Kargs Kummerkasten

 

 

Hier haben Sie die Möglichkeit, sich in unser Online-Gästebuch einzutragen. Ich freue mich, Ihre Wünsche, Anregungen und Eindrücke zu erfahren.

 

Impressum: juergenkarg@web.de

 

 

Hinweis in eigener Sache:

 

Ich habe mittlerweile das Alter von 80 Jahren erreicht, und es flutscht bei mir nicht mehr wie früher. Meine Homepage ist aber noch nicht komplett. In den Themenbereichen Musik und Stereofotografie kommt nichts mehr dazu. Beides ist Historie. Meine ehemalige Ausrüstung dazu ist mittlerweile defekt (planned obsolescence).

 

Es macht kein Vergnügen, massenhafte Einträge zu einem einzelnen Themen auszulichten, damit die thematische Vielfalt nicht in der Masse untergeht.

                                                        Deshalb meine dringliche Bitte: Erst lesen, dann posten!

 

Eine Auswahl von Kommentaren zu verschiedenen Themen findet sich unter Gästebucheinträge.

Zu dem Tema Katzen im Katzenbrevier.

Zum Thema Vier Temperamente dort unter Kurzkommentare.

 

Kommentare

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  • Irrena Solewice (Samstag, 17. Februar 2024 13:54)

    Samstag ist mein freier Tag da lese ich gerne und muß einfach sagen toll die seite.

  • Markus Lahm (Samstag, 17. Februar 2024 13:52)

    Heute war ich wieder auf der Homepage, und ich muß sagen. Man liest etwas und dann kommt man einfach wieder! Einfach toll hier. danke

  • Dr. med. Ralf Seidel (Mittwoch, 14. Februar 2024 17:10)

    Hallo Herr Karg, sie sollten dringend zum Arzt, was sie da in Aktuell schreiben ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen!

  • Jens Spahrn (Mittwoch, 14. Februar 2024 17:04)

    Hallo Herr Karg, ich hoffe sie hatten genau so viel Freue an den erstellen der Seiten auf Ihrer Homepage wie ich beim durchstöbern. Doch damit ist es nicht geblieben, ich lesen jeden Tag ein Seite und mache mir dann darüber Gedanken. Was abei rauskam, ich muß wieder weiter lesen, einfach ut gemacht. Danke!

  • Otto von Layer (Mittwoch, 14. Februar 2024 16:13)

    Ich finde es sehr Interessant, dass Du an der History der alten Herscher aufleben lässt. Ich finde es eine gute Darstellung der Geschichte und es wird etwas ins Leben gerufen. Ich finde, alte Geschichte findet heute kaum noch in der Gesellschaft zu Gehöhr. Ich möchte auch nicht über meine Vergangenheit reden! Vieles konnte man persönlich nicht Ändern! Da wäre ich schon lange erschossen worden! Somit trage ich die schlimmen Dinge in mir und wache immer wieder auf von dem was ich Menschen antuen mußte! Doch mein Ende ist nahe mit 92 Jahren. Doch lesen tue ich noch viel. Tippen und Gedanken dazu ist schwieriger! Somit bleibe Gesund und vielleicht schaffst Du es noch etwas Geschichte ins Netz zu brigen.

  • Maria Sommer (Mittwoch, 14. Februar 2024 16:05)

    Hallo Jürgen, ich finde die Rot/Grün Bilder eine tolle Sache. Schade, dass da nichts mehr kommt.

  • Susanne Walter (Dienstag, 13. Februar 2024 14:31)

    Hallo Jürgen, war mal wieder auf Vulcano, dabei ist es dort jetzt alles PRIVAT! Kommst einfach nicht mehr zu den Monstern. Ich bin links rein und da waren gleich 3 Schäferhunde an der Kette die das Grundstück bewachen. Unglaublich.

  • Peter Maier (Dienstag, 13. Februar 2024 14:29)

    Nun ja kommt wohl nichts mehr. schade!

  • Ute Zimmermann (Dienstag, 06. Februar 2024 00:03)

    Tolle Seiten und gute Ansichten, aslles Gute Ute

  • Bianca Feil (Dienstag, 06. Februar 2024 00:02)

    Es ist ja alles sehr Intersant für mich. Doch irgendwie passiert hier nichts mehr. Keine neuen Fotos von den Kakteen?
    Keine Gartenanzutipps?
    Wäre toll, wenn es da etwas neues geben würde!

  • Martin Kahn (Montag, 05. Februar 2024 23:59)

    Hallo Jürgen, es ist schön dein Reisebericht zu lesen. Doch hast du den nicht mehr Urlaube erlebt?

  • Peter Jutte (Sonntag, 08. Oktober 2023 17:09)

    Otto von Corvin
    Corvin stammte aus einer polnisch-preußischen Familie und war der Sohn des Postdirektors von Gumbinnen Heinrich von Corvin-Wiersbitzki und dessen Ehefrau Catharina Wilhelmine Sophie Mandel. 1817 ließen sich Corvins Eltern scheiden.

    Als Sohn eines Majors a. D. schlug er zunächst eine militärische Laufbahn ein und absolvierte die Kadettenschulen in Berlin und Potsdam, ab 1830 war er als Leutnant in Mainz und Saarlouis tätig. Da sich seine Hoffnungen auf eine Anstellung im Auswärtigen Amt bzw. Diplomatischen Dienst nicht erfüllten, nahm er seinen Abschied und ließ sich als Schriftsteller in Leipzig nieder; allerdings ohne großen Erfolg.
    Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Auftragsschreiber und Redakteur verschiedener Jagdzeitschriften. Zusammen mit Friedrich Wilhelm Held fungierte er als Herausgeber der Zeitschrift Locomotive. Durch diese Arbeit machte Corvin recht schnell Bekanntschaft mit dem Leipziger Literatenverein.

    Später schloss der Freidenker sich liberaldemokratischen und antiklerikalen Kreisen an. Die Debatte um die Trierer Wallfahrt von 1844 zum ausgestellten Heiligen Rock veranlasste Corvin, seinen Pfaffenspiegel (1845) zu schreiben und zu veröffentlichen.

    1839 heiratete Corvin in Frankfurt am Main Helene, eine Tochter des Kaufmannes Franz Bernhard Peregrin Cardini. Die Ehe blieb kinderlos.

    Schon früh begeisterte sich Corvin für die Deutsche Revolution 1848/1849. Er war Ausbilder der Deutschen Demokratischen Legion, und ab Frühjahr 1848 gehörte er als „Chef des Generalstabs“ der „Deutschen Demokratischen Legion“ zu den Anführern der Revolution im Elsass und am Oberrhein. Während des Heckerzuges nahm er am 27. April 1848 am Gefecht bei Dossenbach teil. Am 23. Juli 1849 übergab Corvin die Festung Rastatt an die Preußische Armee. Er selbst wurde als Kriegsgefangener am 15. September 1849 standrechtlich zum Tode verurteilt. Sein Anwalt Rudolf Kusel erreichte jedoch, dass die Strafe in sechs Jahre Einzelhaft umgewandelt wurde, die Corvin in Bruchsal absaß.

    Sofort nach seiner Entlassung 1855 verließ Corvin Deutschland und war in Großbritannien als freier Journalist für mehrere Zeitungen und Zeitschriften tätig. 1861 entsandte ihn die Augsburger Allgemeine nach New York, wo er sozial und politisch engagiert arbeitete. Als Sonderberichterstatter meistenteils deutscher Zeitungen nahm er am Sezessionskrieg teil und berichtete von der Front.

    Als freier Mitarbeiter war er auch für renommierte Blätter wie The Times, New York Times, die Allgemeine Zeitung und Charles Dickens Household Words sowie für die Zeitschrift Die Gartenlaube tätig. Nach seiner Rückkehr schrieb er als Reporter für die Wiener Neue Freie Presse.

    1874 kehrte Corvin nach Deutschland zurück und ließ sich in Wertheim nieder. Er erfand ein Verfahren zur Herstellung von kunsthandwerklichen Metallarbeiten, die nach ihm „Corviniellos“ genannt wurden. Das Patent verkaufte er 1876 an eine Krefelder Firma. Später zog es ihn beruflich für kurze Zeit nach Leipzig, seinen Ruhestand wollte er in Wiesbaden verbringen. Dort starb Otto Julius Bernhard von Corvin-Wiersbitzki im 74. Lebensjahr am 1. März 1886.

    Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden.

  • Dr. Friedrich von Freiherr (Sonntag, 08. Oktober 2023 17:06)

    Ludwig von Corvin-Wiersbitzky

    Corvin trat am 18. Oktober 1800 als Gefreitenkorporal in das Infanterieregiment „von Owstien“ der Preußischen Armee ein und avancierte bis Anfang Mai 1804 zum Fähnrich. Im Vierten Koalitionskrieg nahm er am Gefecht bei Lübeck teil, geriet in Kriegsgefangenschaft und wurde inaktiv gestellt.

    Nach dem Frieden von Tilsit kam Corvin am 30. November 1808 als Sekondeleutnant mit Patent vom 14. Juni 1808 in das Colbergische Infanterie-Regiment und war 1810/12 zur weiteren Ausbildung an die Allgemeine Kriegsschule kommandiert. Er wurde einmal von der Schule wegen Rohheit im Theater verwiesen, seiner Fähigkeiten wegen aber wieder aufgenommen. Am 14. Juni 1813 wurde er zum Premierleutnant befördert. Während der Befreiungskriege wurde er im Gefecht bei Hoyerswerda verwundet. Ferner kämpfte er bei Elster und Hoogstraten, wo er verwundet und mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde. Corvin nahm an den Gefechten bei Courtray, Sweweghem und Oudenarde sowie der Belagerung von Stettin teil. Weiter war er bei den Schlachten von Großbeeren, Dennewitz und Leipzig, wo er den Orden der Heiligen Anna II. Klasse erhielt.

    Am 20. Januar 1814 wurde er zum Stabskapitän befördert und am 14. Oktober 1814 in das Kaiser Franz Grenadier-Regiment versetzt. Dort wurde er am 19. April 1815 Kapitän und Kompaniechef. Am 25. Februar 1818 stieg Corvin mit Patent vom 27. Februar 1818 zum Major auf. Am 26. November 1821 wurde er zum Bataillonskommandeur ernannt. Im Jahr 1828 wurde er mit dem Dienstkreuz ausgezeichnet und am 10. Juni 1828 dem 33. Infanterie-Regiment aggregiert. Am 30. März 1832 wurde er als Bataillonskommandeur einrangiert. Am 30. März 1836 wurde er zum Oberstleutnant mit Patent vom 1. April 1836 befördert. Man beauftragte Corvin am 18. August 1837 zunächst mit der Führung des 27. Infanterie-Regiment und ernannte ihn am 19. Mai 1838 nach seiner Beförderung zum Oberst zum Regimentskommandeur. Am 7. April 1842 kam er als Kommandeur in die 4. Landwehr-Brigade, wobei er am 30. April 1842 dem 27. Infanterie-Regiment aggregiert wurde. Am 30. März 1844 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor. Am 27. März 1847 kam er als Kommandant in die Festung Küstrin. Anlässlich seines 50-jährigen Dienstjubiläums erhielt Corvin den Stern zum Roten Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub. Am 18. Oktober 1850 ging er mit dem Charakter als Generalleutnant und Pension in den Ruhestand.

  • Karin Winkelmann (Montag, 25. September 2023 14:56)

    Der Oktober ist ein wunderbarer Monat, um die Äolischen / Liparischen Inseln zu bereisen! Die Temperaturen sind nicht mehr so knackig heiß wie im Hochsommer, 20 bis 25 ° sind normal, ideal zum Wandern also, und das Mittelmeer ist noch wunderbar warm und bietet sich zum Baden an. So manche Wetter-Kapriolen, die eher im Winter vorkommen, sind allerdings auch im Herbst schon möglich, das Wetter ist nicht so stabil wie im Hochsommer. Manchmal gibt es im Oktober schon den ein oder anderen Herbststurm, Sturm und Wellen können dann die Schiffsverbindungen stark beeinflussen.

  • Martin Globucar (Samstag, 09. September 2023 16:30)

    Hallo Jürgen,
    ich finde, Deine Beiträge, eine Persönlichkeit von Dir. Die Gästebucheinträge, sind Stimmungen oder Gefühle anderer Menschen. Das kann man nie zusammen bringen. Somit würde ich gar nicht diese noch extra auf der Seite raus filtern und darstellen. meine Meinung! Deine Homepage ist sonst gut mit allem gefüllt, das ich gar nicht alles ansehen kann. ist halt ne Menge an Zeug. Aber wer es mag, findet es sicher, das was er gut für sich findet. Ich finde die Rot Grün Abteilung etwas was es so nicht mehr gibt. Aber! Doch einem zeigt, was es in der Vergangenheit alles so mal gab. Ich bin mal gespannt wie lange es noch Homepage gibt. Da ja alle in Facebook, Instergram und anderen Plattformen sich austauschen. Besser? Finde ich nicht! Aber auch das ist meine Meinung und da treffe ich sicher auf ganz viele andere meinungen. Somit putze etwas die Seite und dann ist alles gut, perfekt muß es nicht sein.

  • Marga Feil (Montag, 04. September 2023 17:30)

    Klangschalen sorgen für Entspannung und können Angst, Stress und Depressionen reduzieren. Die Klänge einer Klangschale bieten Erholung vom alltäglichen Stress und wirken auf die gleiche Weise wie eine Meditation und unterstützen Ihr Yoga. Es ist daher nicht überraschend, dass diese Praktiken häufig miteinander verbunden werden. Erforschen Sie die Vorteile der Verwendung von Klangschalen in der Meditationspraxis und Yoga.

  • Kai Schmied (Montag, 04. September 2023 17:29)

    Was soll man in deinem Kummerkasten hinterlassen?
    Kummer, Hass, NEIN!
    Ich würde sagen eine Seite, die man mal etwas aufpuschen könnte in die Form 2023 bringen. Fotos so darstellen, das die Geil sind. Einige sind super, anderes ist unbrauchabr.
    Die Texte sind sehr gut geschrieben. Wenn man die Zeit findet diese zu lesen. Doch bei manchem bin ich voll Deiner Meinung und finde, die Temperamente sind ein tolles Thema, welches sicher nicht jeder lesen möchte. Aber mehr kann ich nicht dazu bei steuern.

  • Dr. Thomas Röhr (Montag, 28. August 2023 17:12)

    is formal planned obsolescence, which has become characteristic of many traditional industrial systems as a mechanism for stimulating high levels of manufacture. The high turnover is promoted by relatively low durability goods as well as by style and fashion-consciousness, especially in consumer goods. Planned obsolescence and high turnover-rate designs imply high cost for maintenance and repair since these items are not designed for ready maintenance or inexpensive repair. The cost and inconvenience of maintenance and repair stimulates high turnover, and it encourages more shoddy goods. This, in turn, stimulates corporate dependence on high-volume outputs.”

    „…ist formell geplante Obsoleszenz, die für viele traditionelle industrielle Systeme als Mechanismus zur Stimulation eines hohen Produktionsniveaus charakteristisch geworden ist. Der hohe Umsatz wird durch Waren mit relativ geringer Haltbarkeit sowie durch Stil und Modetendenzen, insbesondere bei Konsumgütern, gefördert. Geplante Obsoleszenz und hohe Umsatzraten verursachen hohe Wartungs- und Reparaturkosten, da diese Artikel nicht für einfache Wartung oder preiswerte Reparatur ausgelegt sind. Die hohen Kosten und Schwierigkeiten der Reparatur fördern hohe Umsätze und minderwertige Waren. Dies wiederum erhöht die Abhängigkeit der Unternehmen von der Produktion großer Stückzahlen.“

  • Dr. Peter von Mehler (Montag, 28. August 2023 17:11)

    Im deutschsprachigen Raum nimmt der erstgenannte Fall, die qualitative Obsoleszenz, im öffentlichen Diskurs den breitesten Raum ein, wobei insbesondere Zuspitzungen der Praxis Aufmerksamkeit erregt haben, wie etwa im Falle von Produkten, bei deren Herstellung Know-how und Patente absichtlich ignoriert werden. Eine Extremform der qualitativen Obsoleszenz, die zwar nur in wenigen Beispielen nachgewiesen worden ist, seit 2010 aber große Medienpräsenz erlangt hat, sind herstellerseitige Manipulationen am Produkt, die dazu führen, dass das Produkt nach einer vorab festgelegten Frist oder einer vorab festgelegten Gebrauchshäufigkeit unbrauchbar und irreparabel wird; die Vermarktung solcher modifizierter Produkte unterliegt in vielen Ländern heute dem Schadensersatz- und Strafrecht.

    Da es bis heute nur extrem wenige Fälle gibt, in denen Herstellern kurzlebiger Produkte Vorsatz nachgewiesen werden konnte, und andere einschlägige Verdachtsfälle einer genaueren Sachprüfung nicht standgehalten haben, ist auch strittig, ob eine geplante Obsoleszenz, die über gewöhnlichen Qualitätsmangel hinausgeht, als Marketingstrategie überhaupt in nennenswertem Umfang praktiziert wird.

  • Theodor Heine (Montag, 28. August 2023 17:05)

    Als der Priester Clemens August von Galen im Oktober 1933 zum Bischof von Münster geweiht wurde, wählte er für sich das Motto Nec laudibus, nec timore: Nicht Menschenlob, nicht Menschenfurcht soll uns bewegen - eine treffliche Zusammenfassung seines Wirkens während der Nazi-Herrschaft in Deutschland.

    Der Wappenspruch stammt aus der Liturgie der Bischofsweihe. Darin wird gebetet, dass der neue Bischof die Demut und die Wahrheit lieben möge, und weder durch Lob noch Furcht davon abgebracht werden soll.

    Während seiner gesamten Zeit als Bischof griff der aus altem Adel stammende Oberhirte die Rassentheorien und Euthanasie-Programme der Nazis an, verteidigte die Menschenrechte und die Gerechtigkeit. Die Enzyklika Mit brennender Sorge, die Papst Pius XI. im Jahr 1937 gegen die Nazis vorlegte, half er schreiben.

    Darin mahnt der Papst:

    Wer den Staat, seine Regierung, ja, sogar sonst gute Werte "zur höchsten Norm aller, auch der religiösen Werte macht und sie mit Götzenkult vergöttert, der verkehrt und fälscht die gottgeschaffene und gottbefohlene Ordnung der Dinge. Ein solcher ist weit von wahrem Gottesglauben und einer solchem Glauben entsprechenden Lebensauffassung entfernt".

    Im Februar 1946 - einen Monat vor seinem Tod am 22. März - wurde Bischof von Galen zum Kardinal ernannt.

    Das Motto dieses Seligen "wäre ein großartiges Motto für einen Bischof" heute, sagte der Oratorianer-Pater Daniel Utrecht aus Toronto (Kanada) gegenüber CNA.

    "Beim Weltjugendtag 2005 erzählte ich ein paar Leuten von ihm und die sagten: 'Solche Bischöfe brauchen wir, warum haben wir noch nie etwas von dem gehört? Jemand sollte ein Buch über den schreiben", erzählte er.

    Bei seinen Recherchen habe er auch ein zweibändiges Werk in deutscher Sprache gelesen, in dem die Dokumente, Briefe und Predigten von Galens als Bischof enthalten waren. "Das wurde immer faszinierender, was ich da zu lesen bekam, und in englischer Sprache gab es fast nichts über ihn. So kam ich zu dem Schluss, eine Biographie auf Englisch zu verfassen".

    Der selige Kardinal von Galen stammt aus westfälischem Uradel. Clemens wurde 1878 geboren und war eines von 13 Kindern von Ferdinand Heribert Graf von Galen und seiner Frau Elisabeth, geborene Gräfin von Spee. Im Jahre 1904 wurde er in der Diözese Münster zum Priester geweiht.

    In der Endzeit der Weimarer Republik unterstützte der Priester die Zentrumspartei, für die sein Vater ein Abgeordneter war. Die Zentrumspartei kämpfte dafür, katholischen Interessen und Menschenrechten eine Stimme in der Öffentlichkeit zu geben und ging mit anderen Parteien Koalitionen zum Zweck der Balancierung der Macht im Staat.

    Doch als junger Priester gelang es von Galen nicht, alle seine Bekannten davon zu überzeugen, dass die Zentrumspartei die richtige wäre: So mancher Katholik versprach sich von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) eine bessere Durchsetzung katholischer Ideale.

    Viele deutsche Bischöfe hatten ihren Gläubigen zwar verboten, Mitglider der Nazi-Bewegung zu werden. Doch als Adolf Hitler seine anti-religiöse Haltung abgeschwächt hatte und im Jahr 1933 verkündet hatte, dass das Christentum eine prominente Rolle spielen werde, glaubten ihm dies die Bischöfe und ließen die Mitgliedschaft in der Partei zu.

  • Yuri Galanter (Samstag, 26. August 2023 17:39)

    Nun, ich will jetzt lieber nach draußen, lege mich in die Sonne, wälze mich am Boden, damit mein Fell anschließend auch schön staubig ist. Das hat sie dann davon. Dann kann sie mich wenigstens so lange streicheln, bis ich wieder ganz sauber bin. Streicheln erlaube ich gerne, aber kämmen nicht, das ziept immer so schrecklich.
    Könnte ich im Prinzip auch selber, aber es ist viel schöner, wenn sie das macht.
    Ich suche mir ein schönes Plätzchen und ungestört kann ich hier den halben Tag verdösen. Nur.... es ist auf einmal so erschreckend ruhig im Haus. Keine Folterinstrumente zu hören. Keine Stimmen. Ich bekomme ein flaues Gefühl in der Magengegend. Muss doch mal nachsehen, was da los ist.
    Also, durch die Katzenklappe in den Wintergarten, und schon ist Sense.
    Alle Türen sind zugesperrt. Jetzt ist aber Schluß mit lustig!!!
    Ich rufe und rufe, so laut ich kann. Bis mir die Stimme heiser wird. Aber niemand kommt. Was für ein Schock. Jetzt haben die mich doch glatt vergessen. Meine Güte, ich überlege was nun zu tun ist. Mir fällt aber nichts gescheites ein. Und von dem anstrengenden Nachdenken werde ich so müde, dass ich mich auf dem Türvorleger zusammenrolle und erst mal ein Nickerchen mache.
    Kommt Zeit, kommt Rat.
    Da, was war das? War da nicht eine vertraute Stimme? Oder habe ich alles nur geträumt? Nein, jetzt höre ich es ganz deutlich. Meine Menschentochter ruft ganz deutlich meinen Namen. "Mickey, wo bist du? Komm, wir wollen dich holen und verreisen."
    Was für�n Quatsch. Die sind noch nie mit mir verreist. Aber das ist mir jetzt egal. Ich bin so froh, dass ich endlich eine vertraute Stimme höre. Und dann? Ja und dann packen mich plötzlich ein paar Hände und zwängen mich in diesen schrecklichen Korb, den ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Denn das bedeutet sonst immer Besuch beim Tierarzt, der mir dann so ein schreckliches Ding in den Pelz jagt, dass fürchterlich piekt.
    Ich werde ins Auto verschleppt. "Hilfe, man will mich entführen!" Aber niemand ist da, der auf mein klägliches Miauen reagiert. Was für eine schlechte Welt....
    Nach etlichen Minuten hält dieses stinkende Vehikel plötzlich an. Der Korb ruckelt und zuckelt. Dann werde ich abgestellt. Einfach so. Die Tür des Korbes wird zwar geöffnet, aber hier riecht alles so fremd. Ich traue mich erst mal nicht heraus.
    Höre viele vertraute Stimmen, die versuchen mich herauszulocken. Mein Herrchen meint, es sei besser, ich bliebe erst mal im Korb eingesperrt. Aber zum Glück lässt mein Frauchen das nicht zu. Die Tür bleibt auf.

  • Dorit Beinlich (Samstag, 26. August 2023 17:36)

    Sunny ist eine Katze die wir zu uns geholt haben, die ausgesprochen sensibel und scheu ist. Ganz im Gegensatz zu unserem Kater Willi.
    Besucher haben unsere Sunny bisher nur sehr selten zu Gesicht bekommen und wenn sich ihr ein Zweibeiner nähert, ergreift sie immer noch häufig die Flucht (obwohl sie schon über zwei Jahre bei uns ist). Inzwischen gibt es aber schon mal das eine oder andere Ritual. Z.B. muss ich sie morgens auf jeden Fall erstmal begrüßen, wobei sie es aber lieber mag, wenn ich ihr nur meine Hand hinhalte und sie ihr Köpfchen selber daran reiben kann. Streicheln macht sie immer noch oft misstrauisch. Und wenn ich morgens meine Schuhe anziehe, kommt sie auch an und will kurz gestreichelt werden.
    Am ersten Weihnachtstag abends saß ich so im Sessel und sah Fern. Kater Willi hatte schon nachmittags lange meinen Schoß mit Beschlag belegt und ward nicht mehr gesehen. Plötzlich kam unsere Sunnymaus und guckte mich ganz erwartungsvoll an. Sprang nach meiner Aufforderung auf die Sessellehne und guckte mich weiter erwartungsvoll an. Nach erneuter Aufforderung ist sie dann ganz vorsichtig auf meinen Schoß gegangen und hat sich auch tatsächlich hingelegt. Ich dachte schon "Mal sehen, wie lange das gut geht!" Und, es ist eine halbe Stunde gut gegangen. Ich habe sie gestreichelt und sie hat sich sogar richtig entspannt. Leider konnte ich dann nicht mehr so sitzen und schon war sie wieder weg. Aber diese halbe Stunde war das schönste Weihnachtsgeschenk, daß ich bekommen konnte.
    Dorit

  • Heidi Schmitt (Samstag, 26. August 2023 17:35)

    Hallo Jürgen, heute melde ich mich mal. Bei uns gehts rund. Wir haben seit ein paar Tagen einen Hund in Pflege, einen grossen weissen Schäferhund. Er ist riesengross und total lieb. Beissen tut er nur sein Fressen. Und hat er Angst vor Katzen.
    Unser Max, ein kleiner Tiger, hat zuerst gemacht wie eine beleidigte Leberwurst. Er hat den Hund (Joschka) mit absoluter Missachtung gestraft. Aber jetzt hat sich das geändert. Ich glaube, er merkt dass der Hund die Muffen hat und macht ihm so richtig den Herrmann.
    Gestern abend ist das Kalb von einem Hund auf dem Sofa gelegen und der Schwanz ist runtergehangen. Da hat Max mit der Pfote zugelangt. Ein kurzes Heulen von Joschka (Hund), Miauen von Max (Katze) und dann ging das Chaos los.
    Max voraus durch das Wohnzimmer in die Küche, der Hund hinterher. Dabei ist unser schöner Kerzenständer auf dem Tisch zu Bruch gegangen, in der Küche ist Max auf ein Regal, der Hund wollte auch, da ist das Regal umgefallen. Das schöne Geschirr sieht auch nicht mehr so aus wie vorher. Beide Riesenschreck bekommen und wieder ab ins Wohnzimmer. Max unter dem Fernsehtisch, Hund wollte auch, ging nicht, aber die Fernsehleuchte lag hinterm Fernseher. Nur die Birne kaputt. Der Hund hat versucht, mit der Pfote nach Max zu langen, Max hat zugehauen, wieder ein Heulen und der Hund mit Gebell ins obere Stockwerk. Dabei hat er unsere kleine Tochter umgeworfen, die hat vor Schreck ganz laut geheult.
    Hund oben, Katze unten, Geschirr kaputt, Kerzenleuchter zu Bruch, Birne von Fernsehlampe in Splitter, Eva hat geschrien wie am Spiess.

    Meine Frau hat genervt aufgeräumt, ich die Lautstärke unserer Tochter abgedreht und dann kam zudem noch der Sohn von oben und hat gefragt, ob etwas passiert ist.
    Na ja, das Kalb von Hund ist nur noch 12 Tage bei uns und wir wollten uns eh mal eine neue Wohnzimmereinrichtung kaufen. *lach*
    So bleibt man wahrscheinlich auch jung!!!
    Einen schönen Tag noch!!

  • Frank Dommenz (Samstag, 26. August 2023 15:52)

    Alles kann man umgestalten!

    Mag das dunkle Schicksal walten.
    Mutig! Auf der steilsten Bahn.
    Trau dem Glücke! Trau den Göttern!
    Steig trotz Wogen, Wind und Wettern,
    Kühn, wie Cäsar, in den Kahn.

    Laß den Schwächling angstvoll zagen!
    Wer um Hohes kämpft, muß wagen,
    Leben gilt es oder Tod!
    Laß die Woge donnernd branden:
    Nur bleib immer, magst du landen
    Oder scheitern, selbst Pilot.

  • Karin Jünemann (Freitag, 25. August 2023 15:30)

    Ein Instrument ist wohl nicht nur ein Instrument

    Was für eine Macht in so manchen Instrument stecken kann

    Emotionen und wohl auch Gedanken darin verborgener Weise liegen
    Von tiefsten Herzen und dessen Verbundenheit
    Leidenschaft und Liebe
    Nährendes Öl des Lebensgetriebe
    Zart getragen durch unsichtbare Flügel der wechselnden Winde des Schicksals und dessen Eigenleben
    Zum beherzten Abheben
    Vergessen Raum und Zeit
    Bis in die Unendlichkeit
    Fein verwoben und versponnen
    Immer wieder aufs Neue begonnen
    So manche weitere Hürde genommen
    und ich immer weiter meine Gedankennetze verspinn'
    Verarbeitung im schriftlichen Sinn
    Schönes Ziel

  • Claudia Behrndt (Freitag, 25. August 2023 15:28)

    Die Mäusejagd

    Die Katze schleicht sich aus dem Haus,
    hat Jagdtrieb und sucht sich ne’ Maus.
    Gespannt legt sie sich auf die Lauer,
    entdeckt ne’ Maus auf einer Mauer.

    Ganz sacht schleicht sie sich an sie ran,
    damit sie schnell zupacken kann.
    Doch von der Maus wurd´ sie entdeckt.
    Die rannte schnell, hat sich versteckt.

    Die Katze sprang gleich hinterher
    ihr Jagdtrieb wurde immer mehr.
    Die Maus, sie rannte um ihr Leben,
    denn Töten war der Katze Streben.

    Die Katze verliert bald die Geduld,
    doch keinem kann sie geben Schuld
    Für das, was sie hier nicht geschafft,
    war Schuld der Mäusebeine Kraft.

    Die Maus hat es geschafft ins Versteck
    und grinst die Katze noch an, ganz keck.
    Die Katze trappt enttäuscht nach Haus
    die Maus streckt ihr noch die Zunge raus.

    Die Maus erreichte ihr Versteck.
    Die Katz schaut dumm, die Maus war weg.
    Die Maus sie nicht gefangen hat
    jetzt bleibt ihr nur noch "Kitekat"

  • Annegret Hüls (Freitag, 25. August 2023 15:27)

    Vita die Katze,
    liegt auf der Matratze.
    Sie schnurrt und brummt wie verrückt,
    eine Tatze in dein Popo sie drückt.
    Kommt Snuwi dann daher jagen,
    geht es ihm gleich an den Kragen.
    Somit liegt Vita auf der Lauer,
    gleich bekommt er eins auf die Mütze, aua.
    "Beim nächsten Mal," denkt Snuwi sich,
    "dann krieg ich dich."
    So liegt er im Versteck alsbald,
    in seinem künstlichen Blumenwald.
    Wenn Vita so dahin spaziert,
    Snuwi sich gar nicht ziert,
    haut mit einem Krach,
    ihr eins auf´s Dach.

  • Günter Uebel (Freitag, 25. August 2023 14:57)

    Der Waffenschmied

    Der Schwache wünscht, dass Hilfe ich ihm leiste,
    der Strenge rügt mich, da ich mich erdreiste,
    Spitzentechnik zu kreieren,
    weltweit auch zu exportieren.
    Womit freies Land bewahren
    vor Mordlust wilder Kriegerscharen,
    womit Sicherheit uns schaffen,
    wenn nicht mit kampferprobten Waffen?
    Ich frage alle Kritikaster:
    Ist Ingenieurgeist denn ein Laster?
    Verlangt Ihr, dass es mir genügte,
    wenn man bescheiden Äcker pflügte
    mit Werkzeug, welches ich erschuf?
    Demontiert Ihr meinen Ruf,
    weil Wunderwaffen ich ersann,
    verdien’ ich deshalb Acht und Bann?
    Bemüht Ihr Ethik und Moral,
    beschwört gar die Gewissensqual,
    dass sie mich läutre über Nacht,
    loslöse aus des Satans Macht?
    Doch mein Gewissen wär’ in Nöten,
    wenn Waffen, die am besten töten,
    deswegen unverwirklicht blieben,
    weil ich der Pflugschar mich verschrieben.

    Was schaut Ihr mit gar bösen Mienen,
    sollte ich dem Landmann dienen,
    dem Feld das Saatgut anvertrauen,
    auf Gottes Heil und Segen bauen
    und bis zur Ernte Sensen schmieden
    für reichlich Brot und Seelenfrieden?

    Der Krieg allein legt an den Tag,
    was mein Genius vermag!
    Die Kriegsspirale zu beenden,
    liegt wahrlich nicht in meinen Händen.

  • Heinz Bernhard Ruprecht (Freitag, 25. August 2023 14:54)

    Zukunftsängste

    Der Mensch als Plage dieser Welt,
    bald ernten wir die Früchte!
    Schaut einfach in die Welt hinaus,
    dass Chaos eilt uns weit voraus,
    es sind nicht nur Gerüchte!

    Mit jedem Tag die Hoffnung sinkt,
    belasten wir das Glück!
    Man prügelt das, was uns ernährt,
    doch keinen dieser Umstand schert,
    kein Weg mehr führt zurück!

    Es lässt die Welt sich nicht betrügen,
    sie nimmt uns nicht mal wahr.
    Wenn schwer uns erst das Atmen fällt,
    tilgt schnell die Zeit uns von der Welt!
    Ignorieren wir doch die Gefahr!

    Wir beugen uns und machten mit,
    obwohl die Macht wir hatten.
    Wir sehen zu wie sie zerfällt,
    denken nur ans täglich Geld!
    Wird bleiben uns bald nur der Schatten!

    So basteln wir alle am Käfig herum,
    doch keinen wird er retten!
    Dann überrascht uns der Moment,
    haben wir doch den Zeitpunkt verpennt!
    legten wir selbst uns in Ketten!

  • Hermann Löns (Freitag, 25. August 2023 14:17)

    In Völksen wohnt ein Wundermann,
    Der jede Krankheit heilen kann:
    Zahnweh und Friesel und den Mumps,
    Die Schwindsucht und den Fuß des Klumps.

    Er hat nicht Medizin studiert,
    Hat nicht zum Doktor promoviert,
    Mit einer Flasche Fliedertee
    Kuriert er jedes Ach und Weh.

    Kolik und Infaulentia,
    Die Wassersucht, das Podagra,
    Für Gallenstein, für Hüfteweh,
    Für alles hilft der Fliedertee.

    Das heißt, dem Wundermann hilft er,
    bisher war seine Börse leer,
    Jetzt ist stets voll sein Portemonnaie,
    So sehr hilft dieser Fliedertee.

    Für kalten Brand und dickes Blut
    Ist Fliedertee vorzüglich gut,
    Für Krätze, Krebs und auch für Gicht,
    Bloß gegen Dummheit hilft er nicht.

  • Miriam Richter (Freitag, 25. August 2023 14:16)

    Soll ich lachen, soll ich klagen,
    Daß die Menschen meist so dumm sind,
    Stets nur Fremdes wiedersagen
    Und in Selbstgedachtem stumm sind?

    Nein, den Schöpfer will ich preisen,
    Daß die Welt so voll von Toren,
    Denn sonst ginge ja der Weisen
    Klugheit unbemerkt verloren!

  • Peter Morgenstern (Freitag, 25. August 2023 14:15)

    Du möchtest allen alles sein!
    Konservativ und liberal,
    Aristokratisch, radikal,
    Und demagogisch auch einmal.
    Du möchtest allen alles sein!
    Wärst du ein Esel oder Pferd,
    So wärst du überall begehrt –
    Maulesel sind zur Zucht nichts wert.

  • Klaus Morgenstern (Donnerstag, 24. August 2023 00:03)

    Männer sterben wegen Imponiergehabe früher
    Männer haben eine drei Jahre kürzere Lebenserwartung. Ein Grund dafür ist die höhere Sterblichkeitsrate im jungen Alter. Jungen sind draufgängerischer, tragen Konflikte häufiger gewalttätig aus und wollen die Damenwelt mit gefährlichen Mutproben beeindrucken.

    Junge Männer neigen dazu, wesentlich risikobereiter zu sein als Frauen. Besonders im Teenageralter zeigt sich dieses Verhalten und flacht erst nach dem 30. Lebensjahr wieder ab. Mit Beginn der Volljährigkeit haben Jungen eine rund dreimal so hohe Sterbewahrscheinlichkeit wie Mädchen.
    Männer sterben früher wegen Imponiergehabe

    Das verdeutlicht eine aktuelle Auswertung der Initiative „7 Jahre länger“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die aktuelle Lebenserwartung von Jungen liegt derzeit bei 90 Jahren. Mädchen hingegen leben rund drei Jahre länger. Die Unterschiede in der Lebensdauer sind einerseits biologisch begründet. So haben Frauen durch das doppelt vorhandene X-Chromosom bessere Chancen, Erbkrankheiten auszugleichen im Gegensatz zu Männern, die nur ein X- und ein verkümmertes Y-Chromosom aufweisen. Den wesentlich größeren Einfluss auf die Lebenserwartung hat andererseits jedoch der individuelle Lebensstil des Einzelnen. In diesem Punkt sind Männer klar im Nachteil: Sie ernähren sich ungesünder, rauchen öfter, trinken mehr Alkohol und gehen seltener zum Arzt. Zudem arbeiten sie häufiger in körperlich anstrengenden Berufen, die gesundheitlich belasten. Besonders in jungen Jahren zeigt sich darüber hinaus, dass Männer bedeutend größere Risiken eingehen – oft mit tödlichem Ausgang.
    18-jährige Jungen sterben dreimal häufiger wie Mädchen

    In jungen Jahren sind grundsätzlich beide Geschlechter wesentlich draufgängerischer. Die Entfaltung des Gehirns schreitet unterschiedlich voran, was zu Fehlentscheidungen führen kann. So entwickeln sich die neuronalen Netzwerke für das Belohnungsverhalten nicht im gleichen Maße wie die für die kognitive Kontrolle. Das führt zu einer Zunahme der Risikobereitschaft in den ersten beiden Lebensjahrzehnten. Besonders junge Männer unter 30 Jahren stechen in der Statistik zur Sterbewahrscheinlichkeit allerdings negativ heraus. So sterben 18-jährige Jungen rund dreimal häufiger als Mädchen. Männer begeben sich wesentlich öfter in Situationen, die sie gefährden und tödlich enden. Die Ursachen hierfür sind laut den Forschern Imponiergehabe, Übermut, Gruppenzwang und übertriebene Abenteuerlust. Durch gefährliches Verhalten wollen sie dabei ihren Mut und ihre Männlichkeit beweisen, oft auch um die Damenwelt von sich zu begeistern.

    Am größten ist die Sterbewahrscheinlichkeit von jungen Männern im Alter von 18 bis 25 Jahren. In dieser Zeit erobern viele den Straßenverkehr und kommen erstmals mit Alkohol oder Drogen in Berührung. Konflikte werden zudem häufiger gewalttätig ausgetragen. Erschreckend dabei: Bei unnatürlichen Todesursachen liegen Männer in der Statistik immer weit vor den Frauen. Das wirkt sich auch auf die gesamte Lebenserwartung aus.
    Imponiergehabe der Männer teilweise biologisch erklärbar

    Doch warum sind die Herren der Schöpfung so viel risikobereiter als Frauen? Gründe dafür lassen sich mitunter in der Biologie finden. So ist es auch in der Tierwelt so, dass die Männchen durch Kraftmesserei ihr Können unter Beweis stellen müssen. Eine Erklärung bietet daneben das sogenannte Handicap-Prinzip. Bei manchen Tierarten sind die Männchen mit einer auf den ersten Blick sinnlosen Beeinträchtigung ausgestattet wie der Löwenmähne oder dem Pfauenrad. Es ist bei der Bewegung und der Jagd eher hinderlich und dient lediglich zur Beeindruckung bei der Partnerwahl. Wer dann trotz seines energiezehrendes Handicaps Artgenossen aussticht, wirkt für die Damenwelt besonders überlebensfähig und potent. Ähnlich lässt sich das nach den Studienautoren auch auf das Risikoverhalten junger Männer anwenden: Als Botschaft an die Frauen und die Mitbewerber, als Partner geeignet zu sein.

  • Dr. Daniel Lingenhöhl (Mittwoch, 23. August 2023 23:59)

    Imponierverhalten

    Imponierverhalten [von latein. imponere = jemandem etwas weismachen], Imponiergehabe, Imponieren, auffällige Verhaltensweisen, die gleichzeitig den Sexualpartner (Balz) und den Rivalen (abgeschwächtes Drohverhalten, das nicht zur Flucht oder zum Angriff veranlaßt) beeindrucken sollen ( vgl. Abb. ). Sie werden aber auch in Anwesenheit nur eines der Adressaten gezeigt. Gegen einen Rivalen gerichtet, wird es dann von manchen Autoren als Drohverhalten abgegrenzt, teils werden die beiden Begriffe synonym verwendet. Manche Tierarten weisen besondere Imponierorgane auf, wie spezielle Flügelspiegel (z.B. Enten), Rückenflossen, übergroße Scheren (Winkerkrabben), aufblähbare Hautfalten (Kehlsäcke; z.B. Anolis, Fregattvögel; Galapagosinseln II ) usw. Allgemein wird entsprechend dem Drohverhalten versucht, durch Fell- (Fell) oder Federnsträuben, bestimmte Körperhaltungen usw. optisch größer und durch Zur-Schau-Stellung der arteigenen Waffen beeindruckender zu wirken. Teilweise werden komplexe Verhaltensabläufe eingesetzt, wie der Balzflug, Imponier- oder Singflug (Schauflug; bei Lerchen), das Imponierschwimmen oder –laufen, oft verbunden mit akustischen Signalen (Triumphgeschrei der Graugans, Brusttrommeln). Oft überlagern sich beim Imponieren verschiedene Komponenten aus dem Angriffs-, Verteidigungs- oder Fluchtverhalten (ambivalentes Verhalten; Ambivalenz). – Typisch menschliche Formen des Imponierens reichen von verbalen Angebereien über Fest- und Kriegsbemalungen bei traditionalen Kulturen bis zu Truppenparaden moderner Heere. Die vielschichtige Bedeutung des Imponierens zeigen die Imponiertänze der Yanomami-Krieger in vollem Waffenschmuck. Die aggressiven Signale des kriegerischen Tanzes, z.B. vorgetragen in einem befreundeten Dorf, werden durch Blattwedel schwenkende, mittanzende Kinder wieder abgeschwächt (Humanethologie, Abb.). Der Imponiertanz signalisiert Stärke, unterstreicht die Bedeutung der Freundschaftsbeziehung zum jeweiligen Dorf; die Beschwichtigungssignale mittels eines Kindes signalisieren den freundlichen Charakter. atelische Bildungen, diffuges Signal, Genitalpräsentation, Geschlechtsmerkmale, Rangordnung.

  • Marga Huber (Mittwoch, 23. August 2023 14:54)

    Du möchtest allen alles sein!
    Konservativ und liberal,
    Aristokratisch, radikal,
    Und demagogisch auch einmal.
    Du möchtest allen alles sein!
    Wärst du ein Esel oder Pferd,
    So wärst du überall begehrt –
    Maulesel sind zur Zucht nichts wert.

  • Olaf Schmitt (Mittwoch, 23. August 2023 14:53)

    Ein Mensch ohne Wissenschaft
    ist wie ein Soldat ohne Degen,
    wie ein Acker ohne Regen,
    er ist wie ein Wagen ohne Räder,
    wie ein Schreiber ohne Feder;
    Gott selbst mag die Eselsköpfe nicht leiden.

  • Ralf Spahn (Mittwoch, 23. August 2023 14:52)

    Kiesel säen,
    Stoppel mähen,
    die Katze im Sack kaufen
    und sich mit Toren raufen,
    das sind vier recht törichte Dinge.

  • Lisa Dreher (Freitag, 18. August 2023 15:09)

    Frei, frei, frei

    1. Es gibt sie noch, die alten Lieder
    und wir singen sie nun wieder,
    weil es an der Zeit nun sei:
    Die Gedanken, sie sind frei,
    frei, frei.
    „Die Gedanken, sie sind frei … !“

    2. Wir lassen uns den guten Glauben
    nicht mit falschen Worten rauben,
    weil es an der Zeit nun sei:
    Die Gedanken, sie sind frei,
    frei, frei.
    „Die Gedanken, sie sind frei … !“

    3. Ein Herrschen über unser Leben
    soll es niemals wieder geben,
    weil es an der Zeit nun sei:
    Die Gedanken, sie sind frei,
    frei, frei.
    „Die Gedanken, sie sind frei … !“

    4. Und Freiheit soll das Höchste bleiben,
    wie es unsere Rechte schreiben,
    weil es an der Zeit nun sei:
    Die Gedanken, sie sind frei,
    frei, frei.
    „Die Gedanken, sie sind frei … !“

    5. Wir haben nur dies eine Leben,
    lasst uns jetzt die Hände geben,
    weil es an der Zeit nun sei:
    Unsre Gedanken, sie sind frei,
    frei, frei.
    Unsre Gedanken, sie sind frei!

  • Petra Fröhlich (Freitag, 18. August 2023 15:06)

    Das kleine schwarze Kätzchen

    Salome, die vornehme Katzendame, hat Junge bekommen: vier weiße Katzenbabys, ein hellgrau-gestreiftes und ein pechschwarzes.
    Sie ist stolz auf ihre Kinder, wenn sie es auch nicht begreifen kann, wie sie zu diesem kleinen schwarzen Sonderling kommt. Seltsam, denkt sie. Mein Gatte ist hellgrau, ich bin weiß – wieso ist dieses Katzenkind so pechschmutzigschwarz?
    So recht kann sich Salome mit diesem Katerkind nicht anfreunden, und beim Füttern sorgt sie immer dafür, dass zuerst die anderen Kätzchen satt werden.
    Klar, auch die Katzenbabys sind bald nach ihrer Geburt nicht mehr blind. ”Du gehörst nicht zu uns”, sagen sie zu dem schwarzen Katerchen, und keines mag mit dem Außenseiter spielen, schmusen oder raufen.
    Das schwarze Katerkind versteht das alles nicht, aber um nicht aufzufallen, duckt es sich und macht sich klitzeklein. Vielleicht sehen sie mich und meine hässliche schwarze Farbe dann nicht, denkt es. Mich mag ja sowieso keiner leiden. Sehr traurig ist das kleine Katerkind.
    Eines Tages kommen Leute. Papa, Mama und ein kleines Mädchen. Sie möchten sich ein Kätzchen aussuchen, das sie mit nach Hause nehmen und lieb haben können.
    Mich hat bestimmt niemand lieb, denkt das schwarze Katerchen, das in seinem kurzen Leben noch nicht erfahren hat, was Liebhaben bedeutet. Noch tiefer duckt es sich in der hinteren Korbecke, damit die Fremden seinetwegen nicht erschreckten.
    Drei Augenpaare schauen nun in den Katzenkorb.
    ”Oh, sind die süß!”, ruft das Mädchen und streichelt die weißen Katzenbabys.
    Doch was ist das? Plötzlich spürt das schwarze Katerchen auch ein Kribbeln auf seinem Fell. Hm! Wie schön dieses Streicheln doch ist! Das Katerchen schnurrt behaglich und vergisst, sich zu ducken und zu verstecken.
    ”Das will ich haben!”, ruft das Mädchen, und ehe sich das schwarze Katerkind versieht, sitzt es schon in den warmen Armen des Mädchens. ”Schon immer habe ich mir ein schwarzes Kätzchen gewünscht. Die schwarzen sind nämlich die schönsten.” Es drückt ein Küsschen auf des Katers Köpfchen und sagt: ”Ich werde dich Momo nennen. Dieser Name passt gut zu dir.”
    Momo? Ja, das ist ein schöner Name. Das Katerchen freut sich.
    Momo?, wundert sich Katzenmama Salome. Mir scheint, als wäre mir mit diesem Momokind etwas ganz Besonderes gelungen. Wo es den Menschen doch so sehr gefällt!?
    Stolz blickt sie ihr Söhnchen an. Auch die Katzengeschwister starren auf ihr Brüderchen, das in den Armen des Mädchens kuschelt. Sie sind ein bisschen beleidigt. Weiß ist doch viel schöner als schwarz, denken sie. Oder doch nicht?

  • Marlen München (Donnerstag, 17. August 2023 21:57)

    Im Verlauf der Stammesgeschichte hat sich das Imponierverhalten wohl deshalb entwickelt, weil es - gewissermaßen durch Ritualisierung - einen offenen Kampf zwischen den Rivalen zu vermeiden hilft, indem der schwächere dem drohenden Konflikt ausweichen kann und so für beide Tiere das Verletzungsrisiko herabgesetzt wird. Gleichwohl werden häufig beim Imponieren die der Verteidigung gegen Artfeinde oder zur Jagd einsetzbaren Körperteile besonders zur Schau gestellt: Raubtiere, Flusspferde und Affen entblößen zum Beispiel ihr Gebiss. Häufig unterstützen Lautäußerungen die Drohwirkung beim Imponieren oder bilden in unübersichtlichem Gelände sogar das einzige Signal; ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Röhren der Hirsche, aber auch das Betrommeln der eigenen Brust bei Gorilla-Männchen ist Bestandteil ihres Imponierverhaltens. Ähnlich deuten Ornithologen die Reviergesänge der Vögel während der Paarungszeit. Imponierverhalten nutzt dabei häufig sexuell selektierte Ornamente, d.h. auffällige Körpermerkmale oder akustische Signale, die nach dem Handicap-Prinzip auf die körperliche Fitness des Trägers oder Senders schließen lässt.

  • Karl Koss (Donnerstag, 17. August 2023 21:56)

    Wer das Imponiergehabe übertreibt, hat bei den Frauen weniger gute Chancen. Das gilt offenbar nicht nur für menschliche Casanovas, sondern auch für männliche Seidenlaubenvögel. Wie ein US-Forscherteam im Fachmagazin "Nature" berichtet, achten die gefiederten Machos sehr genau auf die Reaktion ihrer Angebeteten und ändern ihre Werbung, wenn sie zu abschreckend wirkt.

    Die Wissenschaftler um Gail Patricelli von der University of Maryland konstruierten ein Roboter-Weibchen, um das Balzverhalten des australischen Vogels zu studieren. Die Ergebnisse deuten den Forschern zufolge darauf hin, dass vor allem solche Verführer Erfolg haben, die ihre Werbung dosiert auf die Partnerin abstimmen und sich zur Not auch mal sensibel geben können.

  • Dr. Olga Schmitt (Donnerstag, 17. August 2023 21:54)

    Löwenzahn gehört ohne Zweifel zu den vielseitigsten und beliebtesten Heilpflanzen überhaupt. Folglich überrascht es nicht, dass das Pflänzchen in keinem Kräuterbuch fehlt, zumal es bei verschiedensten Beschwerden Abhilfe schaffen kann.

  • Martha Vogelmann (Donnerstag, 17. August 2023 14:35)

    Die knapp zwei Monate alten Tigerbabys im Frankfurter Zoo haben am Mittwoch ihren ersten öffentlichen Auftritt gehabt - und bekamen dabei auch gleich einen Gesundheits-Check-up.

    Erstmals hatte Zoodirektorin Christina Geiger die Gelegenheit, den Tiger-Nachwuchs ganz genau in Augenschein zu nehmen und festzustellen: Es sind zwei Männchen. «Raja» und «Rimba» erhielten ihre ersten Impfungen, unter anderem gegen Katzenschnupfen.

    Der Raubkatzen-Nachwuchs konnte bisher nur mit Videoaufnahmen aus der Wurfbox in Augenschein genommen worden. Mutter «Cinta», für die es trotz ihrer neun Jahre der erste Nachwuchs war, kümmere sich sehr fürsorglich um die beiden Jungtiere, die zunehmend unternehmungslustig seien. Bei ihrem ersten Auftritt gaben sich die Tigerjungen allerdings eher scheu und zogen sich lieber in eine geschützte Ecke zurück.
    Stark gefährdete Art

    Sumatra-Tiger sind eine sehr selten gewordene Tigerunterart. Schätzungen der Weltnaturschutz-Union IUCN gehen von maximal 400 Tieren aus, die aktuell noch in ihrer angestammten Heimat leben.

    Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) engagiert sich seit 1998 auf der indonesischen Insel Sumatra für den Schutz der Tieflandregenwälder in der Region Bukit Tiga Puluh (was übersetzt «30 Hügel» bedeutet). In diesem Hotspot der Biodiversität leben viele gefährdete Arten wie Tiger, Orang-Utans und Elefanten.

    «Rund 30 Tiger werden noch im Bukit Tiga Puluh Nationalpark vermutet. So ganz genau weiß es aber niemand, daher wollen wir über den gesamten Nationalpark eine Untersuchung mit Kamerafallen machen. Denn unsere Befürchtung ist, dass auch hier die Tiger weniger werden», sagte Christof Schenck, Geschäftsführer der ZGF. Dabei hilft auch der Naturschutz-Euro der Frankfurter Zoobesucherinnen und Zoobesucher.

  • Klaus Conrad (Mittwoch, 16. August 2023 19:17)

    Religion prägte das mittelalterliche Leben, die Menschen fürchteten die Hölle und versuchten die göttlichen Gebote einzuhalten. Um von ihren Sünden erlöst zu werden, machten sich die Menschen auf zu Wallfahrten und beteten Heilige und Reliquien an. Die Verehrung konnte manchmal aber ins Extreme umschlagen.

  • Peter Faul (Mittwoch, 16. August 2023 19:15)

    Im Mittelalter waren Glaube und Kirche allgegenwärtig und bestimmten große Teile des Lebens. Beim Konstanzer Konzil trafen vor 600 Jahren weltliche und kirchliche Machtansprüche aufeinander. Das Gottesgnadentum, die Legitimation weltlicher Vormachtstellung, war durch die Existenz von drei Päpsten bedroht und damit schien auch die - über das gesamte Mittelalter gültige - Auffassung der Einheit kirchlichen und weltlichen Lebens bedroht.

  • Klaus Feiler (Mittwoch, 16. August 2023 16:47)

    Das kosmische Ich-Gefühl

    Vor allem in der nördlichen Hemisphäre hat sich eine Art Volksreligion ohne Gott ausgebreitet. Viele sagen, sie seien spirituell in dem Sinn, dass sie eine innigste Verbundenheit mit dem Kosmos verspüren, mit einer alles durchflutenden Energie, ja mit sich selbst. Das Ich wird zum Zentrum einer Frömmigkeit, in der einst Gott verortet war. Die Sehnsucht nach Wohlbefinden kreist ums Ich, um Ich-Stärke, um die Work-Life-Balance, angereichert nicht selten mit esoterischem Beiklang voller Rührung – am liebsten über sich selbst. Aber immer noch meinen kirchliche Funktionsträger zur Selbstberuhigung, dieses gottfreie „Spirituelle“ in den eigenen Horizont einbetten, die Vielen, die nicht oder nicht mehr an Gott glauben (können), als „anonyme“ oder potenzielle Christen einberechnen zu können.

    Bei dieser nebulösen Grauzone handelt es sich momentan jedoch vorwiegend um eine Übergangszone, in der sich die Betreffenden allmählich von einem tradierten christlichen Erbe ablösen, ohne gleich den endgültigen Bruch vollziehen zu wollen. Der folgt jedoch unweigerlich irgendwann, spätestens in der Folge-Generation der nicht mehr christlich erzogenen eigenen Kinder. Zurzeit spricht nichts dafür, dass sich die Bewegung umkehren könnte: von der Glaubenslosigkeit über die „spirituelle“ Zone hin zum Gottes-, gar ausdrücklichen Christusglauben.

    Eine weitere Übergangszone bilden die immer noch sogar von Kirchenfernen angefragten Übergangsrituale, die von der Servicekirche gern bedient werden in der Hoffnung, so die endgültige Abwanderung vielleicht doch noch aufhalten oder wenigstens ein bisschen Christentum – fürs Kind oder fürs spätere Keimen – einpflanzen zu können. Aber auch diese Erwartung ist nach Jahrzehnten entgegengesetzter Faktenlage längst als Illusion entlarvt. Die Kirchenrituale – bis hin zum Sakrament – sollen mehrheitlich nur noch bestimmte familiäre Festlichkeiten feierlich verschönern. Sie sind geistlich leer. Nicht selten folgt einer heiß begehrten kirchlichen Trauung bald danach der Kirchenaustritt des Paares!

  • Hanna Treppner (Mittwoch, 16. August 2023 16:34)

    Ich bin spirituell, aber nicht religiös

    Inzwischen ist die Datenlage von den Soziologen ausgiebig erforscht – und Besserung nicht in Sicht. Aber das Kirchenleben geht weiter, als gebe es die desaströsen Entwicklungen nicht. Unter dem Beistand emanzipierter Frauengemeinschaften werden duftende Kräuter zu Mariä Himmelfahrt gesegnet, als lebten wir noch in einem agrarisch-magischen Zeitalter, wobei ein bisschen Öko-Duft „modern“ daruntergemischt wird. Bei Bergwanderungen, Flur- oder Fronleichnamsprozessionen dürfen Männer-Musikkapellen für die – nicht selten touristische – Folklore sorgen. Und sie tun es zwecks Zusammenhalts der örtlichen Gemeinschaft gern, wenn auch die meisten Mitglieder der Ensembles sonst nie mehr im Gottesdienst auftauchen.

    Die Pfarrer, Pastoral- und GemeindereferentInnen geben sich zufrieden, denn es zeige sich doch trotzdem noch von Fall zu Fall eine tiefgründigere Sehnsucht nach mehr, auf die man aufbauen könne. Im übrigen sei es gar nicht so schlimm, wenn die Leute nach Gutdünken allenfalls selten oder fast gar nicht mehr zum Gottesdienst kommen. Die Feier der Auferweckung Jesu Christi und der Hoffnung auf eigene Auferstehung sei fürs Christsein doch gar nicht so wichtig, viel wichtiger seien dagegen Caritas, Nächstenliebe, soziales Engagement. Statt Gotteshaus Gemeindeheim: Was sich da abspiele, mache den Christen aus. Da ohnehin die Geistlichen schwinden und die Pfarrgemeinden zu Großverwaltungsbezirken mit Ersatz-Wortgottesdiensten, die aber wegen Verwechslungsgefahr mit der priesterlichen Amtsvollmacht nicht so heißen dürfen, zusammengelegt werden, sei der Abbau des Liturgischen und der entsprechenden Präsenz etwas ganz Natürliches. Außerdem, es gebe ja nette Kleinkinder-Krabbelgruppen und glückselige junge Mütter, die da zusammenkommen. Und viele sonstige Veranstaltungen sowie Festivitäten, die „ehrenamtliches Engagement“ beweisen, dazu. So färbt sich jeder die Realität schön mit angeblichen „spirituellen“ Neigungen und Bedürfnissen, die christlich fromm ausgedeutet werden, auch wenn sie es gar nicht sind.

    Denn auch das ist ein Trend: „Ich bin spirituell, aber nicht religiös.“ Das sagen mehr und mehr Menschen, öffentlich besonders gern Prominente der Popszene oder Filmschauspieler, die in Interviews und Homestorys nach ihrer Seelenlage befragt werden. Schon vor einem Jahrzehnt wurde jenes Phänomen in den Vereinigten Staaten erkundet. Erstaunlich viele Menschen, die keiner Religionsgemeinschaft (mehr) angehören, auch ausdrückliche Atheisten, verstehen sich als „spirituell“. Der Münsteraner Soziologe Detlef Pollack stellte fest: „Der Begriff Spiritualität bleibt nebulös.“ Manche verstehen darunter eine Distanz gegenüber kirchlichen Dogmen. Sie vertrauen auf persönlich erhebende Erfahrungen. Andere beziehen das „Spirituelle“ überhaupt nicht mehr auf irgendeine Art von Glauben, geschweige denn auf Gott.

  • Dr. Fridrich Bär (Mittwoch, 16. August 2023 16:34)

    „Das Staunen ist eine Sehnsucht nach Wissen.“

  • Lars Dietrich (Mittwoch, 16. August 2023 16:34)

    Gläubiges Staunen

    Nominell wächst das Christentum weltweit, geistig jedoch schrumpft es wie noch nie in seiner Geschichte. Die Selbstgenügsamkeit mit dem Bestehenden „oben“ in den Kirchenleitungen wie „unten“ im Volk Gottes irritiert.
    Nur keine Aufregung! Weiter mit geschäftiger Kirchenroutine! Nicht einmal in Gottesdiensten wurde selbstkritisch bedacht, warum auch im letzten Jahr die Kirchen wiederum drastisch geschrumpft sind, in Deutschland allein um 660000 Personen. Der seit langem dramatische Trend setzt sich fort. Nur noch 45 Millionen der knapp 83 Millionen Bürger der Bundesrepublik gehören einer christlichen Gemeinschaft an. Bald wird es bloß die Hälfte sein – gegenüber siebzig Prozent im Wendejahr 1990. Doch die Kirchenleitungen wirken nach außen so, als ob nichts Schlimmes geschehe. Das treue Kirchenvolk gibt sich arglos seinen Gewohnheiten hin. Beschwichtigt wird der Niedergang damit, dass es sich halt um den üblichen demografischen Wandel handele. Wenn Paulus und seine Gefährten so gehandelt hätten, wäre die Christusnachfolge in den Kinderschuhen steckengeblieben, versumpft.

    Wir haben es mit einem epochalen Abbruch sondergleichen zu tun – und das keineswegs nur in den säkularisierten Gegenden Europas. In den frommen Vereinigten Staaten, im urkatholischen Irland, wohin der Papst jetzt reist, verabschiedet sich die jüngere Generation vom Christentum rasant. Die Skandale des sexuellen Kindesmissbrauchs durch Seelsorger haben allenfalls die äußere Abkehr beschleunigt, die sich mit dem Verlust des Gottesglaubens innerlich schon lange vorher angebahnt hatte.

    Dabei steht es um die innere Lage des Glaubens noch weitaus schlimmer, als es imposante statistische Zahlen formaler Kirchenzugehörigkeit mit gut zwei Milliarden auf dem Erdenrund vermuten lassen. Die christliche Praxis der Getauften ist über weite Strecken – in der Generation unter sechzig oft schon total – zusammengebrochen, vom Sakramentenempfang bis zur sonntäglich-österlichen Versammlung bei Eucharistie und Abendmahl. Selbst in katholischen Gegenden finden sich am Tag des Herrn häufig kaum mehr die offiziell gezählten und in der Gesamtbilanz der bundesrepublikanischen Bistümer erwähnten knapp zehn Prozent ein. Während des Jahreskreises, erst recht in der Ferienzeit, treffen sich in den städtischen Zonen nicht einmal mehr drei, teilweise weniger als ein Prozent der Getauften zum Vorgeschmack des himmlischen Gastmahls.

  • Oliver Tanzer (Mittwoch, 16. August 2023 16:02)

    Es war die Zufriedenheit

    Die Autoren der Genesis haben in ihrer Erzählung nicht nur menschliche Sehnsucht nach ewiger Stabilität gezeichnet, sondern in ökonomischem Sinn eine stationäre Wirtschaft. Das ist ein relativ stabiler Kreislauf ohne Überverbrauch und Innovation und ohne, wie der Ökonom Alois Schumpeter sagen würde, „schöpferische Zerstörung“, die immer neue Konjunkturzyklen hervorbringt und damit neuen Reichtum. Schumpeter hat auch bemerkt, dass der Großteil der Menschen aber genau diesen unkapitalistischen Zustand als zu erreichendes Optimum ansieht. Ruhe und Frieden, Freundschaften, wenn man so will.

    Auf der anderen Seite sind nur wenige Unternehmer nach Schumpeter solche schöpferischen Zerstörer: Leute, die unablässig wollen und wirken, getriebene, risikobereite Menschen, die das vermeintlich Gute um jeden Preis gegen das Bessere austauschen wollen. Sie, so Schumpeter, brennen lichterloh für ihre Idee, und erlöschen rasch ausgebrannt.

    Dieser letzte Teilsatz, das frühzeitige Burnout der Helden, wird von den vielen Verehrern der schöpferischen Zerstörung ignoriert. Dabei ist er entscheidend. Denn wenn Aristoteles recht hat und die großen Dinge sich immer in den kleinen Dingen vorbereiten, dann kann man für unsere Zeit der Heldenunternehmer und Startup-Ritter folgendes schließen: Es liegt in den Zyklen der schöpferischen Zerstörung letztlich die Ursache für die Zerstörung der Schöpfung im Ganzen. Und außerdem: Das Gegenteil dieser schöpferischen Zerstörung und ihrer Wachstumsfolgen ist nicht Selbstbeschneidung oder Degrowth. Es wäre die Wiederentdeckung eines großen alten Gefühls, das Gott dazu Anlass gab, am siebenten Tag zu ruhen: Es war die Zufriedenheit.

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