Katzenpost II.

 

 

Allgemeine Informationen zu Verhalten, Herkunft, Besonderheiten, Krankheiten. Einträge von Professionellen und Sachkundigen

 

HANS BAKKER (Sonntag, 03. Oktober 2021 15:43)

 

Maine Coon
Fellart Halblanghaar
Herkunftsland USA
Größe mittelgroß bis groß
Pflege nicht übermäßig pflegeaufwendig, 1 x pro Woche gut kämmen
Charakter sehr menschenbezogen, sanft, ruhig, zurückhaltend, selbstständig
Geschichte

Wie die "amerikanische Waldkatze aus Maine" wirklich entstanden ist, wird wohl nie geklärt werden. Ihren Namen verdankt sie aber dem US-amerikanischen Bundesstaat Maine sowie der Tatsache, dass Allwetter-Haarkleid an das Bild eines Waschbären (RaCoon) erinnert. Einiges spricht dafür, dass zu den Ahnen amerikanische Hauskatzen und Angora-Katzen gehörten. Auf jeden Fall erinnern die heutigen Maine Coon Katzen im Aussehen immer noch an die halbwilden Tiere, die den Farmern auch heute noch Schädlinge vom Halse halten. Kater mit einer Körperlänge von mehr als einem Meter sind keine Seltenheit, dazu kommt noch der lange Schwanz, der das Bild vervollkommnet. Maine Coon sind Spätentwickler, man sagt, ihre volle Pracht und Größe erreichen sie mit drei bis vier Jahren.


Gesamterscheinung

Mittelgroße bis große, robuste, muskulöse Katze, die nicht schwer gebaut sein darf. Der Kopf darf keine extremen Konturen zeigen. Er ist von vorn gesehen herzförmig, breit zwischen und über den Augen und hat große, am Ansatz breite, die an den spitzen mit Luchspinseln versehen sind. Die Augen sind groß und oval, und wenn die Augen weit geöffnet sind wirken sie rund. Alle Farben kommen vor.

 

 

Karin Bier (Sonntag, 03. Oktober 2021 15:25)

 

Warum miauen Katzen?

Als Katzeneltern seid ihr vertraut mit den Geräuschen, die eure Katzen so von sich geben. Und du hast dir sicherlich schon mal die Frage gestellt: "Warum miaut meine Katze?“
Wer würde nicht gerne wissen wollen, was der kleine Tiger denkt, wenn er morgens früh klagend miaut oder sich an ihre Beine schmiegt und ständig winselt.
Von "Hallo!" bis „Hunger!“ – wir schauen auf die Umstände, weshalb deine Katze miaut oder vokalisiert, um dir zu helfen, sie besser zu verstehen.
Gründe, warum Deine Katze miauen könnte:
Während Katzenbabys miauen, um ihrer Mutter zu signalisieren, dass ihnen kalt ist oder sie Hunger haben, miauen erwachsene Katzen sich nicht gegenseitig an. Sie miauen nur bei Menschen.
Wenn deine Katze miaut, versucht sie dir Folgendes zu sagen:
Krankheit - Ständiges Miauen der Katze kann ein Zeichen für Krankheit wie Nierenerkrankungen, Probleme beim Wasserlassen oder andere Gesundheitsprobleme sein. Wenn dieses Verhalten bei deiner Katze etwas Neues ist, wende dich an deinen Tierarzt.
Auf der Suche nach Aufmerksamkeit - Obwohl viele Leute denken, dass Katzen gerne in Ruhe gelassen werden, miauen sie oft, um zu spielen, sich streicheln zu lassen oder dich dazu zu bringen, mit ihnen zu reden.
Hunger - deine Katze wird dich daran erinnern, wenn der Futternapf leer ist. Du wirst vielleicht bemerken, dass sie lauter wird, wenn bald Fütterungszeit ist.
Begrüßung - Das Miauen kann auch ein „Hallo!“, bedeuten, wenn du das Haus betrittst oder im Haus an deiner Katze vorbeiläufst.
Stress - Ein neues Haustier, ein Ortswechsel oder der Verlust eines geliebten Menschen kann dazu führen, dass deine Katze gestresst und dadurch lauter wird. Versuche herauszufinden, was den Stress bei ihr verursacht und hilf ihr, sich der Veränderung anzupassen.

Altern – Genau wie wir können Katzen an geistiger Verwirrung oder kognitiver Dysfunktion (eingeschränkter Gehirnleistung) leiden, wenn sie altern. Dies kann dazu führen, dass deine Katze ohne ersichtlichen Grund weint. Wenn dies der Fall ist, konsultiere deinen Tierarzt, der Medikamente verschreiben kann.
Sich vermehren wollen – Katzen, die nicht kastriert sind, können viel mehr Lärm machen. Katzen jaulen, wenn sie läufig sind. Kater jaulen, wenn sie die Läufigkeit einer Katze riechen.
Miaus sind verschieden zu verstehen und können in der Länge, der Tonhöhe und Lautstärke variieren. Allgemein können sie folgende Bedeutungen haben:
- Kurzes Miauen - ein kurzes, schrilles Miauen ist ein klassisches "Hallo!"
- Mehrfaches Miauen - das ist eine aufgeregte Begrüßung. "Juhu, du bist zu Hause!"
- Mittleres Miauen – sie fragen nach Futter
- Langgezogenes "mrrroooow" - fordernd, "Öffne die Tür!"
- Tiefes “MRRRooooowww” – Beschwerde, „Warum ist meine Schüssel leer?!“
- Hohes „RRRROWW!“ - Schmerz oder Wut "Das ist mein Schwanz, auf den du getreten bist!"

 

 

Reiner Vogelmann (Sonntag, 26. September 2021 14:32)

 

Wie sehen Katzen aus?

Hauskatzen gehören zur Familie der Katzenartigen und sind Raubtiere. In der Familie der Katzen gibt es zwei große Gruppen: Die Kleinkatzen, zu denen unsere Hauskatzen und zum Beispiel auch die Geparden gehören, und Großkatzen wie Löwen und Tiger. Jeder weiß, wie ein Katze aussieht: Die Vierbeiner besitzen einen runden Kopf mit zwei kleinen Ohren, lange Tasthaare an der Schnauze, einen langen Schwanz und ein weiches, dichtes Fell. Katzen können ihre Krallen einziehen. Wenn sie angreifen, könne...

Wo leben Katzen?

Unsere Hauskatzen stammen von der nordafrikanischen Falbkatze ab. Sie wurde schon im 6. Jahrtausend als Haustier gehalten; schon bei den Ägyptern, zur Zeit der Pharaonen, war sie als Gefährte des Menschen beliebt und wurde sogar als Göttin verehrt. Heute finden wir Katzen als Begleiter des Menschen auf der ganzen Welt. Katzen leben mit uns Menschen in Häusern und Wohnungen. Früher waren sie auf den Bauernhöfen als Mäusefänger unterwegs. Sie streunen aber auch gerne durch Gärten, Wiesen und Fe...

Welche Katzenarten gibt es?

Nah verwandt mit unseren Hauskatzen ist die Europäische Wildkatze. Sie ist allerdings sehr selten geworden und sehr scheu. Heute gibt es viele verschiedene Katzenrassen. Zu den beliebtesten gehört die Rasse "Europäisch Kurzhaar"; das ist die gewöhnliche getigerte Hauskatze.

 

 

Felix Crelling (Dienstag, 21. September 2021 23:50)

 

Katzenlaute

Katzen haben nur wenige Laute. Bekannt ist natürlich der Schmerzensschrei, wenn wir z.B. der Katze aus Versehen auf den Schwanz treten. Aber den stoßen alle Säugetiere aus, und auch dem Menschen ist dieser Schrei nicht fremd. Er ist also nicht unbedingt katzentypisch. Typisch für Katzen - oder besser Kater - ist dagegen ihr Drohgesang, der hört sich wie ein warnendes Heulen an. Dabei stehen sich zwei Tiere mehr oder weniger kampfbereit gegenüber, manchmal werfen sie sich auch angriffslustig auf die Seite und zeigen ihre Krallen.

Das berühmte Schnurren der Katzen erinnert fast an ein Brummen. Das Geräusch wird im Kehlkopf der Katze beim Ein- und Ausatmen erzeugt. Am Schnurren sind die Kehlkopfmuskeln und die Stimmbänder beteiligt. Letztere vibrieren, wenn die Luft an ihnen vorbeistreift. Die Katze beeinflußt das Schnurren mit ihren Muskeln nicht willentlich, sondern was hier abläuft, ist quasi ein Automatismus. Im Gegensatz zum Schnarchen von Menschen, das nur beim Einatmen entsteht, schnurrt die Katze auch kontinuierlich beim Ausatmen. Da sie praktisch immer durch die Nase atmet, kann sie beim Schnurren den Mund ruhig zulassen. Schnurren zeigt meist, daß sich die Katze wohlfühlt. Dies gilt allerdings nicht immer. Manche Katzen schnurren auch, wenn sie sehr krank sind, aus Gründen, die wir heute noch nicht verstehen.

 

 

Birgit Talheimer (Dienstag, 21. September 2021 23:49)

 

Hund und Katze im Konflikt

Die beste Verteidigung einer Katze gegen einen Hund ist der Angriff, verbunden mit heftigem Fauchen. So mancher Hund weiß mittlerweile ganz genau, warum er sich mit keiner Katze mehr einläßt, denn die hinterläßt meist einige schmerzhafte Kratzer auf seiner Nase. Eine Katze, die vor einem Hund flieht, zieht meistens den kürzeren. Sie kann nur kurzfristig zum Sprint ansetzten, während der Hund ein ausdauernder Läufer ist. Irgendwann wird er deshalb die Katze mit Sicherheit einholen. Ihre einzige Chance, dem zu entgehen, sind ihre Kletterfähigkeiten. Ein Baum, eine Mauer oder ein Gesims können die Rettung bedeuten.

Vielleicht ist die Ähnlichkeit zwischen dem Fauchen einer Katze und dem Zischen einer Schlange kein Zufall. Beim Fauchen soll es sich um einen Fall von Nachahmung zum eigenen Schutz handeln. Selbst Artgenossen gegenüber imitiert die Katze eine Schlange, um den Eindruck zu erwecken, sie sei giftig und gefährlich zugleich. Lautloser, aber ebenso eindeutig, ist die Stellung der Ohren.

 

 

Dr. Veronika Kirchner (Dienstag, 21. September 2021 23:49)

 

Katzenreviere

Katzen, die regelmäßig nach draußen können, besetzen dort auch ein Revier. Dies ist übrigens keineswegs scharf abgegrenzt, sondern kann sich durchaus mit denen anderer Katzen überlappen. Verhaltensforscher haben Katzenpopulationen auf Bauernhöfen und in Versuchsanlagen untersucht. Dabei stellte sich heraus, daß Katzen eine Art Ruherevier haben, in das sie sich sicher zurückziehen können. Das ist bei Hauskatzen meist der Platz im Haus des Menschen. Besondere Sicherheit vermittelt ihnen dann noch ein Versteck, meist ein höher gelegener Rückzugswinkel. Dazu kommen Reviere für die Jagd, die Rast, aber auch für solch gemütliche Dinge wie das Sonnenbaden. Ein solches System kann nur funktionieren, wenn die Katze die verschiedenen Reviere durch besondere Duftmarkierungen, auch Pheromone genannt, erkennbar macht. Jeder Katzenbesitzer kennt das. Die Katze reibt ihr Köpfchen seitlich vom Kinn bis zum Ohrenansatz. Dabei setzt sie von den Gesichtsdrüsen abgesonderte Marken, die eine beruhigende, beschwichtigende Funktion haben. Im strengen Sinn schmust die Katze also nicht mit uns, wenn sie ihren Kopf an uns reibt, sondern sie setzt ihre Gesichtspheromone an uns ab. Wir werden ähnlich von ihr markiert, wie Tischbeine, Regalecken oder ähnliches. Das markierte Objekt gehört dann zu ihrem familiären Umkreis.

An den eigenen Wohlfühldüften kann sich die Katze manchmal auch selbst berauschen. Dann räkelt sie sich beispielsweise auf dem Teppich herum und streicht daran ihre Kopfpheromone ab. Köpfchenreiben ist für das Tier sicher sehr angenehm.

Katzen reiben sich auch gegenseitig aneinander. Und zwar diejenigen, die ihr Territorium mit anderen Artgenossen teilen müssen. Es scheint eine Form des gegenseitigen Markierens zu sein, um einen spezifischen Geruch für die Gruppe zu schaffen.

Das Territorium ihrer Menschen sehen Katzen immer auch als ihr eigenes an. Für sie ist unser Reich 100%ig auch ihr Reich. Es ist ihr Zuhause. Dabei machen sie keinen Unterschied zwischen außen und innen. Die Katze lebt in einem von ihr streng gekennzeichnetem Territorium. Sie unterteilt es zu unterschiedlichen Zwecken in mehrere verschiedene Bereiche, in sogenannte Funktionszonen, bei denen sich einige auch überlagern können. Die verschiedenen Reviere und Plätze der Katze sind durch für uns kaum erkennbare Wege miteinander verbunden. Die Tiere setzen hier gerne Duftmarken und können auf diese Weise sogar einer anderen Katze mitteilen, wann und wer hier langgegangen ist. Sie haben mehrere Möglichkeiten, Duftmarken zu setzen. Neben dem Markieren mit Kopfpheromonen ist sicher das Harnmarkieren das bekannteste. Dabei spritzt das Tier mit seiner Afterdrüse Urin gegen Bäume, Pfosten, Büsche, Wände und dergleichen. Einige Katzen machen dies auch im Haus, zum Leidwesen der Mitbewohner. Harnmarkierungen sind die für den Menschen unangenehmste Art der Duftmarken. Sie gehören aber zum natürlichen Verhalten der Katze und haben nichts mit Unsauberkeit zu tun. Auf diese Weise versprühen sie im Urin enthaltene Pheromone.

Für den Menschen äußerst unangenehm ist auch das Kratzen der Katze an Möbeln, Teppichen oder Tapeten. Dies geschieht einerseits bei jeglicher Art von Erregung oder Streß, um das Revier abzusichern. Andererseits, betreibt die Katze dabei auch Krallenpflege, wenn sie kratzt. Während sie die Hornschuppen der Hinterkrallen abkaut und sich auf diesem Weg ihre "Nägel" stutzt, werden die Vorderkrallen beim Kratzen abgeschilfert. Danach sind sie besonders spitz. Außerdem setzt die Katze beim Kratzen Duftmarken, denn auch an der Unterseite der Vorderpfoten befinden sich Duftdrüsen.

 

 

Prof. Erwin Klein (Dienstag, 21. September 2021 16:28)

 

In Großbritannien sind Hunderte Katzen mutmaßlich an einer seltenen Krankheit gestorben. Das berichtete der Sender Sky News am Donnerstag unter Berufung auf Angaben der Tierarztvereinigung Royal Veterinary College. Mindestens 330 Katzen sollen demnach gestorben und mehr als 500 in Tierkrankenhäusern behandelt worden sein. Allerdings gehen die Fachleute von einer hohen Dunkelziffer aus, da nicht alle Ärzte ihre Zahlen an die Vereinigung melden.

Die sogenannte Panzytopenie könnte Experten zufolge in Zusammenhang mit kontaminiertem Katzenfutter stehen. Die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen sollen bei erkrankten Tieren schnell abnehmen, was tödliche Folgen haben kann. Bestimmte Trockenfutter einiger Hersteller wurden aus Vorsicht dem Bericht zufolge zurückgerufen.

Die britische Lebensmittelbehörde teilte mit, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Ausbruch auch für Menschen eine gesundheitliche Gefahr darstellen könne.

 

 

Dr. Martin Elber (Dienstag, 21. September 2021 15:42)

 

Es ist genau zehn Jahre her, als Kater Oscar weltberühmt wurde. Die Therapiekatze eines Pflegeheims im amerikanischen Bundesstaat Rhode Island hatte zuvor in etwa 50 Fällen den Tod von Bewohnern zuverlässig vorhergesehen. Die Katze pflegte jeweils durch die Zimmer der Heimbewohner zu gehen. In manchen Fällen blieb Oscar in einem Raum, verweilte dort auf einem Fenstersims, setzte sich neben einen Kranken oder legte sich gar zu ihm auf die Bettdecke. Es fiel auf, dass Oscar immer dann blieb, wenn die betreffenden Bewohner jeweils kurze Zeit später starben. Man bekam den Eindruck, dass der Kater treffsicher spürt, dass ihr Tod bald kommt, und die Schwerkranken im Sterbeprozess begleiten will.

Der erste Bericht über Oscars Fähigkeiten im Oktober 2007 erschien nicht in einem Esoterik-Heftchen, sondern im New England Journal of Medicine, einem der renommiertesten Fachblätter für Medizinwissenschaft. Verfasst worden war der Beitrag von David Dosa, Facharzt für Geriatrie und Professor an der angesehenen Brown University.

In der Fachwelt und in der Laienpresse ging nach der Publikation Dosas ein Werweissen los, wie die Katze quasi den Tod vorhersehen kann. Riecht Oscar bestimmte Substanzen in den Ausdünstungen Sterbender? Nimmt er wahr, wenn sich eine kranke Person sehr wenig bewegt? Spürt er im Gegenteil ihre Todesangst? Die Erklärungsversuche sind bis heute zahlreich. Aber noch immer ist wissenschaftlich nicht geklärt, worauf Oscars scheinbare Hellsicht beruht.

 

 

Pia Beinlich (Dienstag, 21. September 2021 15:40)

 

Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.”

 

 

Heide Ginger (Sonntag, 19. September 2021 20:53)

 

Jeder, der eine Weile mit Katzen zusammengelebt hat, weiß, dass sie unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstandes haben.

 

 

Prof. Erik von Bommel (Dienstag, 14. September 2021 15:26)

 

Schlafverhalten – Erkenntnisse in der Forschung

Einer der ersten Schlaf-Forscher, der mit Hilfe des Elektroencephalogramms (EEG) die Schlaf-Phasen bei Menschen und Tieren untersuchte, war der französische Neurobiologe Michel Jouvet. Er hat festgestellt, dass der Mensch zwei verschiedene EEG-Muster hat. Das erste ist von niedriger Frequenz und das Merkmal eines tiefen Schlafs. Das zweite ist unregelmäßiger und wird von heftigen Augenbewegungen unter den geschlossenen oder halb geschlossenen Augenlidern begleitet (=REM-Schlaf). Diese REM-Phase ist beim Menschen die Zeit der Träume.
Viele Experten sind sich heute sicher, dass auch Katzen neben dem ruhigen, traumlosen Schlaf durch solche Phasen von „aktiviertem“ Schlaf gehen und die REM-Phase zur Erholung und Entlastung des Zentralnervensystems unbedingt brauchen. Während sie in der Phase des leichten Schlafes schnell durch äußere Einflüsse geweckt werden können, werden sie in der Tiefschlafphase nur bei extrem bedrohlich wirkenden Geräuschen und Gerüchen wach.

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass auch Katzen in Stresszeiten unter Schlafstörungen leiden können. Schlafentzug bedeutet für jedes Lebewesen auf Dauer Folter. So führt es bei Menschen zu schweren psychischen Störungen und Halluzinationen. Auch für Katzen sind Träume biologisch notwendig. Deshalb sollten Sie Ihre Katze niemals aus ihrem „Gesundheitsschlaf“ reißen, auch wenn der Anblick einer schlummernden Katze noch so verlockend erscheint.

 

 

Felix Cesar (Dienstag, 14. September 2021 15:24)

 

Imponiergehabe der Katzen

Hauskatzen sind in der Regel keine Einzelgänger und haben gelernt soziale Bindungen mit den Menschen einzugehen. Ist die menschliche Zuwendung nicht ausreichend genug, so werden die Katzen sich Artgenossen suchen, die diese Zuwendung übernehmen. Wie stark der Drang der Katzen nach sozialen Kontakten ist, hängt unter anderem vom sozialen Umfeld ab.

Eine schwarze Katze miaut. Kümmern Sie sich also von Anfang an um ihre Katzen und vernachlässigen Sie sie nicht. Katzen, die eine enge Bindung zum Menschen aufbauen dürfen, sind viel zutraulicher, was sich auch im erwachsenen Katzenalter bemerkbar macht. Katzen, die keine enge Bindung zum Menschen aufbauen dürfen, reagieren ängstlich und scheu. Die Tiere können ihr Sozialverhalten nur voll ausleben, wenn Menschen ihnen gutes Futter, regelmäßige Streicheleinheiten geben und das Beuteverhalten akzeptieren.

Die Rangordnung
Das Verhalten der Katzen wird jedoch meistens von der Rangordnung bestimmt, die in der Gruppe ausgetragen wird. Die Rangordnung erhalten Katzen aufrecht, indem sie Drohgebärden machen und miteinander kämpfen.

Erkennen können Sie die Rangordnung daran, wenn die Katzen sich einen anderen Schlafplatz suchen und in einer völlig anderen Reihenfolge ihr Futter vertilgen. Die Rangordnung kann sich jedoch immer wieder ändern. Neue Katzen, die der Gruppe noch nicht angehören, müssen sich die Mitgliedschaft erst einmal verdienen und dafür kämpfen. Bereits junge Katzen lernen, wie man sich richtig gegen erwachsene Katzen durchsetzt. Werden die Katzen beispielsweise kastriert, haben sie keine Gelegenheit, in einen höheren Rang zu rutschen.

Imponierverhalten
Das Imponierverhalten von Katzen wird oftmals durch Körpersprache ausgedrückt, so können Katzen eine Meinungsverschiedenheit ohne Kampf lösen. Wenn die Tiere ihre Gegner fixieren und beobachten ist dies für sie ein ganz normales Spiel. Die Konfrontation ist beigelegt, wenn eine der Katzen den Blick abwendet. Zum Schluß wird die Katze noch einmal ordentlich fauchen, um dem gegnerischen Tier zu zeigen, dass sie sich über sie geärgert hat.

Wie wird eigentlich ein Katerkampf ausgetragen?
Zuerst umkreisen sich die Katzen, dann drohen sie und schätzen sich gegenseitig ein. Anschließend wird der Kampf mit dem Einsatz von Zähnen und Klauen ausgefochten. Wenn der Sieg entschieden ist, markiert die überlegene Katze ihr Revier, indem sie ihre Duftmarke verspritzt.

Verhalten der Katzen gegenüber dem Menschen
Beim Menschen verhalten sich die Katzen ein wenig anders, als bei Artgenossen. Sie suchen den Kontakt zum Menschen und wenn die Menschen dies zulassen, sind die Katzen anschmiegsam und schmusig. Um Katzen zu erziehen, braucht man jedoch ein gutes Einfühlungsvermögen.

 

 

Olaf Geiger (Sonntag, 12. September 2021 15:24)

 

Imponierverhalten

Es gibt unterschiedliches Verhalten bei Katzen, und selbstverständlich geschieht dies nicht nur aus reiner Angeberei, denn Imponieren gehört dazu, wenn man sich selbst behaupten und seine Stellung behalten will. So schärft sich eine Katze, die eine feindliche Artgenossin fast besiegt hat, die Krallen, so als wollte sie sagen: „Augenblick, gleich packe ich zu, muss erst noch die Krallen wetzen!“.

 

 

Miriam Janusch (Sonntag, 12. September 2021 15:23)

 

Die Katze Abschied nehmen lassen

Die Welt hat sich für immer verändert. In den ersten Tagen nach der Trennung oder dem Verlust eines Partners zeigt sich, wie Ihre Schnurrerin mit der neuen Situation umgeht. Wann immer es möglich ist, geben Sie bitte der verbliebenen Katze die Möglichkeit, sich von dem verstorbenen Tier zu verabschieden. Legen Sie Ihre Katze so, dass die andere sie sehen und berühren kann, wenn sie möchte. Es gibt Berichte, dass manche besten Freunde eine ganze Nacht neben dem verstorbenen Tier Wache gehalten haben. Andere wiederum begnügen sich damit, kurz an dem Körper zu schnuppern, drehen sich dann weg und gehen. Ob nun die einen trauern und die anderen nicht, kann kein Mensch beurteilen. Aber die Tiere haben so die Gelegenheit zu begreifen, dass ihre Mitkatze nicht wiederkommt – das ist wichtig, um zu verstehen und abschließen zu können. Wenn die Zuhause gebliebenen Tiere diese Gelegenheit nicht haben, suchen sie manchmal tage- und wochenlang – das ist für Mensch und Katze sehr quälend.

 

 

Lara Feige (Mittwoch, 08. September 2021 18:24)

 

Katze oder Kater als Zweitkatze? – 1 Tipp für den Mehrkatzenhaushalt

Es ist eine super Idee, mehr als eine Katze zu haben. Vor allem bei reiner Wohnungshaltung bringt das viele Vorteile mit sich. Wenn du eine zweite Katze aufnehmen, oder gleich zwei Katzen auf einmal adoptieren möchtest, kann die Wahl des Geschlechts durchaus wichtig sein.

Generell passen Kater besser zu Katern und Katzen besser zu Katzen. Gleichgeschlechtliche Katzenpaare verstehen sich in der Regel besser. Sie haben die selben Interessen, sie spielen auf die selbe Art.

Eine Katze zusammen mit einem Kater im selben Haushalt kann zu Problemen führen: Der Kater wird mit der Kätzin toben wollen, was sie nicht nur nicht mag: Da der Kater ihr körperlich überlegen sein wird, könnte er versuchen sie unterzubuttern. Das artet mitunter in richtiges Mobbing aus.

Neben dem Geschlecht solltest du bei der Zusammenstellung deines Mehrkatzenhaushaltes auch auf das alter der Tiere achten: Junge Katzen, vor allem die Jungs, wollen viel spielen. Das passt Katzensenioren oft nicht. Am besten funktioniert es, wenn alle Samtpfoten in etwa gleich alt sind.

 

 

Martin Öhmichen (Mittwoch, 08. September 2021 18:23)

 

Kastrierte Kater haben den Ruf, besonders verschmust zu sein. Außerdem sind kastrierte Kater eher ruhig und entspannt, verbringen viel Zeit mit Nickerchen.

Was definitiv zutrifft: Kater sind größer, kräftiger und schwerer als weibliche Katzen. Das ist übrigens bei jeder Katzenrasse so. Das wirkt natürlich viel imposanter, wozu auch die längeren Schnurrbarthaare und der meist große, runde Kopf beiträgt. Letzteres je nach Rasse.

Junge Kater spielen gerne Rangspielchen. Beim Raufen und Toben messen sie untereinander ihre Kräfte. Auch insgesamt ist ihr Spieltrieb größer als der von Katzendamen.

Was leider auch oft der Fall ist: Kater wagen sich weiter vom Haus weg, wenn sie Freigänger sind. Das birgt natürlich Gefahren, vor allem durch Autoverkehr. Besonders unkastrierte Kater machen oft tagelange Ausflüge, wenn sie eine rollige Katze wittern. Sie legen dabei durchaus mehrere Kilometer zurück.

Unkastrierte Kater haben außerdem oft Streit mit Artgenossen, sei es um ihr Revier oder um die Kätzin ihrer Wahl. Die langen, weiten Ausflüge und die Rauflust der (unkastrierten) männlichen Katzen ist auch der Grund dafür, dass ihre Lebenserwartung im Schnitt unter ihren weiblichen Artgenossen liegt.

 

 

Dr. Katja Wildermuth (Samstag, 14. August 2021 14:06)

 

Eigentlich war die ursprüngliche Wildkatze scheu, misstrauisch und nachtaktiv. Wie konnte sie gebändigt werden, um die Nähe des Menschen zu dulden? Der Freiburger Verhaltensforscher Immanuel Birmelin glaubt, "die Menschen haben die Katzen selektiert, auf Zahmheit, weil sie den Nutzen sahen: Wenn ich die Katze habe, habe ich keine Ratten und keine Mäuse, und so war eine Kooperation denkbar." Im Laufe der Zeit haben die Menschen dann bevorzugt die Tiere gezüchtet, deren Eigenschaften ihnen am genehmsten waren. So kamen sich Mensch und Tier ein wenig näher.

 

 

Dr. Valérie Augustin (Dienstag, 10. August 2021 15:15)

 

Um kaum ein anderes Tier ranken sich so viele Mythen wie um Katzen. Schon in der Geschichte schrieb man ihnen eine Verbindung zu den Göttern, aber auch zum Teufel zu. Sie wurden für heilig erklärt, als Glücksbringer oder als Bote von Unheil gesehen. Auch, dass sie ins Jenseits blicken können, wurde ihnen nachgesagt.

Da sich Katzen aus Sicht des Menschen hin und wieder komisch und unerklärbar verhalten, werden sie teilweise auch heute noch mit übersinnlichen Fähigkeiten in Verbindung gebracht. Doch was ist dran an den Mythen um Katzen, die Geister sehen und gruselige Vorahnungen haben?
Die Katze sieht etwas, das nicht da ist

Viele Katzenhalter kennen es: Wie aus dem nichts bleibt die Katze wie angewurzelt stehen und starrt auf einen bestimmten Punkt, zum Beispiel eine weiße Wand, die Tür oder aus dem Fenster. Vielleicht miaut oder faucht sie währenddessen, vielleicht hält sie sich aber auch ganz still. Wenn die Menschen dann überprüfen wollen, was ihre Katze da sieht, sehen sie nichts.

Häufig wird deshalb angenommen, dass Katzen übersinnliche Fähigkeiten haben und Dinge sehen können, die für Menschen unsichtbar sind, Geister zum Beispiel.

Diese Annahme stimmt zum Teil. Denn es ist tatsächlich so, dass Katzen Dinge wahrnehmen können, die Menschen gar nicht bemerken. Das liegt allerdings nicht daran, dass Katzen Geister sehen können, sondern dass sie ganz andere Sinneswahrnehmungen haben als Menschen. Sie riechen und hören zum Beispiel dreimal so gut wie ihre Besitzer. Wenn eine Katze eine Wand anstarrt kann es deshalb sein, dass sie einfach etwas hinter der Wand gehört hat.

Außerdem sind Katzen dazu in der Lage, ultraviolettes Licht zu sehen. Menschen können das nicht. Ein einfaches weißes Blatt Papier kann für Katzen deshalb viel aufregender und farbenfroher aussehen als für Menschen.

 

 

Dr. Oliver Loga (Montag, 09. August 2021 15:22)

 

Ob als Krankheit oder als Symptom, Epilepsie ist gefährlich – sowohl für das betroffene Tier als auch für den Halter. Mit der richtigen Therapie kann man aber gut damit leben.

 

Nelson hatte friedlich geschlummert, bevor er plötzlich aufsprang, wild herumlief und schliesslich rücklings im Schrank landete, wobei sich seine Blase entleerte. Dort blieb der Kater einen Moment liegen, bevor er sich wieder aufrappelte und mehr oder weniger zur normalen Tagesordnung überging. «Meine erste Reaktion war, die haben unsere Katze vergiftet», erinnert sich Dora Lienhard aus Schafisheim AG an diesen ersten richtigen Anfall. Doch die Tierklinik belehrte sie bald eines Besseren. Die Diagnose lautete Epilepsie.

 

 

Dr. Mischa Ritter (Montag, 09. August 2021 15:19)

 

Ist Covid-19 gefährlich für meine Katze?

Coronaviren kommen nicht nur bei uns Tierbesitzern, sondern auch bei unseren felligen Vierbeinern vor. Im Gegensatz zu dem Covid-19 hervorrufenden Coronavirus des Menschen (SARS-CoV-2) sind die Felinen Coronaviren (FCoV) jedoch seit vielen Jahren bekannt. Dazu zählt das Feline Enterale Coronavirus (FECV) und das deutlich bekanntere Virus der Felinen infektiösen Peritonitis (FIPV). Letzteres verursacht die tödlich endende Feline Infektiöse Peritonitits (FIP), welche bei betroffenen Katzen zu Bauchfellentzündungen und Bauchwassersucht führt. An Covid-19 erkrankte Menschen, insbesonder Immungeschwächte wie Senioren und Kranke, leiden dahingegen unter grippeähnlichen Symptomen.
Stand Juli 2020

Katzen, die positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden sind, müssen ab sofort offiziell den deutschen Veterinärbehörden gemeldet werden. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Die Meldung müssen Sie allerdings nicht selbst durchführen. Der behandelnde Tierarzt oder das Labor leiten das Untersuchungsergebnis an die zuständige Behörde weiter.

Auf diese Weise soll die Forschung unterstützt werden und neue Erkenntnisse über Vorkommen, Übertragung und Ausbreitung des Virus erhalten. Des Weiteren sollen somit Risiken für die Gesundheit von Tier und Mensch frühzeitig identifiziert werden können.

Sie als Halter sind aber nicht dazu verpflichtet, Ihre Katze testen zu lassen. Das bleibt Ihnen überlassen. Sofern sie bei Ihrer Samtpfote Symptome wie beispielsweise häufiges Niesen, Husten oder Atemnot feststellen, könnten es Anzeichen für eine Infektion sein. Dann können Sie Ihre Katze auf das Virus testen lassen, sofern Sie das möchten.

Erste Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit des Bundeslandwirtschaftsministeriums) zeigen, dass Katzen im Vergleich zu Hunden empfänglicher für den Virus sind.

Die bisherige Analyse liefert aber keinen Hinweis darauf, dass Katzen oder andere Haustiere das Coronavirus auf Menschen übertragen. Dies könne jedoch noch nicht komplett ausgeschlossen werden, zitiert die Tagesschau den Leiter des Instituts, Thomas Mettenleiter.
Stand Ende März 2020

Ende 2019 wurden die ersten Fälle der neuartigen Infektionserkrankung Covid-19 beim Menschen in China bekanntgegeben. Derzeit sind weltweit bereits Tausende daran erkrankt und die Frage, woher das Coronavirus SARS-CoV-2 stammt, ist bislang nicht vollständig geklärt. Laut aktuellem Stand der Wissenschaft wurde die Atemwegserkrankung über Fledermäuse, Schuppentiere oder Schlangen auf den Menschen übertragen. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Löffler-Institut, FLI) stuft bisher die Übertragung von Covid-19 vom Menschen auf die Katze und andersherum als unwahrscheinlich ein.

Obwohl vor wenigen Tagen eine belgische Katze einer Covid-19-erkrankten Frau mit Atembeschwerden und Durchfall auffiel und bei dieser SARS-CoV-2 nachgewiesen werden konnte, betont das FLI weiterhin, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handelt. Die Katze befindet sich momentan unter tierärztlicher Beobachtung und es geht ihr den Umständen entsprechend gut.

Auch bei zwei Hunden aus Hongkong wurden die Viren auf der Nase und im Maul nachgewiesen. Da allerdings deren Antikörpertiter gegen das Virus zu niedrig war, gehen die Ärzte von einer Kontamination aus der Umwelt aus.


Sollte ich Angst haben, meine Katze nach draußen zu lassen?


Momentan gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass Katzen das neuartige Coronavirus auf den Menschen übertragen. Geht es Ihrer Katze gut, kann sie weiterhin das Haus verlassen und die Umgebung entdecken. Halten Sie dennoch im Umgang mit Haustieren Hygienemaßnahmen wie das Händewaschen nach dem Tierkontakt und die regelmäßige Reinigung von Futter- und Kotplätzen ein.


Was passiert mit meiner Katze, wenn ich in Quarantäne muss?

In Quarantäne befindlichen Personen dürfen ihr Haus oder die Wohnung nicht verlassen. Ist Ihre Katze ein Freigänger, dürfen Sie sie weiterhin in den Garten oder in die Nachbarschaft lassen. Benötigen Sie Futter oder Beschäftigungsmaterial, bitten Sie nahestehende Personden um Hilfe oder bestellen Sie online. Derzeit bieten viele Postboten kontaktlose Lieferungen an.

Neben Covid-19 spielen die schon lange bekannten Coronaviren der Katze (FCoV) für die Vierbeiner eine große Rolle, da diese sehr gefährlich werden können. Welche Coronaviren dazu zählen, welche Symptome auftreten und wie Katzen vor ihnen geschützt werden können, erklärt Ihnen der folgende Artikel:


Coronavirus der Katze: Verbreitung und Eigenschaften

Zu den Coronaviren der Katze zählen das Feline Enterale Coronavirus (FECV) sowie das daraus entstehende Virus der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIPV). Dabei teilen sich beide Viren erneut in zwei unterschiedliche Typen (Serotyp I und II) auf, welche sich ebenfalls in ihren Eigenschaften unterscheiden. Es handelt sich bei FECV, FIPV und Covid-19 also um drei verschiedene Viren, die lediglich der gleichen Familie angehören.

 

 

Dr. Cornelius Patt (Montag, 09. August 2021 15:18)

 

Wie entsteht Epilepsie bei Katzen?

Die Aktivität des Gehirns wird insbesondere durch drei Stoffe gesteuert. Glutamat und Aspartat regen die Nervenzellen an, während die sogenannte Gamma-Aminobuttersäure (GABA) eine hemmende Wirkung ausübt. Forscher gehen davon aus, dass ein Ungleichgewicht beider Faktoren das Gehirn überfordert und dadurch zu epileptischen Anfällen bei der Katze führt. Epilepsie kann dabei bei Katzen idiopathisch (ohne Grund) oder durch Reize und Erkrankungen entstehen:

Während manche Katzen eine erbliche Veranlagung für Epilepsie tragen, erkranken andere Katzen beispielsweise durch die Folgen einer unzureichenden Sauerstoffversorgung (Ischämie) des Gehirns oder durch Schäden im Nervengewebe. Folgende Veränderungen kommen dabei besonders in Frage:

Entzündungen wie eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) durch bakterielle oder virale Infektionen
Angeborene oder erworbene Missbildungen der ab- und zuführenden Gefäße
Krebs (Tumore)
Verletzungen (Traumata)

Aber nicht immer müssen die Krampfanfälle ihren Ursprung im Gehirn selbst haben. Erkrankt eine Katze an Epilepsie, welche durch Veränderungen außerhalb des Gehirns hervorgerufen wurde, so wird dies als extrazerebrale Epilepsie bezeichnet. Mögliche Ursachen können unter anderem folgende Beschwerden sein:

Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes mellitus)
Vergiftungen (z.B. durch Medikamente)
Vitamin- und Nährstoffmangel (z.B. Thiamin = Vitamin B1)

Woran erkenne ich Epilepsie bei Katzen?

Katzen können in jedem Alter an Epilepsie erkranken. Dabei wird jeder epileptische Anfall in vier Phasen eingeteilt, welche sich in ihrer Symptomatik stark unterscheiden:

Die Prodromalphase findet Stunden bis Tage vor dem eigentlichen epileptischen Anfall statt und äußert sich durch starke Unruhe der Katze.
Während der Aura zeigen viele Katzen ein stärkeres Verlangen nach Nähe zum Besitzer. Manche Katzen zeigen jedoch andere Verhaltensweisen, wie Scheu oder Aggressivität.
Der Iktus beschreibt den eigentlichen, sichtbaren epileptischen Anfall.
Die Postiktale Phase wird als Erholungsphase bezeichnet. In dieser Zeit sind die erkrankten Katzen sehr erschöpft und schlafen viel.

Im Iktus selbst und gegebenenfalls auch in den anderen Phasen fallen bei epileptischen Katzen folgende Krankheitsanzeichen auf:

Plötzliches Stürzen und tonische (angespannte Muskulatur) sowie klonische (zuckende Muskulatur) Krämpfe am gesamten Körper
Strecken aller Gliedmaßen
Bewusstlosigkeit
Unwillkürlicher Harn- und Kotabsatz
Halluzinationen, welche an vermehrtem Miauen, Schwanzbeißen oder Herumrennen erkennbar sind
Kaubewegungen und eine vermehrte Speichelproduktion (Salivation)
Wesensveränderungen

Nicht jeder epileptische Anfall verläuft wie der andere. So werden des Weiteren zwei besondere Formen eines epileptischen Anfalls bei der Katze unterschieden:

Der Grand Mal Anfall beschreibt einen besonders schweren und protrahierten Verlauf, bei welchem die Katze starke tonische und klonische Krämpfe zeigt. Die Versteifung der Muskulatur kann dabei zu einem lebensgefährlichen Atemstillstand führen.
Der Status epilepticus definiert einen epileptischen Anfall, bei welchem die Katze mehr als fünf Minuten das Bewusstsein verliert. Auch dieser Zustand kann aufgrund seiner ausgeprägten Krampfsymptomatik lebensbedrohlich enden.

Epilepsie bei Katzen: Diagnostische Möglichkeiten

Katzen mit Krampfanfällen sollten immer von einem Tierarzt untersucht werden.

Während der Besitzerbefragung (Anamnese) kann dieser bereits wichtige Hinweise sammeln und mögliche Ursachen ausschließen. Dazu zählen insbesondere Informationen über die Ernährung, Haltung und Herkunft der Katze. Nach der klinischen Allgemeinuntersuchung können anschließend verschiedene diagnostische Maßnahmen durchgeführt werden. Um bakterielle oder virale Infektionen, Stoffwechselerkrankungen und Entzündungen nachweisen zu können, empfiehlt sich beispielsweise die Entnahme von Blut und Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit). Zusätzlich sind zum Ausschluss von inneren Verletzungen, Missbildungen oder Tumore bildgebende Verfahren wie das Röntgen, der Computertomograph (CT) oder Magnetresonanztomograph empfehlenswert.


Therapie von Epilepsie bei Katzen

Allgemein gilt, dass Epilepsie eine nicht-heilbare Erkrankung ist. Der Umgang von Epilepsie bei Katzen sollte daher immer tierärztlich erfolgen. Die Behandlung wird in eine Notfalltherapie eines einzelnen epileptischen Anfalls sowie in eine symptomatische Langzeitbehandlung unterteilt:

Notfallmaßnahmen aufgrund eines epileptischen Anfalls:

Sofortiges Kontrollieren der Blutparameter
Benzodiazepine wie Diazepam wirken auf die Katze muskelentspannend und beruhigend
Aufgrund des hohen Energieverbrauchs während eines epileptischen Anfalls ist die Gabe von Zuckerlösungen im Rahmen von Infusionen empfehlenswert
Führen diese Notfallmaßnahmen innerhalb kurzer Zeit zu keiner Verbesserung der Situation, so können Barbiturate wie Phenobarbital gegeben werden. Da diese Medikamente krampflösend und schlaffördernd wirken, muss jedoch gleichzeitig eine künstliche Beatmung durch Intubation der Katze erfolgen.

 

 

Veronika Dreher (Donnerstag, 05. August 2021 15:50)

 

Die vier Phasen der Trauer

Irgendwann ist er da, der gefürchtete Tag X. Gleich, ob wir versucht haben, uns geistig und seelisch auf den Abschied vorzubereiten oder ob die Mieze unerwartet aus dem Leben gerissen wird – der Tod ist immer ein Schock. Denn bis zuletzt hofft man, dass die Katze wieder gesund wird oder zu den wenigen gehört, die steinalt werden. Und bei Freigängern hofft man jeden Tag, dass sie am Abend heil nach Hause kommen.

Plötzlich ist dann der Augenblick gekommen, an dem Ihnen klar wird, dass Sie nie mehr das vertraute Schnurren Ihrer Katze hören werden. Dass Sie nie mehr spüren werden, wie sie sich vertrauensvoll an Sie schmiegt und dass Sie nie mehr sehen werden, wie sie voller Lebensfreude einem Spielzeug hinterher springt. Sie fühlen sich wie gelähmt. Die Welt um Sie herum scheint still zu stehen. Diese Schockphase kann unterschiedlich lange andauern. Irgendwann jedoch löst sich die Starre und es stürzen unzählige Emotionen und Erinnerungen auf Sie ein. Sie werden überwältigt von Wut und Verzweiflung. „Warum so früh?“ fragen Sie sich, „warum so unerwartet?“ Warum gerade meine Katze? Vielleicht werden Sie von Schuldgefühlen geplagt oder Sie suchen die Schuld bei jemand anderem.

In der dritten Phase erinnern Sie sich ganz intensiv an bestimmte Ereignisse, tagtägliche Routinen und besondere Wesenszüge Ihrer geliebten Samtpfote. Möglicherweise ziehen Sie sich sogar ein wenig zurück, um ungestört Zwiesprache mit ihr halten zu können. Nie wieder werden Sie ein anderes Tier so sehr lieben können wie dieses, davon sind Sie überzeugt.

In der letzten Trauerphase schließlich nehmen Sie den Verlust an und schließen Frieden mit dem Schicksal. Sie werden diese Katze niemals vergessen, das ist klar. Der Tod beendet das Leben, aber die Beziehung, die Sie zu Ihrer Katze hatten, bleibt bestehen. Sie lebt in Ihrem Herzen und in Ihren Gedanken weiter, bleiben für immer unvergessen.

Diese besondere Beziehung bleibt auch dann bestehen, wenn anderen Katzen in Ihr Herz und Ihr Heim kommen. Und weil das so ist, wünschen sich viele Menschen einen Ort, an dem sie um die Katze trauern können. An dem man den Liebling würdig bestatten und ihm das letzte Geleit geben kann.

 

 

Dr. Herbert Stimm (Mittwoch, 04. August 2021 21:41)

 

Fühle den Herzschlag der Katze. Eine niedrige Herzfrequenz ist ein Anzeichen dafür, dass die Katze schwächer wird und bald stirbt. Die Herzfrequenz einer gesunden Katze liegt zwischen 140 und 220 Schlägen pro Minute.

 

 

Martin Hering (Mittwoch, 04. August 2021 20:35)

 

Wer Katzen wirklich liebt, sieht sie als Mitglied der Familie. Wenn ein Familienmitglied stirbt, ist das eine Tragödie ersten Grades! Doch es gibt leider Menschen, die in Tieren nicht viel mehr als irgendein „Ding“ sehen, das zur Not ersetzt werden kann. Das ist traurig, doch trotzdem sollten wir auch bei solch einer Reaktion anständig bleiben. Wie man reagieren sollte… Ruhig bleiben, auch wenn es schwer fällt. Das Gesagte erlangt durch unüberlegte emotionale Reaktionen nur noch mehr an Gewicht.

 

 

(Sonntag, 01. August 2021 14:37)

Dr. Klaus-Peter Röhler

Tödliche Krankheiten

Was sind besonders schlimme Katzenkrankheiten?

Einige Krankheiten enden leider oft oder immer tödlich. Drei bekannte Beispiele:

FIP: Die Abkürzung steht für „Feline Infektiöse Peritonitis“. Die Peritonitis ist der medizinische Fachausdruck für eine Bauchfellentzündung. Weil FIP Katze und Kater besonders innerhalb großer Populationen auf engen Räumen trifft, breitet sich diese Krankheit besonders bei Züchtern oder Tierheimen schnell aus. FIP verläuft leider immer tödlich. Vor allem junge Katzen und ältere Tiere ab 14 Jahren sind besonders schlimm betroffen. Es gibt zwar eine Impfung gegen die Infektionskrankheit, allerdings verspricht auch diese keinen 100 prozentigen Schutz.
Katzenseuche: Der Fachbegriff für diese gefährliche Infektionskrankheit lautet Panleukopenie. Sie wird durch Parvovirose-Erreger ausgelöst. Insbesondere junge Katzen sterben nach einer Infektion sehr schnell an der Krankheit. Man kann sein Tier allerdings mit Impfungen davor schützen. Tierärztin Astrid Behr mahnt: „Deshalb sollte man sein Tier unbedingt möglichst früh schon dagegen impfen lassen.“ Achtung: Katzen und Hunde können sich gegenseitig mit den Parvovirose-Erregern infizieren.
Nierenerkrankungen: Sie betreffen vor allem ältere Katzen. „Das Tückische an den Nierenerkrankungen ist, dass sie oftmals zu spät erkannt werden und dann tödlich verlaufen“, warnt Behr. Der Tierarzt sollte daher regelmäßig die Nierenwerte kontrollieren. So können folgenschwere Nierenerkrankungen wie die Niereninsuffizienz zeitnah behandelt werden. „Wir Tierärzte empfehlen ohnehin regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, um eine zu späte Diagnose zu vermeiden.“ Katzen ab acht Jahren sollte eine jährliche Vorsorgeuntersuchung erhalten, jüngere Tiere alle zwei Jahre.

 

 

Werner Teichmann (Samstag, 31. Juli 2021 14:57)

 

Akute prärenale Niereninsuffizienz

Bei der akuten prärenalen Niereninsuffizienz sind Erkrankungen für das Nierenversagen verantwortlich, die der Niere „vorgeschaltet“ sind. So können zum Beispiel ein Kreislaufschock oder Komplikationen während einer Narkose zu einer verminderten Durchblutung der Nieren führen und eine akute prärenale Niereneffizienz verursachen.

Renale akute Niereninsuffizienz

Von einer renalen Niereninsuffizienz spricht man, wenn das Nierengewebe geschädigt ist. Mögliche Ursachen sind:
körpereigene Giftstoffe, die zum Beispiel bei Darmverschluss, Bauchfellentzündung oder Pyometra freigesetzt werden
externe (Gift-)Stoffe, die vom Tier aufgenommen werden, wie zum Beispiel Äthylenglykol (süß schmeckendes Frostschutzmittel), Thallium (u.a. in Rattengift), Rosinen (!), Antibiotika oder Schmerzmittel
Infektionen, zum Beispiel durch Leptospiren ausgelöst
eine Verletzung der Niere, etwa durch einen Autounfall

Akute postrenale Niereninsuffizienz

Eine postrenale Niereninsuffizienz liegt vor, wenn die Krankheitssymptome durch eine Harnabflussstörung verursacht werden. Dafür können etwa Harnröhrensteine verantwortlich sein oder der Abriss eines Harnleiters infolge eines Unfalls.
Symptome einer akuten Niereninsuffizienz

Die Symptome können je nach Ursache variieren und besonders akut auftreten:

Allgemeinzustand: Fieber, Schwäche, Depressionen, Appetitlosigkeit, Dehydrierung
Verdauungsapparat: Erbrechen, Durchfall, Magen- bzw. Darmblutungen, Mundgeruch
Blut: Gerinnungsstörungen, Blutungsneigung, Blut im Kot bzw. im Urin
Je nach Ursache, Darstellung und Verlauf kann die Katze bspw. große Mengen unkonzentrierten Urins absetzen oder aber auch überhaupt nicht mehr urinieren.
Im Endstadium kommt es zum Koma und zum Tod.

Diagnose einer akuten Niereninsuffizienz

Bei einer Niereninsuffizienz ist es wichtig, schnell kompetente tierärztliche Hilfe zu holen. Teilen Sie dem Tierarzt sofort mit, was vorgefallen ist und beantworten Sie seine Fragen gewissenhaft und präzise. Hat die Katze z.B. Rosinen gefressen? Hatte sie einen Unfall? Je mehr Informationen Sie ihm geben können, desto besser.

Im Falle einer akuten Niereninsuffizient werden bei einer Blutuntersuchung häufig erhöhte Harnstoff-, Kreatinin-, Kalium- und Phosphorwerte festgestellt. Bei der Untersuchung des Harnsedimentes findet man besonders bei der akuten renalen Niereninsuffizienz Harnzylinder, Zellen und Kristalle.


Behandlung einer akuten Niereninsuffizienz

Die verbleibende Nierenfunktion muss umgehend gestützt und erhalten werden. Dafür wird der Tierarzt folgende Behandlungsschritte durchführen.

Die erste und wichtigste Maßnahme ist der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes durch Infusion und die Zuführung von Elektrolyten. Bei Katzen, die wenig oder gar keinen Urin absetzen, wird mit Diuretika versucht, den Harnabsatz wieder in Gang zu bringen. Der Zustand der Katze sollte sich innerhalb von 24 bis 36 Stunden verbessern und sie sollte wieder urinieren können.
Ist das nicht der Fall, wird eine Dialyse in Betracht gezogen, über die harnpflichtige Stoffe aus dem Blutkreislauf entfernt werden müssen. Beim Menschen wird die Dialyse in Form einer Hämodialyse durchgeführt: Dabei wird das Blut aus dem Körper geleitet, durch eine künstliche Niere gefiltert und danach dem Körper wieder zugeführt. Bei Tieren wird ein solches Verfahren nur in Ausnahmefällen durchgeführt, da die Anschaffung solcher Geräte sehr teuer ist. Deshalb kommt bei Tieren eher die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) zum Einsatz: Hier gelangt die Dialyselösung über einen Katheter in den Bauchraum und verbleibt dort. Durch den Konzentrationsunterschied zwischen der Lösung und dem Blut werden Wasser und Giftstoffe (Harnstoff, Kreatinin, Phosphor) aus dem Blut über das Bauchfell in die Dialyseflüssigkeit gezogen. Die Flüssigkeit wird dann mehrmals täglich ausgetauscht. Die Infektionsgefahr bei dieser Behandlung ist sehr groß, die Katheter müssen daher nach nur ein bis zwei Tagen entfernt werden.
Im weiteren Verlauf werden Antiemetika eingesetzt, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Außerdem erhält die Katze Substanzen, die die Magenschleimhaut schützen.
Im Anschluss steht eine Diätnahrung auf dem Speiseplan. Frisst die Katze anfangs nicht selbständig, muss sie eventuell über eine Ernährungssonde versorgt werden.
Tiere mit akuter Niereninsuffizienz neigen zu Harnwegsinfekten, die eine Behandlung mit Antibiotika erfordern.

Prognose einer akuten Niereninsuffizienz

Je schneller die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto besser sind natürlich auch die Heilungschancen. Die meisten Katzen mit Niereninsuffizienz im akuten Stadium sind „Intensivpatienten“, deren Laborwerte mehrmals täglich kontrolliert werden müssen. Eine klinisch-stationäre intensiv-medizinische Behandlung und Überwachung sichert die besten Heilungschancen. Sobald die Katze gesundheitlich über dem Berg ist, kann es Wochen und sogar Monate dauern, bis die Blutwerte wieder ganz normal sind.

Eine vollständige Heilung ist zwar möglich, aber viele Katzen, die eine akute Niereninsuffizienz erlitten haben, entwickeln danach eine chronische Niereninsuffizienz. Mit der entsprechenden Behandlung können betroffene Katzen aber noch viele Jahre ein glückliches Leben führen.

 

 

Dr. Tina Müller (Donnerstag, 29. Juli 2021 15:32)

 

Katzenkrankheiten

Diese Katzenkrankheiten kommen am häufigsten vor – Hinweise & Tipps zu Krankheitsbildern und Schutz

Ganz egal, ob Sie einen Freigänger oder eine verschmuste Hauskatze bei sich zu Hause halten, alle Katzen können zum Opfer von verschiedenen Katzenkrankheiten werden. Manche der Katzenkrankheiten gehen mit schlimmen Symptomen und Folgen einher, andere sind weniger gefährlich, sollten Ihnen als Katzenbesitzer aber dennoch bekannt sein.

Auf den folgenden Seiten werden wir Sie über die Katzenkrankheiten aufklären, die am häufigsten vorkommen. Wir erklären Ihnen genau, wodurch sich die einzelnen Krankheiten auszeichnen, welche Symptome auftreten, wie die jeweilige Katzenkrankheit behandelt werden kann, wie die Diagnose für die Zukunft der Katze aussieht und vor allem, wie Sie Ihre Katze vor einer Infizierung schützen können.

Bedenken Sie aber, dass unsere Hinweise und Tipps den Gang zum Tierarzt nicht ersetzen können. Sollte Ihre Katze schwächeln und verschiedene Symptome zeigen, sollten Sie diese ernst nehmen und einen Fachmann befragen. Sie werden beim Lesen über die verschiedenen Krankheiten feststellen, dass manche davon sich erst im späteren Verlauf durch Symptome bemerkbar machen, so dass es für eine Behandlung dann oftmals schon zu spät ist.

Hier sehen Sie die am häufigsten vorkommenden Katzenkrankheiten im Überblick:

01. Katzenseuche: Panleukopenie, durch einen Virus hervorgerufene Krankheit
02. Katzenschnupfen: häufig durch Herpesviren hervorgerufene Krankheit
03. FIP: Feline Infektiöse Peritonitis, mutierter Coronavirus
04. FIV: Felines Immundefizienz-Virus, Katzenaids
05. Pk-Def: erbliche Störung von Glykolyse
06. HCM: Hypertrophe Kardiomyopathie, Herzmuskelerkrankung
07. CNE: Chronische Nierenerkrankung
08. Giardien: Darmparasiten
09. Chlamydien: Durch Bakterien ausgelöste Bindehautentzündung
10. Diabetes: Zuckerkrankheit

 

 

Jürgen Karg (Donnerstag, 29. Juli 2021 14:48)

 

Als Betreiber der HP möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ich in meinem Gästebuch 8 Zuschriften gefunden habe, welche einen plötzlichen Katzentod in unterschiedlichem Alter zu Thema haben. Leider wurde kein Todesfall von Tierärzten untersucht. So kann man das Phänomen nicht klären. Alle Halter waren wohl der Ansicht, dass es sich um einen einmaligen Sonderfall handele. Aber diese Massierung auf meiner unbedeutenden Homepage ist ein Zeichen, dem man nachgehen soll. Ich selber verstehe mich als simplen Katzenhalter, der seine Erlebnisse mit Schnurzel erzählt hat, und kein Fachmann für Probleme und Krankheiten der Katzen ist. Ich sehe mich in meinem hohen Alter nicht in der Lage, alle Institutionen, die etwas wissen könnten, zu benachrichtigen.

 

 

Uwe Zürn (Dienstag, 27. Juli 2021 17:09)

 

Die Deutsch Langhaar ist eine mittelgroße bis große Langhaarkatze. Sie kommt dem Urtyp der Jahrhunderte alten Langhaarkatzen Russlands und Europas sehr nahe. Wenn auch immer eher selten, so sind langhaarige Hauskatzen bereits sehr lange bekannt. In Europa waren sie an den Höfen des Adels sehr hoch geschätzt. Früher nannte man alle Langhaarigen Angorakatze. Sie waren aber anders als die heute gezüchteten Langhaarkatzen wie Perser, Maine Coon, Norweger, Ragdoll oder Türkisch Angora.

 

 

Peter Maier (Dienstag, 27. Juli 2021 15:29)

 

Toxoplasmose bei Katzen

Die Toxoplasmose wird bei Katzen durch den Befall von Parasiten im Darm verursacht. Vor allem die Freigänger unter den Katzen sind also davon übertroffen, sodass diese Krankheit bei reinen Wohnungskatzen natürlich seltener auftritt. Wichtig zu beachten ist, dass auch Menschen sich anstecken können, da die Keime von der Katze über den Darm ausgeschieden werden. Vor allem bei den schwangeren Frauen besteht eine zusätzliche Gefahr für das ungeborene Kind, welche auf gar keinen Fall unterschätzt werden darf, da hier schwere geistige Behinderungen entstehen können. Wichtig ist also ein Höchstmaß an Hygiene. Die Säuberung des Katzenklos sollte also in diesem Fall der Mann übernehmen oder die Frau mit Handschuhen durchführen und sich anschließend säubern.

Viele Katzen zeigen bei der Toxoplasmose leider gar keine Anzeichen, was es natürlich schwer macht, diese zu erkennen. Selten sind Atemstörungen oder die typische Appetitlosigkeit mit Fieber zu erkennen.

Sobald Sie sich unsicher sind und eventuell eine Toxoplasmose bei Ihrer Katze vermuten, müssen Sie direkt einen Tierarzt aufsuchen. Falls sich der Verdacht bestätigt, kann Ihre Katze nun mit Antibiotika behandelt werden. Sollten Sie schwanger sein, so gibt es einen Test bei ihrem Frauenarzt, bei dem Sie sich auf Toxoplasmose sowie deren Resistenz untersuchen lassen können.

 

 

Barbara Becker (Dienstag, 27. Juli 2021 14:40)

 

Die chronische Niereninsuffizienz

Vor allem ältere Katzen sind von der Niereninsuffizienz, kurz CNI, betroffen. Hierbei handelt es sich um eine sehr gefährliche Krankheit für die Tiere, welche leider in den meisten Fällen nach und nach zum Tod der Katzen führt. Bei der Niereninsuffizienz nimmt die Nierenfunktion der Katzen stetig ab und der Zustand verschlimmert sich immer weiter.

Die Symptome sind vielseitig und sollten niemals unterschätzt werden. Viele Katzen haben mehr Durst als sonst und urinieren dadurch natürlich auch vermehrt. Außerdem zeigen sie häufig Appetitlosigkeit und entwickeln ein stumpfes und glanzloses Fell. Viele Katzen erbrechen zusätzlich und ein deutlicher Gewichtsverlust ist nicht nur auf der Waage, sondern auch äußerlich zu betrachten. Aus dem Maul kann nun oftmals ein süßlicher Geruch wahrgenommen werden und auch der Urin verändert seine Farbe.

Die Niereninsuffizienz ist nicht heilbar. Trotzdem ist die Behandlung durch den Tierarzt sehr wichtig. Viele Katzen brauchen immer mal wieder eine Infusion. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, dass der Tierarzt Ihrer Katze eine Linderung verschafft und den Krankheitsprozess verlangsamt. Medikamente gibt es hier leider nur sehr wenige. Es ist jedoch sehr wichtig, dass Sie Ihrer Katze ein spezielles Futter verabreichen, welches weniger Eiweiß enthält. Das Eiweiß kann nicht mehr ordentlich vom Körper abgebaut werden. Für weitere Informationen können Sie sich auch unseren Artikel zu dieser Krankheit näher durchlesen.

 

 

Marion Keller (Dienstag, 27. Juli 2021 14:24)

 

In Hamburg sind zwei Hauskatzen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Die Tiere gehörten einer Frau, die am Coronavirus gestorben ist. Dass solche Fälle bei Haustieren auftreten, ist äußerst selten. Bislang seien in Deutschland nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums insgesamt fünf Infektionen bei Katzen und zwei bei Hunden gemeldet worden.
Keine Hinweise auf Übertragung von Haustier zu Mensch

Infizierte Menschen sollten dennoch Abstand zu ihren Haustieren halten. Die Vierbeiner könnten ebenfalls an Atemwegsinfektionen erkranken und schlimmstenfalls sterben. Dafür, dass sich Menschen bei Hunden und Katzen mit Sars-CoV-2 infiziert hätten, lägen aber keine Hinweise vor, heißt es weiter.
Katzen wohlauf, aber mit leichtem Schnupfen

Was passiert nun mit den Tieren? Die beiden kastrierten Kater seien getrennt in der Isolationsstation des Hamburger Tierheims untergebracht worden und hätten jeder einen größeren Käfig mit zwei Boxen zur Verfügung. "Wir sind guter Hoffnung, dass sie nächste Woche aus der Quarantäne entlassen werden", sagte die leitende Tierärztin der Einrichtung, Urte Inkmann. "Es geht den beiden Katzen gut", so Inkmann weiter. Sie hätten lediglich einen leichten Schnupfen und würden ein bisschen niesen.
Corona-Tests wie bei Menschen

Um die Infektion bei Katzen nachzuweisen, würden sie wie Menschen mit einem Tupfer im Hals getestet, erklärt die Tierärztin. Bei den beiden Katern habe man das ohne Narkose machen können. "Das sind ganz, ganz liebe Katzen", sagt Inkmann. Es seien schon mehrfach Katzen und Hunde mit Corona-Verdacht in der Isolationsstation gewesen. Die beiden Kater seien allerdings die ersten bestätigten Fälle im Hamburger Tierheim.

 

 

Peter Hanik (Dienstag, 27. Juli 2021 14:24)

 

Die Katzenseuche

Die Katzenseuche ist auch unter dem Begriff Katzenstaupe bekannt. Hierbei handelt es sich um eine stark ansteckende Katzenkrankheit, welche auf dem zweiten Platz landet. Bei der Katzenseuche handelt es sich um eine Viruskrankheit, welche leider, wie auch der Katzenschnupfen, tödlich bei betroffenen Tieren verlaufen kann. Aus diesem Grund ist es immer wichtig, einen Tierarzt hinzuzuziehen, damit dieser direkt eingreifenkann.

Zu den ganz typischen Symptomen dieser Krankheit gehört zum Beispiel hohes Fieber. Außerdem leiden viele Katzen an Mattigkeit und Bewegungsunlust. Sie schlafen also wesentlich mehr als sonst und haben auch keine Lust mehr zum Spielen. Zusätzlich erbrechen betroffene Tiere und zeigen Appetitlosigkeit.

Wenn Sie Ihre Katzen nun rechtzeitig dem Tierarzt vorstellen, kann durch eine entsprechende Behandlung ein schlimmerer Verlauf verhindert werden. Die Behandlung erfolgt normalerweise mit Interferonen, einer Infusion gegen das Austrocknen sowie Serum-Antikörpern. Auch die Katzenseuche kann mit einer Impfung, welche zwischen der sechsten und zwölften Lebenswoche verabreicht wird, im Vorfeld verhindert werden. Die Auffrischung erfolgt nun regelmäßig alle 3 Jahre.

 

 

Eberhard Grumlich (Montag, 26. Juli 2021 21:36)

 

Katzen haben den Ruf, sehr wählerisch zu sein. Deshalb sollten Sie sich auch keine Sorgen machen, wenn Ihre Katze nicht alles frisst, was Sie ihr vorsetzen. Dieses Verhalten ist allerdings nicht angeboren, sondern meist erlernt.

Auch wenn Sie glauben, dass Ihre Katze eine abwechslungsreiche Ernährung braucht - sie würde auch ihr Leben lang mit demselben Futter zufrieden sein. In der Zusammensetzung sollte es allerdings schon eine ausgewogene Kost sein.

 

 

Tina Wegrich (Montag, 26. Juli 2021 15:12)

 

Unter Katzen herrscht eine sogenannte relative Rangordnung, die das Sozialverhalten mitbestimmt. Das bedeutet, dass es in der Regel von Ort und Zeit abhängt, welche Katze dominiert und welche die Unterlegene ist. Um das herauszufinden, gehen die Tiere jedoch nur in Ausnahmefällen auf Konfrontationskurs. Konflikte klären sie im Prinzip lieber auf friedliche Weise.

 

 

Gabi Krämer (Montag, 26. Juli 2021 14:51)

 

Die einen Katzen sind vor ihrem Tod eher unruhig: Sie wissen nicht so recht, wo sie sich hinlegen sollen, wechseln immer wieder ihren Platz oder miauen viel. Andere hingegen wirken sehr ruhig und zuversichtlich. Viele Katzen bewegen sich kaum mehr, wirken teilnahmslos, hören auf zu fressen und suchen von sich aus den Wassernapf nicht mehr auf.

 

 

Ulli Schwenk (Sonntag, 25. Juli 2021 21:31)

 

Katzen und ihre Menschen haben eine besondere Verbindung, auch wenn den Samtpfoten eine ausgeprägte Unabhängigkeit nachgesagt wird. Glücklich ist, wer eine Katze hat und sie über ein langes Leben an der Seite hat. Wenn Katzen sterben, ist dies besonders traurig und schmerzhaft, und es ist eine Zeit, in der Katzen liebevolle Begleitung auf ihrem letzten Weg brauchen. Woran kannst du erkennen, wenn Katzen sterben und was ist in dieser Phase das Beste für sie?

Je nach Rasse und Veranlagung haben Katzen eine Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren, manche werden sogar noch älter. Dies ist eine lange Zeit, die Mensch und Katze miteinander verbringen und einander ans Herz gewachsen sind. Bricht die letzte Lebensphase der Katze an, solltest du diese – trotz aller Trauer – intensiv und bewusst erleben und gestalten.

 

 

Dr. Geiger (Sonntag, 25. Juli 2021 21:13)

 

Das Einschläfern von Tieren, in diesem Zusammenhang von Katzen, wird unterschiedlich beleuchtet und betrachtet. Es ermöglicht, schweren körperlichen Leiden und Schmerzen durch tierärztliche Begleitung ein Ende setzen zu lassen. Leider greifen Katzenhalter oftmals zu schnell auf diese Methode zurück, weil sie entweder denken, dass ihre Katze zu sehr leidet oder aber sie selbst den Anblick ihrer sterbenden Katze nicht mehr ertragen können.

Da eine Euthanasie nicht mehr rückgängig zu machen ist, triff diese Entscheidung mit Bedacht. Die meisten Katzenhalter sagen, dass sie einfach wussten, wann der richtige Moment gekommen ist. Wenn du diesen wirklich spürst und das Gefühl hast, dass es der richtige Zeitpunkt für die Katze – und nur für die Katze – ist, dann kann es eine gnädige Art sein, das Leben deiner Katze mit all den Schmerzen zu beenden. Dein Tierarzt kann dich hierbei beraten, aber lass letztendlich immer dein Gefühl diese Entscheidung treffen. Denn nichts spricht dagegen, einer alten Katze, die keine Schmerzen hat, einen natürlichen Ausklang ihres Lebens zu ermöglichen und sie von allein für immer einschlafen zu lassen.

 

 

Lisa Wegele (Sonntag, 25. Juli 2021 20:12)

 

Ein letztes Mal beim Tierarzt: Wann sollte ich die Katze einschläfern lassen?

Leider ist das friedliche Einschlafen im vertrauten Körbchen nicht jeder Katze vergönnt. Ob zur Verkürzung gravierender Altersleiden oder als letzte Möglichkeit in medizinischen Notfällen: Den Entschluss, eine geliebte Katze einschläfern zu lassen, nimmt kein Tierhalter auf die leichte Schulter. Wenn der Leidensdruck für das Tier zu groß wird, sollten Sie versuchen, die Situation so sachlich wie möglich zu bewerten. Verlustängste oder Herauszögern des unabwendbaren Endes sind aus menschlicher Perspektive nachvollziehbar, verlängern letztendlich aber das Leiden des Tiers.

Lassen Sie sich von Ihrem Veterinär beraten: Der Experte kann den gesundheitlichen Zustand und den angemessenen Zeitpunkt für den letzten Tierarztbesuch beurteilen. Die fachkundig durchgeführte Einschläferung geschieht durch die Verabreichung eines Beruhigungs- und eines Narkosemittels. Die Katze stirbt dabei schlafend und schmerzfrei. Viele Tierärzte bieten auch Einschläferungen bei Hausbesuchen oder Sonderterminen außerhalb der Sprechzeiten an: So ersparen Sie dem Tier in seinen letzten Stunden Stress. Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) regelt die Kosten und diese liegen zwischen 20 und 58 Euro. Übrigens: Sie sollten sich schon im Vorfeld einen Vertrauten suchen, der Ihnen während der Euthanasie zur Seite steht. Klären Sie vorab, ob Sie dabei anwesend sein wollen. Im unvorbereiteten Ernstfall könnte diese Entscheidung Sie emotional überfordern.

 

 

Ilma Scheel (Dienstag, 20. Juli 2021 00:10)

 

Welche Katzenkrankheiten treten häufig auf?

Katzen können viele Krankheiten bekommen. Einige davon treten besonders häufig auf. Dazu zählen beispielsweise:

Katzenschnupfen: Die Krankheit kann durch Viren, Bakterien und Parasiten hervorgerufen werden. Eine Infektion mit dem Erreger führt zu Entzündungen der Atemwege und Augen. In schweren Fällen sind auch Haut und Lunge betroffen.
Katzenseuche: Die Krankheit wird häufig bereits während der Trächtigkeit von nicht geimpften Mutterkatzen auf ihre Katzenwelpen übertragen. Mit dem Virus infizierte Katzen leiden dann an Erbrechen, Fieber, Durchfall und Appetitlosigkeit. Sind junge Katzen betroffen, ist eine schnelle Behandlung unerlässlich, da die Kätzchen schon innerhalb eines Tages an der Krankheit sterben können. Aber auch für ältere Katzen kann die Infektion lebensbedrohlich sein.
Katzenleukämie: Häufiger Auslöser ist das Feline Leukämie-Virus (FeLV). Auch andere Ursachen können die Leukämie bei Katzen verursachen. Sie sind bislang allerdings noch nicht hinreichend bekannt. Neben bösartigen Tumoren, leiden die Tiere an einem geschwächten Immunsystem sowie an Blutarmut. Das Virus wird durch den direkten Kontakt mit anderen Katzen übertragen. Der Krankheitsverlauf kann chronisch oder akut sein. Im akuten Fall kommt es plötzlich zu deutlichen Symptomen wie Fressunlust, Gewichtsverlust, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Beim chronischen Verlauf zeigen sich zu Beginn der Erkrankung nur leichte oder gar keine Beschwerden. Ihre Katze können Besitzer beim Tierarzt gegen FeLV impfen lassen.
Feline Infektiöse Peritonitis (FIP): Ausgelöst wird die FIP durch sogenannte Feline Corona-Viren. Häufig tritt sie auf, wenn mehrere Katzen gemeinsam gehalten werden. Die Übertragung kann bereits vom Muttertier auf die Welpen stattfinden. Es kommt zu einer Bauchfellentzündung, in manchen Fällen ist lediglich das Brustfell entzündet. Weitere typische Symptome, über mehrere Wochen hinweg, sind hohes Fieber, Abgeschlagenheit, blasse Schleimhäute und Appetitlosigkeit. Der Krankheitsverlauf von FIP ist in der Regel tödlich.
Nierenschwäche: Diese häufig auftretende Krankheit bei Katzen kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. So kommt es im Alter oft zu Funktionsstörungen der Nieren, aber auch Vergiftungen, zu eiweißreiche Kost über längere Zeit hinweg oder Infektionen können die Nieren schwächen. Starker Durst, Fressunlust, Erbrechen und häufiges Urinieren zählen unter anderem zu den Beschwerden. Meist entdeckt man die Krankheit erst im fortgeschrittenen Stadium, da die Symptome zuvor kaum ausgeprägt sind. Ihre Katze sollten Halter daher regelmäßig von einem Tierarzt untersuchen lassen.
Katzendiabetes: Diabetes kann bei Katzen erblich bedingt sein, jedoch auch durch falsche Ernährung und Lebensweise begünstigt werden. Übergewichtige Katzen sind von Diabetes besonders oft betroffen. Zu den Symptomen zählen übermäßiges Trinken, häufiges Urinieren sowie glanzloses und struppiges Fell.
Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion): Meist wird die Überfunktion der Schilddrüse durch einen Knoten oder eine Geschwulst an der Schilddrüse hervorgerufen. Unbehandelt drohen schwere Organschäden an Niere, Herz oder Leber. Ein typisches Symptom der Hyperthyreose ist Gewichtsverlust bei zunehmendem Appetit. Aber auch Fressunlust ist möglich. Die Katzen urinieren häufiger und entwickeln gesteigerten Durst. Betroffene Tiere verhalten sich auffallend aggressiv, sind sehr munter und unruhig.
Parasitenbefall: Anders als Würmer, die die inneren Organe der Katze befallen, besiedeln Parasiten (Ektoparasiten) den äußeren Körper des Tieres. Das sind unter anderem Zecken, Flöhe oder Ohrmilben. Wenn sich Zecken in der Haut festbeißen, um Blut zu saugen, können sie Krankheiten übertragen. Flöhe besetzen das Fell und saugen ebenfalls Blut. Die Katze kratzt sich dann auffallend viel. Ohrmilben besiedeln die Ohrmuschel und ernähren sich von Hautzellen und den Absonderungen der Ohren. Dann kratzt sich das betroffene Tier häufig an den Ohren, was wiederum zu Ohrenzündungen führen kann.
Toxoplasmose: Verursacht wird die Infektion durch den protozoären Parasiten Toxoplasma gondii. Infizieren sich gesunde Katzen, zeigen sich meist keine Symptome. Gelegentlicher Durchfall ist möglich. Sind junge oder immungeschwächte Katzen infiziert, leiden sie an Atemnot, Fieber, Durchfall, Husten und Entzündungen. Katzenwelpen, die schon bei der Geburt infiziert sind, können an der Krankheit sterben. – Toxoplasmose kann auf Menschen übertragen werden. Gefährlich ist dies insbesondere bei einer Erkrankung während der Schwangerschaft.
Wurmerkrankungen: Fressen Katzen infizierte Mäuse oder kommen sie mit dem Kot infizierter Katzen in Kontakt, können sie sich mit Würmern anstecken. Das sind meist Spulwürmer, Hakenwürmer oder Bandwürmer. Die Symptome variieren je nach spezifischem Wurmbefall. Oft kommt es jedoch zu Durchfall und Erbrechen.

 

 

Karin Müller (Dienstag, 20. Juli 2021 00:08)

 

Erste Anzeichen einer möglichen Erkrankung

Die Katze hat keinen Appetit und geht nicht zum Fressnapf.
Die Katze hat zwar Appetit, mag aber nicht richtig fressen. Ein möglicher Hintergrund könnten Zahn- oder Zahnfleischprobleme sein.
Sie riecht unangenehm aus dem Maul. Auch hier könnten – neben vielen anderen möglichen Ursachen – Probleme mit Zähnen oder Zahnfleisch vorliegen.
Die Katze wirkt auffällig müde und matt. Sie schläft deutlich mehr als sonst üblich.
Sie ist plötzlich nicht mehr stubenrein. Ursache kann eine schmerzhafte Blasen- oder Nierenerkrankung sein.
Auf eine Nierenerkrankung lässt sich auch schließen, wenn die betroffene Katze plötzlich sehr viel trinkt.
Bestehen Schmerzen, kann sich dies in aggressivem Verhalten wie Kratzen oder Beißen äußern.
Bewegt sich das Tier nicht mehr gerne, spielt kaum oder gar nicht, dann könnten Gelenkprobleme dahinter stecken.
Probleme mit den Gelenken könnten auch der Grund dafür sein, wenn die Katze aufhört, sich richtig zu putzen.
Muss sich eine Katze häufig übergeben, besteht die Gefahr, dass sie dehydriert. Der Tierarztbesuche sollte möglichst bald erfolgen.
Fängt ein Tier damit an, sich die Haare auszureißen oder putzt es sich verstärkt, kann Juckreiz der Grund sein. Möglicher Auslöser sind eventuell Parasiten oder eine Futtermittelallergie.
Miaut die Katze lauter oder öfter als üblich, kann dies ein Hinweis auf Schmerzen sein. Manchmal stecken auch Gehörprobleme dahinter.
Verkriecht sich das Tier auffallend häufig, kann ebenfalls eine Erkrankung der Hintergrund sein.

 

 

Jan Keiler (Sonntag, 18. Juli 2021 17:52)

 

Wie beim Menschen handelt es sich auch beim bösartigen Katzen-Krebs allgemein formuliert um das unkontrollierte Wachstum entarteter Zellen. Statistiken zeigen, dass 50 Prozent aller Katzen über zehn Jahre an Krebs erkranken – aber auch jüngere Katzen können an Krebserkrankungen leiden. Daher werden viele Katzenhalter mit Krebs bei ihren Tieren konfrontiert. Doch nur die wenigsten sehen im Verhalten ihrer Katze die ersten Anzeichen der Krankheit.

 

 

Friedrich Veiler (Sonntag, 18. Juli 2021 17:52)

 

Krebs wird zu einem zunehmenden Problem, wenn es um Haustiere geht. Öftere tierärztliche Untersuchungen können es einer Katze ermöglichen, glücklich und gesund zu bleiben. Katzen zeigen selten Symptome wenn sie krank sind. Um proaktiv zu sein, ist es sehr wichtig, auf die folgenden Symptome zu achten und einen Tierarzt zu konsultieren, um Krebs bei Katzen auszuschließen.

Gewichtsverlust
Während es für manche Katzen normal ist, ein paar Pfund abzunehmen, ist ein plötzlicher Gewichtsverlust ein typisches Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Da Krebszellen einer Katze viel Energie und Nährstoffe entziehen, verlieren sie sehr oft plötzlich und ohne offensichtliche Erklärung an Gewicht.

Lethargie
Katzen schlafen viel, aber wenn sie wach sind, sind sie ziemlich aktiv und genießen das Spiel. Wenn Sie feststellen, dass die Katze mehr als gewöhnlich schläft oder kein Interesse an Spiel und Aktivität zeigt, besteht die Möglichkeit, dass sie an einer Erkrankung leidet.

Schwellungen
Schwellungen sind wahrscheinlich das offensichtlichste Symptom für Krebs bei Katzen, da sie oft sehr leicht bemerken können. Diese sind nicht immer gefährlich, aber es ist wichtig, dass Sie Ihre Katze zum Tierarzt bringen. Sie können überall am Körper auftreten und entweder sehr langsam oder sehr schnell wachsen.

Mundgeruch
Der Atem Ihrer Katze ist nicht besonders angenehm, aber ein sehr schlechter Atem kann ein Symptom für Krebs oder andere Krankheiten sein. Im besten Fall müssen Katzen nur ihre Zähne putzen, aber trotz der Preventive wegen, gehen Sie zum Tierarzt.

Plötzliche Lethargie
Tumore sind oft schmerzhaft, besonders wenn sie sich auf den Knochen befinden. Plötzliche Lethargie bei Katzen ist definitiv ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, und Sie schnell reagieren müssen, um das Schlimmste auszuschließen. Knochenkrebs breitet sich schnell aus und die Schmerzen und Beschwerden sind offensichtlich. Manchmal ist eine Amputation die beste Lösung. Aber keine Sorge, Katzen sind großartig auf drei Beinen.

Wunden, die nicht heilen können
Wenn Ihre Katze Krebs hat, steht das Immunsystem unter starkem Druck, weshalb Wunden, die nicht heilen können oder lange dauern, sehr häufig sind. Schon ein kleiner Schnitt kann sich entzünden.

Atembeschwerden
Tumore wachsen oft in der Lunge oder durch Drücken der Lunge und des Rachens der Katze, was ihr das Atmen erschwert. Wenn Sie bemerken, dass eine Katze zischt, bringen Sie sie sofort zum Tierarzt. Wenn der Tumor nicht behandelt wird, kann die Katze ersticken.

Appetitlosigkeit
Wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze nicht so viel frisst, wie sie normalerweise gegessen hat, oder dass sie aufgehört hat zu fressen, suchen Sie sofort einen Tierarzt auf. Unabhängig von der Ursache des Appetitverlusts kann eine Katze ein Fettleber-Syndrom bekommen. Wenn sie ein oder zwei Tage lang nichts frisst. Fettleber oder Leberlipidose sind sehr häufig bei Katzen, die plötzlich aufhören zu essen und eine tödliche Krankheit sein können.

Abnormale Schwellung
Einige Tumoren können nicht gesehen oder gefühlt werden, aber Sie können eine Schwellung des Bauches oder der Brust bemerken. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass im Körper der Katze etwas Gefährliches wächst.

Erbrechen und Durchfall
Erbrechen und Durchfall sind bei Katzen relativ häufig und können durch eine Vielzahl von Ursachen verursacht werden. Anhaltende Symptome sind jedoch ein Zeichen dafür, dass definitiv etwas nicht stimmt. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Katze ständig erbricht oder dass der Durchfall lange anhält oder sich zunehmend verschlimmert, kann Krebs der Schuldige sein.

 

 

Iris Müller (Samstag, 26. Juni 2021 15:01)

 

Der Fellwechsel bei Katzen

Frühjahr und Herbst sorgen für zusätzlichen Aufwand bei Langhaarkatzen: Katzen wechseln dann ihr Fell. Der Langhaarkatze wird nahezu komplett von Natur aus ein neues „Kleid“ verpasst. Wenn draußen die Sonne an Kraft aufnimmt, wirft sie ihr altes Winterfell ab.
Dieses wird durch ein wesentlich leichteres Sommerfell ersetzt, welches die Katze vor zu intensiver UV-Strahlung und auch vor zu viel Hitze schützt. Das Winterfell wiederum sorgt mit dichtem, isolierendem Unterhaar für einen entsprechenden Schutz vor unangenehmer Nässe und Kälte.

Das Haar der Katze beschäftigt ihre stolzen Besitzer so oder so. Denn leider haaren sie! Täglich. Unentwegt. Dafür sorgt die Katze zum einen durch ihre intensive selbstbetriebene Fellpflege.
Und zum anderen verabschieden sich darüber hinaus die Haare von selbst nach einem bestimmten Zyklus: Es gibt die sogenannte anagene Phase, welche die neuen Haarwurzeln hervorbringt.
Gefolgt wird diese von der katagenen Phase, dem Übergangsstadium. Anschließend hört das Haar ganz auf zu wachsen. Das ist die telogene – die Ruhephase.
Das Haar ist nun ausgewachsen, aber noch fest verankert. Ausfallen tut es in der exogenenen Phase. Immerhin 12 bis 24 Prozent vom gesamten Körpergewicht einer Langhaarkatze macht ihr Fell aus!

Katzen, welche ausschließlich im Haus leben, können besonders stark haaren. Denn im Haus herrscht in der Regel immer die gleiche Temperatur, das bedeutet, dass sich die Katze nicht auf Kälte oder Wärme einstellen muss.

 

 

Sascha Moll (Mittwoch, 23. Juni 2021 23:52)

 

Die linke Hand kraulte die Schwanzwurzel, die rechte Hand suchte den Knoten, dann den Knoten in die linke Hand nehmen, mit der rechten Hand die langen Haare und Unterwolle, die nicht verfilzt waren, zur Seite schieben, wiederum die Schwanzwurzel kraulen, den Knoten in die linke Hand nehmen und mit einer scharfen Schere vorsichtig - damit die Haut nicht verletzt wird - abschneiden. Es bleibt ein kleines Büschel Haare stehen, dieses mit den Fingern etwas breitdrücken und auseinanderziehen, Schwanzwurzel kraulen und zum nächsten Knoten. Das ist zwar alles etwas langwierig, aber nach zwei Monaten sind die Knoten weg. Zwischendurch bin ich mehrmals vorsichtig mit einem "Entfilzer mit gebogenen Klingen" über das Fell gegangen. Auch hierbei immer die Schwanzwurzel kraulen. Minki liebt das Kraulen an der Schwanzwurzel.

Wichtig: Sobald die Katze nicht mehr will, sofort aufhören - sonst wird sie störrisch. Maine Coons hassen jede Art von Zwang!

 

 

Carsten Heimig (Mittwoch, 23. Juni 2021 22:10)

 

Katzen können sich stundenlang ihr Fell lecken. Durch ihre Fellpflege mit der Zunge glätten sie die Haare, regulieren die Körpertemperatur, machen das Fell wasserabweisend, entfernen körperfremde Gerüche und bauen Stress ab. Die Zunge der Katze ist mit Papillen ausgestattet, die auch kleinste Schmutzpartikel und Bakterien erfassen. Die häufige Fellpflege lässt das Fell der meisten Katzen sauber und gepflegt erscheinen, so dass es in der Regel unnötig ist, die Katze zu waschen oder zu baden. Es gibt wenige Umstände, bei denen Katzen gebadet werden müssen oder bei denen ein Bad sinnvoll ist.

 

 

Peter Fleil (Sonntag, 25. Juli 2021 19:18)

 

Unter allen Geschöpfen dieser Erde gibt es nur eines, das sich keiner Versklavung unterwerfen lässt. Dieses eine ist die Katze!

 

 

Lea Kleining (Mittwoch, 23. Juni 2021 00:09)

 

Bis zum 12. Jahrhundert galt die Katze als guter Hausgeist, doch die Kirche leitete einen Feldzug gegen die Katze ein. Sie wurde dämonisiert und von der Kirche als Verkörperung des Bösen gesehen. Sie sei falsch, leide an Putzsucht, sei ein Dämon der Nacht, faul und heuchlerisch.

Ihre natürlichen Verhaltensweisen wie das geräuschlose Anpirschen und nächtliche Jagen, das ausgiebige Putzen und lautstarke Werben und Paaren wurde den Katzen zum Verhängnis. Hinzu kam ihre unbeugsame Art, sich nicht endgültig zähmen zu lassen. Hexen wurden daran erkannt, dass der Teufel in Gestalt von schwarzen Katzen Besitz von ihnen ergriff. Und gemeinsam mit vermeintlichen Hexen und Ketzern wurde zahllose Katzen gequält, ertränkt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

 

 

Birgit Kosolik (Dienstag, 22. Juni 2021 17:44)

 

Die meisten Katzen mit längerem Fell haben eine sehr gemütliche und ruhige Art und sind durch kaum etwas aus der Fassung zu bringen. Die Perserkatze betreibt diese Eigenschaft in Perfektion. Sie fühlt sich auch in reiner Wohnungshaltung pudelwohl. Wenn Sie lieber eine aktive Katze möchten, der sie gelegentlich sogar Kunststücke beibringen können, dann sollten Sie sich eher bei den Kurzhaarkatzen oder Halblanghaarkatzen umsehen, wobei die Maine Coon auch immer für eine Überraschung gut ist.

 

 

Berd Schmalke (Dienstag, 22. Juni 2021 17:27)

 

Neben der Perserkatze gibt es noch viele andere Katzenrassen die langes Fell besitzen. Sie alle tragen ein Gen für langes Haar in sich. Dieses Gen (l) wird im Gegensatz zum Kurzhaar-Gen (L) rezessiv vererbt (tritt zurück bzw. nicht in Erscheinung). So kommt es, dass die meisten Katzen, die genetisch betrachtet Langhaarkatzen sein sollten, gar nicht so langes Fell besitzen. Sie werden allesamt als Halblanghaarkatzen geführt! Unter anderem zählen dazu die Norwegische Waldkatze und die Sibirische Katze.

 

 

Vera Friedrich (Dienstag, 22. Juni 2021 01:31)

 

Aufgrund ihres unkomplizierten, liebevollen und ruhigen Wesens sind Katzenrassen der Langhaar-Varianten im Grunde ideale Haustiere für Erstkatzenhalter. Allerdings sollten Sie vor der Anschaffung bedenken, dass Langhaarkatzen-Rassen aufgrund ihres üppigen Haarkleides mit meist dichter Unterwolle als die mit Abstand Pflegeintensivsten gelten. Damit sich die tägliche Pflegeroutine so angenehm wie möglich gestaltet, ist es besonders wichtig, das Katzenbaby von Anfang an daran zu gewöhnen. Dies bedeutet, dass Sie als Besitzer schon in der ersten Phase des Zusammenlebens täglich ausreichend Zeit investieren sollten, um eine für beide Seiten zärtliche und entspannte Pflegeroutine zu etablieren. Wenn Sie sich dies als Katzenanfänger nicht zutrauen oder Sie berufsbedingt nicht die Zeit dafür aufbringen können, finden Sie auch unter den Kurzhaarkatzen viele sanfte und unkomplizierte Gemüter. In unserem Experten-Artikel lesen Sie alles Wissenswerte über Kurzhaarkatzen und ihre charakterlichen Stärken.

 

 

Peter Kumming (Dienstag, 22. Juni 2021 01:13)

 

Langhaarige Katzen für die Wohnungshaltung

Nahezu jede Katze mit Langhaar fühlt sich aufgrund ihres ruhigen Gemüts und nur gering ausgeprägten Bewegungsdrangs in einer Wohnung rundum wohl. Die Perserkatze und die Deutsch Langhaar zählen zu den beliebtesten Katzenrassen für die Wohnungshaltung, da sie an ihr Zuhause kaum Ansprüche stellen. Auch ohne Freigang behalten diese gemütlichen Langhaarkatzen ihr ausgeglichenes Wesen. In einer Wohnung lebende aktivere Langhaar-Katzenrassen wie die Maine Coon, Norwegische Waldkatze und Sibirische Katze benötigen hingegen ausreichende Klettermöglichkeiten. Ideal ist der Zugang zu einem Balkon, um ihrer natürlichen Entdeckungslust Rechnung zu tragen. Da diese eher urigen Langhaarkatzen auch eine ausgeprägte Intelligenz besitzen, sollten Sie als deren Besitzer auch darauf achten, durch regelmäßiges Spielen für willkommene Abwechslung zu sorgen.

 

 

Anja Heim (Dienstag, 22. Juni 2021 00:47)

 

Nur Langhaarkatzen mit einem top-gepflegten, flauschigen und glänzenden Fell verströmen jene bezaubernde Schönheit, die sie unter leidenschaftlichen Katzenfans so beliebt macht. Eine wichtige Grundvoraussetzung für eine entspannte Pflegeroutine von Anfang an sind eine vertrauensvolle Beziehung und eine ruhige Atmosphäre. Integrieren Sie die Fellpflege als festen Bestandteil in den gemeinsamen Alltag, damit Sie und Ihr Stubentiger diese so richtig genießen können. Idealerweise dauert die tägliche Fellpflege etwa fünfzehn Minuten, um ein Verfilzen der Haare konsequent zu vermeiden. Investieren Sie unbedingt in hochwertige Bürsten aus Naturborsten oder Kunststoffborsten mit Noppen, um Fell und Haut Ihrer Langhaarkatze zu schonen. Während des Fellwechsels im Herbst und Frühjahr sind Zupfbürsten optimal, da lose Haare damit besonders leicht entfernt werden können. Eventuell kann auch die Benutzung eines Entfilzungskamms oder eines speziellen Entfilzungssprays von Vorteil sein. Damit der Schwanz buschig bleibt, sollten Sie diesen nie kämmen, sondern immer nur vorsichtig bürsten. An sensiblen Hautpartien wie hinter dem Ohr, an den Beininnenseiten oder in der Region um den After empfiehlt sich das Vorbehandeln mit Pflegeprodukten wie Puder oder Schaum, damit Langhaarkatzen das anschließende Bürsten nicht als unangenehm empfinden. Erhält Ihr Liebling nach der Pflegeroutine ein Leckerli als Belohnung für das lange Stillhalten, wird er sich garantiert immer auf das ausgiebige tägliche Bürsten und Kämmen freuen.

 

 

Tierschutz( Montag, 21. Juni 2021 00:15)

 

Verwilderte Katzen vermehren sich schnell unkontrolliert - und führen dann häufig ein kurzes Katzenleben im Elend. Das Saarland führt daher nun eine Kastrationspflicht für diese Tiere ein.

 

 

Marsella Klopp (Donnerstag, 17. Juni 2021 23:44)

 

Rasseportrait Maine Coon

Sie hat den Namen vom Waschbären, die Treue vom Hund, die Robustheit der Amerikanischen Trapper und ist doch durch und durch eine Katze: Ein Prachtstück, mit stattlichem, kantigem und kräftigem Äußeren, hinter dem sich eine unerwartet liebevolle Seele, eine Spielernatur und eine Herrscherin mit sanfter Kralle verbirgt.

 

 

Florian Fuß (Donnerstag, 17. Juni 2021 21:31)

 

Länge und Gewicht der Katze

Die meisten Katzen sind etwa 50 bis 55 cm lang und etwa fünf 5 kg schwer, wobei weibliche Katzen immer etwas leichter und kleiner sind als entsprechende Kater derselben Katzenrasse. Je nach Rasse gibt es aber auch Katzen, die, wenn sie ausgewachsen sind, nur 2 kg wiegen oder sich auch an die 10 kg annähern ohne als übergewichtig zu gelten. Solch schwere Katzen sind dann auch deutlich größer als die angegebenen 50 bis 55 cm Kopf-Rumpf-Länge. Diese Katzenrassen werden dann auch als Großkatzen bezeichnet. Der Schwanz einer Katze misst in den meisten Fällen 25 bis 30 cm. Die längste Katze der Welt ist laut dem Guinness Buch der Rekorde 123,2 cm lang.

 

 

Peter Neim (Dienstag, 25. August 2020 21:18)

 

Hauskatzen haben eine Körperlänge von ungefähr 40 cm. Ihr Fell ist schwarz, rot, gelb oder weiß gefärbt und kann mit Streifen und Flecken versehen sein. Die Haare können lang oder kurz sein. Katzen bekommen im Winter ein dichteres Fell.
Sie können sehr gut hören und sehen. Die Pupillen ihrer großen Augen sind tagsüber schlitzförmig. Wenn es dunkel ist, sind die Pupillen groß und rund, damit die Katze trotz des wenigen Lichts gut sehen kann.
Die Hauskatzen leben bei den Menschen. Sie haben sich bei den Menschen eingewöhnt.
Katzen sind sehr gelenkig. Sie haben einen sehr guten Geruchssinn. Ihre Augen leuchten in der Nacht. Katzen sind Einzelgänger und sie besitzen ein Revier.
Die Katze ist ein Raubtier. Sie fängt vor allem Mäuse, aber auch Vögel. Für Hauskatzen gibt es fertiges Katzenfutter. Katzen trinken auch gerne Milch, davon sollen sie aber nicht zu viel bekommen.
Die Katzen haben vor Wasser Angst. Sie spielen gerne. Hauskatzen schlafen in Körben. Sie rollen sich am Boden ein. Manche Hauskatzen tragen auch ein Halsband. Sie liegen in der Sonne und genießen die Wärme.
Ein- oder zweimal im Jahr werfen Katzen Junge. Neun Wochen nach der Paarung werden zwei bis sechs hilflose Junge geboren. Die kleinen Katzen werden vier bis sechs Wochen lang gesäugt werden. Nach etwa vier Wochen beginnen die Jungen miteinander zu spielen. Sie üben das Anschleichen und Anspringen. Es kann sein, dass die Katzenmutter ihnen eine Maus mitbringt. Die Jungen versuchen, die Maus zu fangen. So lernen sie den Beutefang.
Taucht ein Feind auf, zum Beispiel ein Hund, macht die Katze häufig einen Buckel und sträubt die Haare. Dadurch sieht sie größer aus. Dazu faucht die Katze laut. Zieht sich der Hund nicht zurück, verpasst sie ihm einen Tatzenhieb auf die Nase, bei dem die Krallen ausgefahren sind. Lässt sich der Hund nicht einschüchtern, kann die Katze mit schnellen Sprüngen die Flucht ergreifen und sich auf einen Baum oder eine Mauer retten.

 

 

Inga Merz (Samstag, 22. Februar 2020 23:12)

 

Die Langhaarkatze

Um die Entstehung der langhaarigen Variante der Hauskatze ranken sich unzählige Geschichten und Mythen. Immer wieder werden die verschiedenen Wildkatzenarten als Quelle besonderer Eigenschaften, in diesem Fall in Bezug auf die Langhaarigkeit, bemüht. Dies soll hier näher betrachtet werden. Dazu ist gut, einmal einen kurzen Blick auf die nahe Verwandtschaft unserer Hauskatzen zu werfen. Hauskatzen, die oft als eigene Unterart Felis silvestris catus angesehen werden, gehören der Art Felis silvestris an. Alle Unterarten können untereinander fruchtbare Nachkommen zeugen und gehören somit zu einer gemeinsamen Art. Die Art Felis silvestris unterteilt sich in die Unterarten:

Falbkatze - die wilde Schwester
unserer Hauskatzen

Die Art Felis silvestris unterteilt sich in die Unterarten:

Felis silvestris silvestris (Europäische Wildkatze)
Felis silvestris lybica (Falbkatze oder Afrikanische Wildkatze)
Felis silvestris ornata (Asiatische Wildkatze oder Steppenkatze)
Felis silvestris cafra (Südafrikanische Wildkatze)
Felis silvestris bieti (Chinesische Wüstenkatze oder Graukatze, wird oft auch als eigene Art aufgeführt)

Die Ergebnisse eines Teams der Universität Oxford um den Genetiker Carlos Driscoll (a) waren für viele eine Überraschung: Genau wie der Mensch lassen sich weltweit alle Hauskatzen auf einen afrikanischen Urtyp zurückführen: Die afrikanische Wildkatze Felis silvestris lybica. „Insgesamt gibt es fünf wesentliche Erbgut-Linien, die in den heutigen Hauskatzen erkennbar sind”, schreibt Driscoll - die wichtigsten Merkmale seien heute immer noch ähnlich wie vor 100.000 Jahren. Ihre Heimat war der ganze Nahe Osten. Sie jagte, spielte und kämpfte auf den staubigen Feldern des sogenannten Fruchtbaren Halbmonds, der sich vom Tigrisdelta im heutigen Irak bis nach Oberägypten erstreckt. Andere lokale Wildkatzenarten spielten bei der Entstehung der Hauskatzen ursprünglich keine Rolle. Möglicherweise kam es bei Hauskatzen hin und wieder in geringem Umfang Einkreuzungen, die jedoch keine heute nachweisbaren Spuren im Genpool der Hauskatzen hinterließen.

Ein kurzer Ausflug in die Genetik: Das Langhaargen

Bei Katzen ist ein bestimmtes Gen, der so genannte Fibroblasten Wachstumsfaktor 5 (FGF5), für die Haarlänge verantwortlich. Die bei Wildkatzen vorkommende Form des Gens bewirkt einen Wachstumsstopp nach einer bestimmten Zeit und führt so zu kurzem Fell. Für langes Fell sind vier verschiedene Allele (Mutationen) von FGF5 bekannt, die rezessiv sind und die das Wachstum des Haares nicht stoppen. Drei dieser Allele sind relativ rassespezifisch, eines kommt bei allen Langhaarrassen und deren Mischlingen vor:
Allel M1: Ragdoll
Allel M2: Norwegische Waldkatze
Allel M3: Maine Coons und Ragdoll
Allel M4: alle Langhaarrassen und Mischlinge incl. Ragdoll, Maine Coon und Norwegische Waldkatze.

Weitere, noch nicht identifizierte Gene, so genannte Modifikatorgene, haben zusätzlich einen Einfluss auf das Wachstum der Haare und sind dadurch verantwortlich für das Ausmaß der Langhaarigkeit. Grundsätzlich kann man also genetisch zwischen Langhaar und Kurzhaar unterscheiden. Halblanghaar wird durch weitere, von FGF5 unabhängig vererbte Modifikatorgenen bewirkt.

Bei Persern, Birma, Sibirischer Waldkatze und türkischen Langhaarkatzen (Van und Angora) kommt vor allem M4 vor. M4 ist vermutlich die älteste Mutation und kommt deshalb in allen Langhaarrassen vor. M1, M2 und M3 sind vermutlich später unabhängig voneinander entstanden und wurden durch Foundationtiere in geringem Maß in die Rassen Ragdoll (M1, M3), Norwegische Waldkatze (M2) und Maine Coon (M3) eingebracht.

Das bedeutet, dass alle Langhaarkatzen vor langer Zeit einen gemeinsamen Vorfahren hatten, bei dem durch Mutation des Wildgens die Variante M4 entstand. Seine Nachkommen gaben das Gen weiter, bis schließlich durch die Verpaarung von zwei Träger von M4 die ersten langhaarigen Kätzchen geboren wurden. Mit Hilfe des Menschen verbreitete sich die attraktiven Langhaarkatzen und mit ihnen das Langhaargen M4 über die ganze Welt.

 

Kommentar von J. Karg

 

Von der Genetik einer Langhaarkatze habe ich keine Ahnung. Ich kenne allerdings deren Auswirkungen aus dem Beisammensein mit meiner Schnurzel. Man kann ganz einfach die Langhaarigkeit als einen genetischen Defekt betrachten, der die Haare so lange wachsen lässt, bis sie ausfallen. Das geschieht das ganze Jahr über. Anfangs dachte ich schon an Haarausfall, als ich die Menge des Gewölles sah, welches ich ständig von meinen Teppichen bürstete.

Durch Rückkreuzung (eine Form des Inzests) wird diese Mutation stabilisiert und zu einer neuen Rasse, die in freier Natur wieder untergehen würde. Bei Kurzhaarkatzen geschieht der Fellwechsel kontrolliert zu bestimmten Jahreszeiten. 

Dieser Gendefekt hat aber noch andere Folgen. Mir fiel auf, dass meine Maine Coon sich ständig eine Schicht der Nägel abbiss, sodass sie innerhalb von vierzehn Tagen mit allen Nägeln durch war. Während bei Kurzhaarkatzen die Nägel verhornen, fand ich die abgebissenen fast transparenten kleinen Schälchen überall in der Wohnung. Ich gehe daher davon aus, dass die Steuerung des Haarwuchses über die Keratin-produktion verläuft. Auch wurde mir die ständige Rupferei an meinenTeppichen dadurch einsichtig. Es muss sie an den Nägeln jucken.

Auch die schwache Stimme ist ein Ergebnis dieser Mutation.