Kargs Kummerkasten

 

 

Hier haben Sie die Möglichkeit, sich in unser Online-Gästebuch einzutragen. Ich freue mich, Ihre Wünsche, Anregungen und Eindrücke zu erfahren.

 

Impressum: Jürgen Karg, Fasanenweg 2, 75428 Illingen,

                    juergenkarg@web.de

 

 

Hinweis in eigener Sache:

 

Ich habe mittlerweile das Alter von 80 Jahren erreicht, und es flutscht bei mir nicht mehr wie früher. Meine HP ist aber noch nicht komplett. In den Themenbereichen Musik und Stereofotografie kommt nichts mehr dazu. Beides ist Historie. Meine ehemalige Ausrüstung dazu ist mittlerweile defekt (planned obsolescence).

 

Kommentare

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  • Dr. Prof. Heinrich Mengele (Freitag, 24. Juni 2022 15:00)

    Nein, geboren wird man wirklich nicht zum Kontrabaß. Der Weg dorthin führt über Umweg, Zufall und Enttäuschung. Ich darf sagen, daß bei uns im Staatsorchester von acht Kontrabassisten nicht einer ist, den das Leben nicht gebeutelt hätte und dem die Schläge, die es ihm ausgeteilt hat, nicht noch heute ins Gesicht geschrieben stünden. Ein typisches Kontrabassistenschicksal ist zum Beispiel meines:

    Dominanter Vater, Beamter, unmusisch; schwache Mutter, Flöte, musisch versponnen; ich als Kind liebe die Mutter abgöttisch; die Mutter liebt den Vater; der Vater liebt meine kleine Schwester; mich liebt niemand - subjektiv jetzt. Aus Haß auf den Vater beschließe ich, nicht Beamter, sondern Künstler zu werden; aus Rache an der Mutter aber am größten, unhandlichsten, unsolistischsten Instrument; und um sie quasi tödlich zu kränken und zugleich dem Vater noch einen Fußtritt übers Grab hinweg zu versetzen, werde ich nun doch Beamter: Als Kontrabassist im Staatsorchester, drittes Pult. Als solcher vergewaltige ich täglich in der Gestalt des Kontrabasses, des größten der weiblichen Instrumente - formmäßig jetzt -, meine eigene Mutter, und dieser ewige inzestuöse symbolische Geschlechtsverkehr ist natürlich eine jedmalige moralische Katastrophe, und diese moralische Katastrophe steht jedem von uns Bassisten ins Gesicht geschrieben. Soviel zur psychoanalytischen Seite des Instruments. Bloß hilft diese Erkenntnis nicht viel, weil . . . die Psychoanalyse ist ja am Ende. Das wissen wir ja heute, daß die Psychoanalyse am Ende ist, und die Psychoanalyse selbst weiß es auch. Weil, erstens wirft die Psychoanalyse viel mehr Fragen auf, als sie selber lösen kann, wie eine Hydra - bildlich jetzt -, die sich selbst den Kopf abschlägt, und das ist der innere nie zu lösende Widerspruch der Psychoanalyse, an der sie selbst erstickt, und zweitens ist die Psychoanalyse heute ja Allgemeingut. Das weiß ja heute jeder. Im Orchester sind ja von hundertsechsundzwanzig Mitgliedern über die Hälfte in der Psychoanalyse. Da können Sie sich vorstellen, das heute das, was vielleicht vor hundert Jahren noch eine sensationelle wissenschaftliche Entdeckung gewesen wäre oder hätte sein können, heutzutage dermaßen normal ist, daß sich darüber kein Mensch mehr aufregt. Oder wundert Sie das, daß heute zehn Prozent depressiv sind? Wundert Sie das? Mich wundert das nicht. Sehen Sie. Und dazu brauche ich keine Psychoanalyse. Viel wichtiger wäre es - wo wir schon einmal dabei sind -, wenn wir vor hundert bis hundertfünfzig Jahren eine Psychoanalyse gehabt hätten. Dann wäre uns beispielsweise von Wagner einiges erspart geblieben. Der Mann war doch hochneurotisch. Ein Werk wie Tristan beispielsweise, das größte, was er zustande gebracht hat, wie ist denn das entstanden? Doch nur deshalb, weil er es mit der Frau von einem Freund getrieben hat, der ihn jahrelang ausgehalten hat.

    Jahrelang. Und dieser Betrug, dieser, wie soll ich sagen, diese schäbige Verhaltensweise hat ihn selber dermaßen vor sich selbst gewurmt, daß er daraus gleich die angeblich größte Liebestragödie aller Zeiten machen mußte. Totale Verdrängung durch totale Sublimierung. „Höchste Lust“ et cetera, kennen Sie. Ehebruch war ja damals noch eine außergewöhnliche Sache. Und jetzt stellen Sie sich vor, Wagner wäre damit zum Analytiker gegangen! Ja - eins ist klar: Den Tristan hätte es dann nicht gegeben. Soviel steht fest, denn dazu hätte die Neurose dann nicht mehr ausgereicht. - Er hat ja übrigens auch seine Frau geschlagen, der Wagner. Die erste natürlich. Die zweite nicht. Die bestimmt nicht. Aber die erste hat er geschlagen. Überhaupt ein unangenehmer Mensch. Scheißfreundlich hat er sein können, wahnsinnig charmant. Aber unangenehm. Ich glaube, er hat sich selbst nicht leiden können. Hat ja auch dauernd Gesichtsausschläge gekriegt vor lauter . . . Ekelhaftigkeit. Naja. Aber die Frauen haben ihn mögen, reihenweise. Starke Anziehung auf Frauen ausgeübt, der Mann.

    Unbegreiflich . . .

    Er überlegt.

    . . . Die Frau spielt ja in der Musik eine untergeordnete Rolle. In der schöpferischen Musikgestaltung, meine ich. Oder kennen Sie eine namhafte Komponistin? Eine einzige? Sehen Sie! Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? Darüber sollten Sie einmal nachdenken.

  • Dr. Peter Fischer (Freitag, 24. Juni 2022 14:56)

    Die spanisch-habsburgische Vormachtstellung in Europa und in der Welt wurde durch den auf beiden Seiten der Pyrenäen enthusiastisch gefeierten Frieden von Cateau-Cambrésis zunächst besiegelt. Frankreich schied für vierzig Jahre als weltpolitische Großmacht aus und versank in Religions- und Bürgerkriegen. Spanien wurde durch den Niederländischen Aufstand in den Achtzigjährigen Krieg gezwungen, der einen allmählichen Niedergang seiner europäischen Vormachtstellung einleitete. Da der habsburgisch-französische Gegensatz fortdauerte, versuchte Frankreich mit wechselndem Erfolg, die spanische Schwächung auszunutzen und sich aus der habsburgischen Umklammerung zu lösen, die aber erst Ludwig XIV. endgültig zerschlagen konnte. So gelang es Frankreich im Westfälischen Frieden von 1648 und im Pyrenäenfrieden von 1659, auf Kosten Spaniens seine eigene Vorherrschaft in Europa zu etablieren, in deren Folge Italien erneut Kriegsschauplatz französisch-habsburgischer Kriege wurde. Mit der Übernahme des spanischen Throns durch das Königshaus der Bourbonen nach dem Frieden von Utrecht von 1713, der den Spanischen Erbfolgekrieg beendete, zerbrach die Verbindung zwischen Habsburg und Spanien endgültig.

    Die italienischen Staaten verloren in den Kriegen zwischen Frankreich und Habsburg ihre Unabhängigkeit und wurden bis zur Einigung Italiens 1861 zum Spielball und Kriegsschauplatz in den Auseinandersetzungen der europäischen Großmächte. Zugleich wurden jedoch in Savoyen die Grundlagen für einen starken Staat geschaffen, der sich im 17. und 18. Jahrhundert als Königreich Sardinien-Piemont zu einer europäischen Mittelmacht entwickelte und Italien im 19. Jahrhundert im Risorgimento aus der Fremdherrschaft befreien sollte.

  • Lea Minz (Freitag, 24. Juni 2022 14:52)

    Hallo Jürgen ich würde Vulcaon in Italien so bezeichnen:

    Die Insel Vulcano ist das heimliche Highlight bei einer Reise auf die Liparischen Inseln! Auf einem kurzen, leicht zu bewältigenden Anstieg ist man am Kraterrand und erreicht eine bizarre Welt voller Schwefel, Vulkandämpfen, aber auch tollen Ausblicken auf die anderen Inseln. Mit etwas Glück sieht man vom höchsten Punkt des Kraterrandes sogar den Ätna auf Sizilien.

    Der letzte große Ausbruch des Gran Cratere liegt schon mehr als 100 Jahre zurück: von 1888-1890 ist der der Vulkan das letzte mal ausgebrochen. Teile der nahen Ortschaft sowie eine Schwefel- und Alaunmine im Krater wurden dabei zerstört. Der Ausbruch dauerte knapp 2 Jahre und war relativ explosiv. Nach dieser Eruption werden Ausbrüche mit ähnlicher Explosivität weltweit als „vulcanianisch“ bezeichnet. Das Wort „Vulkan“ indes kommt vom römischen Gotte des Feuers und der Schmiede, Vulcanus, dessen Sitz die Römer hier im Untergrund vermuteten (wie übrigens auch die Griechen bei Hephaistos).

    Letzter Ausbruch des Vulcano anno 1890 (Bildquelle: Wikimedia Commons)Seit seinem letzten Ausbruch plagen den Vulkan der südlichsten Insel des Archipels „arge Bauchschmerzen“, wie die Strombolaner schmunzelnd über die Nachbarinsel bemerken. Dies kann man schon bei der Ankunft am Hafen riechen, wo einem der Geruch von faulen Eiern in die Nase steigt. Man kann sogar im übel riechenden Schwefel-Schlamm ein Bad nehmen, und untermeerische Fumarolen lassen das Meer an einigen Stellen sprichwörtlich kochen.

    Wer aber nach der obligatorischen Kraterumrundung seine Zeit auf der Insel Vulcano anders nutzen will, kann z.B. auf einer gemieteten Vespa zum südlichen Endpunkt der Straße nach Gelso fahren. Es erwarten einen dabei 15 aufregende Kilometer und ab der Passhöhe auf 400 Metern die vermutlich schönste Serpentinenstraße Italiens bis hinunter ans Meer.

  • Werner Heim (Freitag, 24. Juni 2022 14:07)

    Er ist mal groß und auch mal klein
    und kann so voller Anmut sein.

    Aus einem starken Rumpf,
    ein schlanker Hals sich zeigt,
    wird er von Künstlerhand geführt,
    die Weiblichkeit sich gern verneigt.

    Wer seine Saiten hat berührt,
    für immer dieses Feuer spürt.

    Man könnte dichten,
    ohne Unterlass,
    um die Schönheit zu beschreiben,
    von einem Kontrabass.

  • Olaf Jenisch (Donnerstag, 23. Juni 2022 19:59)

    Eine Klangreise spricht durch den Einsatz von Klangschalen, verschiedenen Instrumenten sowie der Stimme alle fünf Sinne an. Die Klänge wirken sich durch Lösen von Verspannungen harmonisierend auf den ganzen Körper aus und führen zu einer wohltuenden und tiefen Entspannung.

  • Jens Todt (Freitag, 03. Juni 2022 21:42)

    Tag, und alles Gute.
    Ich bin es satt, immer zu sehen ob es weitere geile Bilder in Rot/grün gibt.
    Vielleicht kommt ja was neues? Wäre schön, Du hast eine tolle Bilder auswahl. Vielleicht gibt es ja mal ein Fotobuch auf der Homepage zum kaufen?

  • Martina Grundmann (Freitag, 03. Juni 2022 21:40)

    Temperamente beeinflussen uns als Mensch, aber keiner will die Hose runterlassen! Aber mach doch mit dem Thema bitte weiter!

  • Charles Baudelaire (Dienstag, 24. Mai 2022 20:42)

    Ich finde es toll, dass Du Themen hast, die sonst nur im Unterbewustsein, herrschen.
    Auch Dinge die es mal gab und nicht mehr auftauchten, wie Stereo und Syntie. Doch auch bei Dir ist nun etwas Ruhe rein gekommen. Ich hoffe es geht bald wieder etwas bei Dir ins Internet und Deine Homepage wird wieder gefüllt mit neuen Bildern und Themen.

  • Martina Grundmann (Dienstag, 24. Mai 2022 17:03)

    Eine Seite mit gutem Start und bösem Ende!

    Denn ich finde Deine Meinungen und Bericht, die mich im Herzen treffen und so gut sind dass ich die mehrmals gelesen habe und auch Deinen Buchempfehlungen gefolgt bin.

    Nun ja jetzt hat sich das Blatt gewendet und nur noch Meinungen von anderen drin und von Dir nichts mehr Neues.

    Vielleicht machst Du nur eine Pause?

    Es wäre schön, wenn Neues bald folgen wird. Gruß Martina

  • Erika Layer (Samstag, 30. April 2022 14:06)

    Klangschalen eignen sich wunderbar zum Stressabbau.
    Kommst Du angespannt von der Arbeit nach Hause, kann Dir eine Klangschale helfen, loszulassen und zu entspannen. Nehme Dir jeden Tag einige Minuten Zeit, um mit Deiner Schale zu spielen und Neues zu erleben! Klangschalen unterstützen auch das Einschlafen und einen tiefen, erholsamen Schlaf.

  • Heike Renner (Dienstag, 01. März 2022 14:49)

    Fast ein Jahr ist vergangen, seit Rebecca Knickmeyer die Teilnehmer ihrer neusten Studie zum ersten Mal traf. Die Neurowissenschaftlerin von der University of North Carolina School of Medicine in Chapel Hill untersucht die Entwicklung unseres Gehirns und beobachtet in einer Reihe von Tests zum Verhalten und Temperament, wie sich 30 Neugeborene innerhalb eines Jahres in krabbelnde, neugierige Kleinkinder entwickeln. Bei einem Experiment soll die Mutter erst aus dem Raum verschwinden, um anschließend mit einem Fremden zurückzukommen; bei einem anderem werden den Kindern nach und nach immer noch furchterregendere Halloweenmasken gezeigt. Wenn das überstanden ist, sollen die Kleinen friedlich schlafen, während ein lauter Kernspintomograf ihr Gehirn scannt.

    "Wir versuchen, auf alles vorbereitet zu sein, und wissen genau, was zu tun ist, falls die Kinder eine Pause brauchen", sagt Knickmeyer. Neben den Vorgängen im kindlichen Gehirn interessiert sich die Forscherin aber auch für etwas ganz anders: Die Zusammensetzung des Mikrobioms im Stuhl, sprich die gesamte Darmflora mit all den Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen, die im Darm der Kinder leben. Ihr Projekt – liebevoll als "Scheiße-Studie" bezeichnet – beleuchtet die immer häufiger gestellte Frage, ob Mikroorganismen im Darm auch die Hirnentwicklung von Kindern beeinflussen. Das Projekt läuft genau zur richtigen Zeit, denn immer mehr Untersuchungen an steril und keimfrei gehaltenen Versuchstieren legen nahe, dass Mikroorganismen aus dem Darm nicht nur unser Verhalten beeinflussen, sondern auch die Physiologie und Neurochemie des Gehirns verändern.

  • Karin Uhl (Dienstag, 01. März 2022 14:21)

    Der Dämon in mir

    Meine Königin im Schatten , meine Königin der Nacht
    Du sollst der Grund sein , weshalb der Dämon...in mir erwacht.
    Ich suche Sie so endlos lang, bis ich sie finde
    Denn nur Sie soll es sein, an die ich mein Herz Binde

    Mitternacht , Ich zieh meine Lederjacke an,
    tauche in die Finsternis... bis ich nur noch Dämonen sehen kann.
    Meine Augen schwenken gezielt, auf die des meines gleichen.
    Bis sich der Blick trifft und wir voneinander nicht abweichen

    Doch dies ist nur die Süße der Frau.
    Die dich lockt doch sprichst du mit ihr, verblasst die Süße zu Staub.
    Meine Ohren werden Taub..
    Zeit sich zu verabschieden , denn sie ist es nicht , mein Schicksal der ich mein Herz anvertrau

    So Wandel ich weiter hin durch düstere Gassen.
    Um mich innerlich zu fassen und die Chance für Sie nicht zu verpassen.
    Der Regen fällt , und ich sehe Seelenlose Menschen
    Die nicht an die Liebe sondern an was ganz anderes denken

    Fast um 1 , ich stell mich in die Reihe eines Clubs.
    Und hoffe, der Eingang ist es...der mein Schicksal entpuppt.
    Rote , Blaue und Blitzende Lichter..
    Zeigen mir Nach Sex und Alkohol hungernde Gesichter

    Ich schau mich um und erkenne eine Frau,
    Ihre Augen Rot gefärbt und ihre Haare Aschgrau.
    Ist sie es, der Teufel der mich zum Dämonen erweckt ?
    Oder ist es ihr verführender Blick, der meine Hoffnung niederstreckt.

  • Monika Petersen (Dienstag, 01. März 2022 12:59)

    Geliebtes Schätzchen

    Früh morgens wenn der Tag angeht,
    strahlst du mich an wie Sonnenlicht,
    auch wenn mein Haar zu Berge steht,
    zeigst du ein freundliches Gesicht.

    Gerührt sitz ich am Frühstückstisch,
    es glänzt hell auf mein Augenpaar,
    wenn du bewegst verführerisch,
    den Körper wie ein Superstar.

    Geh ich zum Dienst so um halb Acht,
    stehst du ganz traurig vor der Tür,
    vom Nachbarn wirst du angelacht,
    doch er hält Abstand mit Gebühr.

    Am Abend komm ich spät nach Haus,
    küsse dich, sag zärtlich Schätzchen,
    du bist für mich ein Augenschmaus,
    mein allerliebstes - Siamkätzchen.

  • Nicole Pressente (Dienstag, 01. März 2022 12:17)

    Temperamentenauswertung oder Prävention von Verhaltensstörungen in der Kita

    An dieser Stelle wird deutlich, dass nicht nur die Familie, sondern auch die Kita korrigierende Erfahrungen ermöglichen sollte, um Verhaltensstörungen vorzubeugen. Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland aus dem Jahre 2018 sind nämlich alarmierend: Unter den Drei- bis Fünfjährigen gelten vierzehn Prozent der Mädchen und einundzwanzig Prozent der Jungen als psychisch auffällig, bei niedrigem sozialem Status liegen die prozentualen Anteile ungleich höher. Vor dem Hintergrund des Gesagten können die besorgniserregenden Gefährdungen der psychischen Gesundheit von kleinen Kindern auch als Ausdruck einer wenig differenzierenden Entwicklungsförderung gedeutet werden.

    Die Bedingungen für unterschiedliche pädagogische Antworten auf unterschiedliche Kinder sind in der Kindertagesstätte nicht optimal. Zur schwierigen Personalsituation kommt die paradoxe bildungspolitische Vorgabe, Kinder auf der einen Seite als Individuen zu betrachten, auf der anderen Seite aber allen ähnliche Erziehungs- und Lernangebote zu machen. Im modernen Selbstbildungsparadigma werden seit fünfzehn Jahren vorrangig freie und individualisierte Lernformen in offenen Kita-Konzepten als Königsweg zum Bildungserfolg erklärt, wobei gerade Kinder mit Entwicklungsrisiken darin keine optimale Struktur vorfinden. Eine einseitige Ressourcenorientierung in Lerndokumentationen verstellt zudem den Blick für Defizite und damit für Entwicklungsrisiken bei Kindern.
    Fazit – was uns die Temperamentsforschung lehrt

    Als Fazit lässt sich aus der Temperamentsforschung ableiten: Kinder haben von Geburt an unterschiedl iche Temperamentsmerkmale. Sie müssen auch von Geburt an eine unterschiedliche Erziehung und Förderung erfahren, vor allem dann, wenn ihre angeborenen Merkmale eine altersgemäße soziale und kognitive Entwicklung erschweren. Unterschiedliche Kinder in der Kindertagesstätte entwickeln sich dann am besten, wenn die Erziehungs-, Bildungs- und Lernangebote zusammen betrachtet mindestens so unterschiedlich sind wie die Temperamente der Kinder. Nur dann findet jedes Kind das passende Angebot, das es zur Erweiterung seines anlagebedingten Verhaltensspektrums braucht.

  • Hans Josef Rommerskirchen (Dienstag, 01. März 2022 12:17)

    Alleine die Fröschlein am Teich

    Fritze, Fritze ,Fratz,
    es quakt nicht Hund noch Katz,
    das Nilpferd nicht,und auch kein Bär,
    kein Fisch, im großen Meer.
    Kein Storch und auch kein Pelikan,
    die Ente nicht,und auch kein Schwan.
    Alleine die Fröschlein im Teich,
    die quaken all zu gleich.

  • Anita Namer (Dienstag, 01. März 2022 11:46)

    Zeitlos

    Die Seele bekommt keine Falten,
    sie ist einfach nur Liebe und Licht,
    sie kann auch wohl nicht altern,
    zeitlos – gibt es sowas nicht.

    Sie kommt auf diese Erde
    mit einem leeren Korb,
    Er wird gefüllt mit Leben,
    an x-belieb`gem Ort.

    Mit reicher Ernte heimwärts
    geht`s dann mal irgendwann,
    ob`s stimmt, was ich hier ersinne,
    erfährt jeder da, wo alles begann.

  • Horst Rehmann (Dienstag, 01. März 2022 11:41)

    Einz-igart-ig

    Ein Mann namens Kön..
    geboren in Leipz..
    ganz sicher schon siebz..
    bekleidet sehr dürft..
    Gesicht und Hände schmutz..
    saß einst in Danz..
    auf Decken, recht dreck..
    und neben ihm ein Käf..
    mit einem kleinen Zeis..
    der sehr, sehr art..
    überaus fleiß..
    galant und läss..
    obwohl das Wetter eis..
    zwischen Blätter und Reis..
    an Obst pickte, das mad..
    doch ein Passant wurde stutz..
    obwohl der Vogel sehr putz..
    roch dieser nach Ess..
    und irgendwie muff..
    mit einem Wort, ekl..
    drum fand er es wicht..
    ganz sicher auch richt..
    das er flott und hurt..
    natürlich vernünft..
    zumindest einstweil..
    doch nicht endgült..
    und nicht für ew..
    ihn bringt zu Herrn Will..
    nach Sinz..
    denn der ist feinfühl..
    auch nicht geiz..
    niemals hitz..
    immer lust..
    trotzdem mut..
    und stets ems..
    Vögel rechtzeit..
    kurzfrist..
    und güt..
    zu pflegen – großzüg..
    und - warmherz..

  • Ute Berling (Montag, 28. Februar 2022 15:29)

    Im Gegensatz zu jungen, kleinen Katzen, die bisher kaum mit unterschiedlichen Menschen, Orten und Situationen zu tun hatten, bringen bereits ausgewachsene, ältere Katzen ihre bisherigen Erfahrungen – sowohl gute als auch schlechte – in ihre neue Umgebung mit. Deshalb ist es ratsam, sich die notwendige Zeit zu nehmen, damit die ältere Katze ihr neues Zuhause und die Familie in Ruhe kennenlernen kann. Diese vier Tipps helfen Ihnen beim Eingewöhnen Ihrer neuen alten Katze.
    1. Bringen Sie alte Gewohnheiten Ihrer Katze in Erfahrung

    Wenn Ihre Katze von einem früheren Besitzer/einer früheren Besitzerin zu Ihnen gekommen ist, scheuen Sie sich nicht, ihm/ihr ein paar wichtige Fragen zu stellen:
    Hat die Katze die meiste Zeit eher drinnen oder draußen verbracht?
    Hat sie ein besonderes, bestimmtes, vielleicht auch ein eigenwilliges Verhalten, auf das man besonders achten muss?
    Kuschelt die Katze gerne, sucht sie Nähe oder ist sie eher zurückhaltend gegenüber Menschen?
    Welches Futter hat die Katze bisher gefressen, gab es Vorlieben?
    Welches Katzenstreu wurde verwendet?
    Hatte die Katze (viel) Kontakt zu Kindern?

    Je mehr Informationen Sie nutzen können, desto einfacher gewöhnt sich die Katze an ihre neue Familie und Umgebung.
    2. Drängen Sie Ihre neue Katze nicht

    Akzeptieren Sie am Anfang den Kontakt, den Ihre neue Katze Ihnen von sich aus entgegenbringt, und gehen Sie dann langsam, Schritt für Schritt weiter. Lassen Sie die Katze in den ersten Wochen mit den Interaktionen beginnen. Nehmen Sie sich Zeit und seien Sie geduldig, wenn sie ängstlich oder scheu ist.

    Versuchen Sie nicht, die Katze hochzunehmen oder zu streicheln, wenn sie es nicht möchte oder noch nicht bereit ist. Ihre Katze wird Ihnen sonst womöglich mit einem Kratzer oder Biss zeigen, dass sie noch nicht soweit ist. Leckerlis können dabei helfen, das erste Eis zu brechen. Denken Sie einfach daran, dass sich Geduld und Ruhe auf lange Sicht auszahlen werden.
    3. Ermöglichen Sie der Katze eine schrittweise Eingewöhnung

    Ihre neue Katze wird sich in ihrer neuen Umgebung erst sicher fühlen, wenn sie die Möglichkeit nutzen konnte, jeden Zentimeter des Hauses zu erkunden. Wenn Sie die Katze zum ersten Mal nach Hause bringen, lassen Sie sie zunächst nur einen Bereich des Hauses erkunden und bieten Sie ihr dann langsam immer weiteren Zugang zu anderen Bereichen an. (Ihre Katze sollte immer leichten Zugang zu ihrer Futter- und Wasserschale haben, ihr Katzenklo sollte sich an einem separaten Ort befinden. Beide Bereiche sollten immer zugänglich sein.

    Begrenzte Zugangsmöglichkeiten am Anfang helfen der Katze, sich schneller einzuleben. Wenn Sie den Zugang zu Ihrem Zuhause erweitern, kann auch die Katze ihr „Universum“ langsam und in ihrem eigenen Tempo erweitern. Die Chancen stehen dann gut, dass Ihre neue Katze mit Selbstvertrauen durch die Räume huscht, bevor Sie sich versehen.
    4. Legen Sie ein paar Abläufe fest

    Zu den wichtigsten Abläufen für Katzen gehören geregelte Spiel- und Essenszeiten. Ein regelmäßiger Mahlzeitenplan gibt Ihrer Katze ein Gefühl des Vertrauens und sie freut sich über Ihre Anwesenheit. Regelmäßige Spielzeiten werden Ihre Beziehung zu ihr weiter verbessern.

    Auch ein vorhersehbarer Aktivitätsgrad im Haushalt mit festgelegten Morgen- und Abendritualen ist wichtig. Wenn Sie ständig ändern, wie Sie Dinge erledigen, kann das Ihre Katze verwirren, und sie kann sich nicht so gut auf Abläufe einstellen.

    Es kann zwar auch herausfordernd sein, einer älteren Katze bei der Eingewöhnung an das neue Zuhause zu helfen, aber mit viel Zeit, Geduld, Ruhe und Beständigkeit wird sich Ihre neue Begleiterin schon bald zuhause fühlen.

  • Marta Schnell (Montag, 28. Februar 2022 15:28)

    Charakterstarker Mitbewohner gewünscht?

    Bei vielen Menschen gelten Hunde als treu und gutmütig, Katzen als charakterstark und eigensinnig. Das mag daran liegen, dass Katzen meist sehr unmissverständlich zeigen, wenn ihnen etwas nicht passt. Bevor sie aber tatsächlich ihre Krallen ausfahren und den Menschen verletzen, machen sie ihren Unmut in der Regel bemerkbar – leider können aber viele Menschen die leicht nach hinten gezogenen Ohren, das Zittern der Schnurrhaare oder das minimale Zucken der Schwanzspitze nicht deuten. Informieren Sie sich vor dem Einzug Ihres neuen Mitbewohners ausführlich über das Verhalten und die Bedürfnisse von Katzen, damit Sie von Anfang an einen guten Start miteinander haben.

    Alles eine Frage der Erziehung?

    Ganz klar: Katzen kann man nicht so erziehen wie Hunde. Aber man kann sie in jedem Fall beeinflussen. Zum Beispiel durch ausreichend Beschäftigung, die Wahl des Katzenstreus oder durch die geschickte Platzierung von Kratzbäumen an den richtigen Stellen. Denn eine glückliche und ausgeglichene Katze wird sich nicht an Sofa, Tapeten oder ähnlichem auslassen. Um ausgeglichen zu sein, muss die Katze nicht unbedingt vor die Tür gehen. Viele Stubentiger sind auch in der Wohnung glücklich, wenn sie ausreichend Platz, einen Kratzbaum und verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten haben. Außerdem lieben Katzen höher gelegene, gut erreichbare Liegestellen, etwa auf Schränken oder dem Fensterbrett, um von dort einen guten Blick auf ihre Umgebung oder nach draußen zu genießen. Darüber hinaus sollten Wohnungskatzen immer zu zweit gehalten werden, da Katzen sehr gesellige Tiere sind und der Mensch einen Artgenossen nicht ersetzen kann.

    Baby an Bord?

    Katzen spüren gern die wärmende Nähe ihrer Menschen und kuscheln auch gerne, wenn sie selbst bestimmen dürfen, wann Schmusestunde ist. Wenn ein Baby im selben Haushalt lebt, sollten Sie jedoch darauf achten, die Katze nicht mit dem Kind alleine zu lassen. Katzen sind von Natur aus neugierig und möchten den kleinen Mitbewohner sicherlich mal näher beschnuppern. Dies sollte jedoch von Ihnen behutsam und aufmerksam begleitet werden. Denn leicht kann sich die Katze durch plötzliche Bewegungen des Kindes erschrecken und es dann unter Umständen verletzen. Manche Katzen legen sich auch gern auf den warmen Babykörper, rollen sich zusammen und könnten so das Kind gefährlich bedrängen. Auch das Einatmen von Katzenhaaren tut dem Baby nicht gut.

    Bereiten Sie sich gut vor!

    Sind Sie sich sicher, dass eine Katze genau das richtige Haustier für Sie ist, und der tierische Mitbewohner soll bald einziehen? Dann sollten Sie alles für Ihre neue Katze vorbereiten. Ganz wichtig sind natürlich das Katzenklo und entsprechende Streu. Bekommen Sie mehrere Katzen, sollte es immer ein Katzenklo mehr als Tiere im Haushalt geben. Wenn Ihre Katze nach draußen darf, wird sie das Katzenklo zwar vermutlich nicht so oft benutzen, dennoch ist es sinnvoll und wichtig eins bereitzustellen.

    Katzen freuen sich auch über einen Kratzbaum, an dem sie sich austoben können. Spezielles Spielzeug für Katzen ist nicht zwingend nötig, denn Katzen kann man mit fast allem, was rollt oder raschelt glücklich machen – sei es ein Pappkarton, ein Tischtennisball oder eine zusammengeknüllte Zeitung. Am liebsten spielt die Katze natürlich gemeinsam mit ihrem Menschen. So kann man auch direkt die Bindung festigen und es bringt für Zwei- und Vierbeiner eine Menge Spaß.

    Zu guter Letzt brauchen Katzen natürlich altersentsprechendes Futter und jederzeit Zugang zu Wasser (keine Milch!).

    Trotz ihrer Willensstärke brauchen Katzen viel Aufmerksamkeit und möchten Zeit mit ihrem Menschen verbringen. Überlegen Sie sich vor der Anschaffung, ob Sie Ihrem Tier das bieten können, und auch, wer sich um Ihre Katze kümmert, wenn Sie einmal verhindert sind.

    Gesundheit!

    Spätestens wenn Ihre Katze eingezogen ist, sollten Sie sich über Impfungen informieren. Katzen, die nach draußen dürfen, müssen auf jeden Fall regelmäßig geimpft werden (zum Beispiel gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut). Außerdem sollten Freigänger vor Parasiten wie Flöhen geschützt werden, entweder mit einem Flohschutzhalsband oder einem Spot-on-Produkt wie Advantage Spot-on. Auch ein Zeckenschutz ist je nach Wohnort zu empfehlen..

    Wird die Katze geschlechtsreif, sollte man sie kastrieren lassen. Kater markieren sonst sehr unangenehm ihr Revier und Katzen können schon mit neun Monaten trächtig werden. Bei Freigängern wird so außerdem die ungewollte Vermehrung der Vierbeiner unterbunden. Recherchieren Sie eine – idealer Weise katzenfreundliche – Tierarztpraxis in Ihrer Nähe und lassen sie sich dort bzgl. aller Gesundheitsthemen beraten.

    Fazit

    Katzen sind zwar charakterstark, aber auch verschmuste und verspielte Weggefährten, die trotz vieler gegenteiliger Meinungen sehr an ihren Menschen und ihrem Haushalt hängen. Die Anschaffung sollte daher vorher gut überlegt sein. Wenn Sie sich aber von ganzem Herzen für einen Stubentiger entscheiden und seinen Einzug gut vorbereiten, steht einem spannenden gemeinsamen Leben nichts im Wege..

  • Armin Nied (Montag, 28. Februar 2022 15:27)

    Im Laufe der Geschichte haben Katzen einen interessanten Image-Wandel durchlaufen: Im alten Ägypten galten sie etwa als heilig und wurden sehr verehrt. Im Europa des Mittelalters sah man sie zunächst nur als nützliche Beseitiger von „Ungeziefer“ wie Mäusen und Ratten. Und dann gegen Ende des Mittelalters wurden sie hingegen mehr und mehr verteufelt – im wahrsten Sinne des Wortes. Man sah vor allem schwarze Katzen als Abbild des Satans, denn Schwarz galt als dämonische Farbe. Dabei spielte die christliche Ideologie eine große Rolle, die Katzen mit dem Bösen, mit Hexen und mit schwarzer Magie gleichsetzte. Man glaubte, Hexen würden sich in schwarze Katzen verwandeln, um unerkannt zu bleiben. Daher kommen auch die typischen Bilder von Hexen mit einer Katze auf der Schulter (oder dem Buckel!). Das Schicksal vieler als Hexen abgestempelter Frauen ist bekannt; nur die wenigsten Menschen wissen, dass auch Katzen oft auf dem Scheiterhaufen landeten und qualvoll starben.

    Zum Glück sind diese Zeiten lange vorbei. Und trotzdem glauben manche Menschen noch immer, dass Katzen – vor allem die schwarzen – Pech bringen. Womöglich auch noch, wenn sie von links kommen (die Verteufelung der linken Seite geht vermutlich auch auf die Kirche und die Bibel zurück, denn in der christlichen Ikonografie sitzen die schlechten Menschen beim jüngsten Gericht links von Gott).

    Natürlich wissen wir alle, dass das nichts weiter als Aberglaube ist. Heute werden Katzen jeder Farbe fast überall auf der Welt geliebt und gelten mancherorts sogar als Glückbringer. Nun ja, das ist vielleicht auch ein wenig zu weit hergeholt. Aber viele Katzenliebhaber bestätigen: Mit einer Katze zu leben macht einfach glücklich!

  • Thomas Hass (Montag, 28. Februar 2022 11:17)

    Ein Gericht in Großbritannien hat einen 54-Jährigen wegen tödlicher Attacken auf mehrere Katzen zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Steve B., der sogenannte Katzenmörder von Brighton, tötete zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 neun Katzen und verletzte sieben weitere.
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    Die nächtlichen Messerangriffe hatten die Polizei monatelang vor ein Rätsel gestellt. Die Besitzer der Katzen berichteten, wie sie die blutenden Tiere vor ihrer Türe – oder in einem Fall unter dem Bett – vorfanden.

    Schließlich gelang es, den Wachmann mithilfe einer privaten Überwachungskamera zu fassen. Diese hatte der Besitzer einer ebenfalls getöteten Katze aufgestellt. Auf dem Video war zu sehen, wie B. auf eine Katze zugeht – und dann plötzlich mit einem Messer aus seinem Rucksack zusticht.

    B. stritt alles ab, doch fand die Polizei in seiner Wohnung ein Messer mit Katzenblut und auf seinem Handy ein Foto von einem seiner Opfer. Die Ortungsdaten auf seinem Handy brachten ihn zudem mit anderen Fällen in Verbindung.

    Was B. antrieb, blieb auch während des Prozesses unklar. Richter Jeremy Gold bezeichnete sein Verhalten als besonders »grausam«. »Es zielte auf das Herz des Familienlebens«, sagte der Jurist. Möglicherweise habe B. noch weitere Tiere auf dem Gewissen

  • Lea Minz (Montag, 28. Februar 2022 11:14)

    Die Quelle

    ‘Deine Dichtung
    kommt vom Herzen
    und erreicht meines
    ohne Umweg
    in einem Augenblick.’
    Ein schönes Kompliment.
    Aber wie schreibe ich?
    Fühle,
    überlege,
    schaffe ich?
    Ich glaube nicht.
    Ich schöpfe nur
    offenen Herzens
    aus der großen Quelle.

  • Erika Keim (Montag, 28. Februar 2022 11:12)

    Der Nöckergreis

    Ich ging zum Wein und ließ mich nieder
    Am langen Stammtisch der Nöckerbrüder.
    Da bin ich bei einem zu sitzen gekommen,
    Der hatte bereits das Wort genommen.

    “Kurzum” – so sprach er -, “ich sage bloß,
    Wenn man den alten Erdenkloß,
    Der, täglich teilweis aufgewärmt,
    Langweilig präzis um die Sonne schwärmt,
    Genau besieht und wohl betrachtet
    Und, was darauf passiert, beachtet,
    So findet man, und zwar mit Recht,
    Daß nichts so ist, wie man wohl möcht.

    Da ist zuerst die Hauptgeschicht:
    Ein Bauer traut dem andern nicht.
    Ein jeder sucht sich einen Knittel,
    Ein jeder polstert seinen Kittel,
    Um bei dem nächsten Tanzvergnügen
    Gewappnet zu sein und obzusiegen,
    Anstatt bei Geigen- und Flötenton,
    Ein jeder mit seiner geliebten Person,
    Fein sittsam im Kreise herumzuschweben.
    Aber nein! Es muß halt Keile geben.
    Und außerdem und anderweitig:
    Liebt man sich etwa gegenseitig?
    Warum ist niemand weit und breit
    Im vollen Besitz der Behaglichkeit?
    Das kommt davon, es ist hienieden
    Zu vieles viel zu viel verschieden.
    Der eine fährt Mist, der andre spazieren;
    Das kann ja zu nichts Gutem führen,
    Das führt, wie man sich sagen muß,
    Vielmehr zu mehr und mehr Verdruß.
    Und selbst, wer es auch redlich meint,
    Erwirbt sich selten einen Freund.

    Wer liebt, zum Beispiel, auf dieser Erde,
    Ich will mal sagen, die Steuerbehörde?
    Sagt sie, besteuern wir das Bier,
    So macht’s den Christen kein Pläsier.
    Erwägt sie dagegen die Steuerkraft
    Der Börse, so trauert die Judenschaft.

    Und alle beide, so Jud wie Christ,
    Sind grämlich, daß diese Welt so ist. –
    Es war mal ’ne alte, runde Madam,
    Deren Zustand wurde verwundersam.

    Bald saß sie grad, bald lag sie krumm,
    Heut war sie lustig und morgen frumm;
    Oft aß sie langsam, oft aber so flink
    Wie Heinzmann, eh er zum Galgen ging.
    Oft hat sie sogar ein bissel tief
    Ins Gläschen geschaut, und dann ging’s schief.

    Sodann zerschlug sie mit großem Geklirr
    Glassachen und alles Porzellangeschirr.
    Da sah denn jeder mit Schrecken ein,
    Es muß wo was nicht in Ordnung sein.

    Und als sich versammelt die Herren Doktoren,
    Da kratzten dieselben sich hinter den Ohren.
    Der erste sprach: “Ich befürchte sehr,
    Es fehlt der innere Durchgangsverkehr;

    Die Gnädige hat sich übernommen;
    Man muß ihr purgänzlich zu Hilfe kommen.”
    Der zweite sprach: “O nein, mitnichten!
    Es handelt sich hier um Nervengeschichten.”
    “Das ist’s” – sprach der dritte – “was ich auch ahne;
    Man liest zu viele schlechte Romane.”

    “Oder” – sprach der vierte – sagen wir lieber,
    Man hat das Schulden- und Wechselfieber.”
    “Ja” – meinte der fünfte – “das ist es eben;
    Das kommt vom vielen Lieben und Leben.”
    “O weh!” – rief der sechste – “der Fall ist kurios;
    Am End ist die oberste Schraube los.”

    “Hah!” – schrie der letzte – “das alte Weib
    Hat unbedingt den Teufel im Leib;
    Man hole sogleich den Pater her,
    Sonst kriegen wir noch Malör mit der.”

    Der Pater kam mit eiligen Schritten;
    Er tät den Teufel nicht lange bitten;
    Er spricht zu ihm ein kräftiges Wort:
    “Raus, raus und hebe dich fort,
    Du Lügengeist,
    Der frech und dreist
    Sich hier in diesen Leib gewagt!”
    “I mag net!” – hat der Teufel gesagt.

    Hierauf – –
    Doch lassen wir die Späß,
    Denn so was ist nicht sachgemäß.
    Ich sage bloß, die Welt ist böse.
    Was soll, zum Beispiel, das Getöse,
    Was jetzt so manche Menschen machen
    Mit Knallbonbons und solchen Sachen?

    Man wird ja schließlich ganz vertattert,
    Wenn’s immer überall so knattert.
    Das sollte man wirklich solchen Leuten
    Mal ernstlich verbieten, und zwar beizeiten,
    Sonst sprengen uns diese Schwerenöter
    Noch kurz und klein bis hoch in den Äther,
    Und so als Pulver herumzufliegen,
    Das ist grad auch kein Sonntagsvergnügen.

    Wie oft schon sagt ich: Man hüte sich.
    Was hilft’s? Man hört ja nicht auf mich.
    Ein jeder Narr tut, was er will.
    Na, meinetwegen! Ich schweige still!”

    So räsonierte der Nöckergreis.
    Uns aber macht er so leicht nichts weis;
    Und ging’s auch drüber oder drunter,
    Wir bleiben unverzagt und munter.

    Es ist ja richtig: Heut pfeift der Spatz
    Und morgen vielleicht schon holt ihn die Katz;
    Der Floh, der abends krabbelt und prickt,
    Wird morgens, wenn’s möglich, schon totgeknickt;

    Und dennoch lebt und webt das alles
    Recht gern auf der Kruste des Erdenballes. –
    Froh hupft der Floh. –
    Vermutlich bleibt es noch lange so.

  • Heinz Krumm (Freitag, 18. Februar 2022 14:42)

    Zu groß ist das Chaos,
    nichts werd ich je ändern,
    denn alle Dinge gehen ihren Weg,
    unaufhaltsam,
    von keiner Gewalt.

  • Peter Mayer (Freitag, 18. Februar 2022 14:41)

    So ist der Mensch!
    Er glaubt nur,
    was ihm nützt.
    Und auch den Himmel
    glaubt er nur,
    wenn er sich was
    von ihm verspricht.

  • Erika Mayer (Freitag, 18. Februar 2022 13:59)

    Die Zusammenführung fängt schon mit der Wahl des richtigen Neuankömmlings an. Grundsätzlich empfiehlt sich ein ähnliches Alter angepasst an die bisher im Haushalt lebenden Katzen. Es empfiehlt sich zudem möglichst das gleiche Geschlecht zu wählen, außer der Charakter ist eindeutig passender. So sollte z.B eine aktive, verspielte Katze keine faule, müde Katze als neuen Artgenossen bekommen, ein ebenso aufgedrehter Kater wäre da eindeutig passender. Zudem ist es vorteilhaft, wenn alle Katzen im Haushalt, inklusive Neuling, kastriert sind. Dies verringert die Gefahr und Intensivität von Revierkämpfen.



    Der neuen Katze kann am besten für die ersten Tage ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt werden. Dieses sollte mit allen wichtigsten Dingen des Katzenlebens ausgestattet sein (Trinknapf, Futterplatz, Katzenklo, Kratz- und Schlafmöglichkeiten). Hier kann sie sich klimatisieren und sich langsam an die neue Umgebung und Situation gewöhnen. Den Raum sollte man am besten ein paar Tage vorher schon absperren, sonst verbinden die Alt-Katzen die Revierverkleinerung mit dem Neuankömmling.



    Zwischendurch kann man die Tür einen Spalt aufmachen und beobachten, wie die Katzen aufeinander reagieren. Eine andere Möglichkeit bietet ein Gitter oder eine Plexiglasscheibe im Türrahmen. So können die Katzen sich ohne Möglichkeit eines Revierkampfes beobachten und kennenlernen. Weiterhin empfiehlt es sich, die benutzten Kissen, Decken oder ähnliches ab und zu miteinander zu tauschen. So können schon indirekt Pheromone und Gerüche der Katzen miteinander ausgetauscht werden.



    Ist die erste Phase überwunden und die Katzen kommen ohne schützende Zwischenwände aus, kann die weitere Beziehung durch ein Miteinander und positive Bestärkung verbessert werden. Gemeinsames Spielen ist da sehr fördernd. Geben die Katzen sich einen Nasenkuss oder verweilen zusammen an einem Platz, kann man sie mit einem Lob oder Leckerli in dieser Situation positiv bestärken. Allen Katzen im Haushalt sollte gleich viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, ansonsten besteht die Gefahr von aufkommender Eifersucht. Sehr fördernd sind auch neue Spielzeuge oder Katzenmöbel, da diese noch keine Geruchsmarkierungen der Alt-Katzen aufweisen. So können diese Gegenstände gemeinsam markiert werden.

  • Jana Kreimer (Freitag, 18. Februar 2022 13:10)

    Ist eine Katze das richtige Haustierfür mich?

    Wer kann schon dem Charme und der Zuneigung einer schnurrenden Katze widerstehen? Katzen um sich zu haben kann unglaublich entspannend sein und sie bieten sich nur zu gern als Streichelobjekt an, wenn Sie sich auf dem Sofa ausruhen. In der Tat glauben Tierverhaltensexperten, dass Katzen in der Lage sind, unsere Stimmung zu spüren, und viele Katzenbesitzer behaupten, dass ihre Katzen oft versuchen, sie aufzuheitern, wenn sie sich schlecht fühlen.

    Doch Sie sollten sich genau überlegen, ob Sie sich eine Katze zulegen. Nachfolgend finden Sie einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können, zu entscheiden, ob eine Katze das richtige Haustier für Sie ist.

    Katzen sind von Natur aus recht unabhängige Tiere, aber nicht immer so unabhängig, dass man sie über längere Zeit allein lassen kann. Katzen, die frei draußen herumlaufen können, werden wahrscheinlich weglaufen. Katzen, die innen gehalten werden, können schnell gelangweilt sein und Schaden anrichten.
    Bedenken Sie Allergien. Katzen können Asthma auslösen und manche Menschen reagieren allergisch auf Katzenhaar oder Schuppen (tote Haut).
    Wenn Sie kleine Kinder haben, ist eine Katze wahrscheinlich nicht das beste Haustier für sie. Katzen können unberechenbar sein, wenn sie mit kleinen Kindern unbeaufsichtigt allein gelassen werden. Es ist also äußerst wichtig, dass Sie Ihren Kindern den Umgang mit Katzen beibringen.

    Eine Katze zu besitzen, kann bereichernd sein und mit dem Tier wird ein wundervoller Freund in Ihren Haushalt einziehen. Das Tier wird für viele wunderbare Stunden und das eine oder andere Lächeln auf Ihrem Gesicht sorgen. Nicht umsonst sind Katzen das beliebteste Haustier der Welt.


    Haben Sie Zeit für eine Katze?

    Katzen sind unglaublich selbstgenügsame Kreaturen, die gerne ihre eigenen kleinen Abenteuer erschaffen, aber besonders Kätzchen brauchen in den ersten 12 Monaten mehr Aufmerksamkeit als Katzen.

    Eine neugierige Katze, die zum ersten Mal draußen unterwegs ist
    Eine neugierige Katze, die zum ersten Mal draußen unterwegs ist

    Sie müssen sicherstellen, dass Sie Zeit für die wenigen Dinge haben, die Sie tun müssen, wenn Sie sich um Ihre Katze kümmern. Dazu gehören Fütterung, Pflege (wie viel Zeit dies dauert, hängt von der Rasse ab, die Sie wählen) sowie genügend Zeit für viel Liebe und Aufmerksamkeit.

    Passt eine Katze zu meinem Lebensstil?

    Katzen sind sehr unabhängige Kreaturen, die ihren eigenen Willen haben. Sie schlafen etwa 14 Stunden am Tag und sind in der Dämmerung am aktivsten. Sie brauchen nicht Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit, aber es gibt ein paar Dinge zu bedenken, bevor Sie entscheiden, ob eine Katze das richtige Haustier für Sie ist.

    Katzen sind bekannt dafür, dass sie bis zu 30 Jahre alt werden können. Überlegen Sie also genau, welche Verpflichtung Sie eingehen werden. Letztendlich dürfte es schwierig sein, vorherzusagen wo Sie in 20 Jahren sein werden.

  • Irea Schütz (Freitag, 18. Februar 2022 13:07)

    Die ersten domestizierten Katzen

    Es wurde lange Zeit geglaubt, dass die Ägypter Katzen vor etwa 4000 Jahren domestizierten. Geografisch gesehen ist dies sinnvoll, da DNA-Hinweise darauf hindeuten, dass moderne Hauskatzen einen gemeinsamen Vorfahren mit der afrikanischen Wildkatze teilen. Im Jahr 2004 wurde jedoch ein neuneinhalbtausend Jahre altes neolithisches Grab in Zypern ausgegraben und die Überreste einer mit einem Menschen begrabenen Katze enthüllt, was nahelegt, dass Menschen Katzen lange vor der 4000-Jahr-Marke gehalten haben.

    Andere Studien deuten darauf hin, dass die Domestizierung von Katzen bereits vor 12.000 Jahren begonnen haben könnte, als die Landwirtschaft im Fruchtbaren Halbmond des Mittleren Ostens (einer sichelförmigen Fläche von fruchtbarem Land um Ägypten und Syrien) boomte.

    Es wird vermutet, dass die zunehmende Landwirtschaft mehr Ungeziefer brachte und die Katzen folgten. Diese Theorie macht Sinn, denn auch heute noch werden wildlebende Katzen in Gegenden mit reichem Nahrungsangebot strömen und gedeihen, sei es ein Restaurant, das Küchenreste anbietet, oder ein Bauernhof mit Ungeziefer zum Jagen.

    Es wird angenommen, dass Hauskatzen vor etwa 3000 Jahren von griechischen und phönizischen Händlern nach Europa gebracht wurden. Römer schätzten Katzen wegen ihrer Schädlingsbekämpfung sehr und die römischen Legionen hätten sicherlich Katzen mitgenommen, wenn sie durch Europa zogen.

  • Nadja Vucuvic (Freitag, 18. Februar 2022 13:05)

    Hallo Jürgen, bin gerade dran meine Geschichte über Vulcano zu schreiben, dabei danke ich Dir, für deine Reiseberichte. Einiges ist immer noch so, einiges hat sich total geändert!

    Der Gran Cratere ist ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch. Immer wiederkehrende Ausbrüche formten einen runden Krater, an dessen Flanken sich Fumarolen befinden, aus denen ständig 500 Grad heißer giftiger Schwefeldampf austritt und die umliegende Lava gelb färbt und zarte gelbe Kristallstrukturen formt.

    Der warme Schwefelschlamm soll eine gute Heilwirkung bei einigen Hauterkrankungen haben, aber auch bei Arthrose und Gelenkerkranungen Wunder tun.

    Kurios sehen die grau beschlammten Körper allemal aus. Früher war das Baden im Schlammtümpel kostenlos. Seit ein paar Jahren wird das Bad mit Duschen und Umkleiden bewirtschaftet und kostet Eintritt. Das heiße übel riechende Schlammloch ist das ganze Jahr über als Heilbad in Betrieb.

    Sehenswert auf Vulcanello ist das Monstertal "Valle dei Mostri". Unterhalb des Vulkankraters entstanden aus Lavabrocken bizzarre Skulpturen, die je nach Lichteinfall und Standpunkt des Betrachters als Bären, Hund, Riesen gedeutet werden können.

  • Thomas Meister (Freitag, 18. Februar 2022 12:38)

    Gedichtsuche

    Gestern fand ich ein Gedicht
    dass mir aus der Seele spricht
    Wörter rieben Schicht an Schicht
    Erinnre mich doch der Worte nicht

    die Seite - fort
    der Cache ist leer
    ein Wörtertod im Wörtermeer

  • Renate Jahn (Freitag, 18. Februar 2022 12:34)

    Der Mensch

    Empfangen und genähret
    vom Weibe wunderbar,
    kömmt er und sieht und höret
    und nimmt des Trugs nicht wahr;
    gelüstet und begehret,
    und bringt sein Tränlein dar;
    verachtet und verehret,
    hat Freude und Gefahr;
    glaubt, zweifelt, wähnt und lehret,
    hält nichts und alles wahr;
    erbauet und zerstöret;
    und quält sich immerdar;
    schläft, wachet, wächst und zehret;
    trägt braun und graues Haar;
    und alles dieses währet,
    wenn' s hoch kommt, achtzig Jahr.
    Dann legt er sich zu seinen Vätern nieder,
    und er kömmt nimmer wieder.

  • Reinhold Messner (Donnerstag, 17. Februar 2022 22:44)

    Stunden der Muße

    Warme Sonnenstrahlen locken mich hinaus ins Freie. Was gibt es da schöneres als mein Garten, der letzte und größte Luxus, den ich mir im Augenblick leisten kann. Denn wo könnte ich besser tagträumen als auf der Terrasse. Diesem perfekten Ort zwischen drinnen und draußen. Wo ich vor Wind und starker Sonneneinstrahlung geschützt bin.

    Hier kann ich eins sein mit der Natur und mit mir selbst. Einfach mal die Seele baumeln lassen, die langsam aus dem Winterblues erwacht.
    Lausche dem Gezwitscher der Vögel, die in Paarungsstimmung sind, höre das Summen der Hummeln und Bienen. Vereinzelt lässt sich eine von ihnen auf dem gelben Löwenzahn nieder. Schmetterlinge tanken Wärme auf den Steinplatten.

    Mein Blick aber ruht sich in den Nuancen von Grün und Weiß aus.
    Prachtvoll ist das weiße Blütenmeer des Kirschbaumes zu neuem Leben erwacht. Heruntergefallene Blüten hebe ich behutsam auf und berühre die zarten Blätter, die nun sanft in meiner Hand liegen. Frühling holt die im Verborgenen liegenden kleinen Dinge wieder ans Licht.

    Auf wundersame Weise fühle ich mich dann von der Natur verzaubert.

  • Elisabeth Minder (Donnerstag, 17. Februar 2022 14:40)

    Durch den Vorhang geht ein Wind

    Durch den Vorhang geht ein Wind,
    ein ans Fenster gelehntes Bild kippt:
    Ich bleibe leise, rolle die Augen.
    Ein Vorstoss, der sich hängend,
    seitlich verkehrt zeigt und in einem
    fast seufzenden Plumpsmiau und
    dem Gesichtsausdruck: Ich hab doch
    gar nichts gemacht, auf dem Boden
    in einem verlegenen: Ich wasch mich
    mal unauffällig... endet.

  • Jürgen Keil (Donnerstag, 17. Februar 2022 14:38)

    In deutschen Haushalten leben zurzeit ca. 34 Millionen Haustiere. Spitzenreiter ist die Katze, unmittelbar gefolgt vom Hund. Der Trend zeigt, dass viele Menschen aktuell sogar zum Zweit- und Dritttier neigen und die Tiere in den meisten Haushalten als vollwertiges Familienmitglied integriert sind. Daraus resultiert bei vielen Tierfreund/inn/en der Wunsch, dass ihre Lieblinge im Falle einer Erkrankung dieselbe Behandlung erhalten, wie sie sie für sich selbst wünschen.

    Die Tierheilkunde ist daher ein stark wachsendes und sehr breit gefächertes Berufsfeld. Neben der Ausbildung zur / zum Tierheilpraktiker/in als Fachfrau / -mann für die körperliche Behandlung eines erkrankten Tieres, die / der sich einer Vielzahl von naturheilkundlichen Behandlungsmethoden bedient, erfreuen sich Tierpsycholog/inn/en immer größerer Beliebtheit. Verhaltenstherapien helfen bei der Erkennung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Erkrankungen der Tiere.

  • Gisa Layer (Donnerstag, 17. Februar 2022 14:36)

    Katze kratzt an Tapete und Möbeln

    Die Krallen sind das wichtigste Werkzeug deiner Katze. Sie benötigt sie zum Klettern, Fangen, Angreifen, Verteidigen und Kommunizieren. Um ihre Krallen stets scharf und sauber zu halten, wetzt sie sie. Doch gerade Wohnungskatzen machen das allzu oft an genau den Stellen, die ihre Besitzer furchtbar ärgern. Denn obwohl der Kratzbaum nur wenige Zentimeter entfernt steht, entscheidet sich dein Stubentiger doch lieber für die Tapete oder das neue Sofa. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern die Folgen sehen auch extrem unschön aus.

    Um dem entgegenzuwirken, bietet es sich an, ein Stück Alufolie an der Stelle zu befestigen, die deine Katze zum Wetzen nutzt. Da Katzen das raschelnde Geräusch hassen, werden sie sich künftig eine neue Stelle zum Kratzen suchen. Weitere Verwendungsmöglichkeiten für Alufolie findest du hier.

    Damit sich deine Katze jedoch nicht gleich ihr (bzw. dein) nächstes Lieblingsmöbelstück sucht, ist es notwendig, herauszufinden, wieso deine Katze ihre Krallen ausgerechnet an deinen Möbeln wetzt. Möglicherweise hat sie zu wenige Kratzmöglichkeiten oder fühlt sich geistig unterfordert. Mit welchen einfachen Tricks du deiner Katze ausreichend Beschäftigung und Kratzmöglichkeiten bieten kannst, erfährst du hier.

  • Heinrich von Rustige (Donnerstag, 17. Februar 2022 13:25)

    Die Trauernde

    Wie flattert der Flor in den Lüften dort
    Am Kreuze so schwarz und so schaurig!
    Wen tragen die ernsten Träger fort -
    Warum bist du, Mädchen, so traurig?

    Es braust durchs Dorf ein kalter Wind
    Und schüttelt die herbstlichen Blätter;
    Sei ruhig, sei ruhig, du armes Kind!
    Vorüber zieht all das Wetter.

    Du hast geweint, das Aug' ist rot,
    Du hast im Schmerze gerungen;
    Dein Liebstes ist hin, dein Liebstes ist tot -
    Schon wird ihmd as Grablied gesungen.

    Zum Allbarmherzigen hast du gefleht,
    Zum Himmel gesendet den Kummer;
    Der Seele heißestes Jammergebet
    Bezwang die Nacht und den Schlummer.

    Die Ros' ist welk, dein Antlitz bleich,
    Der Sturm bricht Blüten und Blätter;
    Sei ruhig! Der Himmel ist gnadenreich -
    Vorüber zieht all das Wetter.

  • Natalie Decker (Donnerstag, 17. Februar 2022 13:24)

    Kurzer Schwanz, getupftes Fell, Haarbüschel in den Ohren: Die Pixiebob sieht aus wie ein kleiner Luchs. Doch ihr verkürzter Schwanz bereitet ihr im Katzenalltag häufig Probleme, weshalb diese Rasse als Qualzucht angesehen werden muss.

    Obwohl sie wie ein wilder Luchs im Mini-Format aussieht, gilt die Pixie-Bob als verspielt, lieb und anhänglich. Viele Tiere dieser Rasse kuscheln gern mit ihren Menschen und sind gut mit anderen Katzen, häufig sogar mit Hunden verträglich.

    Manche Pixiebobs sind besonders kommunikationsfreudig und miauen viel – wobei sich einige ihrer Laute eher wie ein Zwitschern, Zirpen oder Brummen anhören können. Da diese Katzen außerdem meist sehr intelligent und lernfähig sind, sollten ihre Besitzer sie durch entsprechendes Katzenspielzeug fordern und fördern.

    Die Rasse ist hierzulande eher selten: Nur wenige Züchter bieten Pixiebob-Kätzchen zum Kauf an, da diese Katzenrasse aufgrund ihres kurzen Schwanzes als problematisch gilt. Wer dennoch eine Pixiebob kaufen möchte, sollte mit Anschaffungskosten von 900 bis 1500 Euro rechnen.

  • Otto Heim (Mittwoch, 09. Februar 2022 15:10)

    Die Katzen leben schon Jahre draußen, haben aber eine Bezugsperson die sie regelmäßig gefüttert hat. Gestern ist dieser Herr verstorben und seine Frau ist körperlich nicht in der Lage diese beiden weiterhin zu versorgen. Sie wird wohl jetzt in ein Pflegeheim kommen. Nun sagte sie zu mir ob ich die Katzen mitnehmen will, sind aber nicht ihre sondern irgendwann mal zugelaufen.. Eine ist halbwegs zahm, die andere nicht. Wie gesagt leben die beiden schon einige Jahre nur draußen, sehen aber gesund und wohlgenährt aus. Dort wo sie sind wohnen sozial schwache Leute die sich sonst nicht für die Katzen interessieren. Ich habe beim TH angerufen und gefragt wie es aussieht wenn ich die 2 mit einer Falle fangen und vorbeibringen würde.
    Die Antwort. Zur Kontrolle ob sie kastriert und gesund sind ja aber aufnehmen nicht, höchstens die etwas zahme. Wir können die 2 auch nicht nehmen und ich denke das sie auch wieder zurück laufen würden da es bei uns genau gegenüber ist. Alternativ würde ich mich bereit erklären die beiden zu füttern.

  • Frida Mayer (Mittwoch, 09. Februar 2022 15:09)

    Ich mache mir ein bisschen Gedanken um unsere Katze. Sie ist eigentlich eine Freigängerkatze, die sowohl in den Keller durch eine Katzenklappe kommt als auch in unser Haus, wenn wir ihr öffnen. Wir haben sie seit ca 1,5 Jahren (Tierheim, sie ist ca 4-5 Jahre alt). Ich habe es lange auf den Winter geschoben und vielleicht liegt es auch an den Temperaturen, aber sie macht seit ca 2-3 Monaten keine "Streunergänge" mehr. Macht draußen ihr Geschäft und sitzt schon wieder vor dem Fenster. Dicker wird sie ebenfalls- das Futter haben wir etwas reduziert. Sie frisst und trinkt gut. Laut Tierarzt ist sie kerngesund (Blut und beim Abtasten auch nichts bemerkt). Ich weiß, dass eine Ferndiagnose schwierig ist, aber verhalten sich eure Katzen im Winter vielleicht ähnlich? Sie könnte ein so tolles Katzenleben haben mit Wiesen, Wäldern etc....stattdessen Rumliegen, Betteln nach Essen, schlafen.

  • Marion Kiel (Mittwoch, 09. Februar 2022 14:16)

    Der Kritiker

    Ich wollte euch bestimmt nicht sagen,
    was ihr tun sollt oder lassen,
    doch was ihr da grade tut,
    an den Kopf könnt’ ich mich fassen.

    Was ihr sagt, vor allem wie
    hat mich nicht zu interessieren.
    Wäre ich ihr, so würde ich mich
    ganz und gar dafür genieren.

    Eure Art, euch zu gebärden
    hat so was animalisches.
    Ihr meint, das ist nicht mein Ding.
    Richtig, ganz auch meine Red’.

    Euch zu kritisieren wäre
    nie mir in den Sinn gekommen,
    doch ein Hilfe gebend Wort,
    sei mir wohl nicht krumm genommen.

    Seinen Nächsten anzuprangern,
    alles Schlechte zu bemerken,
    kann, wenn man die Kunst beherrscht,
    das eigene Selbstgefühl wohl stärken.

  • Andrea Stahl (Mittwoch, 09. Februar 2022 14:14)

    Gleichnis

    Es ist ein Brunnen, der heißt Leid;
    draus fließt die lautre Seligkeit.
    Doch wer nur in den Brunnen schaut,
    den graut.

    Er sieht im tiefen Wasserschacht
    sein lichtes Bild umrahmt von Nacht.
    O trinke! da zerrinnt dein Bild:
    Licht quillt.

  • Tanja Schnabel (Mittwoch, 09. Februar 2022 13:40)

    Das Glück der Erde

    Schwindel. Die Sonne sticht auf meine Kopfhaut und lässt Blitze auf meiner Netzhaut aufflackern. Gerade kann ich mich noch in Sicherheit bringen, bevor ich zwischen den Hufen der beiden Ponys lande. Sie kämpfen seit gerade einmal zehn Sekunden gegeneinander, doch ein Tritt ist ein Tritt und tut verdammt weh. Ich brülle die Ponys an, doch sie reagieren nicht. Also rette ich mich wie ein abgeworfener Rodeo-Reiter auf die andere Seite des Gatters und kann dem ausbrechenden Tränenstrom nicht Stand halten.
    Ende. Sense. Nix nicht mehr.
    Dabei ist das Leben hier oben in Norddeutschland so fantastisch. Wiese, Wald, Feld, Luft. Meine Koje liegt 15 Meter Luftlinie von den Pferdeställen entfernt, die Reitstunden und Kost sowie Logis sind umsonst und Ställe misten, ausreiten und Kinder an der Longe unterrichten gehört zu meiner täglichen Arbeit. Ich erfülle mir gerade einen Mädchentraum mit meinen heißgeliebten Vierbeinern in allen erdenklichen Größen.
    Wie kann ich da bitteschön plötzlich Angst vor Pferden haben? Oder viel wichtiger: Wie werde ich diese panische Angst wieder los?
    Es ist keine Laune und auch kein Moment-Zustand. Es ist ein zermürbender Fakt, der sich schon seit ein paar Tagen einschleicht. Und ich kann nichts dagegen tun.
    Die traurige Tatsache, dass ich das Praktikum abbrechen muss, teile ich meiner Chefin ein paar Stunden später mit. Am nächsten Tag trete ich die Heimreise an.
    Zu viel Nachdenken blockiert. Manchmal kann es aber auch sehr nützlich sein. So wie jetzt.
    Ich schaue aus dem Zugfenster und beobachte die Windräder, die auf den Feldern und Wiesen vorbeiziehen.
    Wann, wie und wo begann meine persönliche Pferdegeschichte?
    Mit vier Jahren saß ich das erste Mal auf einem Pferderücken, auf dem Weihnachtsmarkt beim Ponyreiten. Mein Pony hatte sich losgerissen und wir standen nun frei in der Manege. Ich hatte panisch Angst, weil ich befürchtete, dass das Pony mit mir über die Bande springen und durch die Innenstadt rennen könnte.
    In einer Mischung aus Faszination, übermäßigem Respekt und Leidenschaft für diese anmutigen Wesen hatte ich mit sieben Jahren meine erste Reitstunde an der Longe und pflegte mein Hobby jeden Freitag nach der Schule. Westernfilme, Steckenpferde, Barbie-Pferde und Wendy-Comics ergänzten mein Glück, konnten aber das Hochgefühl des tatsächlichen Reitens nicht ersetzen. Während meines Studiums in Berlin erinnerten lediglich die Kutschen vor dem Brandenburger Tor und gelegentliche Pferdeäppel-Haufen auf dem Straßenasphalt an meine Vierbeiner-Freunde, und so war ich heilfroh, nach meinem Studium zurück auf"s Land ziehen und wieder reiten zu können. Doch ich wollte mehr.
    Auf der Suche nach einem ausgedehnte Reiterferien-Urlaub stieß ich auf die Annonce für ein Praktikum in Norddeutschland auf einem Ponyhof.
    Und jetzt? Ein Leben ohne Pferde?
    Unmöglich!
    Abstand?
    Wahrscheinlich.
    Ein Pony zum Spazieren gehen?
    Ich lehne mich in meinem Zugsitz zurück, schließe die Augen und atme tief durch.
    Mein Plan ist kein Plan. Und das fühlt sich gerade verdammt gut an.
    Ich habe nichts verloren und kann nochmal neu anfangen. Wo, wie und wann ich will.
    Und vielleicht tausche ich diesmal den von mir gewohnten, englischen Reitstil gegen einen Westernsattel.

  • Adolf Ginger (Mittwoch, 09. Februar 2022 13:40)

    An...
    Wie nach festen Felsenwänden
    Muss ich in der Einsamkeit
    Stets auf dich die Blicke wenden.
    Alle, die in guter Zeit
    Bei mir waren, sah ich scheiden
    Mit des falschen Glückes Schaum,
    Du bliebst schweigend mir im Leiden,
    Wie ein treuer Tannenbaum,
    Ob die Felder lustig blühn,
    Ob der Winter zieht heran,
    Immer finster, immer grün -
    Reich die Hand mir, wackrer Mann.

  • Renate Ling (Mittwoch, 09. Februar 2022 13:37)

    Taktgefühl

    "Linus! Pass auf! Die Box!"
    Doch zu spät. Linus stolpert über das noch nicht befestigte XLR-Kabel auf dem Fußboden und fällt. Der Monitorständer kippt und die drauf montierte Box stürzt auf Linus" Beine.
    Martinshorn, Einweisung, fünf Wochen Bettruhe.
    So hatte Linus sich sein Leben nicht vorgestellt. Er ist gerade mal 23 Jahre alt und soll den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen? Das kann nur ein Albtraum sein.
    Lahme Beine. Als Schlagzeuger.
    Es dauert gefühlte Jahre, bis Linus wieder mit seinen Jungs im Probenraum sitzt und bespricht, wie es nun weiter geht. Über den Köpfen der drei Jungs steht in visueller Animationsgrafik die Frage im Raum: Wie geht es jetzt weiter?
    "Ersatz hätten wir schon", bemerkt der Sänger Casper etwas verlegen, "aber das ist ja nicht in unserem Sinne."
    "Als ob", denkt sich Linus. Casper ist eine Rampensau. Der braucht die Show wie seine Venen das Blut und würde auch die Bandbesetzung ändern, wenn es sein muss.
    In drei Wochen ist der Auftritt, der den Jungs einen Plattenvertrag einheimsen könnte. Als Rockband. Nicht als Akustik-Trio. Denn Gitarre spielen könnte Linus problemlos.
    "Ich werde nicht im Rollstuhl auf die Bühne rollern!" bestimmt Linus konsequent.
    "Vergiss doch mal deinen Stolz!" Johnny legt seine Gitarre jetzt energisch zur Seite und weist seinen Freund zurecht: "Es geht hier um uns als Band und nicht nur um dich!"
    "Lass ihn doch", versucht Casper, den Gitarrero zu beruhigen, "er macht gerade "ne heftige Zeit durch!"
    "Ich weiß! Trotzdem! Er kann uns als Band nicht außen vor lassen!"
    Linus winkt kurz in die Runde: "Hallo? Ich bin im Raum?! Könnt ihr wenigstens so tun, als wäre ich hier?"
    Nur Bassist Carl scheint es mit der Planung nicht eilig zu haben: "Gib ihm halt ein bisschen Zeit."
    "Die haben wir nicht!" Casper steht jetzt auf und entscheidet: "Also lass dir was einfallen, Linus! Entweder, du bist als Percussionist oder so dabei oder du bist raus."
    Linus glaubt noch den Nachhall von Caspers Stimme zu hören: "Ich bin Künstler! Ich brauche meinen Freiraum! Ich kann so nicht arbeiten! Druck blockiert meine Kreativität!"
    Doch es ist bloß die Stimme in Linus Kopf, die seine eigenen Gedanken laut herausruft.
    Was tun?
    Als Schlagzeuger plötzlich Percussionist zu sein gefällt ihm gar nicht, obwohl er Djemben, Orff-Instrumente und Bonjos mag.
    Welche andere Wahl hätte er? Die Jungs sind sein – ja, was? Zu Hause? Seine Gang? Sein Metier?
    Alles Bullshit.
    "Okay, wir satteln um!" beschließt er. "Aber ich rolle nicht im Rollstuhl auf die Bühne, kapiert?"
    "Glaub nicht, dass wir dich tragen!" bestimmt Carl.
    Mit den Worten "Ich muss nachdenken" verabschiedet sich Linus aus dem Probenraum.
    Band. Show. Rock. Visuell. Licht. Image. Plattenvertrag. Dunkel. Effekt. Zauber. Magie.
    Komm schon, Idee.
    BÄNG!
    Dunkel. Zuschauer pfeifen. Applaus. Jubeln. Die Ankündigung der Band.
    Doch das Spotlight bleibt aus. Bunte, neonfarbene Röhren erhellen den Raum und rollern an Linus" Rollstuhl befestigt auf die Bühne.
    Schwarzlicht goes Rockshow. Und das mit einer Percussion-Begleitung, deren Leidenschaft vor Taktgefühl in einem Stroboskop-Geflacker auleuchtet.

  • Karin Kramer (Dienstag, 08. Februar 2022 15:47)

    Sie spielte mit ihrem Kätzchen
    Und reizend waren zu schau’n
    Die weissen Hände und Tätzchen
    Beim Tändeln im Abendgrau’n.

    Versteckt hielt voll lustiger Mätzchen
    Im Handschuh, o Tücke der Frau’n,
    Die spitzigen Nägel mein Schätzchen,
    Die scharf wie Messer, traun.

    Auch die andere wollte gefallen
    Und versteckt ihre grausamen Krallen,
    Doch währt ihre Sanftmut nicht lang …

    Und im Zimmer, in Dämm’rung versunken,
    Wo ihr silbernes Lachen erklang,
    Erglänzten vier Phosphorfunken.

  • Olga Wegele (Dienstag, 08. Februar 2022 14:55)

    Die Frau war bei Eintreffen der Polizisten nicht da. Stattdessen stießen diese auf 115 Katzen, deren Zustand - wie der der Wohnung - erschreckend gewesen sei. Innerhalb von zwei Tagen seien die Tiere aus der Wohnung gebracht worden. Sie sollen nun an Tierheime in ganz Bayern verteilt werden.

    Die Mieterin kam im Verlauf der Aktion nach Hause und wurde „aus gesundheitlichen Gründen“ in ein Krankenhaus gebracht, wie es weiter hieß. Wegen eines geöffneten Wasserhahns sei die Wohnung massiv beschädigt gewesen. Ein Gemisch aus Katzenkot und -urin sowie Futter und Wasser sei in die Wände und den Boden eingedrungen. Die Wohnung sei vermutlich nicht mehr bewohnbar.

  • Armin Fuchs (Dienstag, 08. Februar 2022 13:41)

    Geisterstunde

    Gedanken, schwarz, in tiefster Nacht,
    verfolgten mich im Traum.
    Zerrüttet bin ich aufgewacht
    erholt bin ich wohl kaum.
    Lasst ab von mir ihr Irrgestalten bringt mich heut um den Schlafe, komm nicht gut raus im Morgengraun,
    mit Müdigkeit zur Strafe!
    Lasst los mein Herz noch voller Zorn, lasst ab von meiner Trauer!
    Seid ihr da, geht's los von vorn, das Süße wird schnell sauer.
    Ein bisschen Schlaf nach all den Tagen hab ich mir verdient,
    so lasst mich schlafen, Übeltäter, wie es sich geziemt.
    Mein Herz muss einmal Ruhe finden wie auch meine Seele,
    doch ihr Geschöpfe seht so gern, wie ewig ich mich quäle.
    Irgendwann, das sag ich euch, hab ich meine Ruh,
    ich schlafe ein und denk an nichts und ihr guckt dabei zu!

  • Otmar Presch (Dienstag, 08. Februar 2022 13:39)

    Zu groß ist sein Leid, dass selbst sein Klagen verstummt ist.Aus leeren Augen kann keine Träne mehr rinnen.
    In Lethargie verharrt er, seine Geige presst er an sich.
    Als wäre sie der Schlüssel zum gestrigen Leben.
    Im Herzen bewahrt er, friedliche Bilder vom Morgen.
    Nur langsam dringt das Geschehene in sein Bewusstsein.
    Noch wehrt er sich, die Realität zu begreifen.
    Türen, die er sucht, bleiben für immer verschwunden.
    Verzweifelt stützt er sich auf den Rest einer Mauer.

  • Ina Scheibler (Montag, 07. Februar 2022 14:11)

    Siehst du die junge Katze dort, die so possierlich nach ihrem Schwanz hascht? Könntest du mit ihren Augen sehen, würdest du um sie herum Hunderte von Gestalten erblicken, die verwickelte Tragödien und Komödien mit langen Gesprächen, vielen Mitwirkenden und zahlreichen überraschenden Schicksalswendungen aufführen.

  • Peter Schiller (Montag, 07. Februar 2022 14:10)

    Spatz und Katze

    "Wo wirst du denn den Winter bleiben?"
    Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
    "Hier und dorten, allerorten",
    Sprach gleich wieder das Spätzchen.

    "Wo wirst du denn zu Mittag essen?"
    Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
    "Auf den Tennen mit den Hennen",
    Sprach gleich wieder das Spätzchen.

    "Wo wirst du denn die Nachtruh' halten?"
    Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
    "Laß dein Fragen, will's nicht sagen",
    Sprach gleich wieder das Spätzchen.

    "Ei, sag mir's doch, du liebes Spätzchen!"
    Sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
    "Willst mich holen - Gott befohlen!"
    Fort flog eilig das Spätzchen.