er nur hingekommen?
Wer hatte ihm seine Umgebung genommen?
Er konnte auch sein Bein nicht rühren,

und seine Hüfte nicht mehr spüren.
Was war nur geschehen?
Er versuchte ein Paar Schritte zu gehen.

Kein einziges Miau machte er mehr.
Das Reden mit Menschen fiel ihm nun schwer.
Doch alles Unglück hat zwei Seiten,

das ist hier nicht zu bestreiten.

Als Klopfer wieder lernte zu gehen,

blieb plötzlich ein Mensch vor ihm stehen.
Eine Frau sah ihn mit Blicken an,

die der Kater einfach nicht deuten kann.

Wenig später trägt sie ihn hier heraus

und nimmt ihn mit zu sich nach Haus.
Klopfer hat sein Glück gefunden.
und dreht nun bei Gabi seine Runden.

Er pustet seinem Frauchen in ihr Ohr

oder schnurrt mit anderen im Chor.
Miauen muss er aber nicht,

wenn er etwas will kratzt er schlicht

oder er starrt sein Frauchen an,

die seine Blicke gut deuten kann.
So hat es in seinem kleinen Leben,

eine gute Wendung gegeben.

Das Schicksal eines Katers wird halt von dem bestimmt,

der ihn aus dem Tierheim nimmt.

 

 

Betzy Maier (Montag, 27. Dezember 2021 13:20)

 

Und zwar dreht sichs um meine zweite Katze, Charlie. Ich hatte ihn aus dem Tierheim geholt,und er lebte seit etwa 4 Wochen bei mir. Seine Ausflugsziele haten sich bis dahin auf den Balkon beschränkt, den er wohl auch ziemlich interessant fand. Eines Tages kam ich nach hause, und kein Kater fand sich, wie sonst um diese Uhrzeit, vor der Haustür ein. Besorgt durchsuchte ich meine Wohnung (was bei damaligen 48 qm nicht sehr lange dauerte), doch kein Katerchen war aufzufinden. Daraufhin rief ich meine Mutter an, die mir erzählte, einen Kartoffelsalat in meinem Kühlschrank deponiert zu haben, die Tür stand auf....Naja, nun war er weg. Langes Suchen in der näheren Wohngegend,und auch der Anruf beim ca. 500 m entfernten Tierheim ergab nichts. Am Abend ging ich, um mich von seinem Verschwinden abzulenken, in die Disko. Als ich danach meine Freundin nachhause fuhr, sah ich eine Katze über die Straße laufen, die meiner verdammt ähnlich sah. Ich stieg aus (nach einer gehörigen Vollbremsung, die meiner Freundin ihre Hochsteckfrisur kostete). Doch nichts war mehr zu sehen. Nachdem ich meine Freundin abgeliefert hatte, fuhr ich enttäuscht nach hause. Ich schloß gerade meine Wohnungstür auf, da hörte ich ein klägliches Maunzen. Ich horchte an der Nachbarstür (der besitzt auch eine Miez), doch dort war alles ruhig. Ich ging dem Geräusch nach, und landete in der Waschküche im Keller, wo mein Katerchen völlig verängstigt in der Waschmaschine meines Nachbarn saß. Er war dort rein, und die Tür der Waschküche war zugefallen. Er hat sich alllerdings mit einigen Leckerchen schnell wieder beruhigen lassen.
So, das war aber jetzt was Langes, hoffe, die Geschichte gefällt euch. Gruß, Betzy

 

 

Maria Drehling (Montag, 27. Dezember 2021 13:18)

 

Moritz musste vor einigen Wochen einen harten Einschnitt in sein 13-jähriges Katzenleben verkraften. Seine Besitzerin ist nach vielen schönen gemeinsamen Jahren verstorben. Das Schicksal war es also, dass Moritz in die Obhut des Tierschutzvereins Salzgitter brachte. Die Samtpfote benötigte keine lange Anlaufzeit, um es sich in seinem Katzenzimmer bequem zu machen. Trotz seines Alters präsentiert sich Moritz in Topform. Ob Kratzbäume oder Catwalks, Moritz ist überall zu finden. Wie ein kleiner Akrobat klettert und springt er munter umher, um sich die Zeit zu vertreiben. Sehr erfreut ist der Kater, dass es sich weitere Artgenossen mit ihm im Katzenzimmer bequem machen. Er mag einfach die Gesellschaft anderer Katzen. Menschlichen Besuch, egal ob angemeldet oder nicht, empfängt Moritz in seiner Residenz gern. Direkt an der Tür nimmt er seine Gäste in Empfang und lässt sich kraulen. Die ein oder andere Katzengeschichte hat Moritz dann auch gleich parat und gibt diese zum Besten.

In seinem zukünftigen Zuhause freut sich Moritz auf Katzengesellschaft, denn die ist er nicht nur aus dem Tierheim gewohnt, sondern auch aus seinem früheren Zuhause. Das „Tier der Woche“ kennt ein Leben in der Wohnung, im Tierheim hat er aber auch die frische Luft im Außengehege genossen, so dass ein Balkon ein Paradies für ihn wäre. Wie bei Menschen auch, können im gesetzten Alter gesundheitliche Probleme auftreten. Moritz hat eine Schilddrüsenüberfunktion, die jedoch mit Tabletten gut eingestellt ist.

 

 

Tierheim Sinsheim (Sonntag, 26. Dezember 2021 16:08)

 

Mitte April 2003, nachts hat es gerade mal Null Grad. Als wir am frühen Morgen zur Fütterung kamen, bot sich uns ein Anblick, bei dem uns die Tränen in die Augen stiegen: Vor dem Tierheim wurden vier Perserkatzen in erbärmlichem Zustand ausgesetzt. Die Katzen waren völlig abgemagert, verfilzt und verfloht. Zweien von ihnen war der Rücken kurzgeschoren und die Tiere müssen nachts schrecklich gefroren haben. Die kleinste der Katzen war erst etwa 1/2 Jahr alt. Aufgrund des verwahrlosten Fells blieb uns nichts weiter übrig, als alles Verfilzte weiter zu scheren. Dabei wurde noch offensichtlicher, dass die Tiere nur noch Haut und Knochen waren! Glücklicherweise nahm ihr Appetit langsam zu. Und nachdem wir sie von Filz und Ungeziefer befreit hatten, blühten sie nach und nach richtig auf. Die jüngste Katze konnten wir sehr schnell vermitteln. Und auch für den etwas älteren Kater Elvis fand sich bald ein neues Zuhause. Leider nicht für lange, da ihm das Kind der Familie das Leben schwer machte. So kam es, daß er bald wieder bei uns war. Inzwischen haben alle drei gemeinsam ein liebevolles Zuhause gefunden.

 

 

Tierheim Melle (Sonntag, 26. Dezember 2021 16:06)

 

Viele Katzenhalter haben Zuhause selber so welche: Katzen die sich bei Besuchern verkrümeln und eher scheu sind.
Was tun, wenn solch eine Katze ins Tierheim kommt?
Immer wieder hören wir von Interessenten: „Die Katze soll uns aussuchen!“
Nicht jeder Katze ist dies aber möglich und so geht es auch Devin.
Mutig hat er sein Glück selber in die Pfoten nehmen wollen und sich Menschen ausgesucht bei denen er wohnen wollte. Nach und nach näherte er sich ihnen, bis er zum Schluss sogar wohl allen Mut zusammen nahm, um in den dortigen Wintergarten einzuziehen.
Sogar auf den Arm nehmen konnte die Person ihn in seinen dortigen letzten Tagen.
Doch leider wollten die bereits im Haushalt lebenden Kater keinen weitere Konkurrenz akzeptieren und so kam Devin ins Tierheim.
Auch wenn er hier nicht glücklich ist, war es doch gut, dass er zu uns kam, denn er brauchte doch dringend eine medizinische Versorgung. Mittlerweile ist Devin wieder kerngesund und fit für den Auszug.
Wer traut sich diesen Kater zu? Er braucht ein ruhiges Zuhause in dem man ihm einfach die Zeit gibt die er braucht. Devin hätte es sehr verdient endlich einmal, einfach so ohne Bedingungen verwöhnt zu werden. Wir glauben, dass er ein ganz großer Schatz sein kann, wenn er erst einmal wieder Vertrauen fassen darf.

 

 

Isabel Schaffner (Sonntag, 26. Dezember 2021 16:04)

 

So kam Violet, die im April 2021 geboren wurde, ins Tierheim Bamberg. Ihre Geschwister seien schon vermittelt. Die Rasse der Katzendame ist „Europäisch Kurzhaar“. Sie ist laut Dorband "etwas zierlich für ihr Alter", "sehr intelligent", gesund, geimpft, gechipt, entwurmt und kastriert. „Sie ist echt eine ganz Süße. Manchmal ein bisschen schüchtern am Anfang, sie muss sich schon erst an einen gewöhnen, aber wenn sie einen kennt, ist sie eine ganz fleißige Schmuserin", erzählt die Tierpflegerin.

 

 

Regina Meier (Sonntag, 26. Dezember 2021 15:17)

 

Das Hühnchen und das Kätzchen

Ein Haustier hat Mike noch nie gehabt. Glücklicherweise gab es nämlich ganz in der Nähe einen Bauernhof. Dort waren Kinder gern gesehen. Mike war fast jeden Tag dort. Am liebsten mochte er die Hühner leiden. Er verstand nicht, warum alle deswegen lachten. Klar, die anderen Tiere liebte er auch, alle, aber die Hühner blieben etwas ganz Besonderes für ihn.
Zwölf Hühner und ein Hahn lebten auf dem Hof. Mike hatte allen einen Namen gegeben. Er blieb aber der einzige, der sie auch auseinander halten konnte. Den Hahn Albert kannten alle. Die kleine Henne Melanie war Mikes Lieblingshenne. Sie war ein bisschen kleiner als die anderen und wenn die Sonne auf ihre Federn schien, funkelten die wie Edelsteine. Dieses Funkeln sah Mike nur bei Melanie und manchmal glaubte er, sie sei eine verzauberte Fee.
Morgens weckte Albert die Bauernhofbewohner und wenn der Wind günstig stand, konnte auch Mike den Weckruf des Hahns hören. Einmal passierte es, dass Albert aufgeregt laut krähte wie nie zuvor. Mike sprang aus dem Bett und zog schnell seinen Jogginganzug an. Er musste zu den Hühnern, unbedingt. Da war etwas passiert, das spürte er.
Und er hatte sich nicht getäuscht. Aufgeregt scharrten sich die Hennen im Gehege um ein Fellbündel. Das zitterte und wimmerte leise.
Mike erschrak. Ein Katzenbaby war es, das hier saß.
Ich darf es nicht anfassen, dachte Mike.
Er erinnerte sich daran, dass Tante Anneliese, die Bäuerin, das einmal erklärt hatte. „Wenn du ein Tierbaby anfasst, kann es passieren, dass seine Mutter es nicht mehr annimmt, weißt du?“
Aber was tun? Die Hühner schienen auch nicht zu wissen, wie sie den fremden Gast behandeln sollten. Sie gackerten, steckten die Köpfe zusammen und zitterten. Nur Melanie hob den Kopf, dann trippelte sie näher zu dem Kätzchen hinüber.
Sie beäugte es genau und gurrte leise wie ein Täubchen, um das Katzenbaby zu beruhigen.
Die anderen Hühner waren ganz still geworden, selbst Albert schwieg und das wollte was heißen.
So gurrte Melanie und gurrte, und das Kätzchen wurde ruhig und ruhiger. Schließlich erhob es sich und schnupperte an Melanies Nase. Dann tappte es langsam mitten durch die Hühnerschar zum Zaun hinüber. Und da stand Mike.
Langsam ging Mike in die Knie und lockte das kleine Kätzchen zu sich heran. Melanie blieb hinter dem Tierbaby, als wolle sie ihm den richtigen Weg weisen.
„Komm, komm, kleine Katze, wir werden deine Mama suchen, das verspreche ich dir!“
Mike flüsterte es nur und ihm war, als flüsterte Melanie dem Kätzchen die gleichen Worte in der Hühnersprache zu.
Sie ist doch eine Fee, dachte Mike. Eine Fee, die mir – vielleicht? – ein Kätzchen geschickt hat?

 

 

Marianne Claußen(Sonntag, 26. Dezember 2021 15:17)

Pünktchen, Anton und die Amsel

Pünktchen und Anton, so hießen die jungen Katzen, die wir bei Verwandten kennen lernten. Sie durften sich frei bewegen, im Haus und sowieso im Garten. Eines Tages haben wir vom Küchenfenster aus beobachtet, daß auf dem Busch eine Amsel saß, für die sich Anton interessierte. Also begann er den Aufstieg.
Es sah noch recht ungeschickt aus, er war ja noch sehr jung und ungeübt, aber er schaffte dennoch den ersten Ast. Die Amsel beobachtete Anton und weil er näher kam, hüpfte sie einen Ast höher. Nun mußte Anton ja auch weiter hinauf klettern. Bald war der nächste Ast geschafft und die Amsel hüpfte wieder einen Ast höher. Anton klettert weiter, die Amsel hüpfte höher. Als die Amsel oben angelangt war sah sie dem Anton richtig interessiert zu, wie der sich abmühte, weiter voran zu kommen. Geschafft, Anton war oben.
Nun machte die Amsel einen Hüpfer nach unten auf den Boden und schaute zum Anton auf, der ihr verdutzt hinterhersah. Anton kletterte nun seinerseits mühsam wieder nach unten. Die Amsel trippelte immer etwas weiter weg vom Busch.
Pünktchen hatte die ganze Zeit nur Augen für Anton und nahm reißaus, als ihr die Amsel am Boden zu nahe kam.

 

 

Andreas Koeppen (Sonntag, 26. Dezember 2021 15:16)

 

Es ist Sonntag, die Sonne brennt vom Himmel und Mumpfi langweilt sich nach Kräften weil keiner sich aufraffen kann, mit ihr zu spielen. Auf einmal, keiner weiss woher, hüpft ein Heuhüpfer über den Balkon.
Mumpfi wurde schlagartig wach. Was ist das für ein Monster???
Erst einmal aus der sicheren Entfernung beäugen, dann ein vorsichtiger Schnupperversuch. Kaum ausgeführt, macht der Heuhüpfer einen Satz und springt ihr ins Gesicht. Mumpfi macht einen Salto rückwärts und liegt hinter einem Blumenkasten. Sie versteht die Welt nicht mehr. WAS IST DAS????
Dann siegt die Neugier. Wieder anschleichen und mit der Pfote vorsichtig betupfen. Der Heuhüpfer macht einen Satz und sitzt ihr auf dem Rücken. Total erschrocken saust sie davon, und rast mit Fullspeed unter die Wohnzimmercouch. Den Hüpfer hat sie auf dem Balkon verloren. WAS IST DAS????
Nächster Versuch. Anschleichen und vorsichtig um die Ecke peilen. Wo ist das Monster???
Dann in die Hocke gehen, mit dem Allerwertesten wackeln, ein Sprung und ein beherzter Biss. Ein Geschmatze und Gelecke, und der böse Störenfried war Geschichte. :-)
Sie hat seit dem nie wieder lange mit Heuhüpfern gefackelt, sondern sie immer gleich heldenhaft erlegt und mit Genuss verspeist.

 

 

Karin Beierle (Sonntag, 26. Dezember 2021 14:37)

 

Ein sehr zu begrüßendes Projekt. Weil die gestressten Katzen im Tierheim, nun ein wenig Aufmerksamkeit und Zuwendung erhalten, die der Tierverwahrungsort - aus vielerlei Gründen - ihnen nicht zuteil kommen lassen kann. Die Kinder bemühen sich um jene Katzen, die bereits durch den Verlust des Lebensumfeldes leiden müssen. Ein wenig Freude im tristen Tierheim, dessen Mitarbeiterinnen vielleicht auch eine Lesestunde benötigen. Im freundlicheren Umgang mit den dort auftauchenden Vermittlungsinteressenten. Und wenn ich so die Kommentare zu dem Bremer Tierheim einlese, kommen mir jene - wenn auch wenige - Erlebnisse zu den zu Beginn der 1990er Jahre dort tätigen Damen aus schlechter Erinnerung wieder in das Gedächtnis zurück.

Einst wurde über die Bremer Regional - Fernsehsendung " buten un´binnen " über jene permanente Überbelegung des damaligen Altbaus an der Hemmstraße berichtet. " Katzen suchen ein neues Zuhause "? Ja, aber! Einige Einstellerinnen eines Privat - Reiterhofs in Delmenhorst interessierten sich für eine Vermittlung der Stubentiger, die es dort massenhaft gab. Und? Sie wurden von einer schon damals äußerst unfreundlichen Mitarbeiterin am Telefon brüsk abgewiesen. Erst, nachdem sich das Team von Radio Bremen einschaltete, kam eine Vermittlung zustande. Schon bald danach hatten 5 sterilisierte Katzen ein neues Zuhause.

 

 

Marion Weller (Sonntag, 26. Dezember 2021 14:37)

 

Bei nächster Gelegenheit wollten wir das Tierheim in Görlitz besuchen. Als wir dann später das Tierheim dort aufsuchen wollten, wo es nach unserer Information hätte sein sollen, fanden wir nichts vor, was an ein Tierheim erinnern würde. Enttäuscht fuhren wir an einen anderen Ort, wo es hätte ebenfalls sein sollen. Dort fragten wir ein paar junge Männer danach und hatten Glück. Sie waren vom hiesigen Tierschutzverein und betreuten auch das Tierheim, welches jedoch so noch nicht existierte, sondern sich erst im Bau befand. Die Tiere habe man bei Privatleuten untergebracht, von wo aus sie natürlich ebenfalls vermittelt werden konnten. Nach einiger Bedenkzeit vereinbarten wir einen Termin in der Geschäftsstelle des Tierschutzvereins auf der Heiligen - Grab - Straße in Görlitz. Dort sollten wir einen der Anwärter auf ein neues Zuhause kennenlernen, der ein Kater und ein Maikätzchen sein sollte, wieder grau getigert.

Der Tag, an dem sich wieder mal unser Leben verändern sollte, war ein kalter, trüber, zeitweilig mit nassen Schneeschauer begleiteter Tag. Mittag stärkten wir uns erstmal in der Fischgaststätte auf der Struvestraße. Danach bummelten wir ein wenig durch die Geschäftsstraßen der Innenstadt und gingen schließlich zum Bruder von Gudrun, von wo wir nach einem französischen Kaffee und illustren Gespräch - unter andern über die vorgesehene Anschaffung eines Computers für Sabine - aufbrachen, unseren möglichen neuen Mitbewohner in Augenschein zu nehmen.

Tobi

Pünktlich kamen wir auf der Heiligen - Grab - Straße an, fanden auch gleich das in einer Erdgeschoßwohnung gelegene Büro des Tierschutzvereins. Als wir den Raum betraten, waren da außer dem Herrn Vater noch zwei Damen anwesend, von denen wir ebenfalls sehr nett begrüßt wurden.
Wie sich aber herausstellte, waren es nicht die jenigen, bei denen "Tobi" vorübergehend untergebracht war. Den Namen "Tobi" hatten wir uns ausgedacht, noch bevor wir das Katerle überhaupt kennengelernt hatten. Woher sollten wir ahnen, daß wir einen völlig zutreffenden Namen für ihn gewählt hatten!
Da stürmte wie ein Wirbelwind so ein kleiner, kräftig gestromter Kerl mit weißem Lätzchen, weißen Vorderpfoten, weißen Hinterpfoten und weißer Schnauze vom Schreibtisch herunter uns entgegen, dann wieder in eine Ecke des Raumes, von der er aus am Boden herumschnüffelte und ganz laut schnurrte! - Schnurren! Ein bißchen Sorge hatten wir eigentlich schon gehabt, daß das Kätzchen, welches den Platz von Viktor einnehmen sollte, nicht so deutlich wie jener oder gar nicht schnurrte.
Wie erfreut waren wir folglich, als wir jene gemütlich vibrierenden Töne vernahmen, inbrünstig, laut und deutlich! Wie wir gehört haben, schnurren beileibe nicht alle Katzen, und wenn, dann ganz individuell, leise oder etwas lauter - oder laut. Und Kater Tobi schnurrte ganz laut. Das Profil des Kopfes von Tobi erinnerte ein wenig an den Kopf eines Bullterriers. Auch waren die Ohren größer, als Viktor sie hatte. Natürlich fingen wir gleich an, die beiden Kater zu vergleichen. Keiner von beiden schnitt "schlechter" ab. Später fanden wir interessanterweise noch viele Unterschiede in den Verhaltensweisen.

 

 

Hagen Bernard (Sonntag, 26. Dezember 2021 14:36)

 

Tierheim Eisenhüttenstadt. Einfach verlassen – Katze Lilly lebte im Müll und wurde vor dem Hungertod gerettet.
Zusammen mit drei weiteren Katzen hatte der einjährigen Lilly vor acht Wochen noch der Hungertod gedroht. Seit ihrer Befreiung lebt sie im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt. Sie hofft auf ein neues Zuhause.

 

 

Colleta Eder (Sonntag, 26. Dezember 2021 14:14)

 

Als ich Pauli kennenlernte, hiess er noch Pirat. Das erste Mal sah ich ihn, als ich durch den Zaun des Tierheims blickte. Er war nicht sonderlich groß und sein Fell sah kurz, schwarz und struppig aus. Friedlich lag er auf einem Stuhl in der Sonne und schlief tief und fest. Richtig süß sah er dabei aus, obwohl ich schwarze Katzen eigentlich ganz schrecklich finde.
An diesem Tag war ich zum Tierheim gefahren, weil ich für meine alte Katzendame Sassy eine Partnerkatze suchte. Sassy ist schon 14 Jahre alt und lebte schon immer mit einer anderen Katze zusammen. Zuletzt mit ihrer Freundin Mia, einer wunderschönen langhaarigen Norweger-Mix-Katze, die uns vor zwei Monaten viel zu früh für immer verlassen hat. Seitdem ist Sassy richtig unleidlich geworden. Tagsüber ist sie nun allein, da ich arbeiten gehen muss. Einer muss sich ja um die Mäuse kümmern. Wenn ich abends nach Hause komme, brummelt und grummelt sie fortwährend als wolle sie sich beschweren, wie unerträglich das alles sei. Von Tag zu Tag steigert sich ihre Gereiztheit und Unzufriedenheit. Da hilft auch kein Streicheln und Schmusen, zum Spielen lässt sie sich sowieso nur schwer überreden. Also fasste ich den Entschluss, eine neue Freundin für Sassy zu finden. Ein Tierheim nach dem anderen besuchte ich, denn ich hatte präzise Vorstellungen von unserem neuen Familienmitglied: Sie sollte weiblich sein, langhaarig, am liebsten eine Glückskatze und sie sollte ungefähr im selben Alter wie Sassy sein. Damit einem harmonischen Zusammenleben nichts im Weg stände, sollte sie außerdem ein grundsätzlich freundliches und gelassenes Wesen haben.

Aber entweder waren gerade keine Katzen in dem Alter abzugeben oder sie waren sehr krank oder menschenscheu, was für die Wohnungshaltung eher ungünstig ist. Als ich also an diesem sonnigen Sonntag durch den Zaun des Tierheims auf den schwarzen Zauselkater blickte dachte ich noch, was für ein struppiges Tier – ein richtiger Landstreicher, den will bestimmt keiner haben! Als ich dann der Tierheimleiterin meine Vorstellungen von unserem neuen Familienmitglied schilderte, zeigte sie mir alle weiblichen Katzen, die etwas älter waren. Aber auch hier war es, wie in den anderen Heimen: entweder wichen sie ängstlich vor mir zurück oder sie waren krank oder sie waren zu jung. Eigentlich hatten wir alle in Frage kommenden Kandidaten gesehen, da führte mich die Leiterin in das Zimmer, in dem auch Pauli zusammen mit vielen anderen Katzen saß. Er blickte mich an und ich erschrak: er hatte nur ein Auge! Dort, wo das andere Auge gewesen war, war nur eine rosa fleischige Augenhöhle zu sehen. Es sah so gruselig aus! Und seine Ohren! Ganz fransig und zerfasert sahen sie aus. Dass das ein Kater war, der schon einiges im Leben hinter sich hatte, lag auf der Hand. Trotzdem war sein Blick ruhig und gelassen, er schien in sich zu ruhen. Entspannt saß er inmitten des Katzentrubels und schaute mich einfach an. Vorsichtig bot ich ihm meine Hand, die er nach kurzem Schnuppern mit dem Kopf anstupste und damit war der Bann gebrochen. Ich streichelte ihn, bis er wohlig schnurrte und mich vertrauensvoll mit seinem einen, strahlend-grünen Auge ansah. In diesem Moment habe ich mich unsterblich in diesen Kater verliebt. Und so unvernünftig diese Entscheidung auch war, so habe ich sie doch mit ganzem Herzen getroffen und Pauli adoptiert!

 

 

Ina Schneller (Sonntag, 26. Dezember 2021 14:11)

 

Gestern bei Auszug wogen sie um die 1300 Gramm und sind fitte, verspielte, anhängliche, neugierige kleine Tiger. Sie haben sich zu rundum liebevollen Katerchen entwickelt.
Anfangs gab es noch alle drei Stunden die Flasche, der Bauch wurde massiert und dann direkt weitergeschlafen. Über die Zeit haben sie gelernt, wie man selbstständig frisst, wie man sich putzt, das Katzenklo benutzt, klettert, tobt, schmust und das Menschen nur Liebe, Zuneigung und natürlich Fressen mit sich bringen. Ich freue mich über das Happyend und ihren gemeinsamen Auszug in ihre für-immer-Familie. Die beiden sind wie Latsch und Bommel und brauchen einander ganz stark. Mir als Pflegemama sind bei ihrem Auszug doch die Tränchen gekommen.
Gemeinsam haben wir drei uns in den letzten 6 Wochen beigestanden und so manche Höhe und Tiefe durchlebt. Für diese Erfahrung bin ich unglaublich dankbar und mein Respekt eurer täglichen Arbeit gegenüber ist nochmal enorm gewachsen. Was ihr leistet, ist nicht in Worte zu fassen.
Gern möchte ich euch im neuen Jahr erneut als Pflegestelle zur Verfügung stehen. Ihr habt mir stets mit Rat und Tat beiseite gestanden und alle kennengelernten Mitarbeiter sind super nett und hilfsbereit. Besonders möchte ich Dir als Leiterin für Dein stets offenes Ohr und dem Tierarztteam für die gute medizinische Betreuung danken.
Die ersten Rückmeldungen aus der für-immer-Familie sind durchweg positiv. Darauf können wir alle stolz sein.
Vielen Dank im Namen von Oskar und Othello und ihrer Pflegemama.

 

Monika Minder(Dienstag, 05. Oktober 2021 16:47)

 

Katzenfreundschaft

Als Wuschu nach Hause kam, hinkte sie und hob die rechte vordere Pfote immer wieder in die Höhe. Auch sah sie ziemlich mitgenommen aus. Am Ohr hatte sie eine kleine Verletzung und das lange Fell war struppig. Am Bauch hatte sich sogar eine kleine Schnecke verfangen in ihren langen Haaren.
Wuschu ist übrigens eine Katzendame, eine Langhaarkatze.
Kaum war sie im Haus legte sie sich erschöpft auf den kühlen Küchenboden und man sah, dass sie einfach nur verschnaufen wollte. Also liess ich sie in Ruhe. Nach einer Weile stand sie dann doch auf und wollte natürlich fressen. Alle Katzen wollen immer nur fressen. Vor allem, wenn sie lange unterwegs gewesen sind.
Wenn Wuschu am Fressen ist, ist das ein günstiger Augenblick, und ich kann ihr Fell putzen. Das mag sie nämlich nur mit einer feinen Bürste. Diesmal aber brauchte ich den Kamm und den mochte sie nicht besonders. Das rupfte ein bisschen. Und in der Tat musste ich einiges an Blättern und Holzschnitzeln aus ihrem Fell kämmen.
Und natürlich habe ich zuerst die Schnecke befreit. Dafür musste ich mit einer Schere ein bisschen von den Katzenhaaren wegschneiden. Die Schnecke war richtiggehend eingedreht in den langen Haaren am Bauch der Katze. Als ich die Haare weggeschnitten hatte, fiel die Schnecke auf den Boden. Dort hatte ich bereits ein Stück Karton hingelegt, damit sie nicht so unsanft landet. Und damit konnte ich die Schnecke auch hinaus tragen und in das Gras legen. Jetzt war sie wieder frei und in der Natur. Das war gut.
Wuschu war mittlerweile fertig mit Fressen und legte sich aufs Sofa um ihren Schönheitsschlaf zu halten und sich auszuruhen. Am Ohr musste ich noch etwas Blut wegwischen, aber danach sah sie wieder ganz ordentlich aus. Sie schnurrte, das war ein gutes Zeichen. Wer sie allerdings so zugerichtet hatte, wusste ich nicht.
Schon in der Nacht wollte Wuschu wieder nach draussen. Ich hörte das Katzentörchen klappern. Es dauerte nicht lange ertönte ein schrilles hohes Miauuuuuuu durch die stille Nacht. Das konnte nur der schwarze Nachbarskater Mogli sein. Und so stand ich auf und ging nachsehen.
Tatsächlich lauerten die beide vor dem Fenster herum. Wuschu noch auf dem Fensterbrett und Mogli auf der anderen Blockseite. Und wieder jaulte er jämmerlich. Miauuuuuuu, miauuuuuu.... . Ich musste etwas tun, sonst wird die ganze Nachbarschaft aufgeweckt, dachte ich.
Gerade wollte ich mich umdrehen und schon hatte Mogli einen heftigen Satz auf meinen Wuschu genommen und sie gebissen und verhauen. Wuschu lag jetzt am Boden auf dem Rücken und Mogli auf ihr. Sie kreischten beide. Das konnte nicht gut gehen. Ich holte schnell einen Eimer Wasser und goss ihn über die Katzen, so dass beide in alle Richtungen davonrannten.
Jetzt war endlich Ruhe.
Wuschu kam auf der anderen Seite des Hauses wieder in die Wohnung und legte sich aufs Sofa. Ich streichelte sie noch bis sie sich beruhigt hatte.
Anderntags gingen sich die beiden Katzen aus dem Weg. Und auch die folgenden Tage waren sie vorsichtig, wenn sie sich begegneten. Es dauerte ziemlich lange bis sich die beiden akzeptieren konnten und nicht mehr aufeinander los gingen. Einmal kam es sogar vor, dass sie friedlich nebeneinander auf dem Rasen lagen und chillten. Wer weiss, vielleicht entsteht daraus noch eine richtig gute Katzenfreundschaft.

 

 

Jana Schimmeck (Freitag, 01. Oktober 2021 14:41)

 

Zum Fressen geboren, zum Kraulen bestellt
in Schlummer verloren gefällt mir die Welt.
Ich schnurr’ auf dem Schoße, ich ruhe im Bett
in lieblicher Pose, ob schlank oder fett.

So gelte ich allen als göttliches Tier, sie stammeln
und lallen und huldigen mir, liebkosen mir
glücklich den Bauch, Öhrchen und Tatz –
ich wählte es wieder, das Leben der Katz.

 

 

Joana Dörfler (Montag, 27. September 2021 15:28)

 

Du liegst auf meinem Bauch
und schnurren tust du auch.
Das Leben eines Katers
ist besser als das eines Vaters!

Dein Kratzbaum ist dein Thron.
Knurren kannst du zwar schon,
doch du tust es nur ganz selten,
und nie muss man dich schelten.

Du lebst im Einklang mit deiner Welt,
und tust jeden Tag, was dir gefällt.
Auf meinem Bauch trittst du mit deinen Krallen,
von dir lass’ ich mir das gern gefallen!

 

 

Janina Schmidt (Montag, 27. September 2021 15:24)

 

Freude oder Floh?
Warum hüpft die Miez heut‘ so?
Hat sie denn vielleicht einen Floh?
Oder will sie gern vor Freude springen,
und es mag ihr nicht so recht gelingen?

Zum Tierarzt sind wir schnell gegangen,
doch die Miez fürcht‘ sich vor Spritz und Zangen.

Einen Floh hat er tatsächlich gefunden.
Wir sind halt seine treuen Kunden;
deshalb hat er uns gleich mitgeteilt,
dass die Behandlung wirklich eilt.
Denn hast du einen Floh entdeckt,
hab‘n sich weitere Flöhe im Fell versteckt.

Ein Mittel gegen Flöh‘ die Miez nun kriegt
Mit dem Jucken hört’s bald auf!
Auf das Fell kommt Pulver – ganz geschickt,
und die Genesung nimmt ihren Lauf!

 

 

Alf Hinteck (Montag, 27. September 2021 14:20)

 

*Katzen*

Wer eine Katz sein eigen nennt,
der hat etwas zu erzählen.
Denn wenn man ihr Verhalten kennt,
würde so manches fehlen,
hätt man den Tiger nicht im Haus.
Kein Laufen, Hüpfen, Springen;
sie lassen keinen Unsinn aus,
man kann sie zu nichts zwingen.

Sie werfen runter dir die Pfanne,
fressen frech von deinem Tisch,
liegen in der Wäschewanne
am besten, wenn die Wäsche frisch.
Zerreißen Vorhänge und Schuhe,
kratzen an Türen und sie schreien,
geben beim Fernsehen keine Ruhe,
doch man kann nicht böse sein.

Denn ihr Blick unwiderstehlich
fordert auf zum Streicheln, Kuscheln.
Schmiegen an sich sehr gemächlich,
lassen sich durchs Fellhaar wuscheln.
Schnurren behaglich und zufrieden,
fordern Aufmerksamkeit ein.
Ihre Launen sind verschieden,
doch sie sind niemals gemein.

Sind unerziehbar, eigensinnig,
charakterlich total verschieden,
doch ihr Verhalten ist stets stimmig.
Haben sich für dich entschieden;
spüren, geht es dir nicht gut.
Dann trösten sie in größter Not,
geben wieder neuen Mut
und sind treu dir bis zum Tod.

Zu Hause sind sie bester Freund,
liegen neben dir so nett.
Und auch wenn einmal gestreunt
schlafen sie in deinem Bett.
Stupsen sanft dich mit der Nase,
mauzen, trampeln auf dich ein,
schnurrend bis hin zur Ekstase;
möchtest nie mehr ohne sein.

Warten aufs nach Hause kommen,
schmiegen sich an deine Beine.
Lieben unvoreingenommen,
Vorurteile haben sie keine.
Katzenliebe ewig währt.
Obs Leben ohne sinnvoll wär?
Das wäre nicht erstrebenswert:
Es gäbe einfach nicht viel her!

 

 

Maria Fohl (Samstag, 25. September 2021 20:38)

 

Mein "Moritz" war ein ganz lieber. Aus dem Tierheim geholt. Die haben dort noch mindestens 150 Katzen. Nach 18 glücklichen Katzenjahren ist er leider gestorben. Keiner lebt ewig, auch Katzen nicht. Der Moritz konnte sogar so etwas ähnliches wie gehorchen. Wenn er nicht absichtlich vorbei gehört hatte. Er war extrem anhänglich, kein Rumtreiber, obwohl er durch seine Katzentür jederzeit hinaus und wieder hinein konnte. Er wußte ja wo sein Futternapf steht. Ach, ich vermisse mein Haustierchen!

 

 

Frida Krammer (Donnerstag, 23. September 2021 14:41)

 

Mein Kater Krabat hat sich als sehr erfinderisch und lernfähig erwiesen, als ich ihn ein wenig hungern lassen musste - er verweigerte das Futter, das frisch, aber nicht nach seinem Geschmack war. Ich hatte einen Beutel mit Katzenfutter bereit liegen, zum Auftauen, den ich dann tagelang suchte, zuerst mit den Augen und dann mit der Nase. Als ich den Beutel schließlich fand, war er aufgebissen und leergefressen. Neben den Mäusen, Ratten und Vögeln, auch Tauben sind darunter, ist das eine von Krabats Selbstversorgungsstrategien.

Was mich aber am meisten in Erstaunen versetzte, war Krabats Wiederkehr nach drei einhalb Wochen Abwesenheit. Wir waren erst seit einem Monat umgezogen, als er bei seinem ersten Ausflug in die neue Umgebung verschwand. Ich dachte schon, er hätte versucht, in die alte Heimat zurückzukehren, doch er hing mehr an mir als an seiner Umgebung und ich war gerührt, als er abgemagert wieder vor meiner Tür saß.

 

 

Heiko Mengele (Donnerstag, 23. September 2021 14:38)

 

Bericht über Katze Samba und die Klangschalen

Katze Samba und Ihre Schwester Fela sind wichtige Mitglieder unserer Familie. Fela sei hier nur kurz erwähnt. Sie lebt ihr eigenes unabhängiges Katzenleben und ist den ganzen Tag damit beschäftigt es sich gut gehen zu lassen.

Samba jedoch, die Katze meiner Tochter ist eine besonders kluge Katze. Oft habe ich den Eindruck sie versteht, was ich sage und gibt Antwort. Sie ist viel menschenbezogener und anhänglicher. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass sie schon oft verletzt war und unsere Hilfe benötigte.

Im oberen Stockwerk unseres Hauses habe ich mein Arbeitszimmer, in dem ich meditiere, Klangschalen spiele, Musik höre und viele andere gute Dinge tue. Besonders, wenn ich die Klangschalen anschlage, kommt Samba sofort angesaust ( wenn sie im Haus ist) , legt sich auf oder unter die Behandlungsliege und spitzt zuerst neugierig die Ohren. Dann entspannt sie sich ganz schnell. Oft schläft sie nach einer Weile selig ein. Auch die große Fußschale liebt sie sehr, wenn ich die sachte anschlage, schnüffelt sie erst vorsichtig dran, dann legt sie sich daneben. Während ich Klangschalenarbeit bei jemandem mache, will sie immer unbedingt dabei sein, übrigens auch beim Meditieren. Wenn ich sie aussperren will, kratzt sie so lange an der Tür, bis sie reingelassen wird oder ein anderes Familienmitglied sie wegträgt.

Überhaupt hält sie sich in diesem Zimmer besonders gerne auf und übernachtet dort auch oft. Wenn ich abends vergessen habe die Türe zu schließen. Ich habe den Eindruck, dass sie einfach die Energie in diesem besonderen Zimmer liebt. Von wegen, Katzen suchen negative Energien, wie es der Volksmund behauptet.

Nun aber zu einer ganz besonderen Geschichte mit Samba.

Letztes Jahr im Juli, kurz vor den Sommerferien, wurde Samba von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Sie hatte eine offene Wunde und einen Schenkelbruch am linken Hinterbein. Zum Glück konnte sie sich noch heim schleppen und wir konnten sofort zum Tierarzt. Dieser stellte uns vor die Wahl Operation oder konservative Behandlung. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Damit kam Allerhand auf uns zu, das Bein von Samba musste ruhiggestellt werden, 2 Wochen mussten wir sie in einen Hasenkäfig einsperren und nur unter Aufsicht rauslassen....das Ganze sollte mindestens 6 Wochen dauern, wie man uns mitteilte. Ich war geschockt. Bei aller Liebe, aber die ganzen Sommerferien eine sicher sehr bald unzufriedene Katze beaufsichtigen. Oh je!

Da kam mir eine Idee. Warum sollte ich es nicht mit meinen geliebten Klangschalen probieren?? Gesagt getan. Zuerst habe ich unsere am Anfang noch sehr jämmerliche Katze gut versorgt und es ihr schön gemütlich im alten Hasenstall gemacht. Ich habe den Stall mitten in unser Wohnzimmer gestellt, dass sie sich nicht alleine fühlte. Dann habe ich intuitiv meine Lieblingsschale Jupiter-Körper geholt und ganz sanft über Samba angeschlagen. Sie hat sich bald entspannt und ist ganz erschöpft eingeschlafen. Von nun an habe ich für Samba mind. 3-4 täglich, immer wenn sie ärgerlich, unzufrieden oder traurig war, die Klangschale gespielt. Immer solange, bis sie sich entspannt hat und oder eingeschlafen ist. Dabei habe ich sie immer auch noch gestreichelt und beruhigend zu ihr gesprochen. Nur ein Mal ist sie während des Spielens ganz wütend und unruhig geworden und hat laut gejault. Meine Vermutung ist, dass sie hier das traumatische Erlebnis und den schweren Schock des Unfalls bearbeitet hat.

Der Arzt war bei jeder Nachuntersuchung erstaunt , wie schnell sich Samba erholt. Und schon nach 3 Wochen hat er uns mitgeteilt, dass Samba ganz geheilt sei und nun wieder Schritt für Schritt nach draußen dürfe. Er konnte es sich nicht erklären, dass Alles so schnell und gut verheilt sei. Dass sei selbst für eine so junge Katze ( sie war damals erst ¾ Jahr alt) höchst verwunderlich. Das mit den Klangschalen hab ich nicht erzählt, der hätte es mir sowieso nicht geglaubt.

Seither habe ich außer bei Menschen natürlich, die Klangschalen noch oft bei Verletzungen meiner Katzen eingesetzt und sie lieben sie nach wie vor. Besonders natürlich Samba.

 

 

Iris Drehling (Mittwoch, 22. September 2021 12:32)

 

Hallo Jürgen,

Sie fehlt jeden Tag. Morgens, wenn sich niemand über den leeren Napf aufregt. Abends, wenn sich niemand unter die Bettdecke drängelt. Sie fehlt einfach. Jeden Tag.

Über zwei Jahre nach der ersten Krebsdiagnose und zwei OPs mussten wir sie vor einigen Wochen gehen lassen. Als ich eines Tages nach Hause kam und Lissy weit ausgestreckt und flach atmend daliegen sah, mussten wir sofort handeln. „Ich könnte sie röntgen, aber was soll das bringen“, so unsere Tierärztin auf den Anblick des Häufchens Elend, dass keuchend vor ihr auf dem Behandlungstisch lag. „Ich sehe und höre, dass sie kaum Luft kriegt. Tut mir leid, da kann ich nicht mehr machen, als sie zu erlösen“, so drastisch das auch klingen mag, die aufrichtigen Worte verschafften mir ein wenig Erleichterung. Denn seit Wochen wusste ich, dass es nicht mehr lange dauern würde. Und nun war der Tag gekommen: Das, was gerade passierte, war das Ende eines Lebens. Zu viert standen wir um den Behandlungstisch herum: Mein Mann, meine fünf Jahre alte Große, mein zweijähriger Kleiner und ich. Stille, die plötzlich durch ein lautes „Katze kuscheln“ unterbrochen wurde: Mein Kleiner fordert Lissy zum Spielen auf. Er versteht noch nicht, dass er nun Abschied nehmen muss.

Während die Ärztin die Spritze aufzieht, verlasse ich mit meinen Kindern den Behandlungsraum, damit sich mein Mann in Ruhe von unserer Lissy verabschieden kann. Ich erkläre meiner großen, starken Tochter, was gerade mit unserer Katze passiert. Rufe ihr nochmal die lange Krankheit in Erinnerung. Sage zum gefühlt tausendsten Mal, dass alles, was geboren wird auch stirbt. Und ich erkläre, was es für ein großes Glück ist, den Schmerz der Krankheit mit dem Akt des Einschläferns beenden zu können. Denn so oder so: Der Tod ist unausweichlich. Sie bricht in Tränen aus, ich nehme sie fest in den Arm und lasse sie weinen. Sie weint heftig und laut. Lässt Trauer, Wut und Verzweiflung raus – ich wusste ja, dass es so kommen würde. Unter lautem Schluchzen äußert sie den Wunsch wenigstens ‚Tschüss‘ zu sagen. Also, betreten wir nochmal den Behandlungsraum. Mit roten, tränengefüllten Augen blickt mein Mann zu seiner weinenden Tochter. Es ist soeben passiert. Lissy ist tot. Vier Kinderhände streicheln den leblosen Körper. Nun hat auch mein Kleiner begriffen, dass etwas Trauriges passiert sein muss. Nun weint auch er.
Die letzten Details kläre ich allein mit der Ärztin. Die Familie kommt im Wartezimmer zur Ruhe. Zum letzten Mal streichle ich den leblosen Körper, flüstere ihr zu, welch großartige Katze sie für uns war und gehe raus.
Auf dem Heimweg herrscht Stille.
Als Mitbewohnerin ist Lissy einst zu uns gekommen, gegangen ist sie als Familienmitglied.

 

 

Melanie Janosch (Dienstag, 21. September 2021 21:29)

 

Hallo Jürgen,

ich hoffe Du kannst mit evtl. jemand weiterhelfen?!?
Habe gestern Nacht schon die ganze Zeit rumgegoogelt, aber nicht wirklich was gefunden.
Ich werde euch mal meine Geschichte erleutern!!
Mein kleiner Kater Gismo war noch nicht einmal 2,5 Jahre alt, er hatte alle Impfungen und war putz munter. Er war eine reine Hauskatze, die ab und zu auf dem Balkon saß.
Mein Kleiner ist aber am 9. Oktober einfach so gestorben. Als ich gegen 2 Uhr nachts ins Bett ging, haben wir noch fröhlich geschmust und ein bisschen gespielt, wie wir es sonst immer taten. Also gab es keinerlei Anzeichen dafür, das er evtl. krank sei.
Auf jeden Fall gegen 8 Uhr kam er ganz hektisch mit weit aufgerissenen Augen in mein Zimmer gerannt, mit sehr weit nach hinten gezogenen Ohren und im Wohnzimmer war alles voller Kot!
Er hat sich unter meinem Bett versteckt, und ich konnte sehen, das er ganz doll gehechelt hat, wie er es immer gemacht hat, wenn er sich mal übergeben musste.. aber die Augen waren so unheimlich weit aufgerissen, dass er wie besessen aussah.
Ich bin schnell durch die Wohnung gerannt um mich anzuziehen und die Katzentasche zu holen, damit wir schnell zum Arzt fahren konnten. Doch als ich wenige Minuten später hoch kam, lag er schon tot da.
Die Ungewissheit macht mich irgendwie wahnsinnig und ich bin immer noch super traurig.
Ich wollte ihn nicht beim Tierarzt aufschlitzen lassen, so haben wir ihn bei meiner Oma im Garten beerdigt und so weiss ich wo er ist.
Nur dieser plötzliche Tod will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen.
Hatte jemand von euch ein ähnliches Erlebnis und kennt vielleicht die Ursache???
Würde mich freuen, wenn Du mir weiterhelfen kannst.

Passt gut auf eure Süßen auf!

Melanie

 

 

Eberhard Ginger (Dienstag, 21. September 2021 21:27)

 

Muschi nannten wir das kleine Kätzchen. Weiß war sie mit schwarzen Flecken. Und sie liebte Menschen. Und ich liebte sie. Sie hatte ihren eigenen Kopf: Wenn ich meine Hausaufgaben machte, wollte ich so gerne, dass Muschi bei mir auf dem Schoß liegt. Aber das wollte Muschi nicht. Nahm ich sie hoch und setzte sie auf meinen Schoß, um ihr meinen Wunsch zu verdeutlichen, sprang sie sofort wieder runter. Sie konnte sich prima ausdrücken. Dafür durfte ich sie im Puppenwagen spazieren fahren. Ich deckte sie schön zu, so dass nur noch das Köpfchen mit den großen Augen neugierig in die Welt heraus guckte. Und weil Muschi von der Straße kam, war ich der Meinung, dass sie auch mal draußen herumlaufen musste. Also habe ich ihr ein Brustgeschirr gehäkelt, das ich ihr umlegte. Das fand sie anfangs noch spannend. Auch den Gang durchs Treppenhaus runter auf die Straße fand sie noch interessant. Unten auf der Straße wollte ich sie wie einen Hund auf dem Bürgersteig spazieren führen. Da war Muschi aber total dagegen: Sie wurde panisch und und wehrte sich verzweifelt gegen Leine und Brustgeschirr. Schnell ging ich mit ihr zurück in die Wohnung, wo sie sich bald beruhigte. Und so wurde Muschi eine reine Wohnungskatze. Muschi lag sehr gerne bei meinem Großvater. Wenn er sich zum Mittagsschläfchen auf die Couch legte und sich sein dicker Bauch hob und senkte, hob und senkte sich auch Muschi. Denn Muschi lag für ihr Leben gerne auf seinem Bauch. Lag sie nicht auf dem Bauch meines Großvaters, war sie mit größter Wahrscheinlichkeit in der Küche anzutreffen: Denn dort stand der große Ofen, der Heizung und Kochherd in einem war. Er wurde den ganzen Tag befeuert und verströmte dadurch eine wohlige Wärme. Meine Mutter hatte ihr ein dickes Kissen auf den großen Ofen gelegt. Darauf thronte Muschi und schlummerte wohlig im mollig Warmen.

 

 

Bettina Grießmann (Dienstag, 21. September 2021 15:44)

 

Hallo, mein 5-jähriger Kater Simba (Europ.Kurzhaar) ist vor 14 Tagen binnen weniger Minuten plötzlich und unerwartet nach einem kurzen Ausgang in den Garten verstorben. Der Kater folgte mir bis ins Haus, kippte zur Seite (die Hinterläufen schienen gelähmt zu sein) dann begann er zu krampfen. Er röchelte, kämpfte ums Überleben, machte dann unter sich und gab zwei laute Schreie ab, bevor er für immer die Augen schloss. Für mich unbegreiflich und ein traumatisierendes Erlebnis. Ich komme über den schmerzlichen Verlust meines Tieres nicht hinweg. Vergiftung schließe ich aus - ich war zu dem Zeitpunkt mit ihm im Garten. Aber etwas zur Vorgeschichte: Im Nov 2019 schien Simba Opfer eines Unfalls geworden zu sein denn er kehrte an einem Tag mit äußeren Schürfwunden an Nase und Hinterläufen sowie ein in Schlamm gebettetes Fell humpelnd nach Hause zurück. Wohlgemerkt er hielt sich stets im unmittelbarer Nähe des Hauses auf. Der Tierarzt untersuchte den Kater und machte eine Röntgenaufnahme lediglich von der Lunge. Diese sowie die Rippen schienen okay. Zuhause verbesserte sich der Zustand etwas, dennoch spürte das Tier beim Hochheben einen Schmerz. Drei Wochen nach dem 1. Arztbesuch kehrte ich zurück zur Praxis da meine Katze ohnehin die jährlichen Impfungen benötigte. Der Tierarzt untersuchte die Katze und erwähnte eine weitere Röntgenaufnahme - sollte sich der Zustand nicht bessern. Das war im Dezember 2019. Der Zustand wurde besser, meine Katze zeigte bis an dem besagten Tag keine Unauffälligkeiten. Er erschien etwas ruhiger – was im Winter für ihn jedoch nicht ungewöhnlich war. Eine Herzkrankheit wage ich auszuschließen. Deshalb meine Frage: Könnte eine Thrombose aufgrund innerer Verletzungen, Prellungen etc. den Tod meiner Katze hervorgerufen haben? Ich mache mir schwere Vorwürfe und fühle mich für den Tod meines Katers verantwortlich da ich auf eine vollständige Röntgenaufnahme hätte bestehen sollen. Zwischen dem (vermutlichen) Unfall und Simba’s Tod lagen knapp 8 Wochen Gruß... Bettina G.

 

 

Ebert Fier (Sonntag, 19. September 2021 20:34)

 

Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen.

 

 

James Krüss (Samstag, 18. September 2021 22:07)

 

Kleine Katzen

Kleine Katzen sind so drollig
und so wollig und so mollig,
daß man sie am liebsten küßt.
Aber auch die kleinen Katzen
haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Daß ihr's wißt!

Kleine Katzen wollen tollen
und wie Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
bei dem Tollen und dem Rollen
fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich
und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
hilft, daß aus dem süßen Kätzchen
mal ein Raubtier werden kann.

 

 

Hanna Schließer (Donnerstag, 16. September 2021 22:32)

 

Die Katzen

Sie sind sehr kühl und biegsam, wenn sie schreiten,
Und ihre Leiber fließen sanft entlang.
Wenn sie die blumenhaften Füße breiten,
Schmiegt sich die Erde ihrem runden Gang.

Ihr Blick ist demuthaft und manchmal etwas irr.
Dann spinnen ihre Krallen fremde Fäden,
Aus Haar und Seide schmerzliches Gewirr,
Vor Kellerstufen und zerbrochnen Läden.

Im Abend sind sie groß und ganz entrückt,
Verzauberte auf nächtlich weißen Steinen,
In Schmerz und Wollust sehnsuchtskrank verzückt
Hörst du sie fern durch deine Nächte weinen.

 

 

Miree Janson (Dienstag, 14. September 2021 21:02)

 

Von einer Katze lernen,
heißt siegen lernen.
Wobei siegen »locker durchkommen« meint,
also praktisch: liegen lernen.

Sie sind ein sieghaftes Geschlecht,
diese Katzen.
Es gibt ihrer so viele wie Spatzen im Land.
Doch wer streichelt schon Spatzen?

Sie ist gar kein rätselhaftes Tier,
so eine Katze.
Sie will viel Fraß, etwas Liebe, doch meist
horcht sie an der Matratze.

Was eine einzige Katze uns lehrt,
lehren uns alle:
So viel wie möglich nehmen, ohne zu geben,
und dann ab in die Falle.

 

 

Gerlinde Popp (Dienstag, 14. September 2021 20:59)

 

Tommy der Kater.


Geboren wurde ich in freier Natur, von Zucht und Anstand keine Spur.
Kein Herrchen, kein Frauchen
die mein Fell zärtlich kraulten,
So war meine Kindheit, die Zeit war sehr schwer,

das musste sich ändern, mein Magen war leer.
Ich war nicht sehr mutig, doch lud´ ich mich ein,
die Tür stand weit offen, so schlich ich mich rein.
Ganz leise und still auf samtenen Pfoten,
ein Sprung auf das Sofa, aufs Kissen den roten.
Ach war das doch herrlich, ach war das so schön,
Ich dachte, da bin ich, da bleib ich, ich werd´ nie wieder gehen.
Als man mich dann wohl ganz schnell hat entdeckt,
da hab´ ich mir genüsslich die Pfoten geleckt.
Ich weiß, es war Liebe auf den ersten Blick,
die Mogis sie fielen herein auf den Trick.
Bald kam auch mein Bruder, er wollte nur seh´n,
wie es mir wohl ginge, erstaunt blieb er steh´n.
Von nun an, da waren wir bei Mogis zuhaus,
und gingen bei ihnen ganz frei ein und aus.
Doch bald zogen wir ins Frankenland,
und wurden auch dort beliebt und bekannt.

 

 

Miriam Sommer (Mittwoch, 25. August 2021 22:23)

 

Hallo Jürgen,
meine Katze ist auch vor 3 Monaten gestorben.
Jetzt werde ich mir eine neue Katze anschaffen. Bin zwar total traurig. Aber so komme ich über meinen Tod vom Peterle hinweg. Da ich hier viel Wald habe wird es für die Katze sicher ein gutes Zuhause werden. Eigendlich wollte ich keine Katze mehr! Doch jetzt wird es wohl folgende werden: 
Savannah-Katze


Die Savannah-Katze ist ein Mix aus wilder afrikanischer Servalkatze und einer Perserkatze. Ihr Markenzeichen sind neben dem tupfenartigen Fell die spitzen XL-Ohren und ihre Körperlänge von bis zu 1,20 Metern bei einer Schulterhöhe von bis zu 45 Zentimetern. Da diese Katzenrasse sehr aktiv ist und viel Freiraum und Bewegung braucht, sollte sie nicht drinnen gehalten werden. Reine Savannah-Katzen zählen zu den teuersten Hauskatzenrassen und kosten zwischen 7000 Euro und 15.000 Euro.

 

 

Renate Bauer (Mittwoch, 25. August 2021 21:52)

 

Die Katze ist von und gegangen Du ranntest wie der Wind, schon als kleines Katzenkind. hast dich gekugelt und gespielt mit mir und wunderbar geschnurrt. Nun bist du nicht mehr hier bei mir, das Spielzeug liegt nun so einsam da. Ich vermisse dich so sehr, weils mit dir immer so schön war.

 

 

Ursula Stang (Samstag, 14. August 2021 14:08)

 

Schweren Herzens mussten wir Abschied nehmen von unserer kleinen Kira. Kira kam im Alter von fünf Jahren zu uns und war eine echte Glückskatze, die ganz viel Liebe, Wärme und Sonnenschein in unser Leben brachte und uns mit ihrer lieben, unkomplizierten Art Tag für Tag glücklich machte. Leider hatte sie selbst im Leben wenig Glück und durfte nur knapp zweieinhalb Jahre bei uns verbringen. Von der Neugier, die Vögelchen zu beobachten und Mäuschen zu fangen, getrieben, lief sie zu einer stark befahrenen Straße und wurde dort von einem Auto erfasst. Wir fanden sie, noch in der Sprintbewegung und ohne jegliche äußerlichen Verletzungen, nur einen Meter neben der Fahrbahn – vier Wochen, bevor unser Baby zur Welt kommen soll, auf das sich Kira so sehr gefreut hatte…

Nachdem es fast anderthalb Jahre gedauert hatte, bis Kira uns vollständig vertraute und regelrecht aufblühte, war sie seit Beginn der Schwangerschaft völlig verändert, lag auf Mamas Bauch, streichelte ihn und nahm so immer wieder Kontakt zum Baby auf. Sie war sehr liebevoll und hätte sich bestimmt rührend um den kleinen Mann gekümmert, hätte ihn bewacht und neben ihm im Bettchen geschlafen. Wir würden alles dafür geben, wenn unser Kind die Möglichkeit hätte, diese großartige und wundervolle Katze kennenzulernen. Er wäre stolz auf seine „große Schwester“.

Für mich als Kiras „Mama“ ist es, als hätte ich durch ihren Unfall mein erstes Kind verloren. Sie fehlt mir so sehr und ich merke, dass auch der kleine Mann in meinem Bauch die Zuneigung vermisst, die ihm neun Monate lang zuteilwurde.

Wir hoffen, dass es ihr an dem Ort, wo sie nun ist, gut geht und dass sie von oben über uns wacht. Mach’s gut, kleine Kuschel-Kira, kleiner Sonnenschein. Du wirst immer Mamas großes Mädchen sein und wir werden dich niemals vergessen! Wir danken dir für jeden einzelnen Moment, den wir mit dir verbringen durften!

 

 

Günter Paul (Samstag, 14. August 2021 14:05)

 

Meine lieber Jürgen, hier meldet sich euere Tapsi. Nein, ihr träumt nicht. Ich versuche euch aus dem Katzenhimmel eine Botschaft zu senden. Ich weiss ja nicht, ob ihr mich hören könnt, aber ich muss es wenigstens versuchen. Doch ich will euch von Anfang an alles berichten. Vor ein paar Wochen tat mir mein Bäuchlein weh, ich wollte nichts mehr fressen und ich musste dauernd brechen. Ihr seid gleich mit mir zum Tierarzt gefahren und die Frau Doktor gab mir etwas, worauf mir bald wieder besser wurde. Meine Nieren, was auch immer das ist, sollten nicht mehr richtig arbeiten. Jedenfalls ging es mir dann erst einmal ganz gut und mein Futter hat mir auch wieder geschmeckt. Aber das dauerte leider nicht sehr lange, dann fing mein Bäuchlein erneut an weh zu tun. Doch diesmal konnte mir Frau Doktor auch nicht mehr helfen. Mein Bauchweh wurde immer schlimmer und ich konnte nur noch auf einem Kissen auf der Terrasse liegen und mich nicht mehr rühren. Ihr habt mir immer wieder mit einer Spritze etwas zu trinken eingeflösst, das hat mir richtig gut getan. Nach wenigen Tagen ging es mir plötzlich wieder besser. Ich habe schon alleine Wasser getrunken, bin herum gelaufen und habe mich sogar ein wenig an Cleo gekuschelt, was die auch geduldet hat. Doch leider war das nur von kurzer Dauer und schon am Abend fing alles wieder von Vorne an. Ich lag still auf meinem weichen Kissen auf einem Stuhl, und wollte mich wieder nicht rühren. Alles Streicheln half da nichts, auch wenn mein liebes Frauchen mich die ganze Nacht im Arm gehalten hat. Ich konnte einfach nicht mehr.

„Das geht leider nicht, kleine Tapsi. Auf der Erde bist du gestorben und nun lebst du als das, was eine Katze wirklich ausmacht, weiter. Aber komm mit, ich will dir etwas zeigen“. Angelina führte mich zu einem Gebüsch und dort zu einem kleinen Teich. Neben dem klaren Wasser standen Schälchen mit Sahne, mit Katzenfutter, mit Rinderhack und sogar mit gegrilltem Hühnchen, eben mit allem, was ich immer so gerne gefressen habe. „So, Tapsi, jetzt schau doch bitte mal auf das Wasser “. Damit hob Angelina eine Vorderpfote und fuhr damit über die Wasseroberfläche. Gleich darauf erblickte ich im Wasser ein Bild. Frauchen und Herrchen sassen auf der Terrasse. Vor ihnen lag auf einem Stuhl ein regloser Katzenkörper, der von ihnen gestreichelt wurde. „Das bin ja ich, und meine Menschen weinen ja. Da muss ich sofort hin, um sie zu trösten“, rief ich aufgeregt. Angelina antwortete: „Ja, sie sind traurig, weil du gestorben bist, Tapsi. Aber sie werden dich sicher nie vergessen. Und zurück auf die Erde kannst du nicht, du musst schon hier bleiben. Der Katzenhimmel ist nämlich eine Belohnung für einen besonders liebe Katze. Und das warst du auf der Erde. Aber schau, ich will dir noch etwas zeigen “. Damit erhob sie erneut ihre Vorderpfote und zeigte damit auf den kleinen Teich, der mich so sehr an unseren Gartenteich erinnerte. Jetzt sassen Frauchen und Herrchen unten im Garten auf zwei Stühlen, zu ihren Füssen sass Cleo. Vor ihnen auf einem weiteren Stuhl lag ein Karton in dem ich auf einem weichen Polster lag, von lauter Rosenblüten bedeckt. Dazu pfiff die Amsel ein heiteres Lied, als wollte sie in der Trauer Trost spenden. „Schau nur genau hin“, meinte Angelina, „so sehr lieben deine Menschen dich, dass sie dich mit reichem Blumenschmuck begraben. Vergiss das nur nicht “. „Nein, das werde ich sicher nie vergessen. Ach könnte ich doch jetzt nur bei ihnen sein und ihnen zeigen, wie gut es mir geht“. „Nun, ich glaube, da gibt es eine Möglichkeit, ich kann aber nicht garantieren, dass sie auch funktioniert. Komm doch bitte mit “. Wir machten uns auf den Weg durch das herrlich duftende Katzengras. Ich konnte nicht widerstehen und musste ein wenig daran knabbern. Köstlich sage ich euch. Dann fragte ich Angelina: „Sag einmal, du kannst hier alles Mögliche, was sonst eine Katze nicht kann. Wie kommt denn das? “. „Die Menschen würden sagen ich wäre so eine Art Engel hier im Katzenhimmel. Deshalb habe ich auch besondere Gaben. Aber schau einmal, wer da

kommt “.

Durch das Gras kam einen schwarze Katze auf uns zu, vorne einen weissen Brustlatz und auch weisse Pfötchen. „Hallo Tapsi“, sagte sie. „Ich heisse Minnie und war vor dir die Katze bei deinen Menschen. Die haben mich nämlich auch gerne bei sich aufgenommen, als sich die Menschen, bei denen ich vorher war, nicht mehr um mich gekümmert haben. Jetzt bin ich schon viele Jahre hier und ich vermisse die Streicheleinheiten immer noch. Aber ich werde dir hier Gesellschaft leisten. Dann können wir uns öfters über unsere Menschen unterhalten “. Inzwischen waren wir an einem anderen Teich angelangt, der aber diesmal ganz dunkles Wasser enthielt. Angelina sagte zu mir: „Das ist der Teich der Erinnerung. Wenn du dich hier ganz fest auf deine Menschen konzentrierst und ganz fest an das denkst, was du ihnen sagen willst, dann kannst du vielleicht mit ihnen in Verbindung treten und sie werden dich auch verstehen. Wenn es bei dir funktioniert, werden sie es wahrscheinlich für einen Traum halten, aber sie werden wissen, dass diese Botschaft von dir kommt. Versuche es nur, es wird dir und ihnen sicher helfen “. Also tat ich das, was Angelina mir gesagt hatte. Ich schaute auf die Wasseroberfläche, dachte an Frauchen und Herrchen und erzählte meine Geschichte. Ich weiss nicht, ob sie jemals bei euch angekommen ist, aber ich habe wenigstens versucht euch auf diese Weise zu sagen, dass ihr nicht mehr traurig sein müsst. Auch wenn ich euch sehr vermisse, so geht es mir hier doch gut und ich habe keine Schmerzen mehr. Jetzt werde ich mich Minnie anschliessen und wir werden gemeinsam den Katzenhimmel erkunden. Lebt wohl, liebes Frauchen und liebes Herrchen und seid auch lieb zu Cleo, aber vergesst mich bitte nicht.

Euere Tapsi.

 

 

Anke Feige (Freitag, 13. August 2021 20:44)

 

Das ist traurig. Bei mir sind vor einiger Zeit meine beiden Meerschweinchen gestorben, an denen ich auch sehr gehangen hab. Es war hart für mich, denn sie waren ein Teil meines Lebens. Trotzdem solltest du nicht die ganze Zeit an deine Katze denken, sonst wirst du noch trauriger. Sie bekommt einen Platz in deinem Herzen und dann ist es gut. Wenn du dich überwinden kannst, schaff dir am Besten noch eine Katze an, wenn nicht sogar zwei. Das wird schon werden! Immer nach Vorne blicken. Trotzdem mein tiefstes Beileid.

 

 

Dr. Günter Maschke (Freitag, 13. August 2021 20:41)

 

Es war ein regnerischer Tag als ich von meinem Zuhause noch einmal einen Streifzug durch die große Wiese machen wollte.
Der Rasen und die Büsche waren naß, und es war mir doch eigendlich zu ungemütlich bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben.
Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause, denn nun fing es an zu regnen.
Die breite Straße, die mich von meinem schönen trocknen Zuhause trennte, schien mir leer, und der Asphalt glänzte vor Nässe.
Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war auf einmal da!
So schnell kam es auf mich zu, die Scheinwerfer blendeten meine Augen und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz. Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinen Kopf auf die Kante der Straße die dort angebracht war weil da Rasen und Bäume wuchsen.
Ich hatte so furchtbare Schmerzen und ich hatte solche Angst.
Als ich meinen Köpfchen hob, sah ich das Auto das mich angefahren hatte, und ich konnte es nicht verstehen: Es fuhr weiter.
Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen und ich hatte solche Schmerzen. Ich versuchte aufzustehen doch es ging nicht, mein Hinterbein tat so schrecklich weh und auch das Luftholen fiel mir furchtbar schwer.
Jetzt fing es auch noch stark an zu regnen, und ich spürte, wie sich um mich herum eine Pfütze bildete.
Das Wasser auf der Straße wurde immer höher, und ich hatte kaum noch Kraft meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase und meinen Mund, und es tat so furchtbar weh.
Autos fuhren an mir vorbei es waren viele Autos und immer wieder versuchte ich mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen die in den Autos fuhren sehen konnten, dass ich Hilfe brauchte, doch keiner hielt an.
Ich weinte vor Schmerzen doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da. Sie fuhren alle an mir vorbei, ich fühlte dass mein Leben zu Ende ging und ich wollte doch gar nicht sterben, ich war doch immer lieb gewesen.
Ich habe doch so gern mit den Menschen geschmust und nie gekratzt.
Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraue ?
Ich fing an zu frieren, es war so kalt und ich hatte so entsetzliche Schmerzen.
Warum ihr Menschen fahrt ihr alle an mir vorbei ? Warum helft ihr mir denn nicht ? Warum hast du nicht angehalten? Ich möchte doch noch nicht sterben, ich bin doch erst drei Jahre alt.
Ich weiß nicht wie lange ich in dieser Pfütze gelegen habe, ich wurde auf einmal ganz müde.

Ich versuchte mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten doch ich hatte keine Kraft mehr, mein Kopf viel ins Wasser zurück und ich dachte, jetzt ist alles aus, jetzt stirbst du.
Da, auf einmal waren Menschen da, sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen.
Ich freue mich trotz meiner schlimmen Schmerzen so sehr.
Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten.
Sie fuhren mich zu einem TA der ganz in der Nähe war, und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte .
Die Menschenfrau, die mich trug, streichelte mich unentwegt. Die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich und die Fahrerin bemühte sich vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte.
Ich dachte an meine Familie zu Hause an die guten Leckerchen die ich immer bekam, und ich freute mich so sehr, dass man mir helfen wollte.
Die fremden Menschen waren so besorgt, und wie gern wollte ich doch weiterleben in dieser Menschenwelt.
Ich hörte die Fahrerin sagen : Endlich sind wir da, jetzt wird alles gut.
Da wurde es plötzlich dunkel und kalt und ich spürte, es war zu spät.
Ich hatte keine Kraft mehr in meinen Körper, und fühlte keine Schmerzen mehr.
In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand.

Danke den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwer verletzt mitnahmen, um mein Leben zu retten, danke den Kindern die vor Sorge um mich, eine unbekannte Hauskatze, weinten und Verachtung den Menschen die so herzlos sind, an einem schwer verletztem Tier vorbeizufahren und mich liegen zu lassen.
Die Gefahr lauert auf der Straße, von Katzen und Hunden kaum abzuschätzen!

 

 

Natalie Pohl (Freitag, 13. August 2021 00:48)

 

Unser kleiner Mann hat sich gestern Abend auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht. Er hat tatsächlich darauf gewartet, bis die ganze Familie bei ihm war.
Friedlich schlief er in meinen Armen ein. Wir saßen draußen auf unserem Balkon und schauten in den Himmel, als sein kleines Herz aufhörte zu schlagen, bevor meine Bekannte (Tierärztin) vorbeikommen konnte. So rief ich sie an und teilte ihr mit, dass er frei ist.
Nun liegt Toni, warm eingekuschelt mit ein paar Blumen von unseren Kindern, in meinem Wäschekorb neben mir im Auto und tritt seine vorletzte Fahrt an.
Danke
Für alles
Deine Liebe
Dein Witz
Dein Schabernack
Dein Blödsinn
Und auch wenn dich damals niemand wollte. Ich schon.
Grüß mir meinen Timmy, Tigger und all die anderen.

 

 

Bianca Stahl (Montag, 02. August 2021 13:49)

 

Ich hörte dein Miau
als wüsstest du genau,
was meine Seele denkt.
Du hast mir Liebe geschenkt!
Ich sehe noch deinen Katzenbaum,
die Zeit war schön – wie ein Traum.

 

 

Frank Sommer (Sonntag, 01. August 2021 14:34)

 

Alles fing vor knapp 2 Jahren an, als wir uns für eine Hauskatze entschieden. Es wurde ein Scotish-Fold Kater in der Farbe Lilac (8 Wochen alt) von einem Hobbyzüchter. Dieser hatte keine erkennbaren Krankeiten, wurde geimpft etc.
Nach ca 4 Monaten holten wir noch eine BKH Katze dazu (9 Wochen alt) von einem Züchter. Nach ca 5 Monaten ging es der kleinen Katze zunehmend schlechter, Diagnose feuchte FIP. Dies führte unweigerlich in kürzester Zeit zum Tod bzw hat uns veranlasst, die Katze einzuschläfern. Dem damit noch nicht genug, der etwas ältere Kater verstarb kurz Zeit später aus heiterem Himmel. Ich saß am Schreibtisch, das Katerchen kam angelaufen und fiel gegen den Rollcontainer. Ich dachte noch, was machst du denn da?! Als ich dann merkte, dass er verkrampfte, und da wars dann auch schon passiert...tot. Untersuchen lassen haben wir ihn nicht.
Nach Tagen der Trauer entschlossen wir uns nach Rücksprache mit dem TA, dass wir gerne wieder ein Kätzchen hätten. Wir sollten die Wohnung reinigen/desinfizieren, und ein halbes Jahr warten. Gesagt getan, Spielzeug, Fressnapf und Co entsorgt und Wohnung gereinigt.
Ein gutes halbes Jahr später sahen wir dann wieder eine Anzeige von dem Hobbyzüchter, wo wir den Kater her hatten. Da uns das ganze beim erstenmal schon seriös aussah, und die Katzen dort sehr gut behandelt und gepflegt wurden, entschieden wir uns, dort wieder eine zu kaufen. Es wurde eine Katze Scotish Fold (8 Wochen alt) in der farbe blau. Wir wollten eigentlich 2 Katzen nehmen, allerdings war nur noch eine zu haben. Aus diesem Grund wollten wir noch eine Katze aus dem nächsten Wurf. .... Anfang Dezember ein Anruf, unsere Katze hat wieder Kleine, die Ende Januar abzugeben sind. Wir waren natürlich happy, haben uns gleich schon ein Katerchen Scotish Fold ausgesucht. Voller Freude erwarteten wir den Zuwachs eigentlich zum kommenden Wochende. Doch gestern passierte das, womit wir nicht gerechnet haben, unsere Katze verstarb auch aus heiterm Himmel, morgens war sie noch fit, ich war dann ca. 1 Std weg, und als ich wieder kam, lag sie regungslos am Boden... tot.

Wir wissen nun nicht woran es liegen könnte bzw was wir tun sollen.
1. Kater ca 9Monate alt plötzlicher tot (Hobbyzüchter)
2. Katze ca 6Monate alt FIP (Züchter)
3. Katze ca 7Monate alt plötzlicher Tod (selber Hobbyzüchter)


Wir können doch nicht nur vom Pech verfolgt sein?!
Die Katzen werden bei uns ausschießlich drinnen gehalten, sie bekommen regelmäßig zu fressen + trinken, werden sauber gemacht, etc etc.

Das mit der FIP lässt sich ja noch erklären, aber die anderen beiden?! Könnte da vieleicht ein Erbfehler vorliegen? Laut unserem Wissen waren bei dem Hobbyzüchter bei jedem Wurf die beiden Eltern gleich (beide gesund, keinerlei Todesfälle bei den Besitzern der anderen Kitten, laut Aussage der Hobbyzüchter). In dem Wurf wo wir jetzt eins holen wollten, ist der Vater ein anderer.
Wir fragen uns halt, da wir jetzt schon reserviert haben, bzw es zum Wochenende ja bekommen, ob wir doch erst mal Abstand nehmen sollten. Weil wir wollen eigendlich nicht noch eine Katze so früh beerdigen müssen. Vieleicht weiß jemand von euch Rat, was momentan das Sinnvollste ist.

MfG Helene

 

 

Vernessa Drehling (Samstag, 31. Juli 2021 22:30)

 

Horror Tage, nun ist unsre Katze tot

Es ist jetzt zwei Tage her.. Wir, mein Mann und ich hatten eine sehr intensive Beziehung zu unserer Maus. Wir bekamen sie im Alter von 4 Wochen aus unzumutbarer Haltung. Das ist jetzt fast 14 Jahre her. Unser Schatz war in all diesen Jahren nie krank, nur zwei Mal die Analdrüsen... Vor einer Weile entdeckten wir einen Knubbel an der Brust. Wir wollten sie in dem Alter keinen Strapazen aussetzen. Vor zwei Wochen waren wir beim TA wegen den Analdrüsen. Der Arzt drückte sie aus und sah sich den Tumor an. Er fragte, warum wir ihn nicht entfernen lassen wollen, es wäre ein Säugetumor, es seien nach der OP ca 10 Tage, dann sei sie wieder fit, ansonsten war sie in einem top Zustand. Ich sprach mit meinem Mann und wir entschieden uns alles zu tun, damit sie noch lange bei uns bleiben kann. Die Kosten nahmen wir gerne in Kauf. Gesagt getan, Katze am OP-Termin letzte Woche gebracht, ab zur Arbeit und nachmittags alles vorbereitet, damit sie sich gut erholen konnte. Da kam der erste Anruf. Der Tumor sei viel größer gewesen als vermutet und sie habe ordendlich geblutet. Es wäre ihr lieber, sie würde eine Nacht zur Beobachtung da bleiben, zumal sie starke Schmerzen hatte, und der ihr neben dem Schmerzmittel Morphium verabreichte. Sie würde den Schmerz grade verschlafen. Enttäuscht aber zum Wohl unserer Maus, holte ich sie am kommenden Morgen. Sie war immernoch wie weggetreten und wackelig. Ich nahm sie mit und sollte laut TA gucken, dass sie viel frisst, er betonte es. Viel viel fressen.

Ok, zuhause angekommen auf das Sofa gelegt und gut zu geredet.. Alle zwei Stunden Flüssignahrung und immer wieder Wasser verabreicht. Sie verweigerte jedoch alles. Nicht mal ihre Lieblingsleckerlies oder Joghurt nahm sie an.. Sie lag nur da und nässte sich ab und zu ein.. Nächster Tag Tierarzt, selbes Spiel.. Wunde sah gut aus, Katze weiterhin schlaff und keinerlei Reaktion. Wieder Schmerzmittel verabreicht wieder Aufbaupräparat. Ich solle weiterhin mit der Spritze füttern und Wasser geben. Dazu sei gesagt, ich habe in den ganzen Tagen vier Stunden geschlafen, und da war mein Mann bei ihr. Immer gegen Abend wurde sie etwas wacher, aber außer ein wenig robben bewegte sie sich nicht. Dritter Tag, Sonntag.. Habe Schmerzmittel mit heim bekommen verabreicht. Katze schob die Nickhaut vor die Augen und schlief sehr viel.. Versorgten sie, wie uns gesagt wurde. Abends machten wir Rotlicht an. Wir umsorgten sie wie wir konnten.. Es wurde nicht besser, ich hatte inzwischen schon Heulkrämpfe und war erschöpft. Vierter Tag. Sie kroch morgens zu mir (lag neben ihr die Nacht) und ließ sich kraulen. Wasser nahm sie von der Spritze an. Ab zum Tierarzt. Dieser sagte mir dann, sie sei nicht über den Berg, ihr Zahnfleisch war weiß... Ich war wieder verzweifelt, TA gab mir Nahrungsergänzungspaste mit, sollten wir ihr ganz viel von geben... Mittags dann eingelesen, Huhn gekauft, Möhren besorgt. Kraft Ruhe gemacht und gespritzt. Nachmittags dann TA angerufen. Habe drum gebeten, dass er sich unsere Kleine bitte zuhause ansehen möge.. TA kam nach Praxisende. Erklärte uns, dass wenn eine Katze eh etwas den Hang dazu hat, lethargisch zu sein, die Prognose eher schlecht sei... Doch wir kannten unsere Katze mehr als ein Jahrzehnt.. Das war sie nicht. Wir wieder ganze Nacht umsorgt. Hatte den Verdacht das sie das Schmerzmittel nicht verträgt...fragte zudem nach Eisen, woraufhin er ihr nur ein Multivitamin spritzte.. Dienstag 16.04.19 ab zum Tierarzt, Katze Ultraschall. Alles ok, Katze war blass auch die Pfoten.. Sie nahm Blut ab, alle Werte in Ordnung. Verdacht auf Kreislauf.. Sie blieb da, sollte noch eine Infusion bekommen, und ohne mich zu fragen ein,, kleines bisschen Morphium. Ich(hatte mir Urlaub genommen) ging nach Hause und bekam eine Stunde später einen Anruf. Traurige Nachrichten, sie habe uns die Entscheidung abgenommen und sei verstorben. Mein Mann und ich sind seither im Schockzustand.. Bereuen es zutiefst und finden keinen Weg aus der Trauer. Zudem kommt noch die Rechnung... Ich werde immer wütender... Ich bin verzweifelt und kann nichts mehr essen... Wir vermissen sie und können es nicht fassen... Kann mir irgendwer helfen? Ich finde er hat komplett falsch gehandelt.. Uns nicht wirklich mit einbezogen... Ich kann nicht schlafen.. Mein Baby fehlt so... Wir fühlen uns alleine und ratlos...

 

 

Ulrike Wenzlhuemer (Samstag, 31. Juli 2021 22:28)

 

Hallo,
gestern früh lag unser 3-jähriger Kater tot neben mir im Bett!
Er war einfach eingeschlafen. Zusammengerollt (wie immer), Augen geschlossen. Seine typische Schlafstellung. Habe ihn begrüßt (allmorgendliche Streicheleinheit). Ging ins Bad zum Zähneputzen. Als ich zurück kam, lag er immer noch so dort. Komisch. Hab ihn nochmal gestreichelt.
Körpertemperatur war ganz normal. Allmählich wurde ich stutzig. Wollte ihn aufwecken. Keine Reaktion. Schock!!
Wollt ihn aufheben. Er war ganz steif! Die Pfoten eiskalt (seine Körpertemperatur war wahrscheinlich daher noch warm, da er wie immer in meinen Kniekehlen geschlafen hat.)
Er sah ganz normal aus. Wie immer beim Schlafen. Zusammengerollt, Augen geschlossen, entspannter Gesichtsausdruck.
Zum Kater: Er war erst 3 Jahre alt. Hatte ca 5 Kilo. KERNGESUND!! Wohnungskater. Kastriert. Geimpft. Normaler Stuhl. Am Vorabend wie immer gut gelaunt. Ganz normal. Geschnurrt, geschmust und gespielt. Hat normal gefressen und getrunken. Regelmäßige Tierarztbesuche. Alles in Ordnung.
Woran kann er verstorben sein?
Tierärztin meinte, dass sie ohne Symptome die Todesursache wohl auch bei einer Obduktion nicht feststellen könne... Daher keine Obduktion.
Hat jemand eine ähnliche Erfahrung?

Vielen Dank.

 

Ulli

 

 

Baba Marion, Dienstag, 27. Juli 2021 13:56)

 

Hallo Jürgen,

Fiepsi ist plötzlich eines morgens tot unter dem Bett gelegen
war gradmal 3 Jahre alt, augenscheinlich pumperl gsund.
Am Abend davor war sie noch wild, schlimm wie immer.
Wir haben sie nicht obduzieren lassen, es ist immer ein Schock
Baba Marion

 

 

Kathi Müller (Dienstag, 27. Juli 2021 13:54)

 

Lieber Jürgen!

Leider muss ich mich heute mit einem sehr traurigen Thema bei Dir melden.
Mein junger Kater Phönix ist gestern plötzlich gestorben. Ich habe ihn um 9 Uhr in der früh gefüttert, bin zur Arbeit, und mein Freund fand ihn kurz nach 10 Uhr tot in seinem Körbchen. Er war gerade einmal 2 Jahre alt und eigentlich quitsch lebendig....
Ich bin so unfassbar traurig und geschockt, dass ich es nicht einmal in Worte fassen kann.
Ich habe einen 2ten Kater und bin heute gleich zum Tierarzt ihn durchchecken lassen, und der Tierarzt meint ab in die Pathologie mit Phönix um sämtliche ansteckenden Krankheiten ausschließen zu können.
Sollte ich mich dazu entscheiden, Phönix in die Pathologie zu schicken, bekomme ich ihn auch nicht mehr zurück, sprich ein Begräbnis gäbe es nicht mehr.

Hat vielleicht irgendjemand einen Rat? Was soll ich bloß machen?

Danke jetzt schon mal für eure Antworten


 

 

Marion Gales (Dienstag, 27. Juli 2021 13:52)

 

Hallo Jürgen,

Vor zwei Tagen ist unser geliebter Stubentiger aus heiterem Himmel für uns plötzlich und unerwartet in unserem Wohnzimmer gestorben... Er war erst 4 Jahre alt.
Er schlief in seinem Körbchen, als wir ihn plötzlich so komisch knurren hörten. Mein Mann lief zu ihm, da hing bereits sein Kopf aus dem Körbchen... Er sah da schon wie "tot" aus... :-(
Mein Mann zog den Kater noch aus dem Korb und versuchte ihn irgendwie wiederzubeleben, er röchelte noch einmal auf und ist dann von uns gegangen...
Es dauerte vielleicht 2-3 Minuten... ;-(
Natürlich stellen wir uns jetzt die Frage nach dem "warum"?
Es war augenscheinlich ein gesunder Kater, kein Freigänger.... Er war in letzter Zeit nur etwas schläfrig, was wir aber eigentlich nicht als besorgniserregend einstuften...
Wir sind sehr traurig...
Vielleicht gibt es hier jemanden, der sich "auskennt" oder selbige traurige Erfahrung machen musste...?!

LG Marion

 

 

 

Claudia Ruetters (Montag, 26. Juli 2021 15:39)

 

Letzte Woche Freitag hat mein Kater gefressen, ich bin kurz in die Küche, und als ich wieder zu ihm kam, lag er tot im Türrahmen, Augen weit offen, Zunge blau. Wir haben ihn in seine Decke gepackt. Ich habe ihn so geliebt, er wäre im Juni 10 Jahre geworden. Wir wohnen in Belgien und haben ihn am Dienstag in Lüttich einäschern lassen und ihn dann wieder nach Hause gebracht. Meine Tochter und ich sind total durcheinander. Alle tröstenden Worte, von wegen er hat nicht gelitten, helfen einem nicht, denn davon bekommt man ihn auch nicht wieder. Ich wünsche dir viel Kraft,die Trauer zu verarbeiten, ich denk an dich.

Liebe Grüße Claudia

 

 

Miriam Vögele (Montag, 26. Juli 2021 15:39)

 

Gestern um 17.55 bei meinem 3 Jahre alten Norweger Kater Fritz erlebt: Er ist vom Katzenbaum gefallen, wie ein Apfel vom Baum, rang noch mal nach Luft und war nach Sekunden tot. Ich bin mit ihm noch zum Tierarzt gefahren, dort meinte man, es sei wohl ein Herzschlaganfall. Ein vergrößertes Herz - möglicherweise. Ich habe auf eine Obduktion verzichtet.

 

 

Mario Siewert (Montag, 26. Juli 2021 15:01)

 

Ich lebe seit 13-14 Jahren mit meinen zwei wundervollen Katzen (Mutter und Tochter). Beides Wohnungskatzen (mit Balkon).
Vor 4 Jahren zog mein Freund bei mir ein, und hat nun vor einem guten halben Jahr plötzlich eine Katzenallergie entwickelt, obwohl er vorher nie Probleme mit meinen Katzen gehabt hatte. Seitdem dürfen die Katzen nicht mehr ins Schlafzimmer, was natürlich nicht ideal ist, sie waren es schließlich immer gewöhnt, mit im Bett zu schlafen und sind unglaublich menschenbezogen. So geht es aber dafür mit der Allergie.
Nun ist vor 2 Wochen aber die Katzenmama gestorben. Die andere Katze kommt damit bisher sehr gut zurecht, sie ist nur noch etwas anhänglicher geworden. Ich spiele viel mit ihr und schlafe seitdem immer auf dem Sofa im Wohnzimmer, weil ich sie nicht alleine lassen will.
Wegen der Allergie meines Freundes kann ich mir leider keine neue Zweitkatze anschaffen.
Jetzt würde ich aber gerne irgendwann wieder im Schlafzimmer schlafen, aber dann kratzt und maunzt sie die ganze Zeit vor der Tür. Das tat sie öfters auch vorher, aber da sie ja jetzt auch noch alleine ist, tut mir das so leid, dass ich schon aus schlechtem Gewissen nicht richtig schlafen kann und bin deshalb am Ende doch wieder auf die Couch umgezogen.
Hast du irgendeinen Tipp, wie ich sie ggf. daran gewöhnen könnte? - vielleicht die Wohnung interessanter für sie gestalten? Geduld haben, konsequent sein?
Oder ist das unrealistisch? - Sie ist seit ihrer Geburt bei mir und daher sind wir wirklich unheimlich eng und vertraut.
Falls ihr Ideen oder Tipps habt, wäre ich wirklich sehr dankbar!

 

 

Rainer Schell (Montag, 26. Juli 2021 14:42)

 

Kater urplötzlich tot. Hallo liebe Katzenfreunde, Als ich gestern von Arbeit (ca. 18:30 Uhr) nach Hause kam, fand ich meinen Kater tot im Wohnzimmer. Er lag auf meinem PC Stuhl, auf seiner Kuscheldecke. Als ich rein kam sah es so aus, als ob er schlief. Doch als ich näher kam, hat es mich fast aus den Latschen gekippt, als ich sah, dass er tot war.

 

 

Melanie Öhrich (Montag, 26. Juli 2021 14:39)

 

Mein kleiner Kater Gismo war noch nicht einmal 2,5 Jahre alt, er hatte alle Impfungen und war putzmunter. Er war eine reine Hauskatze, die ab und zu auf dem Balkon saß.
Mein Kleiner ist aber am 9 Oktober einfach so gestorben... als ich gegen 2 Uhr nachts ins Bett ging, haben wir noch fröhlich geschmust und ein bisschen gespielt, wie wir es sonst immer taten!!! Also gab es keinerlei Anzeichen dafür, das er evtl. krank sei.
Auf jeden Fall gegen 8 Uhr.. kam er ganz hektisch mit weit aufgerissenen Augen in mein Zimmer gerannt, mit sehr weit nach hinten gezogenen Ohren und im Wohnzimmer war alles voller Kot!!!
Er hat sich unter meinem Bett versteckt und ich konnte sehen, das er ganz doll gehechelt hat, wie er es immer gemacht hat, wenn er sich mal übergeben musste.. aber die Augen waren so unheimlich weit aufgerissen, dass er wie besessen aussah.
Ich bin schnell durch die Wohnung gerannt um mich anzuziehen und die Katzentasche zu holen, damit wir schnell zum Arzt fahren konnten, doch als ich wenige Minuten später hoch kam, lag er schon tot da :-((((
Die Ungewissheit macht mich irgendwie wahnsinnig, und ich bin immer noch super traurig :-(((
Ich wollte ihn nicht beim Tierarzt aufschlitzen lassen, so haben wir ihn bei meiner Oma im Garten beerdigt und so weiss ich wo er ist.
Nur dieser plötzliche Tod will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen.
Hatte jemand von euch ein ähnliches Erlebnis und kennt vielleicht die Ursache???
Würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!!!!!
Passt gut auf eure Süßen auf!!!

Melanie

 

 

Petra Friedrich (Mittwoch, 23. Juni 2021 01:39)

 

Bericht über Katze Samba und die Klangschalen

Katze Samba und Ihre Schwester Fela sind wichtige Mitglieder unserer Familie. Fela sei hier nur kurz erwähnt. Sie lebt ihr eigenes unabhängiges Katzenleben und ist den ganzen Tag damit beschäftigt es sich gut gehen zu lassen.
Samba jedoch, die Katze meiner Tochter ist eine besonders kluge Katze. Oft habe ich den Eindruck sie versteht, was ich sage und gibt Antwort. Sie ist viel menschenbezogener und anhänglicher. Das hängt vielleicht damit zusammen, dass sie schon oft verletzt war und unsere Hilfe benötigte.
Im oberen Stockwerk unseres Hauses habe ich mein Arbeitszimmer, in dem ich meditiere, Klangschalen spiele, Musik höre und viele andere gute Dinge tue. Besonders, wenn ich die Klangschalen anschlage, kommt Samba sofort angesaust ( wenn sie im Haus ist) , legt sich auf oder unter die Behandlungsliege und spitzt zuerst neugierig die Ohren. Dann entspannt sie sich ganz schnell. Oft schläft sie nach einer Weile selig ein. Auch die große Fußschale liebt sie sehr, wenn ich die sachte anschlage, schnüffelt sie erst vorsichtig dran, dann legt sie sich daneben. Während ich Klangschalenarbeit bei jemandem mache, will sie immer unbedingt dabei sein, übrigens auch beim Meditieren. Wenn ich sie aussperren will, kratzt sie so lange an der Tür, bis sie reingelassen wird oder ein anderes Familienmitglied sie wegträgt.
Überhaupt hält sie sich in diesem Zimmer besonders gerne auf und übernachtet dort auch oft. Wenn ich abends vergessen habe die Türe zu schließen. Ich habe den Eindruck, dass sie einfach die Energie in diesem besonderen Zimmer liebt. Von wegen, Katzen suchen negative Energien, wie es der Volksmund behauptet.

 

 

Heike Brettlich (Mittwoch, 23. Juni 2021 01:27)

 

Letztes Jahr im Juli, kurz vor den Sommerferien, wurde Samba von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Sie hatte eine offene Wunde und einen Schenkelbruch am linken Hinterbein. Zum Glück konnte sie sich noch heim schleppen und wir konnten sofort zum Tierarzt. Dieser stellte uns vor die Wahl Operation oder konservative Behandlung. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Damit kam Allerhand auf uns zu, das Bein von Samba musste ruhiggestellt werden, 2 Wochen mussten wir sie in einen Hasenkäfig einsperren und nur unter Aufsicht rauslassen....das Ganze sollte mindestens 6 Wochen dauern, wie man uns mitteilte. Ich war geschockt. Bei aller Liebe, aber die ganzen Sommerferien eine sicher sehr bald unzufriedene Katze beaufsichtigen. Oh je!

 

 

Ilka Dangel (Mittwoch, 23. Juni 2021 01:27)

 

Da kam mir eine Idee. Warum sollte ich es nicht mit meinen geliebten Klangschalen probieren?? Gesagt getan. Zuerst habe ich unsere am Anfang noch sehr jämmerliche Katze gut versorgt und es ihr schön gemütlich im alten Hasenstall gemacht. Ich habe den Stall mitten in unser Wohnzimmer gestellt, dass sie sich nicht alleine fühlte. Dann habe ich intuitiv meine Lieblingsschale Jupiter-Körper geholt und ganz sanft über Samba angeschlagen. Sie hat sich bald entspannt und ist ganz erschöpft eingeschlafen. Von nun an habe ich für Samba mind. 3-4 täglich, immer wenn sie ärgerlich, unzufrieden oder traurig war, die Klangschale gespielt. Immer solange, bis sie sich entspannt hat und oder eingeschlafen ist. Dabei habe ich sie immer auch noch gestreichelt und beruhigend zu ihr gesprochen. Nur ein Mal ist sie während des Spielens ganz wütend und unruhig geworden und hat laut gejault. Meine Vermutung ist, dass sie hier das traumatische Erlebnis und den schweren Schock des Unfalls bearbeitet hat.

Der Arzt war bei jeder Nachuntersuchung erstaunt , wie schnell sich Samba erholt. Und schon nach 3 Wochen hat er uns mitgeteilt, dass Samba ganz geheilt sei und nun wieder Schritt für Schritt nach draußen dürfe. Er konnte es sich nicht erklären, dass Alles so schnell und gut verheilt sei. Dass sei selbst für eine so junge Katze ( sie war damals erst ¾ Jahr alt) höchst verwunderlich. Das mit den Klangschalen hab ich nicht erzählt, der hätte es mir sowieso nicht geglaubt.

Seither habe ich außer bei Menschen natürlich, die Klangschalen noch oft bei Verletzungen meiner Katzen eingesetzt und sie lieben sie nach wie vor. Besonders natürlich Samba.

 

 

Bianca Xaxier (Dienstag, 22. Juni 2021 23:22)

 

Gelähmtes liebevolles und fröhliches Katzenmädchen mit großem Lebenswillen.
Coco war einmal ein gesundes kleines Kätzchen, welches in der Ukraine glücklich in einer Familie lebte.
Als sie vier Monate alt war, kam es zu einem Unfall in der Wohnung. Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Die Ärzte vermuten, sie wurde von einem schweren herabfallenden Gegenstand getroffen. Als die Besitzer nach Hause kamen, fanden sie Coco am Boden liegend und fast bewegungsunfähig. Sie brachten sie in die Klinik. Als sie jedoch erfuhren, dass Coco wahrscheinlich lebenslang behindert bleiben würde, wollten sie sie nicht mehr. Sie gingen mit den Worten, wenn sie niemand haben möchte, solle man sie eben einschläfern.
Eine zufällig anwesende Tierfreundin bekam alles mit, verhinderte die Euthanasie und nahm Coco auf, obwohl sie selbst schon sehr viele Katzen zu versorgen hat.
Anfangs verstand Coco die Welt nicht mehr. Der Unfall und die schwerwiegenden Folgen waren ein Schock. Der Verlust der Mobilität, ihrer Bezugspersonen, der gewohnten Umgebung. Die Umstellung war schwierig, vor allem die vielen anderen Katzen stressten sie. Aber sie resignierte nicht und gewöhnte ich langsam an ihr neues Leben.
Laut der Ärzte erlitt Coco damals einen Kompressionsbruch, der eine Lähmung der Beckenglieder und eine Verletzung des Rückenmarks im Brustbereich zur Folge hatte. Eine schnelle Operation hätte ihr vielleicht helfen können, aber auch jetzt gibt es eine Chance, dass sie wieder laufen lernen kann. Dafür bräuchte sie vor allem regelmäßige Physiotherapie. Vieles könnte man mit ihr alleine üben. Die Volontärin versucht es, wenn es ihre Zeit erlaubt und oft versucht Coco schon selbst aufzustehen oder zu laufen. Stehen hat schon mehrmals geklappt, sie macht bereits Fortschritte.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Arzt kaum Erfahrung mit gelähmten Tieren hat und seine Empfehlungen unzureichend bis falsch waren. Coco bekam eine Blasenetzündung, weil die Blase nicht richtig bzw nicht häufig genug ausgedrückt wurde und sie hatte mit offenen Stellen und einem venösen Beingeschwür zu kämpfen. Mittlerweile geht es ihr wieder besser, aber Fakt ist, dass sie dort einfach nicht optimal versorgt werden kann.

 

 

Gerlinde Popp (Dienstag, 01. Juni 2021 22:04)

 

Tommy der Kater.

Geboren wurde ich in freier Natur,
von Zucht und Anstand keine Spur.
Kein Herrchen, kein Frauchen
die mein Fell zärtlich kraulten,
So war meine Kindheit, die Zeit war sehr schwer,
das musste sich ändern, mein Magen war leer.
Ich war nicht sehr mutig, doch lud´ ich mich ein,
die Tür stand weit offen, so schlich ich mich rein.
Ganz leise und still auf samtenen Pfoten,
ein Sprung auf das Sofa, aufs Kissen den roten.
Ach war das doch herrlich, ach war das so schön,
Ich dachte, da bin ich, da bleib ich, ich werd´ nie wieder gehen.
Als man mich dann wohl ganz schnell hat entdeckt,
da hab´ ich mir genüsslich die Pfoten geleckt.
Ich weiß, es war Liebe auf den ersten Blick,
die Mogis sie fielen herein auf den Trick.
Bald kam auch mein Bruder, er wollte nur seh´n,
wie es mir wohl ginge, erstaunt blieb er steh´n.
Von nun an, da waren wir bei Mogis zuhaus,
und gingen bei ihnen ganz frei ein und aus.

 

 

Birgit Muth (Dienstag, 25. August 2020 23:25)

 

Jeder, der eine Weile mit Katzen zusammengelebt hat, weiß, dass sie unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstandes haben.

 

 

Hans Kroiss (Dienstag, 25. August 2020 19:59)

 

Katze

Ich liege auf dem Bett, lasse meinen Kopf über den Bettrand hängen. Kopfüber. Marie Jahoada, Sozialwissenschaftlerin, stand bis zu ihrem 60. Lebensjahr täglich auf dem Kopf. Das Blut läuft mir in den Kopf, ich spüre, wie er rot anläuft. „Du bist kein Hendl“ steht auf dem Schuhkarton in der Ecke, er enthält ein altes Paar Waldviertler Schuhe. Ich überlege, wer sich diesen Slogan wohl ausgedacht, wer den Adler auf der Packung fotografiert hat. Mein Kopf beginnt zu schmerzen.
Mein Kater betrachtet mich skeptisch, ich erkenne die Berechtigung, setze mich auf. Mein Kater heißt „Katze“. Er hatte einmal einen anderen Namen, einen sehr originellen, hatte meine Mutter einst gewählt. Ich bin jedoch ein Fan des Schlichten, der Kater wurde daher zu Katze. Und am selben Tag war mein Bruder verstorben und ich hatte eine mir bis dahin unbekannte Welt betreten. Neuland.
Katze miaut. Ich spiele armer schwarzer Kater mit ihm. Offenbar kennt er die Regeln nicht. Oder an ihm ist in Wahrheit ein Rebell verloren gegangen. Vermutlich würde er am liebsten Boykott üben, gegenüber Whiskas oder Molly.
Neuland kann man sich in etwa so vorstellen, wie die Filmszene in einer klischeehaft gedrehten Dokumentation über Bevölkerung oder Soziales Verhalten. Eine Person steht in der Mitte, sie sieht stur geradeaus und um sie herum schwimmt eine unscharfe Masse an Menschen. Den elektronischen Sound nicht zu vergessen.
Ich bin diese Person.
Alles andere, das ‚um mich herum‘, ist Neuland.
Katze miaut wieder, er legt den Kopf schief und betrachtet mich. Seine Ohren wackeln leicht. Jedoch bin ich nicht so interessant wie die Fliege, die sich kurz danach auf seinen Kopf setzt. Seine Augen drehen sich nach oben.
Ich bin noch nie auf dem Kopf gestanden. Ich hänge bloß kopfüber vom Bett. Ich bin nicht Marie Jahoda, aber möglicherweise sollte ich auch Sozialwissenschaftlerin werden. Um Neuland in Skripten und Exzerpte zu packen. Aus einer grauen Masse ein Individuum machen. Dazu müsste ich es aber endgültig betreten, es kennen lernen. Und ich bin ein Gewohnheitstier. Wir Österreicher mögen nichts, was wir nicht kennen. Das war schon immer so. Ich lasse es mich auf die „Österreichische Gemütlichkeit“ schieben.
Ich lege mich wieder hin. Meine Haare baumeln, streifen leicht den Boden. Katze zupft daran. Oder ich bleibe in Neuland, werde selbst zur grauen Masse, passe mich an, falle nicht auf. Ich bin keine Sozialwissenschaftlerin, ich bin bequem.
Katze lässt sich auf den Rücken fallen, er schnurrt. Seine Weisheit scheint grenzenlos.

 

 

Lars Vogelei (Samstag, 22. Februar 2020 16:24)

 

Gelähmtes liebevolles und fröhliches Katzenmädchen mit großem Lebenswillen.


Coco war einmal ein gesundes kleines Kätzchen, welches in der Ukraine glücklich in einer Familie lebte.
Als sie vier Monate alt war, kam es zu einem Unfall in der Wohnung. Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Die Ärzte vermuten, sie wurde von einem schweren herabfallenden Gegenstand getroffen. Als die Besitzer nach Hause kamen, fanden sie Coco am Boden liegend und fast bewegungsunfähig. Sie brachten sie in die Klinik. Als sie jedoch erfuhren, dass Coco wahrscheinlich lebenslang behindert bleiben würde, wollten sie sie nicht mehr. Sie gingen mit den Worten, wenn sie niemand haben möchte, solle man sie eben einschläfern.
Eine zufällig anwesende Tierfreundin bekam alles mit, verhinderte die Euthanasie und nahm Coco auf, obwohl sie selbst schon sehr viele Katzen zu versorgen hat.
Anfangs verstand Coco die Welt nicht mehr. Der Unfall und die schwerwiegenden Folgen waren ein Schock. Der Verlust der Mobilität, ihrer Bezugspersonen, der gewohnten Umgebung. Die Umstellung war schwierig, vor allem die vielen anderen Katzen stressten sie. Aber sie resignierte nicht und gewöhnte ich langsam an ihr neues Leben.
Laut der Ärzte erlitt Coco damals einen Kompressionsbruch, der eine Lähmung der Beckenglieder und eine Verletzung des Rückenmarks im Brustbereich zur Folge hatte. Eine schnelle Operation hätte ihr vielleicht helfen können, aber auch jetzt gibt es eine Chance, dass sie wieder laufen lernen kann. Dafür bräuchte sie vor allem regelmäßige Physiotherapie. Vieles könnte man mit ihr alleine üben. Die Volontärin versucht es, wenn es ihre Zeit erlaubt und oft versucht Coco schon selbst aufzustehen oder zu laufen. Stehen hat schon mehrmals geklappt, sie macht bereits Fortschritte.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Arzt kaum Erfahrung mit gelähmten Tieren hat und seine Empfehlungen unzureichend bis falsch waren. Coco bekam eine Blasenetzündung, weil die Blase nicht richtig bzw nicht häufig genug ausgedrückt wurde und sie hatte mit offenen Stellen und einem venösen Beingeschwür zu kämpfen. Mittlerweile geht es ihr wieder besser, aber Fakt ist, dass sie dort einfach nicht optimal versorgt werden kann.